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Commentary: ESPN Stephen A. Smith: Verrat an der eigenen Sache

Begonnen von Fritzini, Do, 10. Nov. ’16, 00:35

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Fritzini

ESPN-Analytiker Stephen A. Smith machte am Mittwoch klar, dass er kein Fan von Colin Kaepernicks Entscheidung war, bei den Präsidentschaftswahlen nicht zu stimmen.
Während der Mittwochs-Episode von First Take nannte er Kaepernick "absolut schändlich".

Kaepernick, der in der Vergangenheit Verachtung, für für beide, Donald Trump und Hillary Clinton, geäußert hatte, informierte Reporter am Dienstag über seine Entscheidung nicht zu wählen.
Smith sagte, indem er nicht wählen gehe verriet Kaepernick die Haltung gegenüber den sozialen Problemen, die er seit Beginn seines Protests gegen die Nationalhymne im August einnahm.

"Er hat seine Sache absolut verraten", sagte Smith. "Soweit es mich betrifft, ist Colin Kaepernick absolut irrelevant, ich will ihn nicht mehr sehen, ich will nichts mehr von ihm hören, ich will kein verdammtes Wort über alles hören, was er hat zu sagen, über unsere Nation, die Fragen die wir haben, rassistische Ungerechtigkeiten, die Notwendigkeit der Veränderung, etc. etc.
Soweit es mich betrifft ist er nur ein verdammter Heuchler. Ich interessiere mich nicht mehr für ein einzelnes verdammtes Wort, das er zu sagen hat und ganz ehrlich, ich hoffe er geht weg, er hat Glück jetzt überhaupt in der Liga zu sein. "

Smith fuhr fort, Kaepernicks Weigerung zu wählen, sei "absolut beschämend".

"Ausgerechnet er, wegen der Haltung die er einnahm, wegen der Aufmerksamkeit die er auf die Angelegenheit lenkte, die Tatsache dass nicht einmal er den Hintern hoch bekam und den Anstand besaß zur Wahl zu gehen ist eine verdammte Schande", sagte Smith.
"Ich will kein Wort mehr von Colin Kaepernick hören, es ist schlicht Zeitverschwendung."

Kaepernick war laut San Jose Mercury News nicht allein, unter den 49ers Spielern, in der Entscheidung nicht wählen zu gehen.
Viele andere, nicht genannte 49ers Spieler, schienen aus verschiedenen Gründen ebenfalls nicht zu beabsichtigen zur Wahl zu gehen, darunter ein Spieler der sagte, er sei "zu schlau" zum wählen während andere anscheinend nicht wussten wo sie abstimmen könnten oder ob Dienstag wirklich der letzte Tag war an dem man abstimmen kann.
Laut dem politischen Strategen auf Twitter, Ethan Spibey, stimmten 46,9 Prozent der registrierten Wähler in der Wahl am Dienstag.

Quellen: SFO 247 Sports.com, ESPN Analytiker Stephen A. Smith
"Sleep, Surf, Eat, Surf, Repeat"

49erflo

Stephen A. ist einer der peinlichsten "Journalisten" des Planeten.
Establish the Pass.

ronsen

Das hat ein Journalist gesagt bzw. geschrieben? Das klingt wie ein Facebookeintrag von einem 12 jährigen. Peinlich!

jetto

Peinlich triffts ganz gut, danke trotzdem fürs übersetzen Fritzini.

Diabolo

Auch wenn ich die Wortwahl etwas befremdlich finde ist der Kern der Aussage für mich absolut nachvollziehbar.
BREAKING NEWS: In Schenefeld fällt gerade eine Schaufel um.

Runner-King

Auch nicht wählen zu gehen ist aktive Teilnahme an der Demokratie. Deshalb verstehe ich die Aufregung nicht.

vorschi

Unnötiger Kommentar. Und soetwas schimpft sich Journalist. Man kann ja der Meinung sein dass jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch machen sollte, aber das kann man auch anders ausdrücken. Kaepernick hier zu schimpfen und persönlich anzugreifen ist absolut unangebracht.

Andy49ers

Wählen zu gehen nur weil man es kann und nicht aus Überzeugung ist genauso Schei.....
Aber da haben wir es wieder Hauptsache gegen CK was hetzen.
NFL: 49ers
MLB: SF Giants
NBA: Dallas Mavericks
College: Notre Dame Figthing Irish
Bundesliga: Borussia Mönchengladbach

The Leprechaun

Ich lösche mal meinen älteren Beitrag und stelle stattdessen folgende Frage:

Warum "prahlen" die Leute überhaupt damit, dass sie nicht wählen gegangen sind?

Irgendwie verstehe ich das nicht. Es scheint eine Art Mode zu sein, dass man der Meinung wäre Nichtwählen wäre irgendwie cool und man müsste dies der ganzen Welt mitteilen.
Natürlich gehört auch dieses ständige Mitteilungsbedürfnis zu einer Demokratie aber verstehen muss ich das trotzdem nicht.
Kaepernick hätte einfach sagen sollen das es seine Sache mit der Wahl ist und mehr nicht. Schon hätten wir diesen Artikel nicht.  ;)


NFL:       49ers
1.BL:      1. FC Köln
P. League: Everton FC 
College:   ND Fighting Irish
MLB:       Cleveland Indians
NHL:       Anaheim Ducks



NIL SATIS NISI OPTIMUM

snoopy

Das ist wohl wahr.
Dieses Mitteilungsbedürfnis sieht man ja überall. Internet und TV müssen ja auch Nachteile haben.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

IamNINER

Man darf sicher die Frage stellen: Ist nicht wählen der passende Weg, wenn man soziale Probleme anprangert?

Klar es steht jedem frei zu wählen oder nicht. Und es ist auch möglich, dass man zur Entscheidung kommt, dass keiner der Kandidaten für einem persönlich wählbar ist und man dadurch nicht zur Wahl geht.

Ich verstehe aber etwas die Kritik - auch wenn sie natürlich ziemlich unqualifiziert formuliert wird - dass jemand, der sich protestierend (und daher politisch) in die Öffentlichkeit stellt, dann an Prozessen, welche diese Situation verändern könnten, nicht teilnimmt, schwer zu verstehen ist.

Jede Stimme hat kein Gewicht und zählt dennoch.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

MyQuestFor32: 49ers, Lions, Patriots, Eagles, Seahawks, Rams, Jets, Raiders, Panthers, Cardinals, Broncos, Jaguars, Packers, Chargers, Titans

frontmode

Zitat von: IamNINER am Do, 10. Nov. ’16, 09:14
Klar es steht jedem frei zu wählen oder nicht. Und es ist auch möglich, dass man zur Entscheidung kommt, dass keiner der Kandidaten für einem persönlich wählbar ist und man dadurch nicht zur Wahl geht.

Mal abgesehen davon, dass es ja nicht nur zwei Kandidaten gab, wurde ja nicht nur der Präsident gewählt. In Kalifornien war darüber hinaus noch 1 Senatsposten offen, es wurden 53 House sitze vergeben und man konnte über 2 landesweite Propositions abstimmen. Dazu ist es denkbar, dass es in seinem Wahlkreis noch weitere Abstimmungen gab.
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

Supertommy

Ich bin ja nicht so ein Freund von Fritzini und seinen Schüssen gegen Kaepernick, aber diesmal denke ich das der Artikel den Kern trifft !

Jetzt zu sagen, Nichtwählen ist auch eine Form der Wahl, ist doch Schwachsinn. Menschen setzen in Ländern ihr Leben aufs Spiel um wählen zu dürfen.

Was soll ich denn als halbwegs denkender Österreicher zu unserer Bundespräsidenten Wahl sagen, auf der einen Seite ein bhinderter Nationaler, auf der anderen Seite ein seniler Grüner ! Was soll man da wählen ? Da wählt man halt das geringere Übel !

Man kann ja über Clinton sagen was man will, dass sie in kleinen Skandalen verwickelt ist keine Frage, aber das nicht doch etwas auf Minderheiten schaut ist unbestritten und wenn dann ein anderer Kandidat sagt, er wird dafür sorgen das alle Muslime das Land verlassen müssen, dann würde ich als Colin Kaepernick, der mit einer Muslime liiert ist, mittels meiner Stimme diesen Menschen daran hindern wollen das er an die Macht kommt.

Mir geht es nicht um pro oder Contra Trump, nur für die Werte für die sich Colin einsetzt muss er ein Zeichen gegen Trump setzen.

Sollte Donald sein Vorhaben durchsetzen, viel Spass Colin !
Wien, Wien nur du allein kannst meine Heimat sein

reagan - The Left Hand

Ich stimme Smith absolut zu. Wer einen auf großen Vorkämpfer macht und dann zu Hause bleibt, der soll mal bitte erklären, wie er dann Veränderungen herbeiführen will oder ist allein der Protest und die mediale Aufmerksamkeit das Ziel?

Martin schreibt völlig korrekt, dass es eben nicht nur um Trump und Clinton ging. Demokratie lebt nur vom Mittun, sonst geht sie zu Grunde.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

stig49

Was interessiert mich die Privatmeinung eines Sportfuzzis zu einem Nicht-Sport-Thema? Warum bläst er die überhaupt raus, und was hat die dann hier zu suchen, führt nur wieder zur ewigen Wiederholung derselben Positionen hier im Board.

In der USA besteht keine Wahlpflicht, also was will der ESPNler eigentlich? Das kann man so sehen, oder anders, Tatsache ist, dass es ihn ebensowenig etwas angeht wie mich die Frage, ob Stephen A. Smith beim Wählen war.

reagan - The Left Hand

Das ist wie bei den Lombardis. Wer seine Ehe öffentlich zelebriert, der muss eben auch damit leben, dass die Trennung auch öffentlich von Interesse ist.

Und da Kaep seine politischen Ansichten über die 49ers auf die öffentliche Bühne gezerrt hat, interessiert natürlich die Öffentlichkeit auch, wenn er das Recht zur Mitgestaltung sausen lässt.

Ansonsten bin ich voll bei dir. Eigentlich ist das alles Privatsache.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

MaybeDavis

Zitat von: IamNINER am Do, 10. Nov. ’16, 09:14
Man darf sicher die Frage stellen: Ist nicht wählen der passende Weg, wenn man soziale Probleme anprangert?

Klar es steht jedem frei zu wählen oder nicht. Und es ist auch möglich, dass man zur Entscheidung kommt, dass keiner der Kandidaten für einem persönlich wählbar ist und man dadurch nicht zur Wahl geht.

Ich verstehe aber etwas die Kritik - auch wenn sie natürlich ziemlich unqualifiziert formuliert wird - dass jemand, der sich protestierend (und daher politisch) in die Öffentlichkeit stellt, dann an Prozessen, welche diese Situation verändern könnten, nicht teilnimmt, schwer zu verstehen ist.

Jede Stimme hat kein Gewicht und zählt dennoch.
Du beantwortest dir die Frage doch schon selbst.

Bei diesen beiden Kandidaten, ist die Entscheidung nicht wählen zu gehen, absolut nachvollziehbar in meinen Augen, egal ob man sich politisch engagiert oder nicht.

Das einzige was mich immer ein wenig stört, ist die Tatsache, das es zwei Kandidaten gibt die keiner wählen will, aber das sich die Leute nicht einfach mal "verbünden" und einen der anderen Kandidaten wählen. Johnson und Stein waren ja auch noch da. Die kommen anscheinend gar nicht auf diese Idee...

Und hier nochmal, einfach weil es so schön ist, George Carlin zum Thema "wählen gehen"  8) (ab Minute 2:00, aber der Rest is auch Klasse)(mein absoluter Lieblings-Komiker):
https://www.youtube.com/watch?v=xIraCchPDhk
NFL Teams live: 49ers (2x London / 1x Indianapolis), Patriots, Buccaneers (2x), Dolphins, Giants, Jaguars, Broncos, Bears,  Colts,

"Can you SMEEEELLLL what the Niners are cookin'" George Kittle

MaybeDavis

Zitat von: Supertommy am Do, 10. Nov. ’16, 09:56
Ich bin ja nicht so ein Freund von Fritzini und seinen Schüssen gegen Kaepernick, aber diesmal denke ich das der Artikel den Kern trifft !

Jetzt zu sagen, Nichtwählen ist auch eine Form der Wahl, ist doch Schwachsinn. Menschen setzen in Ländern ihr Leben aufs Spiel um wählen zu dürfen.

Was soll ich denn als halbwegs denkender Österreicher zu unserer Bundespräsidenten Wahl sagen, auf der einen Seite ein bhinderter Nationaler, auf der anderen Seite ein seniler Grüner ! Was soll man da wählen ? Da wählt man halt das geringere Übel !

Man kann ja über Clinton sagen was man will, dass sie in kleinen Skandalen verwickelt ist keine Frage, aber das nicht doch etwas auf Minderheiten schaut ist unbestritten und wenn dann ein anderer Kandidat sagt, er wird dafür sorgen das alle Muslime das Land verlassen müssen, dann würde ich als Colin Kaepernick, der mit einer Muslime liiert ist, mittels meiner Stimme diesen Menschen daran hindern wollen das er an die Macht kommt.

Mir geht es nicht um pro oder Contra Trump, nur für die Werte für die sich Colin einsetzt muss er ein Zeichen gegen Trump setzen.

Sollte Donald sein Vorhaben durchsetzen, viel Spass Colin !
Der eine will keine Muslime im Land, die andere bombadiert muslimische Länder in die Steinzeit. Wen von beiden soll denn Colin da wählen nach deiner Logik?
NFL Teams live: 49ers (2x London / 1x Indianapolis), Patriots, Buccaneers (2x), Dolphins, Giants, Jaguars, Broncos, Bears,  Colts,

"Can you SMEEEELLLL what the Niners are cookin'" George Kittle

MaybeDavis

Zitat von: reagan - The Left Hand am Do, 10. Nov. ’16, 14:23
Ich stimme Smith absolut zu. Wer einen auf großen Vorkämpfer macht und dann zu Hause bleibt, der soll mal bitte erklären, wie er dann Veränderungen herbeiführen will oder ist allein der Protest und die mediale Aufmerksamkeit das Ziel?

Martin schreibt völlig korrekt, dass es eben nicht nur um Trump und Clinton ging. Demokratie lebt nur vom Mittun, sonst geht sie zu Grunde.
Demokratie bedeutet aber nicht alle 4 jahre zu Wahl zu gehen und sich dann im Sessel zurückzulehnen und zuzuschauen wie sich dann doch nichts ändert und alles immer schlimmer wird.
Wahlen verändern nicht ein Land. Die Menschen müssen ihr eigenes denken und handeln ändern, dann ändern sich auch politische Kandidaten und die Politik.
NFL Teams live: 49ers (2x London / 1x Indianapolis), Patriots, Buccaneers (2x), Dolphins, Giants, Jaguars, Broncos, Bears,  Colts,

"Can you SMEEEELLLL what the Niners are cookin'" George Kittle

reagan - The Left Hand

Oder selbst aktiv werden und selber kandidieren!
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.