Autor Thema: Kaepernicks Problem: Die 49ers nur Letzte bei den Passing Yards  (Gelesen 6846 mal)

Offline Diabolo

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Weg ist der Touch nicht, aber es kann durchaus sein dass Kaep die Pässe "aus Reflex" einfach rausfeuert um den Ball los zu werden.
BREAKING NEWS: In Schenefeld fällt gerade eine Schaufel um.

Offline owl49er

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Schon mal darüber nachgedacht, dass auf viele Spielzüge verzichtet wird, weil bei CK der Touch weg ist?

Wie kann denn bitte der Touch weg sein? Dass man keinen Touch hat und das dann erlernen kann glaub ich gern, aber verlernen? Du lernst auch nur einmal das Fahrrad-Fahren, wobei du es vorher logischerweise nicht konntest...
So wie ein Golfer seinen Schwung verlieren kann  ;)

Frag mal bei Martin Kaymer nach: für kurze Zeit im Golfolymp angekommen und seit dem kaum noch etwas gewonnen. Manchmal war er froh, wenn er überhaupt den Cut geschafft hat.

Dabei fällt mir ein: haben die 49ers eigentlich einen Teampsychologen? Das meine ich jetzt gar nicht despektierlich. Schließlich gibt es in den USA für jede Lebenslage einen Therapeuten und um Kap herum passiert genug Sch..., da kann man als 2nd Year Player schon mal verzweifeln. Das habe ich einem anderen QB ja auch zugestanden  ::)
O-Ton Marcus Lindemann: "Das ist hier ein grotesk irreguläres Tor."

Offline snoopy

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Hängte es nicht nur an Statistiken auf!

2,5 sec. sind halt nicht immer 2,5sec. - Hört sich komisch an, ist aber so.

Wenn ich Möglichkeiten habe (oder bekomme) um in 2,5 sec. den Ball loszuwerden, reichen diese. Wenn nicht, werde ich gesackt oder muss scrambeln.

Insofern ist es offensichtlich, dass im System, das Roman z.Z. spielt 2,5 sec. nicht ausreichen. CK geht seine erste Option durch und dieses ist anscheinend auf eine Route, die längere zeit in Anspruch nimmt. Zur zweiten Option kommt er meistens gar nicht.

Also: entweder Fehler im System oder man traut CK (und den Receivern) anscheinend wirklich nichts zu.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Offline owl49er

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Vermutlich spielen wir dieses System aber aufgrund der überragenden physischen Fähigkeiten von Kap. Im Vorjahr war es ja noch nicht so - mit einem QB der limitiert ist.

Nur die Coaches scheinen sich da leider verzockt und aufs falsche Pferd gesetzt zu haben...  :-[

Womit ich nicht sagen will, dass wir den falschen QB haben. ABER die Entscheidung die getroffen wurde hat zu den falschen Rückschlüssen geführt. Dass, was die Coaches mit Colin spielen wollen (Lauf, Lauf, tiefer Pass, Lauf, Read Option, tiefer Pass, Lauf, Lauf...) geht in dieser NFL ohne Anspielstationen nicht mit einem Quarterback, der nicht Peyton (!) Manning, Drew Brees oder Aaron Rodgers reicht.

Es muss schnellstens ein Gameplan her, in dem Offense und QB einen Rhythmus aufbauen können. Und an dieser Stelle frage ich mich, ob wir wirklich den größten Idioten als OC haben oder dieses momentan unserem QB nicht zugetraut wird...
O-Ton Marcus Lindemann: "Das ist hier ein grotesk irreguläres Tor."

Offline JimH

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Für meinen geschmack müssen erstmal nur vernünftige receiver her und dann sieht das ganze schon anders aus. Wir sind vom genialen spiel der 2. hälfte der letzten saison nur einen hauch entfernt, da muss man nicht wieder alles kaputt reden.
"Jim's a dynamic man with incredible determination, willpower and energy. He's the ultimate in a driven person who has high expectations. The people around him respond. He's on the cutting edge with an outstanding football mind."

BILL WALSH

Offline Candlestick

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Wahrscheinlicher ist für mich b) denn Roman hin oder her, ein Vollpfosten ist er nicht. Und was mal ganz fröhlich oft ignoriert wird, Harbaugh ist ein Offense-Coach, es ist auch seine Offense, sein System.

Man kann nicht immer auf Roman rumhacken und Harbaugh außen vor lassen.

Offline Sanfranolli

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Erst mal eins gleich zu Beginn: Kaep ist kein Peyton Manning!
Das sollte jedem klar sein, daher Brauch man da auch keine Vergleiche ziehen. Punkt und Ende.
Das Problem sind auch nicht in erster Linie die Passempfänger, denn wenn ich zwei ganz große Namen wie Boldin und Davis habe ist das was!
Dazu habe ich nen guten Run und eine passable O-Line, da MUSS einfach mehr drin sein.
Woran liegt es nun? In meinen Augen sind es Roman, Kaep und Alex Smith!
Letztes Jahr hatte Kaep entweder keinerlei Druck und konnte groß aufspielen, da mit Alex ein guter QB bereit stand.
Oder er brauchte den Druck, da Alex bereit stand und die wenigsten mit einer solchen Leistung Kaeps gerechnet haben.
Egal welche der beiden Optionen es war sie hat Kaepernick angefeuert und durch seine Plays war es Roman einfach die "richtigen" Plays zu callen. Wenn mal was nicht geklappt hat, wurde sich an der Sideline mit Alex hingesetzt und Dinge besprochen.
Dieses Jahr ist Kaep entweder zu schnell oder zu langsam mit den Würfen, er hat keine Ruhe und wird schnell nervös und ihm fehlt die Übersicht. Da haben er und die Coaches verpasst sich besser vorzubereiten und auf die gegnerische Defense zu reagieren.
Und es fehlt jemand an der Sideline! McCoy ist dort der falsche Mann. Wenn's heut net läuft rennt Kaep mit hängenden Kopf oder völlig frustriert vom Feld ohne das da ein erfahrener Back Up steht, der ihm hilft!
In meinen Augen liegt in der Kompatibelität von QB, OC und BU-QB/QB-Coach das Problem unserer Offense.
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

Offline zugschef

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Ich empfinde gerade Manning als einen recht schlechten Vergleich, weil der mit Druck verdammt schlecht umgeht. Er wirft Bälle schnell, aber wenn er wirklich den Druck im Gesicht hat, dann spielt er oft richtig mies (s. Playoffs) und/oder produziert Turnover (s. @ Colts/Jaguars).

Brees und Rodgers sind für mich die einzigen beiden Quarterbacks, die die meiste Zeit über wirklich völlig unbeeindruckt vom Pass Rush bleiben.

Abgesehen davon ist dieses so-und-so-viele Sekunden Hin-und-Her etwas sinnlos. Dass man bei einer Playaction oder Read Option automatisch etwas mehr Zeit braucht, sollte jedem klar sein. Wenn man sich im Coaches Film des Gamepass die entsprechenden Plays ansieht, so war bei den Sacks recht wenig Chance sie zu verhindern. Vielleicht hätte er zwei-, dreimal eine incompletion rausholen können oder beim zweiten Sack auf eine Grounding Penalty gehen sollen (-10 statt -14 Yards), aber ansonsten waren gerade die Sack-Plays nicht das Problem.

Das Problem waren die Plays, in denen die Protection bis zum Wurf gehalten hat. Und da wurde bereits angesprochen, dass er den Ball so schnell wie möglich zu seiner ersten Option warf. Warum auch immer.

Bzgl. dem, dass er keinen Touch mehr haben soll, frage ich mich, wie ihr Euch dann vorstellt, dass er den Pass auf McDonald geworfen hat, oder die ganzen Post- und Corner-Routes auf Davis in den Spielen davor.

Offline Candlestick

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Sanfranolli schreibt es, wagt aber die logische Schlussfolgerung nicht. Oder so ;-)

Vielleicht wird noch alles richtig, nach heutigem Stand aber bleibt für mich: CK ist einfach viel zu früh reingeworfen worden, wie ich es andersweitig schrieb hat Harbaugh nur an den schnellen Erfolg gedacht.

Er hat im Hype CKs Entwicklungsstand völlig falsch eingeschätzt, hat unterschätzt, dass auch Zeiten kommen wo der QB nicht vom Team getragen wird, sondern der QB das Team tragen muss.

Soweit ist CK nicht, was man ihm nicht vorwerfen kann, was man aber nun den Coaches vorwerfen muss. Sie haben einen stabilen, vor allem charakterlich gereiften Leader abgegeben und auf ein QB gesetzt der am Anfang seiner Lernkurve steht.

Das kann man so machen, dann darf man aber niemals das Ziel Super Bowl definieren. Dieser Selbstanspruch führt doch allein gerade zu der berechtigten Kritik, zu dem Druck dem Kaep gerade nicht Stand hält. CK wurde von unseren Coaches in den Stand der QBs erhoben mit denen man den Super Bowl holen kann und will und dem wird er nun immer wieder nicht gerecht. Wäre er einfach nur ein QB am Anfang seiner Karriere, die Kritik an ihm wäre viel geringer, das lernende Talent stände mehr im Vordergrund.

Das ist das Problem, das ist das Ei was Harbaugh seinem QB ins Karrienest gelegt hat. Haifischbecken halt: fressen oder gefressen werden!


Offline igor

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Naja, das eine ergibt bzw. ergab das andere.  Wir hatten bzw. haben ein Super-Bowl-Fenster.  Da muß man dann auch einmal auf den kurzfristigen Erfolg gehen, denn solche Fenster bleiben nicht ewig offen.  Zudem: wenn man in einem Jahr in der Super Bowl war und der Kern des Teams intakt geblieben ist, dann kann für das folgende Jahr die Zielvorgabe nur lauten, einen Schritt (oder auch fünf Yards) besser zu werden.
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—Jurgen

Offline Jens

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Naja, das eine ergibt bzw. ergab das andere.  Wir hatten bzw. haben ein Super-Bowl-Fenster.  Da muß man dann auch einmal auf den kurzfristigen Erfolg gehen, denn solche Fenster bleiben nicht ewig offen.  Zudem: wenn man in einem Jahr in der Super Bowl war und der Kern des Teams intakt geblieben ist, dann kann für das folgende Jahr die Zielvorgabe nur lauten, einen Schritt (oder auch fünf Yards) besser zu werden.
Das sehe ich auch so. In der NFL wird einem nicht viel Zeit gewährt. NFL steht nicht umsonst für Not For Long. Da will eigentlich jeder den schnellen Erfolg. Und nach den letzten 2 Jahren kann man den Fans einfach nicht verkaufen, daß man in einem Rebuilding-Year ist.

Offline owl49er

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Ich empfinde gerade Manning als einen recht schlechten Vergleich, weil der mit Druck verdammt schlecht umgeht. Er wirft Bälle schnell, aber wenn er wirklich den Druck im Gesicht hat, dann spielt er oft richtig mies (s. Playoffs) und/oder produziert Turnover (s. @ Colts/Jaguars).

Brees und Rodgers sind für mich die einzigen beiden Quarterbacks, die die meiste Zeit über wirklich völlig unbeeindruckt vom Pass Rush bleiben.
Beides richtig. Trotzdem glaube ich, dass #18 in der Lage ist, wenn der Gameplan nicht funktioniert (einigermaßen, nicht perfekt) umzustellen und mit Kurzpassspiel (darauf kam es mir dabei an), einen Rhythmus aufzubauen.

Dazu waren die 49ers absolut nicht in der Lage. Und auch wenn ich nicht Deiner Meinung bin, dass Colin bei den ersten Sacks völlig schuldlos war, stimme ich zu, dass der fehlende Rhythmus an den Coaches lag und nicht (!) unserem QB. In den ersten Sequenzen saßen die kurzen Pässe nämlich gut.
O-Ton Marcus Lindemann: "Das ist hier ein grotesk irreguläres Tor."

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