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Radsport

Begonnen von Duke, Do, 18. Feb. ’10, 12:51

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snoopy

Und Cortison wegen "wunder PoPo"
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

AceT

Ob eine Doping Kontrolle um 02:00 Uhr hilfreich ist finde ich auch zweifelhaft. Das Ding ist ja auch das die im Transfer zum nächsten Etappenort eh schon Verspätung hatten da stundenlang im Stau wegen eines Unfalls am Weg dorthin. Jedenfalls steht eines fest Leistungsfördernd ist das nicht wenn man eh schon solche Strapazen hat und Schlaf dringend notwendig ist. Ich weiß latürnich auch nicht was um 02:00 Uhr genau welche Dopingprobe stattfindet (Blut? Harn?) die nicht auch um 05:00 Uhr oder 06:00 Uhr gemacht werden kann??  :noidea:
Vingegaards Sturz befeuert Diskussionen
Go Niners  :49ers:  :49ers:

Duke

Was bei der Dopingdiskussion - die so ja auch nur und ausschließlich im Radsport geführt wird - übersehen wird, sind die Quantensprünge bei Material/Technik/Ausstattung und auch die Weiterentwicklung der Trainingsmethodik. Die Fahrer heute haben wesentlich mehr Kraft in den Beinen und fahren höhere Übersetzungen als anno 2000. Beispiel: früher war es eine Sensation, wenn ein Fahrer einen Berg mit dem großen Kettenblatt vorn hochgefahren ist. Heute ist das normal.

Das zwei UAE-Fahrer bei Vinegaards Sturz dabei waren, beweist lediglich, dass UAE den schärfsten Konkurrenten Pogacars überwacht, beschattet und nicht aus den Augen lässt.

Ich persönlich freue mich, dass Deutschland in Florian Lipowitz einen neuen TopTen-Fahrer hat.
 
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

MoRe99

#303
Ich habe eben mal interessehalber eine KI befragt nach den Unterschieden zwischen heute und vor 25 Jahren, u.a. mit Angabe, um wie viel die Fahrer heute bei einer durchschnittlichen, rund 150 km langen Bergetappe schneller sind als früher. Dabei kam heraus:

Rahmenform und Aero-Optimierung - 1 Min.
Reifenbreite und Tubeless-System - 30 Sekunden
Schaltung und Bremsen - 10-15 Sekunden
Gesamtgewicht - 30-45 Sekunden
Bessere Übersetzungen - 2-3 Minuten
Trainingsmethoden und Ernährung - 10-15 Minuten

Wenn ich das alles zusammenrechne sind das bis zu rund 20 Minuten! Da viele Methoden auch dazu beitragen, dass die Fahrer am Ende wenigster kaputt sind, können die am nächsten Tag auch stärker fahren, als das früher oft der Fall war.

Ach du Sch....  ... Übler Sturz gerade von Lipowitz!  :eek:  Weggerutscht und mit der Schulter gegen den Bordstein gekracht. Ich denke, Das war es für ihn.  :-\
"Fear can hold you prisoner. Hope can set you free." (Stephen King)

Duke

Kaum schreib ich was zu Lipowitz, entschärft es ihn.
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Stefanski

Zitat von: MoRe99 am Gestern um 17:35Ich habe eben mal interessehalber eine KI befragt nach den Unterschieden zwischen heute und vor 25 Jahren, u.a. mit Angabe, um wie viel die Fahrer heute bei einer durchschnittlichen, rund 150 km langen Bergetappe schneller sind als früher. Dabei kam heraus:

Rahmenform und Aero-Optimierung - 1 Min.
Reifenbreite und Tubeless-System - 30 Sekunden
Schaltung und Bremsen - 10-15 Sekunden
Gesamtgewicht - 30-45 Sekunden
Bessere Übersetzungen - 2-3 Minuten
Trainingsmethoden und Ernährung - 10-15 Minuten

Wenn ich das alles zusammenrechne sind das bis zu rund 20 Minuten! Da viele Methoden auch dazu beitragen, dass die Fahrer am Ende wenigster kaputt sind, können die am nächsten Tag auch stärker fahren, als das früher oft der Fall war.

Ach du Sch....  ... Übler Sturz gerade von Lipowitz!  :eek:  Weggerutscht und mit der Schulter gegen den Bordstein gekracht. Ich denke, Das war es für ihn.  :-\
Das ändert ja aber nichts daran, das alle das machen und nutzen und trotzdem einer da nochmal 20 Prozent schneller und besser ist als der Rest! Darum geht es.
Zumal die Etappen früher immer länger waren. Die 1997 Tour hatte 3942 km, die 2026er 3.289 km. Macht 653 Kilometer weniger. Bei ebenfalls 21 Etappen.

MoRe99

Zitat von: Stefanski am Gestern um 18:26Das ändert ja aber nichts daran, das alle das machen und nutzen und trotzdem einer da nochmal 20 Prozent schneller und besser ist als der Rest! Darum geht es.
Dass alle es anders machen als vor 25 Jahren heißt nicht, dass es alle gleich machen. Auch da gibt es Unterschiede im Material, bei der Trainingsmethodik, bei der Ernährung. Und natürlich auch beim Talent und beim Willen.
Erklärt das alles? Erklärt das, warum Pogacar derzeit so weit über allen anderen steht? Vermutlich nicht. In fünf oder zehn Jahren wissen wir sicher mehr. Bis dahin fährt der Zweifel sicher mit, aber halt ohne Beweis.
"Fear can hold you prisoner. Hope can set you free." (Stephen King)

Duke

btw.  :D  Pantani hält immer noch den Rekord hinauf nach Alp d' Huez, und Pantani ist schon 20 Jahre tot. Ist auch auffällig, dass beim Thema Doping immer nur der Radsport ins Visier gerät. Das macht die Debatte einseitig und den Athleten gegenüber unfair.
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Duke

Bei Pogacar gilt es auch, sein starkes Team zu beachten. Seine Edelhelfer wie Yates, del Toro oder McNulty könnten in anderen Teams Kapitäne sein. Dazu ein bärenstarker Nils Pollit, der tot vom Rad kippen würde, damit Pogacar gewinnt.

Das ist übrigens auch eine entscheidende Veränderung gegenüber der Armstrong-Zeit. Da hatte der Kapitän oft nur einen echten Edelhelfer, maximal zwei. Obwohl die Teams größer waren. Und heute fährt das ganze Team praktisch in den ersten Anstieg rein.
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Sean

Zitat von: Duke am Gestern um 22:40btw.  :D  Pantani hält immer noch den Rekord hinauf nach Alp d' Huez, und Pantani ist schon 20 Jahre tot. Ist auch auffällig, dass beim Thema Doping immer nur der Radsport ins Visier gerät. Das macht die Debatte einseitig und den Athleten gegenüber unfair.
Bei der Leichtathletik ist es ähnlich,  da hat wohl der erste deutsche Sprinter, der unter 10 Sekunden. gelaufen ist,  ärger, weil er offenbar einen test verpasst hat.
Beim Radsport muss man aber auch sagen, das man da selbst schuld ist.  In den 90gern zu Ulles und Armstrongs Zeiten hat man es echt übertrieben.  Mich würde mal echt interessieren,  was damals der spanische dopingarzt an Kohle gemacht hat.  Die Radfahrer haben sich bei dem ja die Türklinke praktisch in die Hand gegeben.  Ich glaub aus der Zeit kommt auch der Ausdruck Apothekenrundfahrt für die Tour. Da waren doch von 200 Fahrern 100 vollgepumpt mit Steroiden, die der Spanier denen über eigenblutspritzen in die Venen gepumpt hat.
Für die heutigen Radfahrer, vor allem die ehrlichen, ist das natürlich schade, aber vielleicht hat man heute Zeugs, das man noch nicht nachweisen kann. Auf jeden Fall gibt es keine Todesfälle mehr, ein pantani ist da ein hoffentlich wartenden Beispiel.
Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!

Cordovan

Vor rund 25 Jahren war ich begeistender Tour-Seher - nach der Aufdeckung der Doping-Fälle interessiert mich der Radsport so eigentlich gar nicht mehr. Den Schaden, welchen die Verantwortlichen von damals (nicht nur die Sportler) verursacht haben ist für mich da eher irreparabel - vor allem wenn wieder solche Überlegenheit wie jetzt zu Tage tritt.

Wann hatte Pog. den letzten wirklich schlechten Tag bei einer Rundfahrt? - Vor drei Jahren hab ich irgendwo gelesen. Da werden Zweifel größer und größer - auch jetzt - wo eine unangekündigte Nacht-Doping-Kontrolle - stattgefunden hat. Solche sind ja nur bei dringenden Verdachtsfällen überhaupt erlaubt und müssen genehmigt werden.

Bei Doping muss ich ja nicht gleich spritzen, damit ich 10 - 20 % mehr Leistung haben - es reichen auch marginale % Zahlen um die 5 %. Auf die Länge und Dauer wirkt sich das extrem aus. Ich bin kein Fachmann, aber auch die Dopingmethoden werden in den letzten 20 Jahren nicht stehengeblieben sein, sondern wurden ebenso entwickelt. Ob da die Kontrolleure mit Schritt halten können?!?
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

Funky

Radsport ist halt gebrandmarkt. Mögen ungerechtfertigte Zweifel sein, aber das Vertrauen in diesen Sport ist halt komplett verloren gegangen.

Im Sport wird aber generell viel mehr gedopt als öffentlich wird. Das liegt auch an einem aus meiner Sicht sehr schlechten Anti-Doping-System. Wenn man für EPO* heutzutage immer noch Bilder in Augenschein nehmen und interpretieren muss und keine weiteren technischen Hilfsmittel hat, dann zeigt das für mich, wie zurückgeblieben das Prüfsystem ist. Es müsste hier halt auch Wettbewerb geschaffen werden, anstatt der WADA (oder NADA) einfach immer nur Geld zuzuschieben. Ab und zu wird für die Statistik mal einer erwischt (im Zweifel gibt es ein Bauernopfer**), um die Gelder für das Anti-Doping-System weiter fließen zu lassen.

Doping ist im Sport ein Problem, das aktuelle Anti-Doping-System aber auch.


*Interpretationssache statt Messwert: Epo wird nicht über einen simplen, digitalen Grenzwert bestimmt. Stattdessen wird ein sogenanntes SAR-PAGE-Bild (ein bildliches Testverfahren) erzeugt. Der Gutachter muss auf diesem Bild optisch erkennen, ob es sich um körpereigenes oder künstliches Epo handelt.

**Im ordentlichen Strafrecht gilt: Im Zweifel für den Angeklagten. Im Anti-Doping-Recht der WADA gilt das Prinzip der Strict Liability (Verschuldensunabhängige Haftung)
Be(at) the best

snoopy

#312
Das der Radsport ggf. öfter im Visier ist als, sagen wir mal, Curling, liegt auch schon daran, dass dort Doping auch eher Sinn macht. Zudem ist gerade die TdF halt öffentlichkeitswirksamer als eine Kanu-WM.
Und es gab auch im AF in Deutschland schon Dopingsperren - aber wen interessiert das?

Dazu kommt, das "der Radsport" ja auch selber dazu beigetragen hat, dass viel nicht aufgelöst und aufgebarbeitet bzw. durchgewunken wurde.

Unfair? Ja, gegenüber den ehrlichen Fahrern ist das blöd.

Was die Helfer angeht: die hat auch Bora und Visma etc.  Ich sehe das jedoch, außer im Mannschaftszeitfahren nicht so: Klar will man Windschatten, einen gewissen Zug und vlt. auch mal die Verpflegung gebracht bekommen. Aber da reichen eigentlich auch ein/zwei Helfer. Als Spitzenfahrer kann ich mich im Ernstfall auch hinter ein andersfarbiges Trikot hängen.

Was Pantani angeht: ja, anscheinend waren solche Leistungen auch 1998 schon möglich. Wir wissen aber auch wie: auch ein Megatalent. In Erinnerung bleiben aber 52kg voll mit EPO, Insulin und was weiß ich noch.

Belassen wir es dabei, dass nichts bewiesen ist aber der Zweifel bei 99% (?) der Menschen besteht?
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Stefanski

Zitat von: Cordovan am Heute um 06:48Bei Doping muss ich ja nicht gleich spritzen, damit ich 10 - 20 % mehr Leistung haben - es reichen auch marginale % Zahlen um die 5 %. Auf die Länge und Dauer wirkt sich das extrem aus. Ich bin kein Fachmann, aber auch die Dopingmethoden werden in den letzten 20 Jahren nicht stehengeblieben sein, sondern wurden ebenso entwickelt. Ob da die Kontrolleure mit Schritt halten können?!?
Definitiv NEIN!
Nicht vergessen: Ein Lance Armstrong wurde NIE über Dopingtest erwischt. Da war er immer "sauber"! Was wirklich krass ist. Durch eingefrorene Proben kam dann Jahre später EPO ans Licht.
Ebenso Ulle, wo das erst durch den Fuentes Skandal ans Tageslicht kam.
Hier nochmal die Chronologie vom Armstrong Fall. Da sieht man nochmal schön, wie lange das alles gedauert hat.
Der Fall Armstrong - Eine Chronologie

Duke

Ich behaupte: es gibt keine Ausdauer-/Kraftausdauer- und Kraftsportart, in der nicht nachgeholfen wird. Auch im Fußball.
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MoRe99

Zitat von: MoRe99 am Gestern um 17:35Ach du Sch....  ... Übler Sturz gerade von Lipowitz!  :eek:  Weggerutscht und mit der Schulter gegen den Bordstein gekracht. Ich denke, Das war es für ihn.  :-\
Die Diagnose ist mittlerweile bekannt. Lipowitz hat einen Schlüsselbeinbruch erlitten sowie mehrere Schürfwunden. Wie lange er ausfallen wird ist noch unklar.
"Fear can hold you prisoner. Hope can set you free." (Stephen King)

snoopy

Zitat von: Duke am Heute um 09:15Ich behaupte: es gibt keine Ausdauer-/Kraftausdauer- und Kraftsportart, in der nicht nachgeholfen wird. Auch im Fußball.
Mag sein - zumindest punktuell

Macht es aber nicht besser
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Cordovan

Zitat von: Duke am Heute um 09:15Ich behaupte: es gibt keine Ausdauer-/Kraftausdauer- und Kraftsportart, in der nicht nachgeholfen wird. Auch im Fußball.
Es sind sogar im Schach schon Doper aufgeflogen....braucht nicht unbedingt eine Ausdauer/Kraft-Sportart sein.....
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

Duke

Zitat von: snoopy am Heute um 09:43
Zitat von: Duke am Heute um 09:15Ich behaupte: es gibt keine Ausdauer-/Kraftausdauer- und Kraftsportart, in der nicht nachgeholfen wird. Auch im Fußball.
Mag sein - zumindest punktuell

Macht es aber nicht besser
Warum aber disktutiert dann aber niemand darüber, sondern einzig und allein beim Radsport?
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Duke

Zitat von: MoRe99 am Heute um 09:38
Zitat von: MoRe99 am Gestern um 17:35Ach du Sch....  ... Übler Sturz gerade von Lipowitz!  :eek:  Weggerutscht und mit der Schulter gegen den Bordstein gekracht. Ich denke, Das war es für ihn.  :-\
Die Diagnose ist mittlerweile bekannt. Lipowitz hat einen Schlüsselbeinbruch erlitten sowie mehrere Schürfwunden. Wie lange er ausfallen wird ist noch unklar.
Kurve zu schnell angefahren und dann vorn gebremst - sehr schade
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

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