49ersFanZone.net: Unsere Werte +++ Member Meeting Leipzig 2026 +++ Wetten zu Gunsten der FanZone – ab sofort!

 

In-Depth: Die Schlüssel zur Zukunft von Colin Kaepernick

Begonnen von MoRe99, Mi, 11. Nov. ’15, 00:22

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

MoRe99

Eines Morgens an einem Tisch in einem Frühstückslokal in Scottsdale versucht Kurt Warner die Frage zu beantworten, die jeden, innerhalb und außerhalb des 49ers-Umkleideraums, zur Verzweiflung bringt: Was zur Hölle ist mit Colin Kaepernick passiert?

Vor nicht allzu langer Zeit, mit einem kraftvollen Arm und mit langen Schritten wie ein Reh, schien Colin Kaepernick die Zukunft des American Footballs zu sein. Er hatte Brady in Foxboro geschlagen, Drew Brees in New Orleans, Matt Ryan in Atlanta, Newton in Carolina und Aron Rodgers zweimal in den Playoffs. Ron Jaworski prophezeihte, er könne der Größte aller Zeiten werden. Er war der ultimative Bolzplatz-Quarterback, geführt vom ultimativen Bolzplatz-Coach Jim Harbaugh. Aber die Brüche in seiner Performance, die letztes Jahr begannen, wurden überschattet vom Drama, das Harbaughs Status als Coach umgab. Jetzt aber, da der Coach weg ist, treten sie deutlich zutage. Kap wurde zu einer Footballversion von (Baseballspieler) Chuck Knoblauch: auf und nieder und unfähig etwas auszuführen, was ehemals ganz natürlich kam. Sein Quarterback Rating von 47,6 ist um über 20 Puntke schlechter als es 2012 war, seinem ersten Jahr als Starter. Der neue Coach Jim Tomsula setzte Kap schließlich nach Woche 8 für Blaine Gabbert auf die Bank und sagte, "Colin solle einen Schritt nach hinten machen und durchatmen"; eine Maßnahme, von der der Coach hofft, dass sie als Reset funktoniert, nicht als dauerhafte Lösung.

In der vergangenen Offseason verbrachte Kap sechs Wochen lang jeweils drei Tage pro Woche unter der Leitung von Kurt Warner in Phoenix. Anders als andere Quarterback Gurus ist Warner einer, der das Handwerk selbst perfektionierte. Er besaß die seltene Mischung aus Schnelligkeit, Genauigkeit, Herz, Gehirn, Arbeitsmoral und Rücksichtslosigkeit, die man braucht, um ein Hall-of-Fame würdiger Quarterback zu werden. Seine unglaubliche Geschichte - vom Regaleinräumer im Supermarkt zum Gewinn eines Super Bowls - bewies, wie schwer diese Fähigkeiten zu finden und vorherzusagen sind. Er bildete ein ungewöhnliches Paar mit Kap, dessen schillernder Laufstil zu vielen Bizepsküssen führte, ihm aber gleichzeitig erlaubten zu vermeiden, die Position auf die traditionelle Weise zu erlernen. Warners Herausforderung bestand darin, Kap in einem unfassbar kurzen Zeitraum zu lehren, wie er denkt, und das im Bewusstsein, dass nur eine Handvoll Quarterbacks jeder Generation es in der Art verarbeiten wie er. Warner sagte "Ich erzählte ihm, 'Der härteste Teil des Prozesses wird sein, dass du nicht so denkst wie ich, und dass ich nie fähig war, so zu denken wie du.' Wann höre ich auf, ein Quarterback zu sein und werde zum Athleten? Ich musste mir darum nie Gedanken machen".

Bei einem Cranberrysaft lehnte sich Warner auf den Tisch und schaute ein Video von einem Play aus Woche 4 an. Viertes Quarter, die 49ers lagen 17-3 hinten gegen Green Bay, und sie versuchten, aufzuholen. Bei einem zweiten Versuch mit fünf Yards zu gehen von der 15-Yard-Linie der Packers nimmt Kaepernick den Snap aus der Shotgun-Formation, sieht Running Back Reggie Bush weit offen über die Mitte, was zu einem Spaziergang zum Touchdown werden sollte. "Ein Korbleger," sagt Warner. Kap feuert den Ball in den Staub. Warner spult die Szene zurück, hält das Video an der Stelle an, als Kaepernick wirft. "Die größte Sache, die ich bei Kap sehr oft sehe - und es ist frustrierend - sind seine Füße." Als Kap den Ball los lässt sind seine Beine parallel zur Line of Scrimmage statt im rechten Winkel dazu. Er wirft nur mit dem Arm statt mit dem Körper. Das Resultat ist ein Pass, der sowohl spät ist - Bush war offen, kein Verteidiger näher als drei Schritte von ihm entfernt, bevor Kap überhaupt Notiz von ihm nahm - als auch nicht akkurat. "Normalerweise werfen gute Quarterbacks nicht so," sagte Warner.

Warner lehnt sich zurück, entmutigt. Sie hatten sich in der Offseason auf die Beinarbeit fokussiert. Noch entmutigter war er, als Kap Reportern sagte, er lege "nicht viel Wert" auf Mechaniken. "Das spricht Bände," sagte Warner. Er stellt Kaps Arbeitsmoral nicht in Frage. "Er riss sich den Hintern auf" während ihrer gemeinsamen Zeit, sagte Warner. Er sagte, dass Kap nicht wirklich ein Quarterback in seinem fünften Profijahr ist. Er ist zwar ein Spieler in seinem fünften Profijahr, 28 Jahre alt, aber was seine Entwicklung angeht hinkt er hinterher. Warner macht die Spielweise, in die sich der Football bewegt, dafür verantwortlich, mit Jugend- und Collegetrainern, die ihren besten Athleten auf die Quarterbackposition stellen und ihn in die Spread Offense hineinwerfen, also genau das, was Kap an der University of Nevada passierte. "Und nun sagen wir," meinte Warner, "du sollst - auf dem höchsten Level, gegen die besten Talente - lernen, Quarterback zu spielen. Für mich klingt das unmöglich."

Als er im Spiel Probleme bekam wurde Kap zu einer trennenden Kraft in der Bay Area. Ohne jegliche Zweifel ist er ein guter, lustiger Kerl, aber er kann kantig sein und misstrauisch. An seinem unerschütterlichen Glauben an sich selbst und an seinen Einzelgängertendenzen - Augen gen Boden gerichtet, die Ohren immer von Kopfhörern bedeckt - die seinen Erfolg befeuerten und die 49ers bis 5 Yards vor ihren sechsten Super Bowl heran brachten, scheinen sich nun die Leute zu reiben. Seine Receiver waren diese Saison mehrfach sichtbar verärgert über ihn, warfen die Arme nach oben, wenn er schlecht warf oder wenn er sie sie übersah, wenn sie frei waren. Die 49ers haben kurze, schnelle Pässe versucht, um seine Vertrauen wieder herzustellen, aber Coaches können Defizite nur für eine begrenzte Zeit kaschieren. Kap ist in einem grausamen Morast, sowohl psychologisch als auch physiologisch, während er versucht, so elementare Probleme wir Beinarbeit zu lösen gegen Defenses, die einen Mastertitel erfordern, um sie zu entziffern. "Wie lange dauert es, bis er dort ist? Kann er dorthin kommen?", fragt Warner. "Das ist die große Frage."

Warner wendet sich einem anderen Play zu, eines, das - oberflächlich betrachtet - die alte Magie von Kap heraufbeschwört. Es ist gegen die Ravens, zwei Wochen nach dem Packersspiel. Er nimmt den Snap aus der Shotgun-Formation und schaut nach rechts, flitzt nach links, als wolle er los rennen, dreht sich zurück nach rechts, stellt sich hin und feuert einen 21-Yard-Touchdown-Pass auf Receiver Quinton Patton. Eine Kombination aus starkem Arm und der Fähigkeit, Defendern auszuweichen, bei der nur wenige andere Quarterbacks mithalten können.

Aber nein. Warner spult zurück zum Anfang, Kap sieht, dass sein erster Read gedeckt ist. Warner weist auf den zweiten Read hin, Anquan Boldin, der bei einem Slant weit offen ist. Aber Kap schaut nicht mal in seine Richtung. Stattdessen verfällt er in Panik, bei einer sauberen Pocket. "Seine Füße spielen verrückt," sagt Warner. "Da war kein Druck." Und als Kap wirft sind seine Füße in derselben Position wie beim schlechten Wurf auf Bush. Es wirft mehr Fragen auf als es beantwortet. Kannst du mit den Pässen in den Staub leben, wohl wissend, dass die selben Mechaniken spektakuläre Plays produzieren werden? Kann er immer noch der Franchise Quarterback der 49ers sein - oder wird das anderswo passieren, mit einem frischen Start, falls es überhaupt passiert? Wie die 49ers sieht Warner resigniert aus. Er starrt auf Kap's Füße. Parallel zur Line of Scrimmage, Play für Play, und stellt sich vor, NFL Defenses aus einer Position der Schwäche zu schlagen.

"Es ist schwer, in dieser Welt zu überleben," sagt er.

Quelle: Seth Wickersham, (espn.com, 10.11.2015)

Der Text stammt aus einem längeren Artikel, der auf espn.com erschienen ist, und bei dem es um die Schlüssel zur Zukunft von Andy Dalton, Cam Newton und Colin Kaepernick geht. Hier wiedergegeben ist nur der Teil, der sich mit Kaepernick (= Kap) beschäftigt. Wer den vollständigen Artikel lesen möchte: The key to the futures of Andy Dalton, Cam Newton and Colin Kaepernick

stig49

Danke für die Übersetzung!! Wollte mich gerade zu später Stunde hinsetzen und das selbst übersetzen, weil ich den Artikel so interessant finde. Und husch - schon steht er da.

Mein Gefühl war, uff, Houston, we have a real problem.

Texas

#2
THX für diesen Beitrag und für die Übersetzung. War sehr interessant was Warner alles über Kaep zu sagen hatte.

Was ich mich schon längere Frage, was wäre passiert wenn die Niners damals in den PlayOffs in der ersten oder zweiten Runde ausgeschieden wären??? Hätte sich Kaep dann anders entwickelt???
In seiner "Rookie" Saison im Super Bowl stehen(den um 5 Yards verloren), der große Hype um ihn, sein Talent ( was er unbestreitbar hat/hatte) das ganze Gerede um Fran.QB und nicht zuletzt eine Vertrag mit ner Stange Geld???? Eine ziemliche große Last die dieser noch junge Kaep zu Schultern hatte)
Er war der Leader, ohne wirkliche Erfahrung und mit seinen Fehlern kamen auch die Kontroversen um seine Person. Er hatte das Vertrauen und die Verantwortung dieses Team zu führen.....
Vielleicht aber hätte er seine Zeit gebraucht um in diese Rolle reinzuwachsen. Es ist natürlich schwierig, wenn man von allen Seiten hochgehandelt wird, aber trotzdem Kritik einstecken muss. (mir ist oft aufgefallen, bei TDs hatter er immer ein Dauergrinsen auf den Lippen, aber bei INT wirkte er wie ein Kind das schmollt)
Der Profisport ist ein hartes Biz. da man fast nur nach Leistung und dem Ergebnis beurteilt wird. Willen und Kampfgeist, ist zwar alles schön und gut aber wenn du nicht erfolgreich bist, wirst du ersetzt. ( Gerade in der NFL gibt es ja einen großen Druck es gibt einfach so viele Spieler die heute auf ihre Chance warten)
Ich glaube er kam mit all dem nicht zurecht( siehe Twitter Miami Mütze, dem Internet)
vieles nahm er wohl einfach zu persönlich.
Es ging immer weiter bergab für ihn. Mehr Fehler umso größer wurde auch der Druck und mit den Fehler, dann kamen die Niederlagen. Im Fokus stand er fast immer.
Das er heute kein Selbstvertrauen mehr hat verwundert da keinen mehr....bzw mich.

JH war davor College HC und dort lebst du damit das deine Spieler kommen und in zwei/drei Jahren wieder weg sind(Draft NFL oder sie sind fertig mit dem College). Vielleicht hatte das JH einfach in all seinen Jahren so verinnerlicht, dass das auch in seiner Art zu coachen wieder zu erkennen war. Der schnelle Erfolg. Warum ich das jetzt geschrieben habe, weil sollte Kaep jetzt wirklich am Ende sein, wäre er meiner Meinung verheizt worden, und er wäre leider auch nicht der erste QB/ Spieler dem dieses Schicksal in der NFL widerfahren wäre.(sag nur RG3). Sollte das wirklich der Fall sein dann hätte auch ein JH sein Teil dazu beigetragen......
Kaep wurde später gedrafted (Runde 2 vor ihm zb Cam Newton 1Pick, Andy Dalton aber auch noch drei QBs die nicht wirklich besser waren als er. Interessant auch Blain Gabbert wurde vor ihm gedrafted 10 Pick) und wir wissen ja alle hier wie sehr Spieler durchleuchtet werden( Es werden ja richtige Akten über die Spieler angelegt).  Vielleicht war eben seine Psyche sein größtes Problem (weil Talent hatte er schon im College) und das der Grund, dass er noch zu haben war.
Ich war begeistert von ihm, in seinem ersten Jahr aber ich glaube eben, dass er zu schnell ins Rampenlicht geschoben worden ist.( Beim Boxen spricht man auch oft das jungen Boxern noch die Erfahrung fehlt um, um einen Gürtel zu boxen)
Hätte man ihn vielleicht einfach zwei drei Jahre aufgebaut, ihn als BackUp QB eingesetzt, vielleicht wäre er dann auch mehr in der Lage gewesen, mit dem Druck ein Leader zu sein und mit der Verantwortung umzugehen.

Man wird es nie erfahren, aber ich für mich gesprochen, hätte es schon gerne gewusst was aus Kaep geworden wäre bei den Niners mit Zeit und seinem Talent.........

Verzeiht mir wenn hier und da etwas zu wenig genauer ausgeführt ist, aber es ist ja schon spät und ich bin doch schon müde.
Ich hab das mal aussprechen wollen, weil er ja schon länger und gerade sehr aktuell ein Thema ist und vielleicht ist er ab nächstes Jahr ja kein Niner mehr.

Candlestick

Jim Harbaugh wollte den schnellen Erfolg, er dachte der Überraschungseffekt macht den entscheidenden Kick aus, um den Super Bowl zu gewinnen. Danach hat Baalke Fakten geschaffen.

Ich habe es damals gesagt, ich sage es heute: Man hätte mindestens 2 Jahre intensives Techniktraining hinter Alex Smith gebraucht. Da hätte man den Druck auf ihn hochhalten können: "Lerne oder es reicht nicht für die NFL", man hätte die nötige Zeit und Ruhe gehabt und im besten Fall hätte er noch von Alex Smith Dinge in Leadership und Game Management lernen können. Das er zu früh spielte, hat seine Entwicklung abgewürgt, leider.

Damals benannte ich den Wechsel als verlorene Chance, als zu kurzfristige Denke, heute weiß ich, dass ich richtig lag. Darüber könnte ich mich ergötzen, ich ärgere mich aber leider wie Sau.

Cordovan

#4
Vielen Dank fürs übersetzen! :D
Für mich hat dieser Artikel eine Kernaussage, welche ich auch schon öfters benutzt habe: Colin ist ein herausragender Athlet der versucht ein QB zu sein (was er leider nicht ist). Im College kann man das noch kaschieren, bis zu einem gewissen Punkt auch in der NFL, danach ist aber Schluss. Entweder du beherrscht die Basis und kannst sie abrufen wenn dir ein Verteidiger schon auf einen Schritt nahe ist, oder zu gehst unter.

Bei Colin scheint dies leider das Zweite zu sein. Er scheint unfähig zu sein, das Erlernte im Spiel umsetzen zu können. :-[
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

Cordovan

Zitat von: Candlestick am Mi, 11. Nov. ’15, 07:27
Jim Harbaugh wollte den schnellen Erfolg, er dachte der Überraschungseffekt macht den entscheidenden Kick aus, um den Super Bowl zu gewinnen. Danach hat Baalke Fakten geschaffen.

Ich habe es damals gesagt, ich sage es heute: Man hätte mindestens 2 Jahre intensives Techniktraining hinter Alex Smith gebraucht. Da hätte man den Druck auf ihn hochhalten können: "Lerne oder es reicht nicht für die NFL", man hätte die nötige Zeit und Ruhe gehabt und im besten Fall hätte er noch von Alex Smith Dinge in Leadership und Game Management lernen können. Das er zu früh spielte, hat seine Entwicklung abgewürgt, leider.

Damals benannte ich den Wechsel als verlorene Chance, als zu kurzfristige Denke, heute weiß ich, dass ich richtig lag. Darüber könnte ich mich ergötzen, ich ärgere mich aber leider wie Sau.

Ja, da Stimme ich dir zu. Der Wechsel zu Colin hat JH und Colin verdammt (um es mal drastisch auszudrücken).  Es gibt ja einige Stimmen, die meinen, dass wir mit Smith under Center bereits einen weiteren Ring hätten - natürlich ist das nur spekulativ.
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

snoopy

ALLE wollten den schnellen Erfolg. Das sollte man nicht vergessen.

Wenn man den möglichen Erfolg sieht, greift man zu. Das ist nun mal so im Profisport.
Im College leider auch; vor allem weil man den QB meistens nur 2-3 als Starter hat.

Interessant die Aussagen über die Mechanik. Danke für die Übersetzung.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Dillinger

Warner ist intelligent, angenehm zurückhaltend und gedankenvoll. Mich würden anhand dieses Artikels und Warners faktenreicher Aussagen mal die Gedanken der Kaep-Fürsprecher jetzt interessieren. Denn ich kann Euch verstehen, wenn ihr die Argumente von uns Laien als nicht überzeugend erachtet. Aber hier spricht ein Profi, der ganz genau weiß, wovon er redet. Und er sagt im Grunde: Es reicht einfach nicht für Kaep.

Eigentlich konnte das ein Blinder mit Krückstock sehen im Laufe der ersten acht Spiele (oder deren sechs, die sie verloren haben).

reagan - The Left Hand

Erfolg hatten wir und er tat uns allen gut. Aber so schnell wie er kam, so schnell ist er wieder verschwunden. Ich sehne mich nach Konstanz analog Patriots, Packers, Steelers. Dazu brauchen wir endlich wieder einen QB mit Perspektive. Wer es nicht ist, das wissen wir jetzt.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

MoRe99

Zitat von: Dillinger am Mi, 11. Nov. ’15, 09:30
... hier spricht ein Profi, der ganz genau weiß, wovon er redet. Und er sagt im Grunde: Es reicht einfach nicht für Kaep.

Die entscheidende Frage, die er stellt, ist mMn diese:

Zitat
Kannst du mit den Pässen in den Staub leben, wohl wissend, dass dieselben Mechaniken spektakuläre Plays produzieren werden?

Solange die Niners diese Frage mit einem Ja beantworten kann Kaepernick QB der Niners sein. Wenn diese Frage mit Nein beantwortet wird ist Kaepernick in San Francisco Geschichte.

Zitat von: reagan - The Left Hand am Mi, 11. Nov. ’15, 09:34
Erfolg hatten wir und er tat uns allen gut. Aber so schnell wie er kam, so schnell ist er wieder verschwunden. Ich sehne mich nach Konstanz analog Patriots, Packers, Steelers.

Die geringe Anzahl deiner Beispiele verdeutlicht, wie schwierig das zu bewerkstelligen ist.

Zitat
Dazu brauchen wir endlich wieder einen QB mit Perspektive. Wer es nicht ist, das wissen wir jetzt.

Gabbert?  :runaway:  ;)  :cheers:

reagan - The Left Hand

Diese Konstanz hatten wir ja mal. Also wissen wir eigentlich, wie es geht.

Für ein endgültiges Urteil über Gabbert ist es zu früh. Aber ich würde ihn nicht von vornherein abschreiben. Die Jahre auf der Bank scheint er genutzt zu haben. Er wäre nicht der erste Franchise-QB, der von der Bank kommt.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

Jens

Zitat von: reagan - The Left Hand am Mi, 11. Nov. ’15, 10:28
Diese Konstanz hatten wir ja mal. Also wissen wir eigentlich, wie es geht.

Für ein endgültiges Urteil über Gabbert ist es zu früh. Aber ich würde ihn nicht von vornherein abschreiben. Die Jahre auf der Bank scheint er genutzt zu haben. Er wäre nicht der erste Franchise-QB, der von der Bank kommt.

Die Konstanz hatten wir aber zu einer anderen Zeit. Das ist mit der Heutigen nicht zu vergleichen.
Wäre ja schön, wenn Gabbert noch ein guter Starting QB bei uns wird.

Norton51

Zitat von: reagan - The Left Hand am Mi, 11. Nov. ’15, 10:28
Diese Konstanz hatten wir ja mal. Also wissen wir eigentlich, wie es geht.

Für ein endgültiges Urteil über Gabbert ist es zu früh. Aber ich würde ihn nicht von vornherein abschreiben. Die Jahre auf der Bank scheint er genutzt zu haben. Er wäre nicht der erste Franchise-QB, der von der Bank kommt.

Ist aber auch schon sehr lange her und manche Franchises hatten es noch vor längerer Zeit oder noch nie. Da muss man in Bezug auf QB demütig Respekt vor haben, einfach weil die Position in der NFL so schwer ist.

Ich kenne übrigens nahezu kein Franchise, was es geschafft hat, die QB Position nach einem Franchise QB gleich wieder akkurat zu besetzen. Da ist die Situation von Montana zu Young doch recht einmalig. - Nur Ninersfans nehmen das gerne als Selbstverständlichkeit oder Normalsituation an und erwarten es. Das ist das Problem.

Dillinger

Zitat von: Norton51 am Mi, 11. Nov. ’15, 10:38
Zitat von: reagan - The Left Hand am Mi, 11. Nov. ’15, 10:28
Diese Konstanz hatten wir ja mal. Also wissen wir eigentlich, wie es geht.

Für ein endgültiges Urteil über Gabbert ist es zu früh. Aber ich würde ihn nicht von vornherein abschreiben. Die Jahre auf der Bank scheint er genutzt zu haben. Er wäre nicht der erste Franchise-QB, der von der Bank kommt.

Ist aber auch schon sehr lange her und manche Franchises hatten es noch vor längerer Zeit oder noch nie. Da muss man in Bezug auf QB demütig Respekt vor haben, einfach weil die Position in der NFL so schwer ist.

Ich kenne übrigens nahezu kein Franchise, was es geschafft hat, die QB Position nach einem Franchise QB gleich wieder akkurat zu besetzen. Da ist die Situation von Montana zu Young doch recht einmalig. - Nur Ninersfans nehmen das gerne als Selbstverständlichkeit oder Normalsituation an und erwarten es. Das ist das Problem.

Das ist - mit Verlaub - Unsinn. Da ich mich als Niners Fan angesprochen fühle, kann ich sagen, dass das nicht stimmt. Und ich bin fast sicher, dass keiner hier solche Erwartungshaltungen hat. Nicht mehr. Nicht nach knapp siebzehn Jahren fast durchgehend völliger Unbeständigkeit. (Garcia vielleicht ausgenommen). Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage: Keiner erwartet mehr, dass wir automatisch einen Franchise QB bekommen. Wir hoffen es. Aber das tut jeder Fan. Selbst bei den Jets...

snoopy

Die beiden aktuell besten folgten einem Franchise-QB

Rodgers - Favre
Brady - Bledsoe
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

snoopy

Zitat von: MoRe99 am Mi, 11. Nov. ’15, 00:22
Er hatte Brady in Foxboro geschlagen, Drew Brees in New Orleans, Matt Ryan in Atlanta, Newton in Carolina und Aron Rodgers zweimal in den Playoffs.

Wird gerne vergessen.
Schön war's!
Liegt es (abgesehen von seinen schon seit 3 Jahren bekannten Schwächen) nur an ihm, dass er jetzt nicht mehr produziert??  zweifelzweifelzweifel

(Übrigens war angeblich 2013 die readoption schon "entschlüsselt")
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

IamNINER

Dass es einfachere Aufgaben gibt als Franchise QBs zu finden ist klar. Nur kann ich mich dann nicht wirklich mit der Schlussfolgerung anfreunden, dass man dann lieber bei einem Projekt bleibt, welches das unbestrittene Talent einfach zu wenig abrufen kann, als die schwierige Aufgabe angeht.

Wie auch schon erwähnt. Gabbert hat in dem Spiel nichts gezeigt, was wir nicht auch schon von Kaepernick gesehen hätten. Bei Gabbert waren es in der ersten Halbzeit aber deutlich mehr Flashes als bei Kaepernick in den letzten Wochen (vereinfacht: Wir haben sogar 2 TDs erzielt).

Bei Kaepernick zeigt sich mMn das Problem, dass du mit deinen Stärken in die Liga kommst und mit deinen Schwächen bleibst. Heisst deine Schwächen dürfen, wenn deine Stärken verteidigt werden, nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Schaut man sich Manning (oder Warner) an. Mannings Stärke ist das Passing. Da ist (war) er so stark, dass es keine Rolle spielte, dass er etwa so mobil ist wie ein Elefant mit vier gebrochenen Beinen.

Bei Kaepernick ist die Athletik die Stärke. Da diese aber besser und besser verteidigt wird, ist die Herausforderung im Passing Plays machen. Wenn du irgendwann sogar mit deiner Schwäche Defenses vor Probleme stellst, dann werden auch deine Stärken wieder mehr bringen. Die Entwicklung beim Passing hinkt halt den Ansprüchen mittlerweile weit hinterher.

Garantien, dass es mit einem neuen Projekt anders wird, gibt es logischerweise keine. Genauso gibt es keine Garantien, dass man mit dem talentiertesten QB den Titel holen wird. Es ist ebenso nicht ausgeschlossen, dass Kaepernick irgendwann noch die Entwicklung macht. Ich glaube einfach, dass die Wahrscheinlichkeit nicht so hoch ist und man hoffentlich in der nächsten Draft die Chance erhält einen guten QB zu holen.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

MyQuestFor32: 49ers, Lions, Patriots, Eagles, Seahawks, Rams, Jets, Raiders, Panthers, Cardinals, Broncos, Jaguars, Packers, Chargers, Titans

Andy49ers

Erstmal Danke für den Artikel.

Ich finds komisch das Warner, jetzt wo CK gebencht wurde so redet. Am Anfang der Saison und auch nach ein paar Spiele hörte sich das ganz anders an.

Klar ist CK ist nicht der klassiche QB aber wie auch in dem Artikel beschrieben, wogegen wir alles gewonnen haben mit CK. Ich weiß noch wie wir in Green Bay gewonnen haben als er mit kurzen Armen rauskam und alle hatten große Augen, so hat er dann auch gespielt. Klar gehört da auch ein ganzes Team dazu, einer alleine reicht da nicht.
Jetzt aber meine Frage dazu: Kann das alles weg sein oder warum spielt CK nicht mehr auf dem Level? Klar die ganzen Faktoren haben wir hier schon zur genüge aufgezählt aber wieso kann man dann trotzdem die Leistung nicht mehr abrufen? Die persönliche Leistung war ja da oder lag es am Team das er auf einem anderen Level gespielt hat?
Ich habe oft gehört wenn ein guter bis sehr guter Spieler in einem schlechten Team spielt passt sich dieser Spieler dem Niveau an, warum ist das so? Wenn ein Spieler doch überdurchschnittlich gut sein will/möchte, muss er es doch auch da zeigen und hervorstechen. Das ist das was ich nicht verstehe.
Wenn CK "fehlerfrei" spielen würde, seine Pässe anbringen würde und die werden gedroppt liegt es nicht an ihm aber das ja auch nicht der Fall. Liegt es wirklich alles nur am Kopf, wenn man da frei ist spielt man um soviel besser?
Ich bin und war CK Fan und hoffe ihn noch mal spielen zu sehen bei uns alleine weil ich glaube das er es kann und ja schon bewiesen hat. Nur der Glaube fehlt mir daran weils vielleicht auch für beide Seiten besser wäre er spielt nicht mehr. :(
NFL: 49ers
MLB: SF Giants
NBA: Dallas Mavericks
College: Notre Dame Figthing Irish
Bundesliga: Borussia Mönchengladbach

IamNINER

Zitat von: Andy49ers am Mi, 11. Nov. ’15, 11:20
Erstmal Danke für den Artikel.

Ich finds komisch das Warner, jetzt wo CK gebencht wurde so redet. Am Anfang der Saison und auch nach ein paar Spiele hörte sich das ganz anders an.

Klar ist CK ist nicht der klassiche QB aber wie auch in dem Artikel beschrieben, wogegen wir alles gewonnen haben mit CK. Ich weiß noch wie wir in Green Bay gewonnen haben als er mit kurzen Armen rauskam und alle hatten große Augen, so hat er dann auch gespielt. Klar gehört da auch ein ganzes Team dazu, einer alleine reicht da nicht.
Jetzt aber meine Frage dazu: Kann das alles weg sein oder warum spielt CK nicht mehr auf dem Level? Klar die ganzen Faktoren haben wir hier schon zur genüge aufgezählt aber wieso kann man dann trotzdem die Leistung nicht mehr abrufen? Die persönliche Leistung war ja da oder lag es am Team das er auf einem anderen Level gespielt hat?
...


Meine Meinung ist da, dass Defenses mehr und mehr herausgefunden, wie man ihn verteidigen kann (Diskussionspunkt: Read Option entschlüsselt oder nicht?). Defenses spielen anders gegen ihn als zu Beginn. Ich finde da das Spiel gegen die Chargers letzte Saison bezeichnend. Da hat er in der ersten Halbzeit wieder Plays mit seinen Beinen gemacht. In der Halbzeit haben die Chargers dann umgestellt und alles an die Line of Scrimmage gestellt. Die schnellen Entscheidungen im Passing kamen dann aber leider nicht.

Für mich ist das entscheidend. Kaep kann jeden Wurf machen. Er scheint aber (aktuell?) nicht fähig zu sein, das Spiel schnell zu erkennen und schnelle Entscheidungen zu treffen.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

MyQuestFor32: 49ers, Lions, Patriots, Eagles, Seahawks, Rams, Jets, Raiders, Panthers, Cardinals, Broncos, Jaguars, Packers, Chargers, Titans

Andy49ers

Ok das könnte es natürlich sein aber ist mir persönlich zu einfach, zu sagen die Defenses haben einen Weg gefunden. Wenn dem so wäre, sind aber finde ich 2 Parteien gefragt, 1. CK der dann etwas anderes machen muss (Passing Game besser machen) und 2. die Coaches die sich was einfallen müssen wie es auch anders geht.
Man kann ja jetzt nicht sagen: Ok das wars, CK kann aufhören weil die Defenses wissen wie sie zu spielen haben.
Bei Manning und Brady weiß auch jeder wie sie Spielen und trotzdem kann man es fast nicht verteidigen. Liegt es da denn nur an Manning und Brady oder woran liegt es?
JT hat ihn doch von anfang an spielen sehen, auch letztes Jahr wo es durchschnittlich war, da muss ich mir doch als neuer HC was einfallen lassen das mein QB und damit das gesamte Team gut aussieht, das fehlt mir hier aber auch, natürlich dürfen wir da CK nicht rausnehmen, er hatte schlecht spiele aber ihn dafür alleine verantworlich für zu machen ist mir zu einfach.
NFL: 49ers
MLB: SF Giants
NBA: Dallas Mavericks
College: Notre Dame Figthing Irish
Bundesliga: Borussia Mönchengladbach

Tags: