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49ers Aktuell

In-Depth: Edward DeBartolo jr.s Rede (10. Okt. 2016)

Hier die freie Übersetzung der Rede von Eddie DeBartolo jr. zu seiner Einführung in die Hall of Fame:


Junge,Junge. Danke. Danke vielmals. Ich bin so klein, ich muss hier auf einer Box stehen.

Vielen Dank. Hier ist heute so viel rot/gold und grün/gelb, ich dachte für einen Moment, ich wäre bei einem weiteren NFC-Campionshipgame. Ich weiß es nicht bei Joe Montana, aber ich denke, über den Ausstieg von Brett Favres Rücktritt können wir uns noch unterhalten.

Demütig und geehrt stehe ich heute hier. Ich muss zugeben: vielleicht bin ich der einzige, der kein High School Football gespielt hat. Diese Bühne mit diesen unglaublichen Gentleman zu teilen ist mehr als demütigend. Wir alle mögen die gleichen Jackets tragen, ihre Schuhe werde ich niemals ausfüllen können.

Ich bin ewig dankbar, als Mitwirkender eines Sports, der meine professionelle Existenz definierte, gesehen zu werden. Ich möchte der Pro Football Hall of Fame für diese Ehre danken; speziell Präsident David Baker mit seiner unglaublichen Belegschaft unter seiner Führung. Weiterhin danke ich der Stadt Canton und vor allem: ich bin erfüllt von Liebe für alle 49ers faithful, die hier hin gereist sind.

Es gibt dutzende Wege in meinem Leben und der Kreis schließt sich heute. Mir ist bewusst, dass ich gewählt wurde während des Superbowls 50 in San Francisco und nun heute circa 40 Meilen von dem Ort stehe, an dem ich geboren wurde und aufwuchs. In Youngstown, Ohio.

Als Kind nahm ich Sonntags mit meinem Cousin Ronnie und zwei Freunden den Zug nach Cleveland um die Browns spielen zu sehen und den großen Jim Brown, der nun ein guter Freund von mir ist. Ein Jahr nach Eröffnung dieser Halle kam ich hier nach Canton. Es gab erst zwei Räume, aber als ich die Namen las, George Halas, Art Rooney, Tim Mora, dachte ich, ich wäre auf einem der unglaublichsten Plätze dieser Erde. Ich könnte mir in meinen wildesten Träumen nicht ausmalen, dass mein Name nun neben ihnen steht.

Dazu eine lustige Geschichte über die Büste: 1982 gewannen die 49ers ihren ersten Superbowl und Bill Walsh wollte eine Büste von uns beiden haben. Also rief ich einen Bildhauer, der aus Utah kam, an. Blair Buswell. Dieser kam und machte diese Miniskulpturen. Wir fragten ihn nach seinem Traum. Er sagte, er würde eines Tages gerne die Büsten für die Hall of Fame anfertigen. So machten wir einen Anruf und nun, 34 Jahre später: Blair hat über 80 Hall of Fame Büsten geschaffen. Inclusive meiner.

Für mich ist eine der größten Ehren, heute meine Jungs zu treffen. Joe Montana, Jerry Rice, Ronnie Lott, Charles Haley, Freddy Dean, Steve Young und natürlich der große Bill Walsh. Es ist kein Geheimnis, was für einen großen Anteil sie daran haben, dass ich heute hier stehe. Ich bin vor allem stolz darauf sie zu treffen mit dem Rest meiner Familie.

Meine Tochter Lisa, von der sie schon gehört haben. Die Leute sagen mir, darauf zu warten, hierhin zu kommen, war eine lange Zeit. Lassen sie es mich sagen: der längste Tag meines Lebens war der 17. Oktober 1989. An dem Tag fuhren Lisa und ihre Schwester Tiffanie vom College zur Bay Area um Joe Montana und Dwight Clark bei einem WordSeries-Spiel zu treffen. Sie mussten die Bay Bridge nehmen. Es war die Nacht des großen Erdbeben in San Francisco. Wir sahen im Fernseher in Youngstown, dass die Brücke auseinanderbrach. Wir konnten sie nicht erreichen. Ungefähr eine Stunde später rief uns Dwight an und sagte "Alles ist gut, die Mädchen sind bei uns. Sie sind sicher" Gottseidank. Sie hatten die Brücke schon überquert. Für mich war das der größte "Catch" in Dwight Clarks Karriere.
Ich bin so stolz, die Stadt San Francisco repräsentieren zu dürfen. Wir gingen zusammen durch harte Zeiten in den 1980ern, aber mit mit der Führungsstärke von Senatorin Dianne Feinstein, Repräsentative Nacy Delai und den Bürgermeistern Willie Brown und Frank Jorden waren wir in der Lage, als Gemeinschaft auszuhalten und zu gedeihen.

Natürlich wurde Lisa unsere Familiensprecherin. Sie ist hier mit ihrem Mann Don und zwei meiner Enkel - Milo und Jasper. Sie ist eine tolle Mutter und führt mit einer unglaublichen Leidenschaft die DeBartolo Familien Stiftung, welche viele gemeinnützige Unternehmungen unterstützt. Lisa, ich liebe dich und deine Familie sehr.
Tiffanie ist eine große Schriftstellerin und Geschäftsfrau, die Bücher und Screenplays über Arbeitsethik schrieb, die dieser Halle würdig sind. Ich bin so stolz auf dich, Tiffanie und ich liebe dich und deinen Mann Scott so sehr.
Meine jüngste Tochter, Nikki gleicht mir am meisten. Vielleicht sagen die Leute deshalb, sie wäre Vaters Liebling. Aber meine Töchter wissen, dass sie alle meine Favoriten sind. Wie Lisa. Sie steckt ihr Herz in gemeinnützige Arbeit mit unserer Familienstiftung. Ich hatte die Freude, zu beobachten, wie sie eine sehr,sehr fürsorgliche Mutter wurde. Sie ist hier mit ihrem Mann, Chad, meinem ältesten Enkel Asher und seinem Vater Ben. Ich liebe euch sehr, Jungs.
Ich bin auch in der Lage, meine Schwester Denise und ihre wundervolle Familie heute zu treffen.

Zu guter letzt fühle ich mich gesegnet und dankbar dafür, diesen Tag mit meiner Frau Candy, mit der ich seit 48 Jahren verheiratet bin, zu teilen. Wahre Geschichte: Ich war 16 Jahre alt, als ich sie vor mir sitzen sah bei einem High School Footballspiel. Ich beugte mich zu einem Freund rüber und sagte: "ich werde dieses Mädchen heiraten" Ich wäre niemals,niemals ohne sie hier. Sie ist der Eckpfeiler unserer Familie und eine großartige Mutter, Großmutter und Frau, welche die Mädchen beschützte sowie durch alle Höhen und Tiefen während meines Besitzes der 49ers ging. Ich liebe dich so sehr, Candy.

Ich wünschte, meine Mutter und mein Vater könnten heute Nacht hier sein. Ich mag es, mir vorzustellen, sie sind irgendwo mit Bill Walsh und hören Freddie Salomon zu, der eine seiner Geschichten erzählt. Die Geschichte der 49ers in den 1980ern und 1990ern ist eine Geschichte über Familie. Letztendlich ist Familie das, worum es in meinem Leben und meiner Karriere ging. Ich habe wirklich den amerikanischen Traum gelebt. Ich habe alles von meinem Vater gelernt, der seinen Vater 1909 wegen einer Lungenentzündung verloren hatte. Meine Großmutter verwitwete, war schwanger mit meinem Vater und musste sich um ihre zwei Jahre alte Tochter kümmern auf einem Schiff, das sie nach Amerika brachte. Sie sprach kein Englisch und hatte kein Geld. Sie kam nach Youngstown und heiratete einen wundervollen Mann namens Michael DeBartolo. Er hatte eine Baufirma und erklärte meinem Vater das Geschäft. Die beste Entscheidung meines Vaters war, meine Mutter zu heiraten. Sie hielt, wie Candy, die Familie zusammen. Man kann ihr nicht genug danken für den Erfolg meines Vaters.

Mein Vater machte aber nicht nur sein Geschäft. Er lebte es absolut. Jede Person, die für uns in Youngstown arbeitete und die ungefähr 15.000 außerhalb waren wie ein Teil der Familie. Wir kannten alle Namen. Wir kannten die Namen ihrer Kinder. Wir wussten, dass, wenn jeder zusammen für das selbe Ziel arbeitet, wir Erfolg haben.

Ich versuchte, dieses mit mir zu nehmen, als ich 1977 nach San Francisco ging. Ich erinnere mich an den Bammel, den ich hatte, der 30-jährige Junge, der in sein erstes Ownermeeting ging und die legendären Namen hörte. Pete Rozelle, Hala, Mara, Rooney, Hunt, Davis. Ich weiß noch wie ich dacht: "Was zur Hölle tue ich hier?"
Die ersten paar Jahre fragten sich das auch noch mehrere Leute in San Francisco. Wegen meines Vaters verstand ich aber, das der Erfolg nicht vom Owner oder Spieler abhing, sondern von allen.

So stehe ich hier für die Equipmentmanager, die Groundkeeper und die Wäschereiarbeiter die jeden Tag hart arbeiteten. Ich stehe hier für die Assisteneten, das PR-Team und allen, die auch An den Wochenenden durcharbeiteten. Ich stehe hier für die Busfahrer, die Köche, die Planer, die HotDog-Verkäufer und die ehrenamtlichen Helfer, dessen Namen wohl niemals im Licht stehen werden, die aber genauso ein wichtiger Teil einer siegreichen Footballfranchise sind wie die Spieler, die wir Sonntags brauchten.
Es sind einfach zu viele Leute, die ihren speziellen Teil zum Erfolg beitragen, heute hier um euch alle zu erwähnen. Aber ihr alle wisst wer ihr seid und das ich euch danke und euch alle sehr liebe.

Falls es ein Geheimnis für den Erfolg der 49ers gibt, so dieses: Wir sahen die Spieler nicht nur als Spieler an, sondern als Menschen. Wir sahen in ihnen die Söhne, die Ehemänner, die Väter und die Brüder mit ihren Familien und Verantwortungen. Wir wussten, dass, wenn wir ihnen halfen es möglich zu machen sich vollkommen in die Arbeit einzubringen, sie alles geben würden. Darum hießen wir die Mütter, Frauen, Freundinnen und Kinder willkommen in unserem Team, schickten ihnen Geschenke zu speziellen Anlässen und verbrachten mit Ihnen den Urlaub. Wir waren nicht nur eine Familie an den Sonntagen. Wir waren eine Familie an jedem einzelnen Tag.

Wir hatten das beste Team auf und neben dem Feld. Carmen Policy, der immer scherzte, wie wären Brüder von verschiedenen Müttern, war einer der besten Offiziellen der NFL. John McVay hat nie genug Anerkennung erhalten dafür, dass er einer der besten General Manager der Liga war. Tony Razzano baute eine der besten Scoutingabteilungen des Landes auf.

Der Wendepunkt war natürlich, als Gott mich segnete mit der Entscheidung einen Gentleman namens Bill Walsh zu verpflichten. Und das war er: Ein feiner Mann.
Ich traf Bill im Fairmont Hotel. Wir sprachen über Familie und Ideen und wie wichtig das Team für San Francisco war. Ich glaube, wir waren gerade einmal 15 Minuten in dem Raum und ich wusste es.
Natürlich veränderte er das Spiel mit seiner Westcoast Offense. Er versuchte mir sie desöfteren zu erklären, aber das war, als würde man einem Zweijährigen Physik erklären wollen.

Wir wussten es noch nicht, aber wir fanden den perfekten Quarterback für seine Offense.
Es war die dritte Runde der 1979er Draft und ich erinnere mich, dass ich nicht in unserem Büro in Redwood City war. Bill kam zu mir heraus und sagte: "Da ist der Junge aus Notre Dame auf dem Board. Sollen wir den Weg mit ihm gehen in der dritten Runde?" Da ich selber in South Bend studierte, sagte ich: "Wie können wir falsch liegen mit jemanden aus Notre Dame?"
So drafteten wir Joe Montana und er kam am nächsten Tag zu uns. Ich sah ihn und fiel fast um. Er war ein Junge. Er hatte einen großen Fu-Manchu-Schnurbart und sah aus wie 75 kg. Er war gelistet mit 1,88m sah aber aus wie 1,80. Oh, lieber Gott. Es stellte sich heraus, dass das nur seine geheime Identität war. Denn auf dem Footballfeld wurde er zu Superman.

Viele Fragen mich immer wieder, wie ich mich an den "Catch" zurückerinnere. Es war ungefähr noch eine Minute zu spielen und wir hatten den Ball. Ich wollte bei den
Jungs auf dem Feld sein. So ging ich durch den Tunnel zum Innenraum. Ich wollte sehen was passiert, aber ich war noch hinter einem der größten Pferde, dass sie sich vorstellen könnnen. Mit dem Policeofficer waren sie drei Meter über mir. Dann hörte ich die Schreie vom Publikum und schaute zum Officer hoch. Er hob den Daumen und sagte:"Clark, Touchdown." So erfuhr ich es. Bei unserem Moment des Ruhmes wurde ich vom Himtern eines Pferdes geblockt.
Von diesem Tag an ließ Dwight Joe nie vergesssen, dass das berühmteste Play des Teams "The Catch" genannt wird. Den letzten Lacher habe aber ich: Der Goalpost, unter dem Dwight den Ball gefangen hat, ist nun in meinem Garten in Montana. Ich musste ihn einfach zu meiner Ranch bringen, als das Stadion abgebaut wurde.

Wir hatten viele große Spieler. Fred Dean kam Mitte der 1981er Saison. Mit nur wenig Training kam er am Sonntag raus und sackte Danny White dreimal. Ein leiser Riese. Fred ließ uns nie im Stich, wenn wir gerade ein BigPlay brauchten.

Ich danke Gott auch für Ronnie Lott. Ronnie spielte mit so viel Leidenschaft, dass ich dachte, er war schon ein Hall of Famer bevor er seinen ersten Helm aufsetzte. Ich fragte ihn oft nach seinem kleinen Finger, den er beim Tackle an Timmy Newsome verlor. Keine Chance.

Und da ist Charles Haley. Ich werde es nie vergessen. Wir spielten bei den Bears in Chicago und er wurde ejected. Ich wusste, er war alleine. Also ging ich in die Umkleide um bei ihm zu sein. Er sah mich und sagte: "Hey, Mister D. Haben sie dich auch ejected?" Ich habe Charles nicht gerne gehen lassen, aber ein kleiner Teil von mir ist stolz, dass der beste Defensespieler der Cowboys ein 49er war.

Jerry Rice war ein Held nicht nur auf dem Tanzparkett. Wenn du Jerry als Rookie erzählt hättest, dass er irgendwann 100 NFL-Rekorde halten würde - ich glaube nicht, dass er das geglaubt hätte. Er kam ins Camp mit dieser wirklich hohen Frisur und die Jungs nannten ihn Fifi. Wo ist er? Sein erstes Spiel stand er ganz frei und ließ den Ball fallen. Ich ziehe ihn noch heute damit auf. Kann ich ein Geheimnis erzählen? Wissen sie, warum Jerry immer so gut aussah? Er hasste es, nass zu werden. Er ging in die Umkleide und wechselte seine Uniform zwei- oder dreimal pro Spiel. Und das ist die Wahrheit.

So besessen wie Jerry war, Steve Young war genau das Gegenteil. Er kam auch mal in den Meetingroom mit einem schwarzen und einen braunen Schuh. Ich war in Disney World, als wir Steve verpflichteten. Ich machte den Handel am Telefon mit Hugh Culverhouse und wir waren gesegnet. Mit George Seifert folgte der perfekte Coach Bill Walsh. Steve ging raus und schrieb ein neues Kapitel für die 49ers-Familie indem er sechsmal hintereinander den Passing Titel gewann. Später spielte er noch für meinen sehr,sehr guten Freund Steve Mariucci.

Eine weitere Person, mit der ich gerne mehr Zeit verbracht hätte, war Freddie Solomon. Es bestürzt mich, dass Freddie heute nicht hier ist. Als ich nach Tampa kam, wo er lebte, wurde Freddie einer meiner liebsten und engsten Freunde und ich liebe ihn von Herzen. Bis zu seinem letztem Atemzug verpflichtete er sich selber dazu, Kindern zu helfen und ich habe nie einen Mann getroffen, der sich so um andere gekümmert hat.

Nach all den Jahren treffen wir uns weiterhin alle paar Monate mit Roger Craig, Randy Cross, Harris Barton, Bill Romanowski und Dutzenden anderen Spielern. Alle sind wie Söhne und Büder für mich. Ich kannn ihnen genau sagen, was alle ihre Kinder heute machen. Das verstehe ich unter Familie.
Um den Männern unter den Pads dabei zu helfen, erfolgreich auf und neben dem Feld zu sein, starteten wir ein Programm, das ihnen hilft, während der Offseason Vollegeabschlüssse zu schaffen. Und wir starteten ein kleines Coaching, das allen, denen wir es zutrauten, half, Anführer und Vorbilder zu sein.

Die einzige Sache, die ich noch mehr hasste, als Spiele zu verlieren, war es, Spieler durch Verletzungen zu verlieren. Wenn sich ein Spieler verletzte, traf ich sie in der Umkleide oder fuhr mit ihnen im Krankenwagen mit zum Hospital. Als Jeff Fuller 1989 seinen Arm nicht mehr nutzen könnte, war mir klar, dass ich sicherstellen müsste, dass sich um ihn und seine Familie für den Rest ihres Lebens gekümmert wird. Offen gesagt: wir sollten auch heutzutage das Wort Familie besser verstehen. Danke.

Ich denke, wir sollten den Wert eines anderen und der Verantwortung anderen gegenüber wieder einen Sinn geben. Ich weiß, dass meine guten Freunde, der Commisssioner und die Spielergewerkschaft sich heutzutage verzweifelt darum bemühen. Macht keinen Fehler. Die Geschichte schaut immer auf uns. Wir haben alles dafür zu tun aufeinander zu achten und sich umeinander zu kümmer. Nicht nur, wenn die Uniform an ist. Auch wenn die Uniform ausgezogen wurde.

Ich war privilegiert, mit Leuten aus San Francisco zusammenzuarbeiten. Jeder Owner, der hier schon gesprochen hat, sagt, dass sie die besten Fans der Welt haben. Aber ich glaube wirklich, wir hatten die besten Fans der Welt. Sie nannten es Camelot. Sie zeigten uns jeden einzelnen Tag was unser Team ihnen bedeutete. Und wir versuchten ihnen zu zeigen was sie uns bedeuteten, indem wir gewannen.

Ich wünschte, Bill Walsh würde heute hier sein. Ich vermisse ihn jeden einzelnen Tag. Am Ende war ich mit ihm im Stanford Hospital. Es bedeutete so viel, die letzten Stunden miteinander zu verbringen, zu lachen und Erinnerungen auszutauschen. Er sagte mir, dass, auch wenn er es nicht mehr erleben würde, er glaube, dass ich eines Tages es in die Hall of Fame schaffe. Ich weiß, dass er das auch seinem guten Freund Dr. Harvey Edwards sagte.
Kurz bevor er 2007 starb, dachte er noch über jedes Detail seiner Coachingzeit nach. Ungefähr eine Woche, nachdem ich als Teil der 2016er-Klasse ausgewählt wurde, bekam ich ein Päckchen von Bills Sohn Craig. Es war ein kleiner 49ers-Helm mit Bills Autogramm und einer Notiz auf der Stand: Ich wusste, es war nur eine Frage der Zeit. Glückwunsch zu deiner Wahl. In Liebe, Bill.

Ich werde nie unseren letzten Superbowlsieg 1994/95 vergessen. Mein Vater sah die Erfolge der 49ers ganz entspannt. Er trug die vier Superbowlringe an einem Gummiband in seiner Jackentasche. Er holte sie gerne heraus und zeigte sie allen seinen Geschäftspartnern. Dann wurde er sehr krank. Wir sprachen darüber, zum letzten Heimspiel 1994 gegen die Broncos zu gehen, aber er konnte nicht mehr. Ich war bei ihm zu Hause im Dezember als wir die Broncos schlugen. Er starb ein paar Tage später. Er hätte es geliebt, uns gegen Dallas spielen zu sehen sowie unseren Sieg im Superbowl gegen die Chargers. Ich habe darüber noch nicht in der Öffentlichkeit gesprochen, aber als wir den fünften Ring bekamen, brachten wir ihn zu Vaters letzte Ruhestätte und er ist immer noch bei ihm.

Und natürlich, natürlich auch heute: er und meine Mutter sind bei mir in meinem Herzen und meiner Seele. Ich stehe nun gerade 40 Meilen von dem Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Lassen sie es mich ihnen sagen: Es ist großartig, zu Hause zu sein.

Von tiefsten Herzen: Danke, dass sie mich heute ehren. Danke, dass sie meine Familie ehren. Danke dafür, ein Teil dieses fantastischen Spiels, Football, zu sein. Möge Gott unsere Truppen und die Welt schützen. Vielen Dank.

Kommentare

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  1. Obi4Niners (10. Okt. 2016)

    Vielen Dank für die Übersetzung. Ich habe mir die Rede schon zweimal angeschaut und kriege immer wieder Gänsehaut. Was für ein Mann! Was für Visionen! Was für ein Gentleman!

    Seine Fußspuren sind für den aktuellen "Nachfolger" viel zu groß!
  2. BenMarston (10. Okt. 2016)

    Danke für die Übersetzung. Es ist ein Skript, dem man nachstreben sollte.
  3. Touchdownmaker (10. Okt. 2016)

    Damit kann sich glaub ich jeder hier identifizieren. Dass so eine Teamführung langfristig Erfolge erzielt, ist für mich kein Wunder. Leider haben sich die Zeiten in San Francisco grundlegend geändert. Wenn ich zum heutigen Zeitpunkt mich mit Football beschäftigen würde, wären die 49ers vermutlich nicht mehr in der engeren Auswahl. Für mich ging es nie allein, um den Erfolg, sondern vor allem auch um die Stadt bzw. Region und die handelnden  Personen dahinter, die für etwas stehen sollten. Was sich derzeit dort abspielt, ist nun mal alles andere als vorbildlich und gehört auch von den Franchise-Führung in die Tabellenregion, wo sich das Team momentan befindet. Sehr, sehr, SEHR schade.... :bag:
  4. TheBeast (10. Okt. 2016)

    Danke für die viele Arbeit, die du dir da gemacht hast, snoopy.
  5. RedEd (10. Okt. 2016)

    "Ich erinnere mich an den Bammel, den ich hatte, der 30-jährige Junge, der in sein erstes Ownermeeting ging und die legendären Namen hörte. Pete Rozelle, Hala, Mara, Rooney, Hunt, Davis. Ich weiß noch wie ich dacht: "Was zur Hölle tue ich hier?"
    Die ersten paar Jahre fragten sich das auch noch mehrere Leute......."

    Vielieicht lässt uns das hoffen, dass auch sein Neffe noch die Kurve bekommt.......
  6. igor (10. Okt. 2016)

    TOP, snoopy!  Vielen lieben Dank für die Übersetzung, großartig!
  7. Sidum (10. Okt. 2016)

    Was für ein sympatischer und demütiger Mensch. Damals wurde noch Football gespielt aus Spaß am Spiel. Und keinem ging es um die fette Kohle. Diese Demut würde heute auch einigen sehr gut zu Gesicht stehen.
    Ich liebe die alten Zeiten.
    Und T.B. sollte sich mal laaaange mit so einem tollen Menschen unterhalten, dann würden wir wieder andere Spiele unserer Goldenen sehen.
  8. snoopy (10. Okt. 2016)

    @ euch und Igor: gerne doch ;)

    @Sidum:  :welcome: here on board! Viel Spaß hier. Schau dich in Ruhe um und scheue dich nicht bei Fragen zu fragen....
  9. MoRe99 (10. Okt. 2016)

    @ snoopy: Großartige Arbeit!  :thanx:

    @ Sidum:  :welcome:  beim schreibenden Teil der FanZone!  :wave:
  10. silentsound (10. Okt. 2016)

    snoopy.... herzlichen dank :touchdown:
  11. jetto (10. Okt. 2016)

    Danke snoopy!
  12. reagan - The Left Hand (10. Okt. 2016)

    Erstmal danke, Snoopy. Ich denke, du hast dies gern übersetzt, weil du dir gleichen Werte hast.

    Jed müsste sich dies ins Büro hängen. Mein Lieblingsteil:

    "Als Jeff Fuller 1989 seinen Arm nicht mehr nutzen könnte, war mir klar, dass ich sicherstellen müsste, dass sich um ihn und seine Familie für den Rest ihres Lebens gekümmert wird. Offen gesagt: wir sollten auch heutzutage das Wort Familie besser verstehen"

    Das zeigt den Charakter.

  13. Candlestick (10. Okt. 2016)

    So ein Charakter musste auch erst wachsen.

    Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass auch Jed York noch reifen wird.
  14. schmutz78 (12. Okt. 2016)

    Grosser Mann... Das gibt Hühnerhautfeeling... Thanks Edi... ich habe die Ansprache sicher schon 1'000x gesehen.

    Jed York könnte noch viel von seinem Onkel lernen...
  15. wizard49er (12. Okt. 2016)

    Großartige gefühlvolle Rede und tolle Arbeit von Snoopy :thumbup:

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