49ersFanZone.net: Unsere Werte +++ Wetten zu Gunsten der FanZone – ab sofort!

 

Olympische Winterspiele 2026

Begonnen von Greg_Skittles, Sa, 31. Jan. ’26, 20:37

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Greg_Skittles

In einer Woche ist es soweit. Die Mailänder Region und die Umgebung um Cortina lädt die besten Wintersportler zum Wettstreiten ein.

Leider gibt es in Deutschland nur noch die Möglichkeit mit Aussicht auf Erfolg zu trainieren, wenn man die Bundeswehr oder die Polizei als Arbeitgeber hinter sich hat.

Ich wünsche allen Athleten viel Erfolg und allen Zuschauern viel Spaß.

Bei dem Preisgeldern hält sich die Bundesrepublik leider genauso zurück wie bei der Sportförderung.

Ein US Olympiasieger bekommt ca 600000€.
Ein Deutscher 20000€.

Wenn man als Z-Promi ins Dschungelcamp geht bekommt man zw 60000 und 250000€ :-X

Wie denkt ihr darüber?
Schaut ihr?
Wir standen schon vor der Toilette und haben uns dennoch in die Hose gemacht.

duffeldoffel

Ja, ich gucke und "freue" mich sehr auf ganz viel "aus-deutscher-Sicht"- und "Titelverteidiger"-Bullshit, wie bei allen Spielen. :rofl:

Im Ernst: Persönlich freue ich mich am meisten auf Mikaela Schiffrin (GOAT!) und Marco Odermatt auf den Skipisten. Ansonsten wüsste ich jetzt keinen Sportler, dem ich explizit die Daumen drücke. Ich hoffe einfach auf spannende Wettekämpfe - mögen die Besten gewinnen.

Ich denke, ich werde  Curling, Snowboard- und Ski-Cross, Short Track, Skispringen, vielleicht Langlauf- und Biathlon-Sprint gucken oder ganz spontan reinschauen.

Greg_Skittles

Culring, Biathlon und Skispringen gefallen mir persönlich klasse, da es direkt recht gut "messbar" ist, wie die Leistung gewesen ist.

Bei Bob, Skeleton,Abfahrt, Super-G, Slalom usw habe ich auch totalen Respekt vor der Leistung aber ob da jemand jetzt 0.02 Sek schneller ist als der andere, ist dort nicht zu erkennen.
Wir standen schon vor der Toilette und haben uns dennoch in die Hose gemacht.

Duke

Wie ist denn die Spitzensportförderung in anderen Ländern geregelt, wenn das deutsche System so zurückhaltend ist?


Deutsches System:
Finanzielle Basis: Der Bundesetat für 2026 steigt auf ca. 350 Mio. €. Hinzu kommen Fördermittel für die Sportinfrastruktur, für die ein Sanierungsstau von über 30 Mrd. € besteht.

Berufliche Absicherung: Die Bundeswehr (890 Stellen), Bundespolizei (160 Stellen) und der Zoll (ca. 65 Plätze) sind die Hauptstützen, um Spitzensport und Berufsausbildung zu vereinbaren.

Stiftung Deutsche Sporthilfe: Bietet finanzielle Basis-Förderung, Unterstützung beim Übergang ins Berufsleben und Altersvorsorgezuschüsse.

Neue Struktur: Die neue Spitzensport-Agentur (Stiftung öffentlichen Rechts) soll die Förderung effizienter gestalten und Athleten direkt unterstützen.

Leistungsorientierung: Basis der Förderung ist das Potenzialanalysesystem (PotAS), das Disziplinen nach objektiven Kriterien bewertet.
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

Greg_Skittles

Die Förderung für unsere Leistungssportler ist eine Katastrophe. Das sieht man gerade auch bei der Bobfahrerin, Lisa Buckwitz. Sie hat sich OnlyFans als Sponsor geholt, um ihre Kosten zu decken.
Wir standen schon vor der Toilette und haben uns dennoch in die Hose gemacht.

Stefanski

Zitat von: Duke am So,  1. Feb. ’26, 11:36Wie ist denn die Spitzensportförderung in anderen Ländern geregelt, wenn das deutsche System so zurückhaltend ist?


Deutsches System:
Finanzielle Basis: Der Bundesetat für 2026 steigt auf ca. 350 Mio. €. Hinzu kommen Fördermittel für die Sportinfrastruktur, für die ein Sanierungsstau von über 30 Mrd. € besteht.

Das ist mehr als peinlich. Und sich wirklich noch wundern, das es sportlich bei vielem so bergab geht? :-\

Duke

Ich wiederhole noch einmal meine Frage: wie machen das denn andere Nationen?
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

Greg_Skittles

zb gibt es Nationen die hauen über ein halbe mio an Goldprämie raus.
wie die Förderung in anderen Ländern läuft ist mir eher egal.

Berichterstattung und Erwartungshaltung passen in Deutschland einfach nicht zur Förderung
Wir standen schon vor der Toilette und haben uns dennoch in die Hose gemacht.

Duke

Buckwitz ist übrigens Sportsoldatin.
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

thorroth

Die beste Freundin meines Sohnes ist im erweiterten Kader der Frauennationalmannschaft für Flagfootball. Das Mädel richtet sein ganzes Teenieleben danach aus, muss auf die Dopingsachen z.B. beim Hustensaft achten, weil die Wada jederzeit vor der Tür stehen könnte.

Dabei ist nicht sicher, dass sie es in den endgültigen Kader schaffen wird. Da ist so viel Herzblut dabei und die Familie muss mitziehen, zeitlich, fahrtechnisch und finanziell. So läuft das in vielen Sportarten in Deutschland.

Duke

Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

Stefanski

#11
Zitat von: Duke am Mo,  2. Feb. ’26, 21:23Wie läuft es woanders?
KI sagt das über die USA....

"Das amerikanische College-Sportsystem ist ein weltweit führendes Modell der Sportförderung, das Studium und Leistungssport nahtlos verbindet. Hochschulen vergeben Sportstipendien, die die Studienfinanzierung sichern und Athleten durch vollständige Unterstützung (Unterkunft, Verpflegung, Trainingsausrüstung, medizinische Betreuung) entlasten.  Diese Stipendien werden als Marketinginstrument genutzt, um talentierte Sportler anzulocken und die Attraktivität der Universität zu steigern.

Ein zentrales Merkmal ist das Revenue Sharing-Modell: Einnahmen aus TV-Verträgen und Veranstaltungen werden nicht nur für die beliebtesten Sportarten wie Football und Basketball verwendet, sondern fließen auch in die Förderung weniger lukrativer Disziplinen wie Leichtathletik. So wird sichergestellt, dass auch Sportarten mit geringeren Einnahmen gut unterstützt werden. In Zukunft sollen Sportler zudem einen Anteil an den Einnahmen ihrer Universität erhalten, die über den Wert des Stipendiums hinausgehen – bis zu 20 Millionen Dollar jährlich können an Sportler verteilt werden.

Die Struktur ermöglicht eine integrierte Entwicklung: Athleten trainieren in modernen Einrichtungen, haben ständige medizinische Betreuung (einschließlich eigenem Krankenhaus) und können gleichzeitig ein akademisches Studium absolvieren. Dieses System wird von vielen deutschen Sportlern wie Till Steinforth oder Leo Neugebauer als überlegen gegenüber der deutschen Förderung angesehen, die oft nach dem Abitur nachlässt und weniger finanzielle Sicherheit bietet."

Ansonsten hilft Google oder Ki wie ChatGPT bei den einzelnen Ländern. ;)
Frankreich macht das komplett anders. Erinnert etwas an die DDR.

Vergleich zu Deutschland (kurz)
Frankreich                    Deutschland
zentralstaatlich           föderal
starke staatliche Steuerung   Selbstverwaltung des Sports
INSEP als nationales Zentrum   viele dezentrale Bundesstützpunkte
frühe Talentsichtung            spätere Spezialisierung

snoopy

#12
Passt in etwa.
Es gab ja auch schon die Fälle, in denen z.B. Basketballer einen Uniabschluss haben und noch Analphabeten waren.
Sie sollen halt der Uni Reputation und Einnahmen bringen.

Meine persönliche Meinung, die sicherlich nicht von vielen Leuten geteilt wird, ist, dass Spitzensport nicht so wichtig ist. Dieser Blick auf den Medaillenspiegel z.B. ist zwar interessant, ist aber eigentlich schlicht zu national. Wenn jetzt z.B. die Dänen im Handball besser waren, dann ist das halt so. Und wenn immense Mittel (und auch Doping) bereitgestellt werden, dann ist das keine Medaille wert. Ich finde, es gibt wichtigeres.

Ich weiß: die Meinung teilen wenige und fällt mir auch auf die Füße, wenn ich mich dann doch über einen WM-Titel oder so freue.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Stefanski

#13
Zitat von: snoopy am Mo,  2. Feb. ’26, 22:07Passt in etwa.
Es gab ja auch schon die Fälle, in denen z.B. Basketballer einen Uniabschluss haben und noch Analphabeten waren.
Sie sollen halt der Uni Reputation und Einnahmen bringen.

Meine persönliche Meinung, die sicherlich nicht von vielen Leuten geteilt wird, ist, dass Spitzensport nicht so wichtig ist. Dieser Blick auf den Medaillenspiegel z.B. ist zwar interessant, ist aber eigentlich schlicht zu national. Wenn jetzt z.B. die Dänen im Handball besser waren, dann ist das halt so. Und wenn immense Mittel (und auch Doping) bereitgestellt werden, dann ist das keine Medaille wert. Ich finde, es gibt wichtigeres.

Ich weiß: die Meinung teilen wenige und fällt mir auch auf die Füße, wenn ich mich dann doch über einen WM-Titel oder so freue.

Is das nicht eine sehr beengte Denkweise? Und warum dann NFL, bei den exorbitanten Ausgaben und der Geldverschwendung? Das passt ja überhaupt nicht zusammen. :o
Und ja, natürlich brauchen wir den sportlichen Wettbewerb auf allen Ebenen, auch auf Länderebene. Nur durch Wettbewerb wird man besser.
Zumal, siehe Norwegen, dieser Leistungssport schon im Schulunterricht und Breitensport beginnt.
Wir sehen im "Wertewesten" sehr schön, was passiert, wenn man nur noch faul rumgammelt. Alle werden immer fetter!
Und wenn durch Leistungssportler, Weltmeisterschaften oder ähnlichem auch nur einer motiviert wird aus seiner Wohlfühloase rauszukommen, dann hat der Sport alles richtig gemacht.
Zumal, gerade bei uns, soviel Geld verhurt und verschwendet wird, da kann man das lieber in den Sport stecken.

P.S.: Und ja, ich fand das Sportsystem DDR ziemlich gut. Talente früh fördern und fordern.

snoopy

#14
War mir klar, dass einige das anders sehen.
1. die NFL trägt sich selbst. Da muss kein Staat oder Schule/Uni etc. Geld reinpumpen, welches woanders besser investiert wäre (natürlich lieber nicht "verhurt" ;) ).
2. Vorbildfunktionen sind tatsächlich wichtig. Aber durch einen besseren Medaillenspiegel sehe ich das nicht. Zudem sind die Vorbilder hier eh hauptsächlich (leider) fast nur Fußballer, Rennfahrer, Tennisspieler .... jetzt gottseidank auch mal ein Basketballer oder Handballer. Fahrer im Zweierrodel eher im sehr geringen Prozentbereich ;)
3. Schulsport und Breitensport sollte auch ohne Vorbilder funktionieren. Dort kann man gerne auch Talente fördern und fordern, aber a) ohne das schlimme System der DDR zu kopieren b) ohne Zwang. Wenn jemand wirklich talentiert ist, setzt er sich mit der eh nötigen Eigeninitiative auch durch. Wie z.B. Jan Frodeno, Timo Boll, Michael Schuhmacher, Steffie Graf, Jan Ulrich........
4. wo ich noch mitgehe, ist Unterstützung durch/bei Polizei und Bundeswehr. Da kann man sich finanziell absichern und es wird dort sowieso in einigen Fällen ein paar Jahre unproduktiv gerabeitet und zudem können dort die Spitzensportler intern als Vorbild dienen.
5. würde man das Ehrenamt, den Amateursport und, ja, auch den Schulsport mehr fördern, würde "aus der Mitte" auch automatisch mehr kommen. Meinetwegen reicht es dann auch mal nur zu Bronze statt Gold bei eine WM - trotzdem sehr,sehr gut.

Ich finde, dass wir ein kleines Land sind. Leider haben wir immer noch aus BRD und DDR solche Phantasien, dass wir immer oben dabei sein müssen. Sehe ich anders. Auch wenn Timo Boll nie Olympiasieger wurde, ist er dennoch ein tolles Vorbild.


Was mich am Rande tatsächlich mal interessieren würde: wenn der Spitzensport so wichtig ist, warum gibt dann so wenig Trainer (und da ist die Basis immer noch die Basis) oder spendet kaum jemand an die Deutsche Sporthilfe?

OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

snoopy

Gaaaanz wichtig: man kann Fan von etwas sein, mitfiebern etc..
Aber wirklich wichtig ist das nicht (gerade so einige Fußballidioten sollten sich das mal merken)

Auch da: PERSÖNLICHE Meinung.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

snoopy

Ich persönlich werde wohl etwas Biathlon unf Nordische Kombination anschauen.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

MoRe99

Kommt darauf an, wie ich Zeit und Lust habe. Interessant finde ich auf alle Fälle Biathlon (v.a. die Staffeln), Nordische Kombination, Abfahrtsrennen, und Eishockey.
"Fear can hold you prisoner. Hope can set you free." (Stephen King)

Sean

Mal sehen, wie die Winterspiele werden, viele Einrichtungen wie Lifts oder gar das Eishockey Stadion sind noch gar nicht fertig.........................
Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!

Sourdough

Man, man, man, ihr habt es aber echt drauf. Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich mich noch auf die Spiele freue.  :-\
Und ja, in der Vergangenheit hab ich mich schon über deutsche Medaillen gefreut. Gönne sie natürlich aber auch anderen Nationen. Der/die Beste soll gewinnen. Nur wenn das dann eben schwarz rot gold ist, erst recht. Und wenn es jemand aus der Bundeswehr ist, noch mehr. Weil ich ebenfalls zur Bw gehöre und ,,meinen Laden" liebe.

So beschränke ich mich also lieber auf ein paar Eckdaten, die ich zu eurer Information zusammen gesammelt habe.

Der Zeitplan umfasst Veranstaltungen vom 4. bis 22. Februar 2026

Es gibt bei vielen Sportarten Änderungen, bei den meisten wird die Sportart um einen neuen Wettbewerb erweitert oder der Modus geändert.
Die interessanteste Neuigkeit ist aber vermutlich eine ganz neue Sportart, Skibergsteigen.

Nach Cortina d'Ampezzo 1956 und Turin 2006 sind es die dritten italienischen Winterspiele.

Zum ersten Mal werden die Olympischen Spiele offiziell von zwei Städten ausgerichtet, Mailand und Cortina.

Teilnehmer werden aus aller Welt erwartet:

Europa (1.916 Athleten aus 48 Ländern)
Amerika (499 Athleten aus 15 Ländern)
Asien (395 Athleten aus 19 Ländern)
Ozeanien (71 Athleten aus 2 Ländern)
Afrika (15 Athleten aus 8 Ländern)
Andere (20 individuelle Athleten)

Ich werde auf jeden Fall soviel schauen, wie geht, wobei meine Favoriten auch Curling und Eishockey sind. Aber auch Eiskunstlauf, Rennrodeln, Bob und Eisschnelllauf. Ach, eigentlich mag ich alles, nur Skilanglauf nicht, das finde ich persönlich öde.



It is what it is. Stay faithful.

Tags: