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In-Depth: Was läuft in der 49ers Offense schief?

Begonnen von zugschef, Do, 14. Nov. ’13, 13:06

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zugschef

Zu Beginn der Saison wurde von den San Francisco 49ers erwartet, dass sie um die Super Bowl mitspielen. Zusätzlich zu ihrer unbeugsamen Defense sollte Jim Harbaughs eine dynamische Offense mit einem angehenden Star auf der Position des Quarterbacks bieten. Die 49ers taten sich jedoch in ihren drei Matchups gegen Top Teams sehr schwer. Sie brachten nur insgesamt 19 Punkte in Niederlagen gegen die Seattle Seahawks, Indianapolis Colts und Carolina Panthers aufs Board, was Fragen über die Effektivität ihrer von Colin Kaepernick angeführten Attacke aufwirft.

Ja, das ist erst die erste volle Season als NFL Starter für Kaepernick, aber es ist dennoch rätselhaft warum die 49ers Offense in wichtigen Spielen zu stottern anfängt und nicht produziert. Um die Faktoren hinter den Nöten der 49ers Offense zu diagnostizieren, folgt eine nähere Betrachtung des All-22 Coaches Film (also die Bildausschnitte auf denen alle 22 Spieler auf dem Feld zu sehen sind):

1) Defensive Coordinators haben sich an Colin Kaepernicks Art zu spielen angepasst.

Kaepernick zündete ein Feuerwerk als First-Time-Starter in der zweiten Hälfte der letzten Saison, aber er hat definitiv keine würdige Zugabe in dieser (2013) gegeben. Die meisten seiner Probleme kann man darauf zurückführen, dass gegnerische Defensive Coordinators ihre Game Plans so zurechtschneidern, dass seine Stärken neutralisiert werden und man aus seinen Defiziten, die im intensiven Filmstudium über die Offseason erkenntlich wurden, Vorteile zieht. Prinzipiell kann man sagen, dass sie den Third-Year-Pro aus seiner "komfortablen Zone" hinauszwingen, ihn also dazu zwingen Dinge zu tun, die ihm nicht liegen.

Eine der defensiven Taktiken, die im Filmstudium herauskommt, ist das Eliminieren des tiefen Balles. Defensive Coordinators haben ihre Cornerbacks dazu ermutigt die vertikalen Routen mit aggressiver Press Coverage an der Line of Scrimmage mit leichtem Fokus auf die Außenseite ("Outside Leverage") zu unterbinden. Zusätzlich bleiben die Cornerbacks über den Niners Receivern mit "Top Down" Leverage. Das bedeutet, dass die Cornerbacks die Receivers dazu zwingen zum Ball zurückzukommen, also ihn in Blick- und Laufrichtung zum Quarterback zu fangen, anstatt dass sie an den Hüften des Receivern kleben und Kaepernick dazu ermutigen den Ball das Feld runterzudrücken.




In folgendem Bildausschnitt aus der Niederlage gegen die Seahawks in Woche zwei sieht man Richard Sherman und Vernon Davis im Zweikampf an der Außenseite. Sherman spielt Press Coverage mit leichter sog. "Outside Technique", um die schnelle Fade Route zur Grenze des Spielfelds unmöglich zu machen:



Nach dem Snap zwingt Sherman Davis an die Seitenlinie, während er die geeignete Position, um den Ball spielen zu können, beibehält:



Shermans lehrbuchhafte, perfekte Technik und seine exzellenten Ballfähigkeiten führen zu einer Interception. (Hier das Video dazu.)




Defensive Coordinators machen außerdem die Würfe außerhalb der Nummern des Feldes unmöglich und zwingen Kaepernick die meisten seiner Pässe über die Mitte zu richten. Die Receiver werden in Man oder Zone Coverage zwischen die Hash Marks "getrichtert", und die Defense zwingt Kaepernick so umfochtene Pässe zwischen mehrere Verteidiger zu werfen. Diese Würfe, die überragende antizipative Fähigkeiten, Aufmerksamkeit bzw. Übersicht (Awareness) und Genauigkeit erfordern, wären für jeden jungen Quarterback fordernd, aber sie sind es insbesondere für einen, der sich am wohlsten fühlt, wenn er aus der Play Action werfen kann.

Die nächste Serie an Bildausschnitten zeigt wie Defeneses Kaepernick dazu zwingen, diese Bälle über die Mitte zu werfen. Die Seahawks sind in Press Coverage aufgestellt und ihre Verteidiger angewiesen ganz dicht am Mann zu spielen ("Tight Man Technique"):



Die Seahawks leisten großartige Arbeit darin, die 49ers Receiver zu drängen und sie von ihren vorgeschriebenen Routen abzustoßen. Der wichtigste Aspekt ist, dass Seattle den Rhythmus des Passspiels durcheinanderbringt und Kaepernick so daran hindert zum richtigen Zeitpunkt zu werfen:



Dadurch dass das Timing und die Richtung der Routen verändert sind, ist Kaepernick dazu gezwungen direkt in den Rachen der Defense zu werfen. Der Ball ist leicht ungenau und resultiert in einer weiteren Interception:



(Hier das Video dazu.)




Letzte Saison nahmen die 49ers ihre Gegner mit einem Arsenal von vertikalen Würfen, die auf starke Read-Option-Play-Fakes folgten, auseinander. Gegen die potente Bodenattacke waren gegnerische Linebacker dazu gezwungen aggressiv auf die Play Action zu reagieren, was zu großen Fenstern für die Receiver tief im Feld führte. In der Kampagne dieses Jahres wird Kaepernick dazu gezwungen das Spiel traditionell zu spielen (etwas mit dem er sich an diesem Punkt seiner Karriere noch nicht wohlfühlt). Warum? Tja, das führt zum nächsten Punkt...

2) Der Mangel an Explosivität der Receiver hat die Passattacke auf den Boden zurückgeholt.

Was letzte Saison einmal die explosivste Offense der NFL war, hatte in dieser Saison irrsinnige Probleme in wichtigen Spielen. Die Niners haben in ihren sechs Siegen satte 34,7 Punkte pro Spiel aufgestellt, aber diese Größe fällt auf 6,3 in ihren drei Niederlagen hinunter. In Anbetracht der Tatsache, dass die NFL Offenses das Groß ihrer Produktion durch das Passspiel generieren, ist es offensichtlich, dass in den Schwergewichtskämpfen mit der Luftattacke der 49ers etwas ernsthaft falschläuft -- und dabei geht es nicht nur um die "Wachstumsschmerzen" Kaepernicks.

Wenn man sich den Film ansieht, ist das erste, was heraussticht, der Mangel an Speed und Explosivität an den Seiten. Dem Receiving Corps der 49ers mangelt es abgesehen von Davis (einem Tight End) an einer legitimen vertikalen Bedrohung, was es schwer macht Big Plays zu generieren. Natürlich taten die verletzungsbedingten Ausfälle von Mario Manningham (der Sixth-Year-Pro verpasste die ersten acht Spiele der Saison, bevor er in Woche zehn endlich ins Lineup stieß) und Michael Crabtree (der immer noch nicht wieder mit dabei ist) in dieser Hinsicht ihr Übriges.

Zu Beginn der Saison erwarteten viele Zuseher, dass die Passattacke hinter Anquan Boldin und Davis weiter fruchten würde. Und es gab viel Aufsehen in der NFL nach Boldins beeindruckendem Debut im Jersey der 49ers (13 Catches für 208 Yards und ein Touchdown gegen die Green Bay Packers in Woche eins). Boldin wurde als legitime Bedrohung zwischen den Hashes angesehen, was Kaepernicks Produktion bei Pässen über die Mitte theoretisch fördern hätte sollen.

Defensive Coordinators passten sich jedoch sehr schnell an die Art, wie die 49ers Boldin nutzen, an, indem sie mehr Press Coverage in ihre Game Plans einbanden. Speziell die Seahawks und Colts drängten den Veteranen an der Line of Scrimmage ab und nutzten verschiedene überfallsartige Taktiken, um seine Effektivität an den Randzonen zu neutralisieren. Ständiges Stören der Routen außen zerstörte das Timing im Passspiel, was Kaepernick dazu zwang den Ball länger in der Pocket zu halten. In Konsequenz ist der Quarterback auf dem Weg mehr Sacks in dieser Saison einzustecken; er sieht regelmäßig  unkomfortabel in der Pocket aus, was in obigem Videoclip nur allzu gut ersichtlich wird.

Mit dem Vorhaben der Gegner Boldin aus dem Spiel zu nehmen, wird die unerfahrene und schlecht vorbereitete Gruppe der Receiver in Verantwortung genommen, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Leider haben die Nebenrollen der 49ers (die Quinton Patton, Jon Baldwin und den kürzlich entlassenen Kyle Williams inkludierten) es in den schwierigen Spielen nicht konsequent geschafft sich durchzusetzen. Wenn man den Faktor, dass Davis in den drei Niederlagen signifikante Spielzeit auf Grund einer Zerrung und einer Gehirnerschütterung verpasste, und ist der Existenzkampf der Passing Offense alles andere als überraschend.




Im folgendem Bildausschnitt aus der Niederlage gegen Indianapolis in Woche drei sieht man wie die Defensive Backs der Colts sich gegen die Ace Formation der 49ers in Press Coverave positionieren:



Nach dem Snap überfallen die Verteidiger der Colts die Außernreceiver der 49ers regelrecht und nehmen so Kaepernicks gesamte Optionen im Passspiel weg:



Ohne einen Receiver, den er anpeilen könnte, ist Kaepernick schließlich dazu gezwungen für einen Verlust von einem Yard ins Aus zu laufen. (Hier das Video dazu.)




Deswegen ist die bevorstehende Rückkehr von Crabtree so kritisch für die Hoffnungen der 49ers auf die Super Bowl. Der Fifth-Year-Pro begann letzte Saison an den Außenseiten wie ein Elite-Receiver zu spielen, was in 85 Receptions für 1 105 Yards und neun Touchdowns resultierte. Außerdem etablierte sich Crabtree als Kaepernicks Mann für alle Fälle. Obwohl er in jedem Fall etwas Zeit brauchen wird, um den Rost abzuschütteln, wenn er erstmal zurück ist, wird Crabtrees Wiederaufnahme ins Lineup dem Rest der Einheit dabei helfen in ihre gewohnten Rollen zurückzufinden: Davis kann der Matchup-Alptraum sein, während Boldin sich als Third-Down/Red-Zone Waffe und Manningham als Deep-Ball-Spezialist anbieten können.

3) Gegner verhindern Läufe des Quarterbacks bei Read-Option Plays.

Die kluge Nutzung der Read Option durch die 49ers während ihrem bemerkenswerten Lauf in der Postseason zwang gegnerische Trainerstäbe dazu durchs Land zu reisen und sich Hilfe zu suchen, um dieses Konzept zu verteidigen. Defensive Coaches und Spieler stellten in der Offseason kühne Behauptungen auf, dass sie Quarterbacks in den Boden stampfen würden, um sie von dieser Taktik abzubringen. Obwohl heißer gekocht als gegessen wurde, konzentrierten sich die Gegner durchaus darauf den Quarterback bei jeder Gelgenheit umzuwerfen.

Sieht man sich jede der Niederlagen der 49ers an, sieht man ein etwas stärkeres Bemühen die Run Option des Quarterbacks bei Zone-Read Plays zu unterbinden. Während der Fokus, darauf Kaepernick eine mitzugeben, die Gegner verwundbar gegen das Laufspiel durch die Mitte machte, war es dennoch das primäre Ziel der defensiven Play Caller eine der explosivsten Waffen der 49ers abzumelden.




In der nächsten Serie an Bildausschnitten illustriert die Defense der Colts, wie man die Read Option der 49ers korrekt verteidigt. Outside Linebacker Bjoern Werner kracht in die Line, um einen Dive (Lauf durch eine der beiden Lücken neben dem Center) zu eliminieren, und Inside Linebacker Jerrell Freeman scharmmt an dieser vorbei, um den Pfad des Quarterbacks abzuschneiden:



Beim Snap kracht Werner hart in die Line, um Kaepernick dazu zu zwingen den Ball zu behalten und nach außen zu auszuweichen:



In der Zwischenzeit beeilt sich Freeman den Pfad über Außen zu verteidigen:



Ohne eine offene Spur über Außen wird Kaepernick von Freeman für einen Raumverlust von fünf Yards gestoppt. (Hier das Video dazu.)




Die Carolina Panthers leisteten am vergangenen Sonntag gute Arbeit darin die Read Option bei ihrem 10-9 Sieg über San Francisco zu attackieren. Im Bildausschnitt darunter stellen die Panthers acht Mann in die Box. Defensive End Greg Hardy ist angewiesen den Dive zu attackieren, während Safety Mike Mitchell auf den Quarterback geht:



Beim Snap kracht Hardy hart in die linke Lücke ("A Gap"), aber beweist die Übersicht, um vor Kaepernick zu bleiben. Währenddessen läuft Mitchell in Position, um dem Quarterback den Weg abzuschneiden, sollte er erfolgreich entkommen:



Es gibt kein Entkommen, und Hardy packt Kaepernick für einen Raumverlust von sechs Yards:



(Hier das Video dazu.)




Wie können die 49ers gegen manche der Taktiken, die ihre Gegner nutzen um die Read Option zu verteidigen, ankämpfen? San Francisco könnte mehr Bubble Screens (der Receiver schlägt sofort nach dem Snap in Richtung Quarterback um, während die Oline versucht, ihm den Weg freizublocken) einsetzen, um die Verteidiger außen zu verlangsamen oder auf sog. Tweak Blocking Schemes umstellen, um mehr Slip Blocks (wenn der Fullback sich um den Defensive End herumarbeitet, um den Outside Linebacker auf der Seite des Plays abzuschirmen) zu nutzen und Kaepernick das Feld hinunter mit einer Eskorte zu versehen.

Eines ist klar: Head Coach Jim Harbaugh und Offensive Coordinator Greg Roman müssen ihre explosivste Waffe wieder auf Kurs bringen.

Quelle: Bucky Brooks (NFL.com, 13.11.13)

Flames1848

Also wenn ich das richtig gelesen habe, haben die gegnerischen DC´s unseren OC einfach durchschaut um es mal kurz zu formulieren...

Super Bericht Chef des Zuges :) Mit den Bildern wieder richtig was gelernt. Danke!
Some guys practice like all-Americans but they can't play! - Joe Montana

Fritzini

Meine Zuversicht in Bezug auf das Saints game ist beim lesen dieses 1A-Artikels nicht gerade gewachsen.  :(
"Sleep, Surf, Eat, Surf, Repeat"

Flames1848

Zitat von: Fritzini am Do, 14. Nov. ’13, 13:35
Meine Zuversicht in Bezug auf das Saints game ist beim lesen dieses 1A-Artikels nicht gerade gewachsen.  :(

Dann wird die Freude nach unserem Sieg umso grösser sein  :)
Some guys practice like all-Americans but they can't play! - Joe Montana

Buvag

Fantasy League 1 Champion 2016

zugschef

Zitat von: Fritzini am Do, 14. Nov. ’13, 13:35
Meine Zuversicht in Bezug auf das Saints game ist beim lesen dieses 1A-Artikels nicht gerade gewachsen.  :(
Die Saints Defense ist ein enorm überschätzt. Die profitiert von der starken Offense, die gegen die Cowboys mit 40 First Downs einen neuen NFL Rekord aufgestellt hat. Vaccarro ist außerdem nicht annähernd so gut wie Reid und verletzt an der Sideline, das heißt, dass da vermutlich jemand spielt, der es nichtmal auf's Roster der 49ers geschafft hätte.

Duke

ich glaube nicht, dass das spezielle defense-taktiken gegen die read-option sind. für mich sieht das nahc ganz normalen rush- und outside-contain-plays aus. und wie die als offense zu bespielen sind, sollte roman eigentlich wissen. 
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

zugschef

Der Artikel zeigt recht gut, dass Harbaugh und Roman Kaepernick ins offene Messer laufen lassen. "We are the 49ers, we can do what we want", ist offensichtlich der Leitspruch der Offense, und der ist kompletter Blödsinn, wie man sieht.

Kaepernick hat seine Defizite, die auch völlig normal sind, bei einem Spieler, der gerade erst 16 Regular Season Games als Starter hinter sich gebracht hat. Wenn man ihn dann der Defense derartig ausliefert, braucht man sich nicht wundern, wenn er richtig mies aussieht.

Zitat von: zugschef am Do, 14. Nov. ’13, 13:06
Mit dem Vorhaben der Gegner Boldin aus dem Spiel zu nehmen, wird die unerfahrene und schlecht vorbereitete Gruppe der Receiver in Verantwortung genommen, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Leider haben die Nebenrollen der 49ers (die Quinton Patton, Jon Baldwin und den kürzlich entlassenen Kyle Williams inkludierten) es in den schwierigen Spielen nicht konsequent geschafft sich durchzusetzen. Wenn man den Faktor, dass Davis in den drei Niederlagen signifikante Spielzeit auf Grund einer Zerrung und einer Gehirnerschütterung verpasste, und ist der Existenzkampf der Passing Offense alles andere als überraschend.
Das ist für mich neben der an die Read Option / Running Quarterback angepassten Spielweise der Defenses der kritischste Punkt. Davis ist angeschlagen oder fällt ganz aus, und die 49ers Offense ist tot.

owl49er

Richtig: erste Schuld bei den Coaches.

Aber auch die Execution war in wichtigen Downs nicht immer perfekt - und da muss von einem Superbowl-Anwärter mehr kommen.

Dies schließt auch die QB-Position ein (nicht nur!). Da wurde uns Colin als die Lösung verkauft. Hat sich leider in dieser Saison aber noch nicht bewahrheitet, da auch er dazu beiträgt, dass es in er Offense nicht rund läuft.

Dies gestehe ich ihm persönlich mit gerade einmal 16 Starts auch zu (!) - mit dem Ziel vor Augen, weshalb der QB-Wechsel vollzogen wurde, erhoff(t)e ich mir aber einfach mehr.


Wovon ich mir aber nicht mehr erhoffen konnte  ;), ist Dein Bericht - very good Job :thumbup:
INEOS... guess who's just scored one unbelievable goal again :(

reagan - The Left Hand

Ich denke, JH ist ja kein Betonklotz, sondern tüfftelt bereits an einer neuen Strategie. Er merkt ja auch, das es so nicht funktioniert und wird etwas ändern. Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

zugschef

Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 14. Nov. ’13, 15:31
Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.
Im Bezug auf das Personal ja, im Bezug auf das Playcalling? Nicht wirklich...

Flames1848

Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 14. Nov. ’13, 15:31
Ich denke, JH ist ja kein Betonklotz, sondern tüfftelt bereits an einer neuen Strategie. Er merkt ja auch, das es so nicht funktioniert und wird etwas ändern. Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.
Genau. In Harbaugh we trust !
Some guys practice like all-Americans but they can't play! - Joe Montana

frontmode

Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 14. Nov. ’13, 15:31
Ich denke, JH ist ja kein Betonklotz, sondern tüfftelt bereits an einer neuen Strategie. Er merkt ja auch, das es so nicht funktioniert und wird etwas ändern. Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.

Daran sollte er eigentlich schon seit dem Seahawks Spiel tüfteln.... Bisher Fehlanzeige ;)
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

buche67

gegen die "Outside Technique" sollte doch ein Slant perfekt funktionieren...

Duke

ins offene messer laufen lassen? welcher HC würde das mit seinem einzig vernünftigen QB denn tun?

könnte es nicht viel eher sein, dass die blockzuordnung nicht stimmt bzw. die blocks von o-line, te und fb nicht richtig wirkung zeigen? danach siehts für mich eher aus.
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

zugschef

Zitat von: Duke am Do, 14. Nov. ’13, 15:55
könnte es nicht viel eher sein, dass die blockzuordnung nicht stimmt bzw. die blocks von o-line, te und fb nicht richtig wirkung zeigen? danach siehts für mich eher aus.
Wenn das Blocking nicht funktioniert und man als Coach nichts dagegen tut -- das Problem wurde ja bereits in der zweiten Woche in Seattle ersichtlich --, lässt man den Quarterback dann nicht ins offene Messer laufen?

Zitat von: buche67 am Do, 14. Nov. ’13, 15:50
gegen die "Outside Technique" sollte doch ein Slant perfekt funktionieren...
Dass dem so ist, hat man auch gegen die Panthers bei dem 3rd & 11 Play von der eigenen Goalline gesehen.

Duke

Zitat von: zugschef am Do, 14. Nov. ’13, 17:11
Zitat von: Duke am Do, 14. Nov. ’13, 15:55
könnte es nicht viel eher sein, dass die blockzuordnung nicht stimmt bzw. die blocks von o-line, te und fb nicht richtig wirkung zeigen? danach siehts für mich eher aus.
Wenn das Blocking nicht funktioniert und man als Coach nichts dagegen tut -- das Problem wurde ja bereits in der zweiten Woche in Seattle ersichtlich --, lässt man den Quarterback dann nicht ins offene Messer laufen?
was soll er tun? selbst blocken geht ja schlecht. und das er die betreffenden spieler darauf hinweist, dessen bin ich mir sicher. als hinterfragen wir doch lieber mal das können und den willen der blocker bzw. diskutieren über das blockschema der 49ers-offensive line. da sehe ich den ersten ansatz, wo etwas verbessert werden sollte. 
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

zugschef

Zitat von: Duke am Do, 14. Nov. ’13, 17:16
was soll er tun? selbst blocken geht ja schlecht. und das er die betreffenden spieler darauf hinweist, dessen bin ich mir sicher. als hinterfragen wir doch lieber mal das können und den willen der blocker bzw. diskutieren über das blockschema der 49ers-offensive line. da sehe ich den ersten ansatz, wo etwas verbessert werden sollte.
Naja, ich sehe es durchaus richtig, was Buche da anmerkt, nämlich dass es durchaus Passrouten bzw. -plays gibt, die genau diese Art der Defense kontern. Wenn man an der LoS nicht stark genug ist, dann ist man nicht stark genug, aber dann kann man immer noch versuchen die Schwächen (und die gibt es immer) so einer Defense auszunutzen.

Candlestick

Weitere Frage: du könntest reagieren, aber es ist zu früh, da der neue Plan sonst zu den Playoffs sicher wieder entschlüsselt ist, was tun?

FlyMcMarty

wenn die 49ers Coaches wissen wie man CK und die Offense einbremst, dann müssen die doch wiederum darauf reagieren können. Wir haben ja nicht zum ersten Mal gesagt, dass das Coaching oft schlecht war. Die Plays müssen einfach besser gecallt werden, die Coaches müssen sich besser auf die Taktiken der Defenses einstellen. Ein solider QB wie A.Smith würde uns jetzt sicher besser stehen.
49ers Fan since Jan. 5, 2003