Mehr Lob für Brock Purdy geht kaum (29. Dez. 2025)
Das zweite Spiel in Folge, in dem Brock Purdy für fünf Touchdowns mitverantwortlich ist - als erst sechster Spieler in der NFL-Geschichte. Auch deshalb bekommt der 49ers-Quarterback nach dem dramatischen 42-38-Sieg gegen die Chigago Bears heute die Wertschätzung von NFL-Experten quer durch alle Medien, die er wohl schon länger verdient hätte.
Der Ex-NFL-Spieler Cris Collinsworth flippte bei der Liveübertragung auf NBC geradezu aus, als Purdy in höchster Not zwei Bears-Defender ins Leere laufen liess und dann seinen Fullback sah und fand, wie er einsam in der Ecke der Endzone stand. ,,Wäre es Patrick Mahomes, würde man sagen, na klar Patrick Mahomes, so ist er", sagte Collinsworth, ,,und ich würde das als erstes schreien. Aber das ist Purdy, bei dem das funktioniert. Den ganzen Abend über macht er solche Plays, er trägt sein Team auf den Schultern".
Ex-NFL-Coach Rex Ryan sagte auf ESPN, Purdy sei ,,der unterschätzteste Quarterback der NFL - und das mit weitem Abstand". Die Wahrheit sei, dass es niemanden in der NFL gebe, der Purdy etwas vormache, wenn es um Zielgenauigkeit, Ruhe und Übersicht gehe. Die ESPN-Postgame-Expertenrunde befasste sich ausgiebig mit dem letztlich siegbringenden 38-Yard-TD-Wurf auf Jauan Jennings gut zwei Minuten vor dem Ende. Purdy mache da etwas, was ,,nur ein sehr kleiner, ausgesuchter Kreis in der NFL" könne, nämlich in den freien Raum zu werfen, wo er Jennings erwarte ohne ihn vorher je gesehen zu haben. Purdy sehe nur die Defender und den Raum, wo sich eine Chance ergebe und vertraue dann darauf, dass sein Receiver seine Route dorthin auch laufen werde. Genau das tat Jennings, und der Ball passte perfekt.
Niners Nation schreibt, es sei geradezu lächerlich, wenn jemand jetzt noch die Frage stelle, ob Purdy seinen Vertrag wert sei. Oder ob nicht Mac Jones hätte der Starter werden sollen. ,,Jones ist ein toller Quarterback", schreibt Patrick Holloway, ,,aber Purdy ist der bessere Quarterback". Das sieht auch Rex Ryan so: ,,Jones, auf gar keinen Fall", sagte er und betonte, das gelte, obwohl Mac Jones seine Sache wirklich gut gemacht habe.
Für Respekt sorgte auch, wie Purdy den denkbar schlimmsten Auftakt des Spiels wegsteckte - einen Pick Six bei seiner ersten Aktion. Danach begann er an seinem Passer Rating zu arbeiten, das am Ende bei 118,6 lag. ,,Das war so früh im Spiel", kommentierte Purdy selbst das, ,,du musst das vergessen können und in der Lage sein, dein Spiel aufzuziehen". Der gegnerische Coach, Ben Johnson, sagte: ,, Er ist ein gefährlicher Spieler, besonders wenn er das Feld sehen kann und so viel Zeit hat", so Johnson auf der Bears-Website. ,,Und dann hat er auch einige dieser Plays mit seinen Beinen verlängert. Er hat einen wirklich guten Job gemacht, und wir haben ihn sicherlich nicht genug dabei gestört". Wozu das führte ist übrigens eine Premiere in der NFL: Zum ersten Mal überhaupt gab es in der Regular Season fünfmal einen Gleichstand zwischen zwei Teams.
NBC Sports Bay Area kommentiert, Purdy sei wieder seine 2023-Version und spiele auf großartigem Niveau. Dank ihm vor allem hätten die Niners eine Chance, weit in den Playoffs vorzustoßen. Brock Purdy verwies dabei auf seinen Headcoach, Kyle Shanahan sei ein ,,Hall of Fame Playcaller". Auch Shanahan bekam sein verdientes Lob, nachdem er die Defense der Bears immer wieder mit seinen mutigen Calls aus dem Gleichgewicht gebracht hatte. Wer geschrieben habe, Shanahan gehöre gefeuert, solle sich was schämen, schreibt Sports Illustrated.
Quellen: jo, quasi alle
Der Ex-NFL-Spieler Cris Collinsworth flippte bei der Liveübertragung auf NBC geradezu aus, als Purdy in höchster Not zwei Bears-Defender ins Leere laufen liess und dann seinen Fullback sah und fand, wie er einsam in der Ecke der Endzone stand. ,,Wäre es Patrick Mahomes, würde man sagen, na klar Patrick Mahomes, so ist er", sagte Collinsworth, ,,und ich würde das als erstes schreien. Aber das ist Purdy, bei dem das funktioniert. Den ganzen Abend über macht er solche Plays, er trägt sein Team auf den Schultern".
Ex-NFL-Coach Rex Ryan sagte auf ESPN, Purdy sei ,,der unterschätzteste Quarterback der NFL - und das mit weitem Abstand". Die Wahrheit sei, dass es niemanden in der NFL gebe, der Purdy etwas vormache, wenn es um Zielgenauigkeit, Ruhe und Übersicht gehe. Die ESPN-Postgame-Expertenrunde befasste sich ausgiebig mit dem letztlich siegbringenden 38-Yard-TD-Wurf auf Jauan Jennings gut zwei Minuten vor dem Ende. Purdy mache da etwas, was ,,nur ein sehr kleiner, ausgesuchter Kreis in der NFL" könne, nämlich in den freien Raum zu werfen, wo er Jennings erwarte ohne ihn vorher je gesehen zu haben. Purdy sehe nur die Defender und den Raum, wo sich eine Chance ergebe und vertraue dann darauf, dass sein Receiver seine Route dorthin auch laufen werde. Genau das tat Jennings, und der Ball passte perfekt.
Niners Nation schreibt, es sei geradezu lächerlich, wenn jemand jetzt noch die Frage stelle, ob Purdy seinen Vertrag wert sei. Oder ob nicht Mac Jones hätte der Starter werden sollen. ,,Jones ist ein toller Quarterback", schreibt Patrick Holloway, ,,aber Purdy ist der bessere Quarterback". Das sieht auch Rex Ryan so: ,,Jones, auf gar keinen Fall", sagte er und betonte, das gelte, obwohl Mac Jones seine Sache wirklich gut gemacht habe.
Für Respekt sorgte auch, wie Purdy den denkbar schlimmsten Auftakt des Spiels wegsteckte - einen Pick Six bei seiner ersten Aktion. Danach begann er an seinem Passer Rating zu arbeiten, das am Ende bei 118,6 lag. ,,Das war so früh im Spiel", kommentierte Purdy selbst das, ,,du musst das vergessen können und in der Lage sein, dein Spiel aufzuziehen". Der gegnerische Coach, Ben Johnson, sagte: ,, Er ist ein gefährlicher Spieler, besonders wenn er das Feld sehen kann und so viel Zeit hat", so Johnson auf der Bears-Website. ,,Und dann hat er auch einige dieser Plays mit seinen Beinen verlängert. Er hat einen wirklich guten Job gemacht, und wir haben ihn sicherlich nicht genug dabei gestört". Wozu das führte ist übrigens eine Premiere in der NFL: Zum ersten Mal überhaupt gab es in der Regular Season fünfmal einen Gleichstand zwischen zwei Teams.
NBC Sports Bay Area kommentiert, Purdy sei wieder seine 2023-Version und spiele auf großartigem Niveau. Dank ihm vor allem hätten die Niners eine Chance, weit in den Playoffs vorzustoßen. Brock Purdy verwies dabei auf seinen Headcoach, Kyle Shanahan sei ein ,,Hall of Fame Playcaller". Auch Shanahan bekam sein verdientes Lob, nachdem er die Defense der Bears immer wieder mit seinen mutigen Calls aus dem Gleichgewicht gebracht hatte. Wer geschrieben habe, Shanahan gehöre gefeuert, solle sich was schämen, schreibt Sports Illustrated.
Quellen: jo, quasi alle
Kommentare
Du musst dich registrieren um einen Kommentar schreiben zu können.


MoRe99 (29. Dez. 2025)
stig49 (29. Dez. 2025)
Blade_84 (29. Dez. 2025)
Sean (29. Dez. 2025)
So gut wie er drauf ist, die 2 wichtigsten Dinge bei im sind, das er Fit bleibt, und seine Leistung auch bestätigt. Jetzt geht es bald um alles, da ist ein schwaches Spiel möglicherweise das Ende.
Trotzdem muß man auch eines ganz klar sagen. Er ist als Mr. Irrelevant gezogen worden, eine Position, die meistens selten oder nie auf dem Feld erscheint. Für mich ist er in den letzten 2-3 Jahren DAS VORBILD, das junge Menschen brauchen. Er zeigt, das man alles erreichen kann, auch wenn man ganz am Ende steht. Hart arbeiten, voller Disziplin sein, das ist der richtige Weg, den junge Menschen am Anfang ihres Lebens einschlagen müssen.
tyorl (29. Dez. 2025)
Zu Jennings: Aber das ist es doch. Es gibt einen Spielzug vom HC; jeder weiß wo er hinzulaufen hat ... und wenn der QB dann dahin wirft, soll / muss da ein WR stehen. Da kommt halt alles zusammen
Desweiteren hat man natürlich auch schon viel EarlyPicks scheitern sehen; also völlig egal an welcher Stelle Du im Draft gezogen wirst; Du musst nur zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein.
Purdy war da, als bei uns QB 1 und QB 2 verletzt waren;
zudem hat, meine ich, KS damals gesagt:
Purdy hat die letzten Wochen mit der / gegen die stärksten Defense der Liga trainiert; kein Wunder dass er dann sofort abliefert.
Nun ist er gereift und spielt halt noch übersichtilicher / besser; wobei ich bei manchen Würfen schon Angst habe, ich welche kleinen Spots er die wirft.
Wer weiß, wahrscheinlich wäre er immer noch Mr. Irrelevant, wenn damals unsere anderen QBs nicht ausgefallen wären; nobody knows.
S 197 (29. Dez. 2025)
Schreibt nicht Grant Cohn für Sports illustrated und hat genau das oft genug gefordert?
owl49er (29. Dez. 2025)
stig49 (29. Dez. 2025)
stig49 (29. Dez. 2025)
wizard49er (29. Dez. 2025)
Sehr wahrscheinlich.
chris49ers (29. Dez. 2025)
Je nach Reaktion von Spielern des gegners, werden festgelegte oder einstudierte Varianten gespielt, es gibt sogar Spielzüge die den Freien Raum suchen, und der Pass und der Passfänger finden.
Ganz zu schweigen von verschiedenen Anspielvarianten, zb. WR1, Wr2, Td1, daß ist vergleichbar mit Option Spielzüge.
Da gibt es viel was nicht im Spielzug enthalten ist.
Wenn das so einfach wäre, die NFL ist sehr komplex.
Cordovan (30. Dez. 2025)
Obi4Niners (30. Dez. 2025)
Und je länger Shanahan und er zusammen arbeiten, desto besser wird die Chemie, desto größer wird das gegenseitige Vertrauen und desto stärker werden beide.
NinersUlm (30. Dez. 2025)
Funky (30. Dez. 2025)
Letztes Jahr hatte es Kyle ein wenig übertrieben und rudert nun etwas zurück. Ich finde es gerade sehr ausbalanciert, wobei natürlich auch die Ergebnisse einem das Gefühl dazu geben. Hätten wir das Spiel gegen die Bears verloren, weil Purdy neben seiner Int auch noch eine zweite geworfen hätte (zum Glück gab es eine Strafe gegen die Bears), einen Safety (war sau knapp) verursacht hätte und statt des TD auf Juice gesackt worden wäre, dann würden wir heute wahrscheinlich auch ganz anders über Purdy reden.
Was wir auch nicht vergessen dürfen, ist der Faktor CMC. Der fehlte letzte Saison. Ich hatte mich hier im Forum unbeliebt damit gemacht, dass ich letzte Saison schrieb, dass Mason ein guter Runner sei, aber dass er CMC nicht im Ansatz ersetzen könne. Das Kurzpassspiel auch mal hinter die LoS fehlte letztes Jahr nahezu komplett. Deebo hätte man m.E. dafür einsetzen können, wurde dafür aber auch nicht so häufig genutzt.
NinerForever (30. Dez. 2025)