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McCain vs Obama - wen würdest Du wählen?

Begonnen von Duke, Do, 11. Sep. ’08, 14:21

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Duke

Mich interessiert mal, wie die Boardmember hier wählen würden, wenn sie US-Amerikaner wären. Gern auch mit Begründung im Text, ist aber keine Bedingung.

Meine Stimme bekäme McCain. Solide, sachlich, vernünftigere Ansätze - und vor allem kein in der Öffentlichkeit um Aufmerksamkeit bettelnder Popstar.
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

igor

da weiss ich zu wenig um eine qualifizierte aussage zu treffen.  in europa orientiert man sich ja vor allem an der aussenpolitik der praesidenten was praeferenzen betrifft -- aber was hilft einem ein praesident der nur nach aussen "scheint"; als us-amerikaner muss einem auch das innenpolitische programm sehr wichtig sein.  von diesem bekommt man hier aber ueber die grundsaetzlichen standpunkte der beiden grossen parteien hinaus nicht wirklich viel mit...

cheers =)
*igor*

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MoRe99

Ist sicher schwierig aus der Distanz, aber meine Stimme würde Obama bekommen. Und sei es nur aus einem simplen Grund: ich hab die Bush-Administration und alles, was damit zusammen hängt, sowas von satt, dass ich keinen sehen will, der aus dem selben Stall kommt. :thumbdown: Dass Obama, sollte er gewählt werden, nicht der Heilsbringer ist und mit Sicherheit keine radikal andere Politik machen wird bzw. kann, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich hege dennoch bei ihm erheblich mehr die Hoffnung, dass sich die USA zumindest im Ansatz wandeln könnten, als bei McCain.
"Fear can hold you prisoner. Hope can set you free." (Stephen King)

zugschef

ich kann garantiert sagen, dass ich niemals eine stimme für die republikaner abgeben würde.

TheBeast

Sehe ich genauso [EDIT](beides, also das, was MoRe geschrieben hat ebenso wie die Aussage von zugschef) [/EDIT]

The Leprechaun

Schließe mich an. Wen ich in den USA wählen könnte, wäre Obama mein Mann. Auch wenn ich ihm nicht alles abkaufe was er erzählt.

McCain gehört zur alten Garde. Bei ihm befürchte ich ändert sich rein garnichts. Noch fünf Jahre Bush Politik brauchen die USA sicherlich nicht.

Er kann mir da erzählen was er will. McCain gehört zur selben Riege wie Bush.

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HeyJoe

Sicher Obama. Die Republikaner sind wirklich ein rechtsradikaler Haufen. Wie nach Bush überhaupt noch ein Parteigenosse dieses Dreckskerls Chance auf eine Präsidentschaft hat kann ich nicht verstehen..

Dillinger

Ich bin ne linke Socke und man müsste alleine schon aus Prinzip die Demokraten an die Macht wählen. Was in den letzten acht Jahren passierte, ist kaum in Worte zu fassen. Vielleicht so: Ein Reigen der Unmenschlichkeit.

Bush hat das getan, was den Nazis in Nürnberg vorgeworfen wurde. Lest Euch mal die Anklagepunkte durch:

http://www.zeno.org/Geschichte/M/Der+N%C3%BCrnberger+Proze%C3%9F/Materialien+und+Dokumente/Anklage/Anklageschrift

Ob man Vergleiche ziehen sollte? Vielleicht, vielleicht nicht. Aber juristisch gesehen war das, was die Bush Administration getan hat, schlichtweg kriegsverbrecherisch. Und ich denke, man darf der Seite der politischen Münze nicht eine weitere Amtsperiode geben.

Highlander78

Ganz sicher Obama. Ich hoffe dann geht es wieder aufwärts

Norton51

Ich würde als Amerikaner den wählen, der mir eine bezahlbare Krankenversicherung und einen Job verschafft!

Zudem halte ich Toleranz für ziemlich wichtig und dementsprechend finde ich, dass man weder Minderheiten dämonisieren darf (z.B. Homosexuelle), noch Abtreibungen per se zu verteufeln sind.

Ich könnte somit niemals die Republikaner wählen. Opportunismus und Patriotismus sind für mich inhaltlich nicht ausreichend.

Ich hoffe Obama gewinnt, aber ich glaube es wird sehr eng.

garrison20

schliesse mich allen vorrednern bis auf den threaderöffner an!

republikaner würde ich grds nicht wählen. aber wenn selbst ein bush wiedergewählt wird, sagt das ja schon einiges aus..

sebastian082

Habe nur beschränktes Wissen der amerikanischen (Innen)-Politik, deshalb sind alle Aussagen unter Vorbehalt.

Grundsätzlich würde ich wohl auch einen Demokraten bevorzugen, ausserdem finde ich auch, dass eine andere Politik als die von Bush her muss. Das spricht für Obama.

Der Möchtegern-Popstar hat nur leider bis heute nicht erklärt, was er eigentlich für eine Politik machen würde. Zu sagen "ich mache alles anders als Bush" mag zwar populär sein, hat aber nix mit Politik zu tun. Ich würde gerne von meinem Kandidaten wissen, was genau er anders macht, und vor allem wie er es macht.

Und auch Obama wird zu den Rechten der Homosexuellen, zu Abtreibung usw keine radikal andere Politik vertreten als McCain. Er mag zwar andere Ansichten haben, aber das wäre in den USA politischer Selbstmord.

Daher ginge meine Stimme, wenn auch mit Bauchweh, an McCain.


Addendum: Wenn man mal fas ein Jahr in Neuseeland gelebt hat, dann weiss man erst mal, wie gut die Politik in den USA (und vor allem in Europa) ist. Nur den Mist aus Neuseeland bekommt bei uns keiner mit...
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HeyJoe

Versteh die Logik nicht so ganz..
Eher Demokraten aber weil Obama doch nicht anders ist als Mccain eher McCain?
Der Popstar-Vorwurf gegen Obama ist meiner Meinung nach auch ein bisschen dämlich. Sicher macht er eine Kampagne die irgendwo an einen Popstar erinnert, aber er hat ein Programm und zwar im Gegensatz zu McCain eines mit Verbesserungen für das amerikanische Volk. Wieso Politikern mit dem Willen zur Veränderung immer Populismus vorgeworfen wird kann ich nicht verstehen.
Eine Krankenversicherung ist meiner Meinung nach tatsächlich ein wichtiger Punkt.
Und Obama wird zu Homosexuellen, Abtreibungen was auch immer sicherlich eine andere Politik betreiben als McCain. Die USA besteht zum Glück nicht nur aus radikalen Christen.

Dillinger

Zitat von: HeyJoe am Do, 11. Sep. ’08, 22:54
Die USA besteht zum Glück nicht nur aus radikalen Christen.

Es sind aber genug, um den Vorwurf gegenüber der Al Kaida lächelrich wirken zu lassen. Seht Euch "Jesus Camp" an.

Duke

Alle Republikaner über einen Kamm scheren zu wollen, da wäre ich vorsichtig. McCain weiß, dass eine Fortsetzung der Bush-Politik politischer Selbstmord wäre. Deshalb distanziert er sich ja auch von ihm, und wird denke ich gemäßigter agieren. Der Wandel in der USA muss denke, vor allen angesichts der wirtschaftlichen Probleme, langsam vonstatten gehen. Für eine weiche Kurskorrektur ist McCain der richtigere.

Was ich Obama nicht abnehme sind einerseits sein ständiges Pochen, den Wechsel-Gedanken für sich beanspruchen zu wollen, und anderereseits erst einmal alle Nicht-Amerikaner von sich überzeugen zu wollen. Die wählen ihn ja nicht. Und mit Auftritten wie dem in Berlin seine außenpolitische Kompetenz unterstreichen zu wollen halte ich für die falsche Taktik.

Bei seiner Berlin-Rede saß ich übrigens fassungslos vor dem TV: Einerseits über seine Show, andererseits angesichts der Massen, die da hinliefen. Aber das ist eine andere Geschichte.
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Zacharry

Zitat von: Duke am Do, 11. Sep. ’08, 23:38
... andererseits angesichts der Massen, die da hinliefen. Aber das ist eine andere Geschichte.

was genügend freibier nicht alles versursachen kann... *g*


zach

The Leprechaun

Zitat von: Duke am Do, 11. Sep. ’08, 23:38


Bei seiner Berlin-Rede saß ich übrigens fassungslos vor dem TV: Einerseits über seine Show, andererseits angesichts der Massen, die da hinliefen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Tja. Viele Deutsche sind offensichtlich immer noch auf der Suche nach einem Führer :-\
Den Eindruck hatte ich dabei zumindestens. Was aber nichts an meiner Position zu Eher Pro - Obama ändert.
Auch wen ich sicherlich keinen Führer brauche ;D
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igor

ich finde es falsch aus den praesidentschaftswahlen eine grundsatzwahl zwischen dems und reps machen zu wollen -- dazu gibt es dann ja die kongresswahlen.  beim praesidenten ist es in erster linie eine personenwahl; es ist nicht notwendigerweise so dass der praesident alle standpunkte der hinter ihm stehenden partei 1:1 vertritt.  man muss imho schon unterscheiden was eine partei zb innenpolitisch vor hat und was im gegensatz dazu das programm des praesidentschaftskandidaten ist.  von beiden kandidaten kenne ich da zu wenig als dass ich mich festlegen koennte.

cheers =)
*igor*

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zugschef

Zitat von: igor am Fr, 12. Sep. ’08, 07:51
ich finde es falsch aus den praesidentschaftswahlen eine grundsatzwahl zwischen dems und reps machen zu wollen -- dazu gibt es dann ja die kongresswahlen.  beim praesidenten ist es in erster linie eine personenwahl; es ist nicht notwendigerweise so dass der praesident alle standpunkte der hinter ihm stehenden partei 1:1 vertritt.  man muss imho schon unterscheiden was eine partei zb innenpolitisch vor hat und was im gegensatz dazu das programm des praesidentschaftskandidaten ist.  von beiden kandidaten kenne ich da zu wenig als dass ich mich festlegen koennte.
ändert für mich zb rein gar nix daran, dass ich aus prinzip niemals eine stimme für die oder einen republikaner abgeben würde. aber ich bin ja in meinem land schon kein repräsentativer wähler...

was die radikalen christen angeht: es ist immer schlimm, wenn religion bildung ersetzt.

igor

Zitat von: zugschef am Fr, 12. Sep. ’08, 09:20
ändert für mich zb rein gar nix daran, dass ich aus prinzip niemals eine stimme für die oder einen republikaner abgeben würde. aber ich bin ja in meinem land schon kein repräsentativer wähler...
ganz akademische frage: wenn der rep alle standpunkte der dems teilen wuerde und der dem alle standpunkte der reps (wie realistisch auch immer ;-)) dann wuerdest du trotzdem den dem waehlen nur weil er bei der "richtigen" partei ist? =)

cheers =)
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