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Kaepernick

Begonnen von garrison20, Mo, 15. Sep. ’14, 23:12

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IamNINER

Klar sind 6000 Yds heute anders zu erreichen als 6000 Yds damals. Daher heisst es nicht, dass Kaep gleich gut ist wie Steve oder irgendwas.

ABER es gibt doch gewisse Relationen. Z.B. Wenn Steve in der gleichen Anzahl Spiele 10'000 Yds hätte und Kaep "nur" 6'000 wäre das eine gewisse bestätigende Tendenz für die gefühlte Leistung von Kaep.
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zugschef

Der wichtige Punkt, der bei dieser Gegenüberstellung verschwiegen wird, ist, dass Young davor schon für die Buccs Spiele gestartet hatte. Und der notwendige Schluss daraus ist, dass es noch viel zu früh ist, um Kaepernick ein endgültiges Zeugnis ausstellen zu können.

the_hawk

richtig und wichtig, darauf hatte ich beim ersten Posten des Pics in einem anderen Thread selber schon hingewiesen
Who could possibly have it better than us?

Sanfranolli

Das soll die Leistungen von Kaepernick auch nicht herabsetzen. Aber um mit Young auf eine Stufe gestellt zu werden geht einfach (noch) nicht.
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

Diabolo

Zitat von: IamNINER am Di, 21. Okt. ’14, 18:41
Wenn Steve in der gleichen Anzahl Spiele 10'000 Yds hätte und Kaep "nur" 6'000 wäre das eine gewisse bestätigende Tendenz für die gefühlte Leistung von Kaep.
Dass Kaepernick also von der gefühlten Leistung schlechter da steht liegt wohl vor allem daran dass er es im "Ligavergleich" auch ist.

Passyards pro Team & Spiel*:
1992: 187,6
2013: 235,6

* '92 & '13 weils die jeweils erste volle Saison als 49ers Starter war.
BREAKING NEWS: In Schenefeld fällt gerade eine Schaufel um.

zugschef

Da sind aber ebenfalls mehr faktoren am werk, die man beruecksichtigen sollte. Wie igor bereits erwaehnte, spielen die niners mit harbaugh ein sehr konservatives system. Als young bei den niners spielte, galten sie im ligavergleich eher zu den pass-happy teams.

Cordovan

Solche Vergleich zeigen mir nur eins: Dass wir zig Jahre keinen wirklichen Franchise-QB mehr in SF gehabt haben - ob Kaep aber einer wird, mag ich derzeit noch nicht beurteilen. Aber Vergleiche mit QB's aus den 80/90iger Jahre heute noch anzustellen, halte ich aus diversen oben genannten Gründen eher für abenteuerlich.
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

frontmode

Zitat von: zugschef am Mi, 22. Okt. ’14, 08:13
galten sie im ligavergleich eher zu den pass-happy teams.

Wobei Pass-Happy in der WCO der 90er und Pass-Happy in Zeiten der Spread doch was anderes ist. Die 49ers waren auch damals keine Team mit vielen tiefen Pässen. YAC war das Zauberwort und Pass-Happy deswegen, weil Walsh klassische Running-Downs zu Passing-Downs gemacht hat.

Daher sind die Stats in der Tat nicht vergleichbar - außer W:L.
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zugschef

Gemessen an seinem Vertrag und seinen Playoffstatistiken ist Kaepernick seit dieser Offseason ein Franchise Quarterback.

frontmode

Zitat von: zugschef am Mi, 22. Okt. ’14, 09:24
Gemessen an seinem Vertrag und seinen Playoffstatistiken ist Kaepernick seit dieser Offseason ein Franchise Quarterback.

Tja, leider spielt er nicht immer so... Wobei das natürlich für jeden Franchise QB gilt. Aber wenn die jetzigen Leistungen des Ende der Entwicklung sind, dann wird er eher einer der unterdurchschnittlichen Franchise QBs werden.
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Flames1848

Zitat von: snoopy am Di, 16. Sep. ’14, 08:20
Ich bin auch weiter von ihm überzeugt.

Klar steht der QB im Fokus, aber deinen Hinweis mit der sattelfesten OLine finde ich absolut richtig. Das machen uns einige Teams vor (z.B. Pats seit Jahren). Gebt dem QB 3 sec. mehr und er findet auch die Receiver, die zudem mehr Zeit und mehr Möglichkeiten für die Routen haben.

Naja, ist ja auch nicht neues.

Sehe ich ähnlich. Jeden Sieg und Niederlage nur am QB und am HC auszumachen ist mir auch immer zu einfach.
Some guys practice like all-Americans but they can't play! - Joe Montana

frontmode

Zitat von: Flames1848 am Mi, 22. Okt. ’14, 09:38
Sehe ich ähnlich. Jeden Sieg und Niederlage nur am QB und am HC auszumachen ist mir auch immer zu einfach.

Das ist klar, aber der langfristige Erfolg (sprich das Saison-Ergebnis) wird doch maßgeblich von den beiden beeinflusst.
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zugschef

Kaepernick hat sich kontinuierlich verbessert. Warum sollte er in seiner Entwicklung ploetzlich stagnieren? Und in den niederlagen mit ihm ist er selten der hauptschuldige. Meist geht es bei seinen schlechten leistungen so zu, dass das team im kollektiv schlecht spielt und er dann mit der erhoehten anforderung an ihn nicht zurechtkommt und zu patzen beginnt.

frontmode

Zitat von: zugschef am Mi, 22. Okt. ’14, 09:50
Kaepernick hat sich kontinuierlich verbessert. Warum sollte er in seiner Entwicklung ploetzlich stagnieren?

Da steht ja auch "aber wenn" nicht "da" ;)

Zitat von: zugschef am Mi, 22. Okt. ’14, 09:50
Und in den niederlagen mit ihm ist er selten der hauptschuldige.

Das finde ich oft sehr interessant. Das reflexartige "aber es war nicht CKs" Schuld ;). Fürher war das meist umgekehrt  ;D

Zitat von: zugschef am Mi, 22. Okt. ’14, 09:50
Meist geht es bei seinen schlechten leistungen so zu, dass das team im kollektiv schlecht spielt und er dann mit der erhoehten anforderung an ihn nicht zurechtkommt und zu patzen beginnt.

Und da ist meine Erwartungshaltung, dass ein Franchise QB damit zurechtkommt und das Team auch mal aus dem Dreck zieht.
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zugschef

Den alex-Vergleich bringst du oefter. Der hinkt aber. Gewaltig. Warum wurde auch schon zur genuege erlaeutert.

Prinzipiell gebe ich dir recht, dass ein top qb sein team schultern koennen muss. Aber das hat kaepernick bereits bewiesen. Bestes beispiel dafuer ist sein erstes playoff game.

Die super bowl ist ein gutes beispiel dafuer, wie er das team wieder ins spiel zurueckbringt und am ende halt doch noch scheitert. Das nfccg in seattle war auch nur deshalb knapp, weil kaepernick das team im spiel gehalten hatte. In einer spielumgebung in der brees, rodgers und manning zu lehrbuben wurden.

Was ihm meiner meinung nach fehlt, ist konstanz. Und die ist nunmal unglaublich wichtig fuer einen nfl qb. Ich persoenlich sehe aber bei kaepernick keine fehler, die brett favre nicht ebenfalls hatte.

frontmode

Zitat von: zugschef am Mi, 22. Okt. ’14, 10:36
Den alex-Vergleich bringst du oefter. Der hinkt aber. Gewaltig. Warum wurde auch schon zur genuege erlaeutert.

Das ist keine Vergleich zu Alex sondern ein Vergleich, wie argumentiert wird.
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zugschef

Zitat von: frontmode am Mi, 22. Okt. ’14, 10:40
Zitat von: zugschef am Mi, 22. Okt. ’14, 10:36
Den alex-Vergleich bringst du oefter. Der hinkt aber. Gewaltig. Warum wurde auch schon zur genuege erlaeutert.

Das ist keine Vergleich zu Alex sondern ein Vergleich, wie argumentiert wird.
auch das ist nicht sinnvoll vergleichbar. Die Situationen sind einfach zu verschieden.

frontmode

Ich finde es einfach amüsant, dass nach einem schlechten Spiel von CK geradzu reflexartig versucht wird, ihn nicht die Schuld zukommen zu lassen. Im Gegensatz dazu, wurden sogar beste Leistungen von Alex klein geredet. Und das hat ganz sicher nicht mit "verschiedenen Situationen" zu tun ;).

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zugschef

Zitat von: frontmode am Mi, 22. Okt. ’14, 11:30
Ich finde es einfach amüsant, dass nach einem schlechten Spiel von CK geradzu reflexartig versucht wird, ihn nicht die Schuld zukommen zu lassen. Im Gegensatz dazu, wurden sogar beste Leistungen von Alex klein geredet. Und das hat ganz sicher nicht mit "verschiedenen Situationen" zu tun ;).
Da wäre mal der eklatante Unterschied, dass Alex Smith die schlechteste Rookie-Saison aller Zeiten als Quarterback hatte. Dann dass Smith sich über Jahre hinweg nicht eindeutig gegen Namen wie Shaun Hill, JTO Sullivan und Troy Smith durchsetzen konnte. Die Alexcuses und die vehemente Kritik an ihm kamen zu einer Zeit als Smith bereits drei Jahre Starter-Erfahrung hinter sich gebracht hatte. Kaepernick ist jetzt erst in seinem dritten Jahr.

Aber wie auch immer, Kaepernick hat seine Schwächen, aber die meisten sind coachable. Z.B. dass er bei Roll-Outs nicht die LoS attackiert sondern bestenfalls parallel zu dieser, wenn nicht sogar tendenziell nach hinten, läuft. Das sah man heuer gegen die Chiefs sehr gut. Interessanterweise war das auch eine Schwäche, die Smith früher hatte, aber mittlerweile macht der das richtig, richtig gut. Er zwingt den Verteidiger sich zu entscheiden und macht dann das Gegenteil. Geh auf mich und ich passe, geh in die Coverage und ich laufe. Kaepernick zwingt durch seine passiven Roll-Outs den Verteidiger zu nichts und wirft daher am Ende meist incomplete. Coachable.

Eine weitere Schwäche von Kaepernick ist es, zu erkennen wann ein Pass mit Touch oder ein Pass mit Zip angebracht ist. Er kann Touch-Pässe werfen, wie wir gegen die Rams gesehen haben, aber er fühlt sich noch nicht wohl genug damit. Aber auch das ist etwas, das sich mit zunehmender Routine weiter bessern kann und schon gebessert hat.

In gewissen Spielsituationen wird er leicht frustriert und produziert kostspielige Fehler. Meist liegt das Team 2 Scores zurück, aber manchmal ist das Spiel auch einfach insgesamt stagnierend (bei beiden Teams). Dann will er den Superman raushängen lassen. Auch ein Routine-Problem und außerdem coachable.

Kaepernick wird in dieser Phase seiner Karriere auf einem ganz anderen Niveau als Smith damals kritisiert. Der Erfolg des Teams steigert den Druck auf und die Erwartungen an ihn.

IamNINER

Interessant ist, dass im Nachhinein Alex Smith doch bewiesen hat, dass seine Probleme coachable waren. Daher ist die Situation nicht so verschieden.
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