Zu Beginn der Saison wurde von den San Francisco 49ers erwartet, dass sie um die Super Bowl mitspielen. Zusätzlich zu ihrer unbeugsamen Defense sollte Jim Harbaughs eine dynamische Offense mit einem angehenden Star auf der Position des Quarterbacks bieten. Die 49ers taten sich jedoch in ihren drei Matchups gegen Top Teams sehr schwer. Sie brachten nur insgesamt 19 Punkte in Niederlagen gegen die Seattle Seahawks, Indianapolis Colts und Carolina Panthers aufs Board, was Fragen über die Effektivität ihrer von Colin Kaepernick angeführten Attacke aufwirft.
Ja, das ist erst die erste volle Season als NFL Starter für Kaepernick, aber es ist dennoch rätselhaft warum die 49ers Offense in wichtigen Spielen zu stottern anfängt und nicht produziert. Um die Faktoren hinter den Nöten der 49ers Offense zu diagnostizieren, folgt eine nähere Betrachtung des All-22 Coaches Film (also die Bildausschnitte auf denen alle 22 Spieler auf dem Feld zu sehen sind):
1) Defensive Coordinators haben sich an Colin Kaepernicks Art zu spielen angepasst.
Kaepernick zündete ein Feuerwerk als First-Time-Starter in der zweiten Hälfte der letzten Saison, aber er hat definitiv keine würdige Zugabe in dieser (2013) gegeben. Die meisten seiner Probleme kann man darauf zurückführen, dass gegnerische Defensive Coordinators ihre Game Plans so zurechtschneidern, dass seine Stärken neutralisiert werden und man aus seinen Defiziten, die im intensiven Filmstudium über die Offseason erkenntlich wurden, Vorteile zieht. Prinzipiell kann man sagen, dass sie den Third-Year-Pro aus seiner "komfortablen Zone" hinauszwingen, ihn also dazu zwingen Dinge zu tun, die ihm nicht liegen.
Eine der defensiven Taktiken, die im Filmstudium herauskommt, ist das Eliminieren des tiefen Balles. Defensive Coordinators haben ihre Cornerbacks dazu ermutigt die vertikalen Routen mit aggressiver Press Coverage an der Line of Scrimmage mit leichtem Fokus auf die Außenseite ("Outside Leverage") zu unterbinden. Zusätzlich bleiben die Cornerbacks über den Niners Receivern mit "Top Down" Leverage. Das bedeutet, dass die Cornerbacks die Receivers dazu zwingen zum Ball zurückzukommen, also ihn in Blick- und Laufrichtung zum Quarterback zu fangen, anstatt dass sie an den Hüften des Receivern kleben und Kaepernick dazu ermutigen den Ball das Feld runterzudrücken.
In folgendem Bildausschnitt aus der Niederlage gegen die Seahawks in Woche zwei sieht man Richard Sherman und Vernon Davis im Zweikampf an der Außenseite. Sherman spielt Press Coverage mit leichter sog. "Outside Technique", um die schnelle Fade Route zur Grenze des Spielfelds unmöglich zu machen:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281254.jpg)
Nach dem Snap zwingt Sherman Davis an die Seitenlinie, während er die geeignete Position, um den Ball spielen zu können, beibehält:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281255.jpg)
Shermans lehrbuchhafte, perfekte Technik und seine exzellenten Ballfähigkeiten führen zu einer Interception. (Hier das Video dazu. (http://www.nfl.com/videos/nfl-game-highlights/0ap2000000245242/Kaepernick-intercepted-by-Chancellor))
Defensive Coordinators machen außerdem die Würfe außerhalb der Nummern des Feldes unmöglich und zwingen Kaepernick die meisten seiner Pässe über die Mitte zu richten. Die Receiver werden in Man oder Zone Coverage zwischen die Hash Marks "getrichtert", und die Defense zwingt Kaepernick so umfochtene Pässe zwischen mehrere Verteidiger zu werfen. Diese Würfe, die überragende antizipative Fähigkeiten, Aufmerksamkeit bzw. Übersicht (Awareness) und Genauigkeit erfordern, wären für jeden jungen Quarterback fordernd, aber sie sind es insbesondere für einen, der sich am wohlsten fühlt, wenn er aus der Play Action werfen kann.
Die nächste Serie an Bildausschnitten zeigt wie Defeneses Kaepernick dazu zwingen, diese Bälle über die Mitte zu werfen. Die Seahawks sind in Press Coverage aufgestellt und ihre Verteidiger angewiesen ganz dicht am Mann zu spielen ("Tight Man Technique"):
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281256.jpg?01AD=3ftzGUeKN4CV1J9GpmTBcLtd3Ok2u-uhapzHH9X4DfI9fO3Gi2lA_pg&01RI=A028CD3BBE56CD9&01NA=na)
Die Seahawks leisten großartige Arbeit darin, die 49ers Receiver zu drängen und sie von ihren vorgeschriebenen Routen abzustoßen. Der wichtigste Aspekt ist, dass Seattle den Rhythmus des Passspiels durcheinanderbringt und Kaepernick so daran hindert zum richtigen Zeitpunkt zu werfen:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281257.jpg)
Dadurch dass das Timing und die Richtung der Routen verändert sind, ist Kaepernick dazu gezwungen direkt in den Rachen der Defense zu werfen. Der Ball ist leicht ungenau und resultiert in einer weiteren Interception:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281258.jpg)
(Hier das Video dazu. (http://www.nfl.com/videos/nfl-game-highlights/0ap2000000245242/Kaepernick-intercepted-by-Chancellor))
Letzte Saison nahmen die 49ers ihre Gegner mit einem Arsenal von vertikalen Würfen, die auf starke Read-Option-Play-Fakes folgten, auseinander. Gegen die potente Bodenattacke waren gegnerische Linebacker dazu gezwungen aggressiv auf die Play Action zu reagieren, was zu großen Fenstern für die Receiver tief im Feld führte. In der Kampagne dieses Jahres wird Kaepernick dazu gezwungen das Spiel traditionell zu spielen (etwas mit dem er sich an diesem Punkt seiner Karriere noch nicht wohlfühlt). Warum? Tja, das führt zum nächsten Punkt...
2) Der Mangel an Explosivität der Receiver hat die Passattacke auf den Boden zurückgeholt.
Was letzte Saison einmal die explosivste Offense der NFL war, hatte in dieser Saison irrsinnige Probleme in wichtigen Spielen. Die Niners haben in ihren sechs Siegen satte 34,7 Punkte pro Spiel aufgestellt, aber diese Größe fällt auf 6,3 in ihren drei Niederlagen hinunter. In Anbetracht der Tatsache, dass die NFL Offenses das Groß ihrer Produktion durch das Passspiel generieren, ist es offensichtlich, dass in den Schwergewichtskämpfen mit der Luftattacke der 49ers etwas ernsthaft falschläuft -- und dabei geht es nicht nur um die "Wachstumsschmerzen" Kaepernicks.
Wenn man sich den Film ansieht, ist das erste, was heraussticht, der Mangel an Speed und Explosivität an den Seiten. Dem Receiving Corps der 49ers mangelt es abgesehen von Davis (einem Tight End) an einer legitimen vertikalen Bedrohung, was es schwer macht Big Plays zu generieren. Natürlich taten die verletzungsbedingten Ausfälle von Mario Manningham (der Sixth-Year-Pro verpasste die ersten acht Spiele der Saison, bevor er in Woche zehn endlich ins Lineup stieß) und Michael Crabtree (der immer noch nicht wieder mit dabei ist) in dieser Hinsicht ihr Übriges.
Zu Beginn der Saison erwarteten viele Zuseher, dass die Passattacke hinter Anquan Boldin und Davis weiter fruchten würde. Und es gab viel Aufsehen in der NFL nach Boldins beeindruckendem Debut im Jersey der 49ers (13 Catches für 208 Yards und ein Touchdown gegen die Green Bay Packers in Woche eins). Boldin wurde als legitime Bedrohung zwischen den Hashes angesehen, was Kaepernicks Produktion bei Pässen über die Mitte theoretisch fördern hätte sollen.
Defensive Coordinators passten sich jedoch sehr schnell an die Art, wie die 49ers Boldin nutzen, an, indem sie mehr Press Coverage in ihre Game Plans einbanden. Speziell die Seahawks und Colts drängten den Veteranen an der Line of Scrimmage ab und nutzten verschiedene überfallsartige Taktiken, um seine Effektivität an den Randzonen zu neutralisieren. Ständiges Stören der Routen außen zerstörte das Timing im Passspiel, was Kaepernick dazu zwang den Ball länger in der Pocket zu halten. In Konsequenz ist der Quarterback auf dem Weg mehr Sacks in dieser Saison einzustecken; er sieht regelmäßig unkomfortabel in der Pocket aus, was in obigem Videoclip nur allzu gut ersichtlich wird.
Mit dem Vorhaben der Gegner Boldin aus dem Spiel zu nehmen, wird die unerfahrene und schlecht vorbereitete Gruppe der Receiver in Verantwortung genommen, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Leider haben die Nebenrollen der 49ers (die Quinton Patton, Jon Baldwin und den kürzlich entlassenen Kyle Williams inkludierten) es in den schwierigen Spielen nicht konsequent geschafft sich durchzusetzen. Wenn man den Faktor, dass Davis in den drei Niederlagen signifikante Spielzeit auf Grund einer Zerrung und einer Gehirnerschütterung verpasste, und ist der Existenzkampf der Passing Offense alles andere als überraschend.
Im folgendem Bildausschnitt aus der Niederlage gegen Indianapolis in Woche drei sieht man wie die Defensive Backs der Colts sich gegen die Ace Formation der 49ers in Press Coverave positionieren:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281259.jpg)
Nach dem Snap überfallen die Verteidiger der Colts die Außernreceiver der 49ers regelrecht und nehmen so Kaepernicks gesamte Optionen im Passspiel weg:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281260.jpg)
Ohne einen Receiver, den er anpeilen könnte, ist Kaepernick schließlich dazu gezwungen für einen Verlust von einem Yard ins Aus zu laufen. (Hier das Video dazu. (http://www.nfl.com/videos/nfl-fantasy/0ap2000000249177/Colts-defense-sack-1-yd-loss))
Deswegen ist die bevorstehende Rückkehr von Crabtree so kritisch für die Hoffnungen der 49ers auf die Super Bowl. Der Fifth-Year-Pro begann letzte Saison an den Außenseiten wie ein Elite-Receiver zu spielen, was in 85 Receptions für 1 105 Yards und neun Touchdowns resultierte. Außerdem etablierte sich Crabtree als Kaepernicks Mann für alle Fälle. Obwohl er in jedem Fall etwas Zeit brauchen wird, um den Rost abzuschütteln, wenn er erstmal zurück ist, wird Crabtrees Wiederaufnahme ins Lineup dem Rest der Einheit dabei helfen in ihre gewohnten Rollen zurückzufinden: Davis kann der Matchup-Alptraum sein, während Boldin sich als Third-Down/Red-Zone Waffe und Manningham als Deep-Ball-Spezialist anbieten können.
3) Gegner verhindern Läufe des Quarterbacks bei Read-Option Plays.
Die kluge Nutzung der Read Option durch die 49ers während ihrem bemerkenswerten Lauf in der Postseason zwang gegnerische Trainerstäbe dazu durchs Land zu reisen und sich Hilfe zu suchen, um dieses Konzept zu verteidigen. Defensive Coaches und Spieler stellten in der Offseason kühne Behauptungen auf, dass sie Quarterbacks in den Boden stampfen würden, um sie von dieser Taktik abzubringen. Obwohl heißer gekocht als gegessen wurde, konzentrierten sich die Gegner durchaus darauf den Quarterback bei jeder Gelgenheit umzuwerfen.
Sieht man sich jede der Niederlagen der 49ers an, sieht man ein etwas stärkeres Bemühen die Run Option des Quarterbacks bei Zone-Read Plays zu unterbinden. Während der Fokus, darauf Kaepernick eine mitzugeben, die Gegner verwundbar gegen das Laufspiel durch die Mitte machte, war es dennoch das primäre Ziel der defensiven Play Caller eine der explosivsten Waffen der 49ers abzumelden.
In der nächsten Serie an Bildausschnitten illustriert die Defense der Colts, wie man die Read Option der 49ers korrekt verteidigt. Outside Linebacker Bjoern Werner kracht in die Line, um einen Dive (Lauf durch eine der beiden Lücken neben dem Center) zu eliminieren, und Inside Linebacker Jerrell Freeman scharmmt an dieser vorbei, um den Pfad des Quarterbacks abzuschneiden:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281261.jpg)
Beim Snap kracht Werner hart in die Line, um Kaepernick dazu zu zwingen den Ball zu behalten und nach außen zu auszuweichen:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281264.jpg)
In der Zwischenzeit beeilt sich Freeman den Pfad über Außen zu verteidigen:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281266.jpg)
Ohne eine offene Spur über Außen wird Kaepernick von Freeman für einen Raumverlust von fünf Yards gestoppt. (Hier das Video dazu. (http://www.nfl.com/videos/nfl-videos/0ap2000000281277/Kaepernick-taken-down-by-Colts))
Die Carolina Panthers leisteten am vergangenen Sonntag gute Arbeit darin die Read Option bei ihrem 10-9 Sieg über San Francisco zu attackieren. Im Bildausschnitt darunter stellen die Panthers acht Mann in die Box. Defensive End Greg Hardy ist angewiesen den Dive zu attackieren, während Safety Mike Mitchell auf den Quarterback geht:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281267.jpg)
Beim Snap kracht Hardy hart in die linke Lücke ("A Gap"), aber beweist die Übersicht, um vor Kaepernick zu bleiben. Währenddessen läuft Mitchell in Position, um dem Quarterback den Weg abzuschneiden, sollte er erfolgreich entkommen:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281268.jpg)
Es gibt kein Entkommen, und Hardy packt Kaepernick für einen Raumverlust von sechs Yards:
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281269.jpg)
(Hier das Video dazu. (http://www.nfl.com/videos/nfl-videos/0ap2000000281276/Kaepernick-brought-down-by-Panthers))
Wie können die 49ers gegen manche der Taktiken, die ihre Gegner nutzen um die Read Option zu verteidigen, ankämpfen? San Francisco könnte mehr Bubble Screens (der Receiver schlägt sofort nach dem Snap in Richtung Quarterback um, während die Oline versucht, ihm den Weg freizublocken) einsetzen, um die Verteidiger außen zu verlangsamen oder auf sog. Tweak Blocking Schemes umstellen, um mehr Slip Blocks (wenn der Fullback sich um den Defensive End herumarbeitet, um den Outside Linebacker auf der Seite des Plays abzuschirmen) zu nutzen und Kaepernick das Feld hinunter mit einer Eskorte zu versehen.
Eines ist klar: Head Coach Jim Harbaugh und Offensive Coordinator Greg Roman müssen ihre explosivste Waffe wieder auf Kurs bringen.
Quelle: Bucky Brooks (NFL.com, 13.11.13)
Also wenn ich das richtig gelesen habe, haben die gegnerischen DC´s unseren OC einfach durchschaut um es mal kurz zu formulieren...
Super Bericht Chef des Zuges :) Mit den Bildern wieder richtig was gelernt. Danke!
Meine Zuversicht in Bezug auf das Saints game ist beim lesen dieses 1A-Artikels nicht gerade gewachsen. :(
Zitat von: Fritzini am Do, 14. Nov. ’13, 13:35
Meine Zuversicht in Bezug auf das Saints game ist beim lesen dieses 1A-Artikels nicht gerade gewachsen. :(
Dann wird die Freude nach unserem Sieg umso grösser sein :)
Toller Artikel, miese Aussichten.
Zitat von: Fritzini am Do, 14. Nov. ’13, 13:35
Meine Zuversicht in Bezug auf das Saints game ist beim lesen dieses 1A-Artikels nicht gerade gewachsen. :(
Die Saints Defense ist ein enorm überschätzt. Die profitiert von der starken Offense, die gegen die Cowboys mit 40 First Downs einen neuen NFL Rekord aufgestellt hat. Vaccarro ist außerdem nicht annähernd so gut wie Reid und verletzt an der Sideline, das heißt, dass da vermutlich jemand spielt, der es nichtmal auf's Roster der 49ers geschafft hätte.
ich glaube nicht, dass das spezielle defense-taktiken gegen die read-option sind. für mich sieht das nahc ganz normalen rush- und outside-contain-plays aus. und wie die als offense zu bespielen sind, sollte roman eigentlich wissen.
Der Artikel zeigt recht gut, dass Harbaugh und Roman Kaepernick ins offene Messer laufen lassen. "We are the 49ers, we can do what we want", ist offensichtlich der Leitspruch der Offense, und der ist kompletter Blödsinn, wie man sieht.
Kaepernick hat seine Defizite, die auch völlig normal sind, bei einem Spieler, der gerade erst 16 Regular Season Games als Starter hinter sich gebracht hat. Wenn man ihn dann der Defense derartig ausliefert, braucht man sich nicht wundern, wenn er richtig mies aussieht.
Zitat von: zugschef am Do, 14. Nov. ’13, 13:06
Mit dem Vorhaben der Gegner Boldin aus dem Spiel zu nehmen, wird die unerfahrene und schlecht vorbereitete Gruppe der Receiver in Verantwortung genommen, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Leider haben die Nebenrollen der 49ers (die Quinton Patton, Jon Baldwin und den kürzlich entlassenen Kyle Williams inkludierten) es in den schwierigen Spielen nicht konsequent geschafft sich durchzusetzen. Wenn man den Faktor, dass Davis in den drei Niederlagen signifikante Spielzeit auf Grund einer Zerrung und einer Gehirnerschütterung verpasste, und ist der Existenzkampf der Passing Offense alles andere als überraschend.
Das ist für mich neben der an die Read Option / Running Quarterback angepassten Spielweise der Defenses der kritischste Punkt. Davis ist angeschlagen oder fällt ganz aus, und die 49ers Offense ist tot.
Richtig: erste Schuld bei den Coaches.
Aber auch die Execution war in wichtigen Downs nicht immer perfekt - und da muss von einem Superbowl-Anwärter mehr kommen.
Dies schließt auch die QB-Position ein (nicht nur!). Da wurde uns Colin als die Lösung verkauft. Hat sich leider in dieser Saison aber noch nicht bewahrheitet, da auch er dazu beiträgt, dass es in er Offense nicht rund läuft.
Dies gestehe ich ihm persönlich mit gerade einmal 16 Starts auch zu (!) - mit dem Ziel vor Augen, weshalb der QB-Wechsel vollzogen wurde, erhoff(t)e ich mir aber einfach mehr.
Wovon ich mir aber nicht mehr erhoffen konnte ;), ist Dein Bericht - very good Job :thumbup:
Ich denke, JH ist ja kein Betonklotz, sondern tüfftelt bereits an einer neuen Strategie. Er merkt ja auch, das es so nicht funktioniert und wird etwas ändern. Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 14. Nov. ’13, 15:31
Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.
Im Bezug auf das Personal ja, im Bezug auf das Playcalling? Nicht wirklich...
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 14. Nov. ’13, 15:31
Ich denke, JH ist ja kein Betonklotz, sondern tüfftelt bereits an einer neuen Strategie. Er merkt ja auch, das es so nicht funktioniert und wird etwas ändern. Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.
Genau. In Harbaugh we trust !
Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 14. Nov. ’13, 15:31
Ich denke, JH ist ja kein Betonklotz, sondern tüfftelt bereits an einer neuen Strategie. Er merkt ja auch, das es so nicht funktioniert und wird etwas ändern. Das hat er ja nun auch mittlerweile bewiesen, dass er sich nicht vor Anpassungen/Veränderungen scheut.
Daran sollte er eigentlich schon seit dem Seahawks Spiel tüfteln.... Bisher Fehlanzeige ;)
gegen die "Outside Technique" sollte doch ein Slant perfekt funktionieren...
ins offene messer laufen lassen? welcher HC würde das mit seinem einzig vernünftigen QB denn tun?
könnte es nicht viel eher sein, dass die blockzuordnung nicht stimmt bzw. die blocks von o-line, te und fb nicht richtig wirkung zeigen? danach siehts für mich eher aus.
Zitat von: Duke am Do, 14. Nov. ’13, 15:55
könnte es nicht viel eher sein, dass die blockzuordnung nicht stimmt bzw. die blocks von o-line, te und fb nicht richtig wirkung zeigen? danach siehts für mich eher aus.
Wenn das Blocking nicht funktioniert und man als Coach nichts dagegen tut -- das Problem wurde ja bereits in der zweiten Woche in Seattle ersichtlich --, lässt man den Quarterback dann nicht ins offene Messer laufen?
Zitat von: buche67 am Do, 14. Nov. ’13, 15:50
gegen die "Outside Technique" sollte doch ein Slant perfekt funktionieren...
Dass dem so ist, hat man auch gegen die Panthers bei dem 3rd & 11 Play von der eigenen Goalline gesehen.
Zitat von: zugschef am Do, 14. Nov. ’13, 17:11
Zitat von: Duke am Do, 14. Nov. ’13, 15:55
könnte es nicht viel eher sein, dass die blockzuordnung nicht stimmt bzw. die blocks von o-line, te und fb nicht richtig wirkung zeigen? danach siehts für mich eher aus.
Wenn das Blocking nicht funktioniert und man als Coach nichts dagegen tut -- das Problem wurde ja bereits in der zweiten Woche in Seattle ersichtlich --, lässt man den Quarterback dann nicht ins offene Messer laufen?
was soll er tun? selbst blocken geht ja schlecht. und das er die betreffenden spieler darauf hinweist, dessen bin ich mir sicher. als hinterfragen wir doch lieber mal das können und den willen der blocker bzw. diskutieren über das blockschema der 49ers-offensive line. da sehe ich den ersten ansatz, wo etwas verbessert werden sollte.
Zitat von: Duke am Do, 14. Nov. ’13, 17:16
was soll er tun? selbst blocken geht ja schlecht. und das er die betreffenden spieler darauf hinweist, dessen bin ich mir sicher. als hinterfragen wir doch lieber mal das können und den willen der blocker bzw. diskutieren über das blockschema der 49ers-offensive line. da sehe ich den ersten ansatz, wo etwas verbessert werden sollte.
Naja, ich sehe es durchaus richtig, was Buche da anmerkt, nämlich dass es durchaus Passrouten bzw. -plays gibt, die genau diese Art der Defense kontern. Wenn man an der LoS nicht stark genug ist, dann ist man nicht stark genug, aber dann kann man immer noch versuchen die Schwächen (und die gibt es immer) so einer Defense auszunutzen.
Weitere Frage: du könntest reagieren, aber es ist zu früh, da der neue Plan sonst zu den Playoffs sicher wieder entschlüsselt ist, was tun?
wenn die 49ers Coaches wissen wie man CK und die Offense einbremst, dann müssen die doch wiederum darauf reagieren können. Wir haben ja nicht zum ersten Mal gesagt, dass das Coaching oft schlecht war. Die Plays müssen einfach besser gecallt werden, die Coaches müssen sich besser auf die Taktiken der Defenses einstellen. Ein solider QB wie A.Smith würde uns jetzt sicher besser stehen.
Zitat von: Candlestick am Do, 14. Nov. ’13, 18:39
Weitere Frage: du könntest reagieren, aber es ist zu früh, da der neue Plan sonst zu den Playoffs sicher wieder entschlüsselt ist, was tun?
Dazu muß man aber auch erst ma in die PO`s kommen. >:(
Klasse Artikel! Danke!
ICh meine auch dass das Problem in erster Linie der OC ist. Und ausserdem, wie schon beschrieben fehlen WR die gefährlich sind. Wenn Boldin oder Davis gedeckt sind ist niemand da, der sich noch freilaufen kann. CK ist gezwungen den Ball länger zu halten und das bei Einer O-Line die collapst.
Zitat von: Saalefreund am Do, 14. Nov. ’13, 18:54
wenn die 49ers Coaches wissen wie man CK und die Offense einbremst, dann müssen die doch wiederum darauf reagieren können. Wir haben ja nicht zum ersten Mal gesagt, dass das Coaching oft schlecht war. Die Plays müssen einfach besser gecallt werden, die Coaches müssen sich besser auf die Taktiken der Defenses einstellen. Ein solider QB wie A.Smith würde uns jetzt sicher besser stehen.
Und wieder Alex Smith ::)
Ich bezweifle, dass es mit ihm wirklich besser laufen würde.
Denn die gegnerischen Defenses würden sich dann einfach auf das einstellen, was mit Alex Smith gespielt werden würde.
Damit kamen die 49ers 1,5 Saison unter Harbaugh recht gut zurecht ;)
Zitat von: frontmode am Do, 14. Nov. ’13, 20:54
Damit kamen die 49ers 1,5 Saison unter Harbaugh recht gut zurecht ;)
Ja - aber würden die 49ers bzw Alex Smith mit dem aktuellen Receiving Corps und der O-Line und der harten Schedule, die wir bisher hatten, besser dastehen als 6-3?
Würde diese Offense dann gegen richtig gute Defenses so viel mehr ausrichten?
Zweifel kommen auf ... zumindest bei einem unbedarften 49ers-Fan wie mir.
Und nachvollziehen kann es ja keiner. Ausser vielleicht bei Madden ;D
Zitat von: frontmode am Do, 14. Nov. ’13, 20:54
Damit kamen die 49ers 1,5 Saison unter Harbaugh recht gut zurecht ;)
Wir stehen auch momentan 6-3 ;). Gut zurecht kommen wir im Moment auch...
Zitat von: Leech am Do, 14. Nov. ’13, 20:49
Zitat von: Saalefreund am Do, 14. Nov. ’13, 18:54
wenn die 49ers Coaches wissen wie man CK und die Offense einbremst, dann müssen die doch wiederum darauf reagieren können. Wir haben ja nicht zum ersten Mal gesagt, dass das Coaching oft schlecht war. Die Plays müssen einfach besser gecallt werden, die Coaches müssen sich besser auf die Taktiken der Defenses einstellen. Ein solider QB wie A.Smith würde uns jetzt sicher besser stehen.
Und wieder Alex Smith ::)
Ich bezweifle, dass es mit ihm wirklich besser laufen würde.
Denn die gegnerischen Defenses würden sich dann einfach auf das einstellen, was mit Alex Smith gespielt werden würde.
ich glaube nur, dass A.Smith Fehler minimieren würde. Sichere Pässe und wenn es eben nicht geht ins Aus. Er hat mehr Erfahrung und ist meiner Meinung nach ruhigér. Das heißt jetzt nicht, dass ich Smith Fan bin, ich denke einfach er würde gerade besser mit der Situation bei den 9ers besser umgehen.
Warum hat eigentlich noch keiner Russell Wilson entschlüsselt? Obwohl zur Zeit stehen ja die solid Pocket Passer besser da...Manning, Smith, Brees.
Super gemacht!!!ECHT ein dickes LOB!!!! :laola:
Zitat von: Saalefreund am Fr, 15. Nov. ’13, 00:42
Warum hat eigentlich noch keiner Russell Wilson entschlüsselt?
Weil der Junge einfach zu flink ist. Die Gegner schaffen es ja meistens schon, ihm eigentlich die Möglichkeiten zu nehmen und es kommt zu einem "broken Play". Aber dann fühlt er sich ja erst so richtig wohl, wuselt dahinten so lange rum, bis einer frei ist oder läuft selbst wieder Hase durch die gegnerischen Reihen. Das hat was von "Packen"spielen. Vielleicht versucht es ja mal jemand mit einem wieselflinken Linebacker.
Eins muss man Wilson leider lassen: seine Instinkte sind überragend.
Ein riesen Ding der Artikel, da steckt Arbeit und Wissen drin! Echt suuuuuuper!
CK hat in meinen Augen das Problem bei den tiefen Routen die RB zu vergessen! Dann müsste er nicht für -1 Yard laufen, sondern könnte mit dem Play 3-4 Yards machen (sieht man auch schön beim Beispielbild gegen die Colts) damit könntest du die Verteidigung zwingen mehr Platz über die Mitte zu machen.
Diese Bälle konnte Alex sehr gut spielen, ihm fehlte halt der starke Arm um permanent eine tiefe Bedrohung darzustellen.
Die Coaches müssen da bei Kaep ansetzen um seine Vision zu vergrößern.
Zudem wäre es wahrscheinlich hilfreich bei der Read Option einen kurzen Passempfänger anzubieten der hinter dem Point of Attacke eine Option bietet um wenigstens einen kurzen Raumgewinn zu erzielen bzw. einen Verteidiger zu binden. Oft sieht es für mich so aus, als ob unsere WR bei den Read Plays permanent aufs blocken fixiert sind und es den Verteidigern dadurch einfacher machen zu lesen was kommt....
Zitat von: zugschef am Do, 14. Nov. ’13, 13:06
(http://static.nfl.com/static/content/public/photo/2013/11/13/0ap2000000281256.jpg?01AD=3ftzGUeKN4CV1J9GpmTBcLtd3Ok2u-uhapzHH9X4DfI9fO3Gi2lA_pg&01RI=A028CD3BBE56CD9&01NA=na)
DANKE auch noch von mir, für den tollen Artikel !
Dieses Bild ist ein Paradebeispiel für Landesliga: Hier als audible ein Trap right und der Tag ist dein Freund!
Zitat von: snoopy am Fr, 15. Nov. ’13, 13:02
Dieses Bild ist ein Paradebeispiel für Landesliga: Hier als audible ein Trap right und der Tag ist dein Freund!
Und warum kommt Holzkopf Eric Mangini nicht auf sowas?! Lässt sich Roman mit Lispel-Eric nicht auf eine Diskussion ein, oder schlägt er alle Inputs von Eric einfach in den Wind?! Lässt man sich einfach auscoachen wie zu Zeiten von Singlebraincell?
Zitat von: beattheheat am Fr, 15. Nov. ’13, 13:12
Zitat von: snoopy am Fr, 15. Nov. ’13, 13:02
Dieses Bild ist ein Paradebeispiel für Landesliga: Hier als audible ein Trap right und der Tag ist dein Freund!
Und warum kommt Holzkopf Eric Mangini nicht auf sowas?! Lässt sich Roman mit Lispel-Eric nicht auf eine Diskussion ein, oder schlägt er alle Inputs von Eric einfach in den Wind?! Lässt man sich einfach auscoachen wie zu Zeiten von Singlebraincell?
Interessante Frage.
Harbaugh müsste ja nur hingehen und sagen 'Eric, wenn sich Deine Defense so gegen uns positioniert, wovor hättest Du am meisten Angst?'
Vermutlich macht Mangini aber gar nichts und das war nur eine PR-Aktion, damit der Gute nicht "arbeitssuchend" in seinem CV stehen hat ::)
Warum die Coaches da nicht drauf kommen? Nicht deren Aufgabe.
Da liegt es alleine an Colin K. dass er das "Loch" in der Defense sieht und das Play ändert, die Coaches können da garnichts mehr machen.
Hier sieht man es meiner Meinung nach recht gut, dass es durchaus One-Read Plays sind und Kaepernick gar nicht angewiesen ist, eine Reading Progression durchzugehen:
(https://lh6.googleusercontent.com/g-TLv3kO7_EDHycXfGY4CpfaV9M0xJIzaycYJ0NS4DY=w369-h207-p-no)
Die Niners spielen größtenteils eine College Offense, scheint's. Alle Receiver außer Davis sind bloß Decoys, um Davis freizukriegen. Die Panthers, Colts und Seahawks, also die einzig guten Defenses gegen die die 49ers heuer gespielt haben, haben das geschnallt und identifizieren den designierten Receiver in den ersten zwei Sekunden des Plays. Ist auch nicht sonderlich schwer, weil es im Prinzip nur Boldin und Davis sind, die den Ball bekommen.
Das ist auch genau der Grund warum Alex Smith mit Harbaugh und Roman plötzlich so viel besser aussah. Erinnert Euch. Einer der größten Kritikpunkte an Smith war es ebenfalls, dass er seine Ziele niederstarrt oder auf einem kleben bleibt, und dass er mögliche Plays auslässt, weil er den freien Receiver einfach nicht sieht. Das Problem haben Harbaugh und Roman mit dieser Offense eliminiert. Die meiste Zeit muss der Quarterback nur einen Pre-Snap Read machen und sobald das Play gestartet ist, kriegt der vorgemerkte Receiver entweder den Ball oder es gibt eine Incompletion oder einen Sack.*
Wenn die Defense normal verteidigt, also alle Optionen des Quarterbacks zu decken versucht, ist das enorm schwer zu stoppen. Aber diese Offense ist jetzt endgültig entschlüsselt. Gute Teams fallen nicht mehr darauf herein. Sie verteidigen genau die eine Option und das Play scheitert.
*[edit] In den Situationen, in denen die Offense punkten muss, kann man keinen Sack einstecken oder den Ball wegwerfen und es passieren die Interceptions. Fast alle Interceptions sind in Folge dessen passiert, dass die Offense scoren musste.
Die Defensive Coaches wissen mittlerweile wie man Colin Kaepernick schon vor dem Snap durcheinander bringt. Er liest den Blitz schlecht und trifft dann zu oft die falschen Entscheidungen. Gegen Carolina hatte ein paar Mal völlig freie Receiver, die er entweder nicht gesehen hat oder wo er in die Doppeldeckung warf. Kaepernick ist verunsichert und spielt schlecht. Für einen unerfahrenen QB ist das leider nicht so ungewöhnlich. Das Video zeigt einige Szenen aus dem Carolina Spiel und ich gebe hier den Analysen einfach recht:
http://www.nfl.com/videos/nfl-network-playbook/0ap2000000282009/Playbook-49ers-vs-Saints
Dazu kommt das Problem mit den Receivern, die sich zu selten frei laufen können und denen Kaepernick nicht vertraut. Und dann hat die OLine auch noch Probleme mit dem Passblock. Und schon geht in der Offense gar nichts mehr. Im Moment spielen einfach fast alle in der Offense unter ihren Möglichkeiten und das muss man schnell in den Griff bekommen wenn man überhaupt in die Playoffs kommen will.
Zitat von: Plummer50 am Sa, 16. Nov. ’13, 08:11
Im Moment spielen einfach fast alle in der Offense unter ihren Möglichkeiten und das muss man schnell in den Griff bekommen wenn man überhaupt in die Playoffs kommen will.
Also das les ich jetzt immer öfter, aber man sollte hier mal die Kirche im Dorf lassen. Die Niners verlieren gegen die starken Defenses. Ja. Aber sie spielen noch gegen Tampa Bay, die Falcons, Redskins und St. Louis. Und wie gesagt, ein 9-7 reicht vermutlich für die Playoffs, weil die NFC East einen Sieger ohne winning Record haben könnte, und in der North die Packers Scott Tolzien starten, und die angeschlagene Bears Secondary nun ohne Tillman auskommen muss. Zudem ist Briggs immer noch out und Cutler könnte ebenfalls ein Problem werden. Jedenfalls glaub ich nicht, dass eines dieser beiden Teams über 9-7 hinauskommt und die Niners haben gegen beide den Tie-Breaker.
9-7 wird nicht reichen. Carolina steht jetzt schon bei 6-3 und die haben den Tie Breaker gegen die 49ers. Packers, Bears und Cardinals sind alle nur ein Spiel dahinter. Im Fall einer Niederlage gegen die Saints werden die 49ers wahrscheinlich nicht mehr auf einem Playoff Platz stehen. Das Team wäre in einer Krise. Und man kann nicht wissen wie das Team dann reagiert. Das Spiel gegen die Saints wird schon die Richtung zeigen in die diese Saison laufen wird.
Bei dem Play gegen Carolina sieht man allerdings auch ganz klar, daß andere Möglichkeiten da sind ! Vor oder bei seinem Paß sind 2 - für ihn sichtbare - Spieler in der Endzone frei, wenn mir jetzt bitte noch wer erklärt, warum er die nicht sehen darf bzw warum er nicht dazu angehalten wird seine reads durchzugehen !
Das wäre ein sicherer TD gewesen, auch in genau dieser Situation !
Eine leise Hoffnung keimt in mir aber gerade deshalb schon auf, denn wenn sie D# davon ausgehen unsere O# entschlüsselt zu haben, dann ist die Überraschung umso größer, wenn genau diese Plays gemacht werden !
Zitat von: zugschef am Fr, 15. Nov. ’13, 21:57...
Interessante These, würde aber auch bedeuten, dass die Coaches Kaep an der Improvisationtsfront Null zutrauen.
Würde mir absolut nicht gefallen, wenn das wirklich so extrem eng durchgezogen würde. Man wirft damit zu sehr die Chance weg Plays zu retten.
Das mag für einen limitierten QB dennoch auch sinnvoll sein, einen limitierten Kaep will aber keiner ;-)
Und lernen tut man nur durch umsetzen. Nimmt man einem jungen QB die Freiheit zu entscheiden vollkommen weg, dann wird man auch nie einen QB entwickeln, der irgendwann fähig ist auf dem Feld richtige Entscheidungen zu treffen.
Schon im letzten Jahr gab es viele Stimmen die sagten, dass Kaepernick ein "One Read und Run" QB ist. Die Coaches haben die Offense für ihn vereinfacht. Nach dem ersten Spiel hatte man die Hoffnung das sich das geändert hat. Mittlerweile zeigt sich immer mehr das die Kritiker damit schon teilweise recht haben. Und die Aussagen von Roman in den Pressekonferenzen deuten es auch an.
Die Coaches wollen wahrscheinlich schon etwas anderes, aber Kaepernick kann es aktuell noch nicht umsetzen. Deshalb versuchen sie ihn mit dem Play Calling zu schützen und ihm das Leben einfach zu machen. Gegen gute Gegner ist man dann aber damit zu limitiert. Ich denke auch das man Kaepernick von der Leine lassen sollte. Vielleicht gibt es dann von ihm ganz schlechte Spiele mit vielen Interceptions. Aber wie und wann soll er es sonst lernen?
Zitat von: Plummer50 am Sa, 16. Nov. ’13, 10:43
Im Fall einer Niederlage gegen die Saints werden die 49ers wahrscheinlich nicht mehr auf einem Playoff Platz stehen.
Im Falle einer Niederlage stehen die Niners als zweites Wild Card Team nach wie vor in den Playoffs, selbst wenn besagte Teams alle gewinnen, weil sie die Tiebreaker gegen Packers, Bears und Cards haben.
mir hat folgende These gefallen:
Zitat
The numbers bear this out. When Davis has been on the field for the entire game, the 49ers are 6-0. When he's been injured, the 49ers are 0-3. When Davis has been on the the field for the entire game, Kaepernick has thrown 9 TDs. When he's been injured, Kap's TD total is a staggering 0. That's right kids...0.
Here is the total stat line for Kaepernick through the air when Davis is healthy: 87 of 143 (61%), 1307 yards (9.14 yards per attempt) and 9 TDs. When Davis is injured, Kap is 37 of 77 (48%), 368 yards (4.78 yards per attempt) and 0 TDs. What does this indicate? That's easy...it indicates that when Davis is out or limited, opposing defenses pack the box, bring extra heat, pin their ears back and dare the 49ers to beat them with anyone else through the air. As you might have guessed, they can't. So when the 49ers went to the air in the 2nd half, the results were predictably nightmarish.
That leaves the run (doesn't it always?) and after halftime, Frank Gore (who was averaging over 5 yards per carry) got exactly 4 carries. Essentially, after the 49ers lost their best aerial option, they failed to lean on their very successful rushing attack...and it cost them the game.
aus:
http://www.49erswebzone.com/commentary/1201-further-review-happened-change-forward-awaits-49ers-playoffs/ (http://www.49erswebzone.com/commentary/1201-further-review-happened-change-forward-awaits-49ers-playoffs/)
Generell erst einmal herzlichen Dank für diese hervorragende Analyse. Das hat sicherlich viel Arbeit gemacht, sich aber definitiv als Beitrag gelohnt. Allein dafür liebe ich diese Community :huddle:
Zitat von: buche67 am Sa, 16. Nov. ’13, 17:33
mir hat folgende These gefallen:
Das ist noch nichtmal mehr eine These, das ist statistisches Faktum. Ohne Vernon Davis ist die Offense der 49ers tot, weil niemand außer er die Defense so schnell auseinanderziehen kann, dass der zusätzliche Druck auf Kaepernick nicht Wirkung zeigen würde, oder dass der fehlende zweite Safety nicht egal wäre.
Ohne Davis können die 49ers nicht tief gehen und sind in dem alten Problem, dass die Defense die Box vollstellt. Dann ist man so stur und versucht es erst recht mit dem Pass, weil man gegen eine volle Box ja gut Passen kann. Nur ist dem halt leider offensichtlich nicht so. Dafür ist Kaepernick entweder noch nicht abgeklärt genug oder man vertraut ihm nicht genug. Jedenfalls müssen sich die Coaches was einfallen lassen.
Zitat von: zugschef am Sa, 16. Nov. ’13, 23:40
Ohne Davis können die 49ers nicht tief gehen und sind in dem alten Problem, dass die Defense die Box vollstellt. Dann ist man so stur und versucht es erst recht mit dem Pass, weil man gegen eine volle Box ja gut Passen kann. Nur ist dem halt leider offensichtlich nicht so. Dafür ist Kaepernick entweder noch nicht abgeklärt genug oder man vertraut ihm nicht genug. Jedenfalls müssen sich die Coaches was einfallen lassen.
..und das ist es, was mich daran so ärgert. Im Moment sieht es so aus, als wenn die falschen Schlüsse aus den Möglichkeiten gezogen wurden, die sich aus der Entscheidung für den extrem athletischen Kaepernick ergeben.
Es wurde schlichtweg versäumt, sich "was einfallen zu lassen", dass ideenreichen ist als
wir schlagen den Gegner mit dem tiefen Pass.