In seiner ersten (halben) NFL-Saison lief alles bestens für Colin Kaepernick: Da kam er auf einen Durchschnitt von 240,6 Passing Yards pro Spiel. Da warf er bei der Super Bowl-Niederlage gegen die Baltimore ravens 302 Yards. Da war er der Jungstar der Liga.
Doch NFL-Defenses lösen solche Probleme bisweilen schnell, und das zeigt sich an Kaepernicks Statistiken in diesem Jahr: Bei seinen neun Starts 2013 liegen die 49ers in der NFL bei den Passing Yards an der letzten Stelle. Kaepernicks Durchschnitt jetzt sind nur 186,1 Yards pro Spiel und diese Zahl schliesst die 412 Yards im ersten Spiel gegen die Packers mit ein.
Seitdem ging es bergab - bis hin zum statistisch schlechtesten Spiel am Sonntag gegen die Carolina Panthers: 46 Net-Yards, 11 von 22 Pässen an den Mann gebracht, 91 Yards total mit einer Interception - es war Kaepernicks Negativ-Leistung in seiner Karriere.
Coach Jim Harbaugh aber spricht nicht über Kaepernick - nur über die Offense als solche: "Wir betrachten das als Einheit", sagte er am Montag, "und die spielte nicht gut genug, um das Spiel zu gewinnen".
Auch das Running Game war nicht eben glänzend - und die 49ers waren nur in zwei ihrer 13 Third-Down-Versuche erfolgreich. Das lag auch daran, dass die Panthers ziemlich erfolgreich Kaepernicks First Read aus dem Spiel nahmen, was ihm offenkundig Probleme machte und zögern liess. Die Protection der Offensive Line war anfangs zumeist ok, aber dann brachen die Plays irgendwann zusammen und am Ende wurde Kaepernick sechsmal gesackt für 45 Yards Raumverlust. Mehrere davon gab Right Takle Anthony Davis ab, aber auch Joe Staley, Vernon Davis und Mike Iupati verloren Duelle bei der Pass Protection. Und die Panthers schafften es mehrfach, die 49ers so auszuspielen, dass der Blitz ungeblockt durchkam.
Da drängt sich die Frage auf, warum Harbaugh und sein Offensive Coordinator Greg Roman nicht öfter versuchten, den Pass Rush der Panthers mit Screen Pässen zu stoppen? "Da haben Sie nicht unrecht", antwortete Harbaugh auf diese Frage am Montag, "da haben Sie sogar ziemlich recht".
Quelle: Matt Maiocco, CSN BayArea Blog; 11.11.
mein Reden !
Das mit den Screen-Pässen höre ich seit Jahren. Und jedesmal, wenn die Niners einen Screen-Pass versuchen, geht das Play komplett in die Hose. Diese Oline ist einfach zu fett und schwerfällig für Screenplays.
Zitat von: stig49 am Mo, 11. Nov. ’13, 23:42
Da drängt sich die Frage auf, warum Harbaugh und sein Offensive Coordinator Greg Roman nicht öfter versuchten, den Pass Rush der Panthers mit Screen Pässen zu stoppen? "Da haben Sie nicht unrecht", antwortete Harbaugh auf diese Frage am Montag, "da haben Sie sogar ziemlich recht".
Äh, für was ist Roman ein OC bzw. Harbaugh ein offensivmind-HC?? >:( Will Harbaugh die Reporter mit solchen Antworten verar.....??
Aber WIE kann das sein? :help:
Zur Ausbildung eines Coaches sollte es gehören, Möglichkeiten parat zu haben, wie ich so eine kompakte Defense auseinander ziehe ::)
Dies ist nicht geschehen.
Also verbleiben in meinen Augen drei Alternativen:
a) Der OC ist unfähig.
b) Der OC hält sich für klüger als sein Pendant - nach dem Motto: ich weiß, was Du denkst, wie ich darauf reagiere, aber diesen Gefallen tue ich Dir nicht.
c) Der Gameplan war falsch und das System ist zu komplex um Anpassungen vorzunehmen (sonst müssten diese möglich sein=> Möglichkeit a)). Roman sagte selbst, er rechne mit einer "traditionellen sieben Mann Front" der Panthers. Er war also gar nicht darauf eingestellt, wie Carolina in der Defense agieren wird. Da in den zwei Wochen keine Screens oder Spread-Formationen geübt wurden, sondern nur andere Spielzüge, konnte er nicht umstellen.
(Bitte nicht sagen: das muss möglich sein => dann gilt wieder a) ;))
Ich glaube, es ist eine Mischung aus a) und b) -> in dieser Reihenfolge.
Was denkt Ihr?
Bonusfrage:
Wie kann es passieren, dass man so OC in der NFL wird und es offensichtlich keine besseren Coordinatoren wie Sand am Meer gibt? Liegt es an seinen besonderen Fähigkeiten, was den Lauf betrifft und wäre die ideale Ergänzung ein Passing-Game-Koordinator oder würdet Ihr lieber einen anderen OC sehen? (ich bin für den Passing-Game-Koordinator, falls Roman das mit sich machen lässt)
Zitat von: Cordovan am Di, 12. Nov. ’13, 09:07
Zitat von: stig49 am Mo, 11. Nov. ’13, 23:42
Da drängt sich die Frage auf, warum Harbaugh und sein Offensive Coordinator Greg Roman nicht öfter versuchten, den Pass Rush der Panthers mit Screen Pässen zu stoppen? "Da haben Sie nicht unrecht", antwortete Harbaugh auf diese Frage am Montag, "da haben Sie sogar ziemlich recht".
Äh, für was ist Roman ein OC bzw. Harbaugh ein offensivmind-HC?? >:( Will Harbaugh die Reporter mit solchen Antworten verar.....??
Andere Formulierung für: "Hinterher weiss mans immer besser"?
Zitat von: stig49 am Di, 12. Nov. ’13, 09:08
Zitat von: Cordovan am Di, 12. Nov. ’13, 09:07
Zitat von: stig49 am Mo, 11. Nov. ’13, 23:42
Da drängt sich die Frage auf, warum Harbaugh und sein Offensive Coordinator Greg Roman nicht öfter versuchten, den Pass Rush der Panthers mit Screen Pässen zu stoppen? "Da haben Sie nicht unrecht", antwortete Harbaugh auf diese Frage am Montag, "da haben Sie sogar ziemlich recht".
Äh, für was ist Roman ein OC bzw. Harbaugh ein offensivmind-HC?? >:( Will Harbaugh die Reporter mit solchen Antworten verar.....??
Andere Formulierung für: "Hinterher weiss mans immer besser"?
Was weiß man besser? Dass es auch ein Play mit dem Namen "Screen" gibt? DAS sollten die Herren auch schon vorher wissen, nebenbei haben wir mit Hunter einen verdammt schnellen bzw. gefährlichen RB in Sachen Screen...
Zitat von: stig49 am Mo, 11. Nov. ’13, 23:42Da drängt sich die Frage auf, warum Harbaugh und sein Offensive Coordinator Greg Roman nicht öfter versuchten, den Pass Rush der Panthers mit Screen Pässen zu stoppen? "Da haben Sie nicht unrecht", antwortete Harbaugh auf diese Frage am Montag, "da haben Sie sogar ziemlich recht"
Vielleicht sollte Harbaugh dem Fragesteller einen Job als Coordinator anbieten , ofensichtlich scheint ja weder er noch Roman während des Spiels auf so was zu kommen.
Leider müssen die Journalisten ja ihren Job erledigen sonst hätten einige bestimmt schon angefangen diesen arroganten HC bei seinen PK's zu boykottieren.
Andererseits, vielleicht fragt ihn am Sonntag, nach der Niederlage gegen die Saints, ja mal einer der tapferen Schreiberlinge wann es denn angefangen hat mit dem Neroschen Realitätsverlust...
Die Frage für mich ist noch, ob diese Antwort eine öffentliche Kritik an Roman oder öffentliche Selbstkritik sein sollte?
Ich würde sagen: er hat öffentlich einen Fehler eingestanden. Ich finde das grundsätzlich gut.
Wenn er das so kann, dann ist dies ein guten Zeichen. Schließlich hat man ja aus dem Coltsgame auch gelernt.
screenpässe hat roman sicher nicht üben lassen....der dachte wahrscheinlich "ich bin so super das brauchen wir nicht"!
Man hat ein Screen-Play versucht bei 3rd & forever und gerade mal 4(!) Yards gemacht -- auch wenn ein Screen in der Situation etwas seltsam war, wenn die Defense klarerweise einfach das 1st Down verteidigt und wenig aggressiv agiert.
Die Oline der Niners ist durch die Bank über 310 Pfund schwer, die sind einfach nicht die besten Blocker im offenen Feld. Wenn der Running Back schon unterwegs ist, dann kann schonmal einer einen fetten Block setzen, aber bei Plays wie Screens, die sich da erst entwickeln müssen, sind sie einfach nicht wendig und schnell genug, als dass die Defenders sie nicht einfach umlaufen könnten.
So wie ich das sehe sind für dieses Team Screen Plays einfach keine Lösung, abgesehen davon, dass Screen Plays herzlich wenig bringen, wenn die Defense mit nur vier Rushern Druck aufbaut. Es ist ein Trugschluss, dass man bei zuviel Druck auf dem Quarterback sofort effektiv mit Screens reagieren kann. Das funktioniert bei gewissen Blitzes, aber wenn die Defense an den Seiten zumacht und nur vier Leute nach dem QB schickt, dann läuft da wenig bis nichts.
Wie gesagt, dieses "Screen Plays!"-Argument ist ewig alt, und mit wenigen Ausnahmen haben Screens bei den Niners in den letzten 5-8 Jahren nie wirklich gut funktioniert.
Zitat von: zugschef am Di, 12. Nov. ’13, 10:57
[...] wenn die Defense mit nur vier Rushern Druck aufbaut. [...]
Das ist genau das, was mich am Sonntag am meisten gestört hat. Wenn Du mit vier Leuten die gegnerische O-Line zerlegen kannst, dann gute Nacht.
Zitat von: zugschef am Di, 12. Nov. ’13, 10:57
Wie gesagt, dieses "Screen Plays!"-Argument ist ewig alt, und mit wenigen Ausnahmen haben Screens bei den Niners in den letzten 5-8 Jahren nie wirklich gut funktioniert.
was soll das jetzt bedeuten...screenpässe gar nicht erst versuchen oder besser einstudieren?
Zitat von: stevey am Di, 12. Nov. ’13, 11:22
Zitat von: zugschef am Di, 12. Nov. ’13, 10:57
Wie gesagt, dieses "Screen Plays!"-Argument ist ewig alt, und mit wenigen Ausnahmen haben Screens bei den Niners in den letzten 5-8 Jahren nie wirklich gut funktioniert.
was soll das jetzt bedeuten...screenpässe gar nicht erst versuchen oder besser einstudieren?
Naja trainieren hilft sicher, aber der Hauptpunkt meiner Argumentation ist, dass das Versagen der Offense viel zu komplex ist, als dass man es mit "Screen Passes!" lösen könnte.
Screen-Pässe bedürfen auch eines "kollektiven Blockens". Das muss auch abgestimmt sein. Und auf mich wirkte die Offensive Line nicht wirklich als Kollektiv.
Daher ist es nicht einfach umzustellen, wenn Screen Plays nicht im Gameplan standen. Die 49ers haben eine athletische O-Line. Sie ist aber sicherlich nicht die O-Line, die permanent Screens blocken soll. Jedoch als Element, sollten sie sicher eingesetzt werden. Jedoch glaube ich, dass mit einem kreativeren Ansatz im Passspiel (mit mehr Rhythmus) ein ähnlicher Effekt herbeigeführt werden kann.
achja: Mein Post soll nicht als reine Kritik an der O-Line verstanden werden. Das Versagen der Offense war kollektiv; Coaches und (fast) alle Spieler.
Das nächste Problem ist, dass "Screen Passes!" das Designated-Receiver-Play schlechthin darstellen. Wenn die Defense sich schon besonders auf diese Art der Plays eingestellt hat, nämlich den vorgemerkten Ballempfänger und -träger aus dem Spiel zu nehmen, dann hat ein Screen Play vermutlich recht wenig Aussicht auf Erfolg.
Die guten Defenses identifizieren den Mann, auf den das Play gehen soll, bei den 49ers meist recht schnell (Hawks, Colts, Panthers). Das ist auch der Grund warum nur die schnellen und die tiefen Pässe ankommen. Erstere lassen nicht genügend Zeit, um sie zu verteidigen (es sei denn die Defense hat einfach glücklicherweise das passende Counter-Play), und zweitere haben nicht nur ein mögliches Target, verlangen aber, dass die Oline mindestens drei Sekunden hält.
Die schnellen Pässe hat man kaum gecallt, und wenn dann erfolgreich, und für die tiefen war erstens die Oline zu schwach und zweitens kein Vernon Davis mehr da, der als einziger die notwendige Speed und Körperpräsenz (s. McDonald) hat, um sich dann auch durchzusetzen.
Screens müssen natürlich geübt werden PLUS die entsprechende Formation stehen/passen.
Wichtig: zeige der Defense, dass du auch Screen spielen kannst und willst !
Und: macht es nicht komplizierter als es ist!
Zitat von: zugschef am Di, 12. Nov. ’13, 11:35
Das nächste Problem ist, dass "Screen Passes!" das Designated-Receiver-Play schlechthin darstellen. Wenn die Defense sich schon besonders auf diese Art der Plays eingestellt hat, nämlich den vorgemerkten Ballempfänger und -träger aus dem Spiel zu nehmen, dann hat ein Screen Play vermutlich recht wenig Aussicht auf Erfolg.
Die guten Defenses identifizieren den Mann, auf den das Play gehen soll, bei den 49ers meist recht schnell (Hawks, Colts, Panthers). Das ist auch der Grund warum nur die schnellen und die tiefen Pässe ankommen. Erstere lassen nicht genügend Zeit, um sie zu verteidigen (es sei denn die Defense hat einfach glücklicherweise das passende Counter-Play), und zweitere haben nicht nur ein mögliches Target, verlangen aber, dass die Oline mindestens drei Sekunden hält.
Die schnellen Pässe hat man kaum gecallt, und wenn dann erfolgreich, und für die tiefen war erstens die Oline zu schwach und zweitens kein Vernon Davis mehr da, der als einziger die notwendige Speed und Körperpräsenz (s. McDonald) hat, um sich dann auch durchzusetzen.
zu McDonald: ich glaube schon, dass er den Speed und die Körperpräsenz hat um sich tief durchzusetzen. Das Play war super, aber genau so gut verteidigt. Kuechli ist ja nicht einfach irgendeiner.
Klarerweise wird es nicht darauf hinauslaufen, dass die 49ers viele Screenpässe spielen werden. Jedoch könnte es ein Teil sein. Ein Teil des Ansatzes, dass es für die Gegner eben nicht so einfach ist, den designated receiver zu finden.
Die 49ers haben dies ja relativ früh versucht mit dem Super-Pump-Fake; jedoch hat Kaep dann (ähnlich wie Newton bei der INT) den zweiten Read nicht mehr richtig gemacht.
Zitat von: zugschef am Di, 12. Nov. ’13, 11:35
Das nächste Problem ist, dass "Screen Passes!" das Designated-Receiver-Play schlechthin darstellen. Wenn die Defense sich schon besonders auf diese Art der Plays eingestellt hat, nämlich den vorgemerkten Ballempfänger und -träger aus dem Spiel zu nehmen, dann hat ein Screen Play vermutlich recht wenig Aussicht auf Erfolg.
Die guten Defenses identifizieren den Mann, auf den das Play gehen soll, bei den 49ers meist recht schnell (Hawks, Colts, Panthers). Das ist auch der Grund warum nur die schnellen und die tiefen Pässe ankommen. Erstere lassen nicht genügend Zeit, um sie zu verteidigen (es sei denn die Defense hat einfach glücklicherweise das passende Counter-Play), und zweitere haben nicht nur ein mögliches Target, verlangen aber, dass die Oline mindestens drei Sekunden hält.
Die schnellen Pässe hat man kaum gecallt, und wenn dann erfolgreich, und für die tiefen war erstens die Oline zu schwach und zweitens kein Vernon Davis mehr da, der als einziger die notwendige Speed und Körperpräsenz (s. McDonald) hat, um sich dann auch durchzusetzen.
danke für die tolle zusammenfassung..... :)
Zitat von: IamNINER am Di, 12. Nov. ’13, 11:43
zu McDonald: ich glaube schon, dass er den Speed und die Körperpräsenz hat um sich tief durchzusetzen. Das Play war super, aber genau so gut verteidigt. Kuechli ist ja nicht einfach irgendeiner.
Kuechli ist nicht irgendeiner, richtig, aber McDonald ist ein Riese (193 cm und 120 kg) unter den Passempfängern. Den Ball muss er gegen einen Linebacker einfach besser abschirmen. Aber ja, das war ein tolles Play von Kuechli, dennoch war es auch ein perfekter Pass von Kaepernick und in die Statistik geht er als 0/1 ein. ;-)
[edit] Ganz ehrlich: Kommt der Ball an und die folgenden Punkte gewinnen das Spiel -- ein FG hätte ja gereicht --, dann wäre Kaepernick ein Match-Winner gewesen. Das soll nur verdeutlichen wie sehr seine Produktion an Dingen gelitten hat, die nicht an ihm festzumachen sind (und auch davon, also welche die man an ihm festmachen kann, gibt es sicher einige).
Zitat von: zugschef am Di, 12. Nov. ’13, 11:54
Zitat von: IamNINER am Di, 12. Nov. ’13, 11:43
zu McDonald: ich glaube schon, dass er den Speed und die Körperpräsenz hat um sich tief durchzusetzen. Das Play war super, aber genau so gut verteidigt. Kuechli ist ja nicht einfach irgendeiner.
Kuechli ist nicht irgendeiner, richtig, aber McDonald ist ein Riese (193 cm und 120 kg) unter den Passempfängern. Den Ball muss er gegen einen Linebacker einfach besser abschirmen. Aber ja, das war ein tolles Play von Kuechli, dennoch war es auch ein perfekter Pass von Kaepernick und in die Statistik geht er als 0/1 ein. ;-)
absolute Zustimmung. Hier hat es nicht funktioniert. Ich würde daraus jedoch nicht schliessen, dass uns durch Davis' Ausfall nun ein Element fehlt. Sondern viel eher: Macht das nochmal und nochmal un nochmal und ... McDonald kann dieses Element sein. Hoffentlich ist er noch lernfähig, jedoch war es in dieser Saison das erste (vllt. zweite) Mal, dass er so eingesetzt wurde. Daher sage ich auch, dass ihm der Rhythmus fehlte, quasi die Routine in diesem Play/auf dieser Route.
Zitat von: igor am Di, 12. Nov. ’13, 10:27
Ich würde sagen: er hat öffentlich einen Fehler eingestanden. Ich finde das grundsätzlich gut.
Das sehe ich ähnlich. Denke man konnte an JH´s Ausdruck schon erkennen das auch er weiss das er und seine Coaches da nicht auf der Höhe waren... Man sollte JH aber auch mal Fehler zugestehen. 3. NFL Season als HC....
Wie ist das eigentlich überlicher Weise mit der Rotation in einer O-Line?
Ich habe jetzt auf die Schnelle keine Snap-Statistik gefunden, meine mich aber erinnern zu können, dass unsere O-Liner eigentlich ohne echte Rotation durchgehend auf dem Feld stehen. Die einzigen, die hin und wieder in der Statistik auftauchen, sind Kilgore und Snyder.
Wenn man ehrlich ist, sind auf dem Roster ja auch keine echten Alternativen.
Macht es aus eurer Sicht Sinn, hier O-Liner mit Passprotection Fähigkeit aufs Roster zu nehmen? Oder muss ein guter O-Liner beides drauf haben?
Mein Eindruck ist, die O-Line der Niners ist darauf ausgelegt, alles für den Run nieder zu walzen. :49ers:
Zitat von: Holger98 am Di, 12. Nov. ’13, 13:26
Wie ist das eigentlich überlicher Weise mit der Rotation in einer O-Line?
Das ist durchwegs unüblich in der NFL. Snyder und Kilgore kommen nur in Jumbo- oder Spezial-Packages zum Einsatz (so wie Kilgore gegen die Titans als Receiver ;-)).
Die OLine steht durchgehend auf dem Platz, das ist so.
Ich wüsste kein Team dass da irgendeine Rotation drin hat.
Hat meherere Gründe:
Der wichtigste zuerst: die OLine lebt davon dass sie eingespielt ist und jeder genau weiss was der andere macht.
Was dann noch dazu kommt ist dass es kontraproduktiv wäre Spieler für Pass oder Laufspielzüge reinzubringen da man damit dem Gegner schon vorher sagt was kommt.
Zitat von: Holger98 am Di, 12. Nov. ’13, 13:26
Oder muss ein guter O-Liner beides drauf haben?
absolut, natürlich
mal zum topic:
natürlich haben wir ein ganzheitliches offense-problem, vom run vielleicht mal abgesehen. aber wir haben keinen qb, der sich da zum leader in dieser situation aufschwingt. genau das sollte aber ein guter qb können. in unmöglichen situation etwas möglich machen. bizeps küssen ist da zu wenig.
Ich sehe das Problem nicht bei Kap. Ich sehe es in der O-line.
Kap ist ein QB der die Tiefen Bälle spielt, darin ist er Klasse, keine Frage. Hat man ja auch beim Pass auf McDonald gesehen, oder im Packers Spiel. Er ist einfach nicht der QB für Kurzpässe, das war er nie und das wird er wahrscheinlich auch nie sein. Wenn wir einen QB für Kurzpässe wollen, hätten wir Alex behalten sollen...
Was ich damit sagen will, ist nicht das ich Alex zurück haben will, ich will sagen das Kap's Spiel Stil nicht funktioniert weil die O-line nicht hält. Und genau da muss man was machen.
Natürlich ist Roman mit Schuld, aber nicht nur er, eigentlich die gesamte Offense.
Zitat von: Duke am Di, 12. Nov. ’13, 14:17
Zitat von: Holger98 am Di, 12. Nov. ’13, 13:26
Oder muss ein guter O-Liner beides drauf haben?
absolut, natürlich
mal zum topic:
natürlich haben wir ein ganzheitliches offense-problem, vom run vielleicht mal abgesehen. aber wir haben keinen qb, der sich da zum leader in dieser situation aufschwingt. genau das sollte aber ein guter qb können. in unmöglichen situation etwas möglich machen. bizeps küssen ist da zu wenig.
Klar, aber das muss ein QB mit sehr viel Erfahrung und Qualität sein. Sehe da höchstens P.Manning, der selber das Ruder in die Hand nehmen könnte. Zudem muss der OC oder HC auch dementsprechend die "Freigabe erteilen"
Da fällt mir noch ein: viele PO-Spiele haben gezeigt, dass es bei P.Manning auch hakt, wenn es eng wird :P
Die "Freigabe" ist das Zauberwort......ich denke CK wird vom OC limitiert......gegen die Packers wurde er losgelassen und bei den anderen Siegen konnte er werfen. Bei den Niederlagen sah er immer schlecht aus, weil auch der OC im Play-Calling fehler gemacht hat und das Spiel der Niners Eindimensional gecallt wurde. Keine Läufe obwohl sie in HZ 1 funktioniert haben, keine Pässe in die Mitteldistanz. Aber der 2. HZ fast nur noch werfen lassen. Kein Slant etc.
ist kaepernick ne aussterbende art oder warum wird hier das quarterback-schutzprogramm ausgerufen? ist ja unglaublich.
Zitat von: NinersUlm am Di, 12. Nov. ’13, 16:00
......ich denke CK wird vom OC limitiert......
Ist das der Grund, warum Kaep in den Interview immer so angepisst aussieht und das Maul nicht aufkriegt? :-X
Verdammte Hacke, da kommt bei einem Interview mit 'nem Umkleideschrank mehr Inhalte rum. >:(
Zitat von: Eike14 am Di, 12. Nov. ’13, 15:31
Ich sehe das Problem nicht bei Kap. Ich sehe es in der O-line.
... ich will sagen das Kap's Spiel Stil nicht funktioniert weil die O-line nicht hält. Und genau da muss man was machen.
Wenn dem so ist, frage ich mal die Experten: welche O-Line der Liga lässt diesen Stil zu? Selbst der ultramobile Peyton agiert durchaus gerne mit Kurzpassspiel, weil er nicht mehr Zeit hat. Die Saints kommen häufig über den RB, die O-Line der Packers gilt nicht als überragend, Wilson muss jeden zweiten Spielzug improvisieren...
Sagt mir, mit welcher O-Line das funktioniert, was gecallt wird :help:
Mit anderen Worten: spielen wir ein System, was nicht zeitgemäß ist - haben sich Harbaugh & Co. also verzockt, indem sie auf einen QB setzten, der einen tollen Arm hat, aber die kurzen Pässe nicht kann (was durchaus vermutet werden darf).
Ich denke wir sind im Moment von den Möglichkeiten - und das auch auf QB - zu berechenbar.
Zitat von: Duke am Di, 12. Nov. ’13, 16:15
ist kaepernick ne aussterbende art oder warum wird hier das quarterback-schutzprogramm ausgerufen? ist ja unglaublich.
Das nicht, aber es gibt durchaus verschiedene Meinungen und Ansichten. So wie einige sich auf CK eingeschossen haben, habe ich mich z.B. auf Roman eingeschossen.
Interessant ist wirklich das Argument Kurzpass. Kann CK das nicht? wird es nicht gecallt? kan keiner einen fangen?
Wenn wir darauf eine Antwort hätten, wären wir schon ein Stück schlauer.
Zitat von: snoopy am Di, 12. Nov. ’13, 17:03
Interessant ist wirklich das Argument Kurzpass. Kann CK das nicht? wird es nicht gecallt? kan keiner einen fangen?
Wenn wir darauf eine Antwort hätten, wären wir schon ein Stück schlauer.
Weitere Möglichkeiten - am liebsten wäre mir die dritte Variante ;-) Mit der Lösung an der Seitenlinie (verletzungsbedingt)
Was mir anhand des Coaches Films halt wieder auffällt, ist, dass Kaepernick den Ball meist so schnell wirft, dass er gar nicht woanders hinsehen kann, als zu seinem ersten Read. So war das beispielsweise bei den Pässen auf Vernon Davis. Bei dem Pass auf die linke Seite war rechts Kyle Williams (glaub ich) auf einer Slant Route sehr loose gecovert, aber Kaepernick kriegt den Snap und wirft auch schon. Bei dem Drop/beinahe Fumble war's ähnlich, da wäre Boldin (glaub ich) in der Endzone frei gewesen, aber er wirft den Ball zu Davis bevor er sich überhaupt einen Überblick verschaffen kann.
Um ehrlich zu sein, bin ich mir da nicht sicher, ob das ein Defizit von seiner Seite ist, oder ob die Coaches das so wollen, also dass die Coaches ihm sagen, wenn der erste Read anspielbar ist, dann wirf und zögere nicht. Wenn dem so ist, dann ist natürlich auch die Frage, warum sie das ihm so sagen.
Wenn das nicht besser wird, muss man sich wohl damit abfinden, dass Kaepernick wirklich ein One- maximal Two-Read-Quarterback ist.
[edit] Was es aber widerlegt ist der Vorwurf, dass er seine Receiver niederstarrt. So schnell wie der den Ball in der ersten Hälfte warf, war gar keine Zeit, um mehrere Reads durchzugehen.
Interessant :thumbup:
Erklärt für mich, warum er so schnell in der Pocket unruhig und ratlos wirkt - wenn halt der erste read mal nicht frei ist.
Die Frage ist: war das letztes Jahr auch so? Wenn nicht, deutet es ja schon auf eine Coachingsache hin...oder?
Zitat von: owl49er am Di, 12. Nov. ’13, 17:42
Die Frage ist: war das letztes Jahr auch so? Wenn nicht, deutet es ja schon auf eine Coachingsache hin...oder?
Naja, Crabtrees Abstand zu allen anderen Receivern deutet jedenfalls darauf hin, dass er auch da schon so schnell wie möglich den Ball seinem primären Read zuwarf.
Oder auf wenig Selbstbewusstsein zur Zeit, oder wenig Vertrauen in seine Bodyguards oder...
Nur mal so zur ach so schlechten Oline:
Durchschnittlich hatte Kaep den Ball 2,49 Sekunden (handgestoppt also ungenau) bevor:
1) er den Ball geworfen hat
2) der Passrush bei ihm war
Zum Vergleich: Payton Manning hatte in den ersten acht Spielen 2012 im Durchschnitt 2,5 Sekunden (Pro Football Focus, sollte genauer sein hat aber nur eine Nachkommastelle) bis der Ball weg war.
Beim ersten Sack hatte Kaepernick übrigens 4,1 Sekunden bevor der Defender an ihm dran war, beim zweiten ist er dem Defender nack 1,8 Sekunden direkt in die Arme gelaufen.
Wie Zugschef schon sagte kamen die Pässe von Kaepernick teilweise sehr schnell (acht Pässe in jeweils unter zwei Sekunden) auch wenn da vom Passrush her nicht immer Grund zu Bestand.
Was ich als normal erachte ist dass Kaep den Ball wirft wenn sein #1 Read frei ist - wozu warten und riskieren dass er dann nicht mehr frei ist?
Zitat von: Diabolo am Di, 12. Nov. ’13, 17:56
Beim ersten Sack hatte Kaepernick übrigens 4,1 Sekunden bevor der Defender an ihm dran war, beim zweiten ist er dem Defender nack 1,8 Sekunden direkt in die Arme gelaufen.
Also der zweite Sack war nicht zu verhindern, der Defender kam ungeblockt durch.
Rollout über links statt rechts, wobei dir Frage ist ob Kaep das so schnell realisiert hat (wenn nicht: warum nicht?).
Zitat von: Diabolo am Di, 12. Nov. ’13, 18:09
Rollout über links statt rechts, wobei dir Frage ist ob Kaep das so schnell realisiert hat (wenn nicht: warum nicht?).
Der einzige Quarterback, dem ich zutraue da keinen Sack zu nehmen oder eine Penalty für intentional Grounding zu bekommen, ist Russell Wilson.
Zitat von: reagan - The Left Hand am Di, 12. Nov. ’13, 10:24
Die Frage für mich ist noch, ob diese Antwort eine öffentliche Kritik an Roman oder öffentliche Selbstkritik sein sollte?
Also ich verstehe es als Kritik am Playcalling, also Kritik an Roman.
Zitat von: Holger98 am Di, 12. Nov. ’13, 16:32
Zitat von: NinersUlm am Di, 12. Nov. ’13, 16:00
......ich denke CK wird vom OC limitiert......
Ist das der Grund, warum Kaep in den Interview immer so angepisst aussieht und das Maul nicht aufkriegt? :-X
Verdammte Hacke, da kommt bei einem Interview mit 'nem Umkleideschrank mehr Inhalte rum. >:(
Ich denke es könnte wirklich Roman sein...
Wie schon geschrieben, hat er gegen die Packers und auch letzte Saison klasse gespielt.
Wenn es nicht an Roman liegen sollte, haben wir ein ziemliches Problem. Dann muss man dringend mit Kap und seinem Selbstvertrauen Arbeiten.
Zitat von: snoopy am Di, 12. Nov. ’13, 15:45
Zitat von: Duke am Di, 12. Nov. ’13, 14:17
Zitat von: Holger98 am Di, 12. Nov. ’13, 13:26
Oder muss ein guter O-Liner beides drauf haben?
absolut, natürlich
mal zum topic:
natürlich haben wir ein ganzheitliches offense-problem, vom run vielleicht mal abgesehen. aber wir haben keinen qb, der sich da zum leader in dieser situation aufschwingt. genau das sollte aber ein guter qb können. in unmöglichen situation etwas möglich machen. bizeps küssen ist da zu wenig.
Klar, aber das muss ein QB mit sehr viel Erfahrung und Qualität sein. Sehe da höchstens P.Manning, der selber das Ruder in die Hand nehmen könnte. Zudem muss der OC oder HC auch dementsprechend die "Freigabe erteilen"
Welches Ruder will PM in die Hand nehmen wenn die O-Line zusammen bricht und Verteidiger ungeblockt durchkommen?
Zitat von: NinersUlm am Di, 12. Nov. ’13, 20:47
Welches Ruder will PM in die Hand nehmen wenn die O-Line zusammen bricht und Verteidiger ungeblockt durchkommen?
2,5 Sekunden hatte Kaep gegen die Panthers meist - mehr braucht Payton Manning nicht.
Zitat von: owl49er am Di, 12. Nov. ’13, 16:34
Zitat von: Eike14 am Di, 12. Nov. ’13, 15:31
Ich sehe das Problem nicht bei Kap. Ich sehe es in der O-line.
... ich will sagen das Kap's Spiel Stil nicht funktioniert weil die O-line nicht hält. Und genau da muss man was machen.
...Selbst der ultramobile Peyton agiert durchaus gerne mit Kurzpassspiel, weil er nicht mehr Zeit hat. Die Saints kommen häufig über den RB, die O-Line der Packers gilt nicht als überragend, Wilson muss jeden zweiten Spielzug improvisieren...
Peyton hat auch Klasse Receiver mit Thomas Decker und vor allem Welker. Die Saints haben scheinbar einen OC der es versteht Abwechslung ins Spiel zu bringen, im Gegensatz zu Roman.
Und Rodgers und Wilson sind nun mal sehr stark, im Moment stärker als Kap.
mal kurz offtopic...;)
@eike....seit dem 22.09. registriert und knapp 3.1 Postings pro Tag und keines davon nur mit bla,bla,bla...Super, gefällt mir gut!!
Was jetzt noch fehlt ist ne Vorstellung im Open Talk, dann wäre das der perfekte Start in die 49ersfanzone.
Wie gesagt echt Klasse......
Zurück zu topic
greetz Frank
Zitat von: Eike14 am Di, 12. Nov. ’13, 21:02
Zitat von: owl49er am Di, 12. Nov. ’13, 16:34
Zitat von: Eike14 am Di, 12. Nov. ’13, 15:31
Ich sehe das Problem nicht bei Kap. Ich sehe es in der O-line.
... ich will sagen das Kap's Spiel Stil nicht funktioniert weil die O-line nicht hält. Und genau da muss man was machen.
...Selbst der ultramobile Peyton agiert durchaus gerne mit Kurzpassspiel, weil er nicht mehr Zeit hat. Die Saints kommen häufig über den RB, die O-Line der Packers gilt nicht als überragend, Wilson muss jeden zweiten Spielzug improvisieren...
Peyton hat auch Klasse Receiver mit Thomas Decker und vor allem Welker. Die Saints haben scheinbar einen OC der es versteht Abwechslung ins Spiel zu bringen, im Gegensatz zu Roman.
Und Rodgers und Wilson sind nun mal sehr stark, im Moment stärker als Kap.
Also alles Beispiele, dass es nicht an der O-Line liegt ;-) sondern auch mit besseren Receivern, besserem Playcalling oder besserem QB-Spiel geht, oder habe ich dich falsch verstanden?
Oder um es mit meiner Ursprungsfrage auszudrücken: es gibt keine O-Line, die zum momentanen Stil der Niners und ihrem QB passt und wird es wohl auch so schnell nicht geben...
Umso länger ich darüber nachdenke, desto mehr fürchte ich, dass unser QB im Moment nicht dazu passt, wie wir unser Spiel aufziehen und wie man in der NFL momentan Erfolg hat.
Hoffentlich ändert sich das schnell :pray:
Zitat von: owl49er am Di, 12. Nov. ’13, 21:20
Zitat von: Eike14 am Di, 12. Nov. ’13, 21:02
Zitat von: owl49er am Di, 12. Nov. ’13, 16:34
Zitat von: Eike14 am Di, 12. Nov. ’13, 15:31
Ich sehe das Problem nicht bei Kap. Ich sehe es in der O-line.
... ich will sagen das Kap's Spiel Stil nicht funktioniert weil die O-line nicht hält. Und genau da muss man was machen.
...Selbst der ultramobile Peyton agiert durchaus gerne mit Kurzpassspiel, weil er nicht mehr Zeit hat. Die Saints kommen häufig über den RB, die O-Line der Packers gilt nicht als überragend, Wilson muss jeden zweiten Spielzug improvisieren...
Peyton hat auch Klasse Receiver mit Thomas Decker und vor allem Welker. Die Saints haben scheinbar einen OC der es versteht Abwechslung ins Spiel zu bringen, im Gegensatz zu Roman.
Und Rodgers und Wilson sind nun mal sehr stark, im Moment stärker als Kap.
Also alles Beispiele, dass es nicht an der O-Line liegt ;-) sondern auch mit besseren Receivern, besserem Playcalling oder besserem QB-Spiel geht, oder habe ich dich falsch verstanden?
Oder um es mit meiner Ursprungsfrage auszudrücken: es gibt keine O-Line, die zum momentanen Stil der Niners und ihrem QB passt und wird es wohl auch so schnell nicht geben...
Umso länger ich darüber nachdenke, desto mehr fürchte ich, dass unser QB im Moment nicht dazu passt, wie wir unser Spiel aufziehen und wie man in der NFL momentan Erfolg hat.
Hoffentlich ändert sich das schnell :pray:
Richtig, liegt nicht NUR an der O-line. Auch an Kap, den Receivern (abgesehen von Davis und Boldin) und an Roman.
Fakt ist aber (für mich zumindest), das Kap kein schlechter ist. Wir müssen sehen ob wir es irgendwie hinbekommen, dass er sein Selbstvertrauen zurück bekommt, wenn es daran überhaupt liegt. Denn wie hier schon Oft erwähnt wurde, kann es auch sein das Kap limitiert wird.
Wenn wir es aber nicht hinbekommen, das unser Passspiel wieder besser wird, dann müssen Roman rauswerfen. Wenn das nichts bringt, dann kann man gucken was bei Kap falsch läuft. Entweder ändert man dies oder schaut sich (wenn auch schweren Herzens) nach nem QB um der auf Anhieb ins System passt.
Zitat von: Eike14 am Di, 12. Nov. ’13, 21:37
Fakt ist aber (für mich zumindest), das Kap kein schlechter ist. Wir müssen sehen ob wir es irgendwie hinbekommen, dass er sein Selbstvertrauen zurück bekommt, wenn es daran überhaupt liegt. Denn wie hier schon Oft erwähnt wurde, kann es auch sein das Kap limitiert wird.
Bitte, bitte - ich will nicht falsch verstanden werden, stehe voll hinter ihm. Schließlich ist er unser QB :-)
2.5 Sekunden sind nicht immer 2.5 Sekunden.
- Peyton Manning ist einer der absoluten Top Passer. Für ihn sind wohl 2.5 Sekunden eine halbe Ewigkeit. Ein Wunder, dass der da nicht noch einen Kaffee trinkt.
- Kaepernick ist ein 2nd Year Starter. Da können 2.5 Sekunden reichen, ein Mississippi mehr wäre jedoch nicht schlecht. Man kann (mMn sollte man zumindest nicht) Kaepernick an Manning messen.
Dennoch ist es interessant, dass die Zahlen und mein Eindruck der O-Line nicht zwingend übereinstimmen. Ich erwarte mir dennoch von der O-Line eine bessere Leistung. Wie auch von Kaep, den Coaches, den Wasserträgern, etc.
Um mal noch was zu den Screens zu sagen: Reporter wie Maiocco konnten ja in der PreSeason das Training der Niners beobachten und haben festgestellt, dass
a) sie Screen- und Swing-Pässe öfters trainiert haben
b) Kap bei diesen Plays ziemlich viel touch hatte
Es geht also nicht primär ums Können, sondern ums Wollen ???
Vor allem geht es darum dass die Defense so spielen muss dass ein Screen auch funktioniert.
Schon mal darüber nachgedacht, dass auf viele Spielzüge verzichtet wird, weil bei CK der Touch weg ist?
So verunsichert er immer wieder wirkt, würde mich das nicht wundern. Was wenn die Coaches Tag für Tag mit nem Häuflein Elend konfrontiert sind, das aus seinem persönlichen Loch nicht rauskommt?
Ich halte das weiter für genauso möglich, dass alles an CKs Schwäche hängt. Die Indizien sind dafür genauso da wie die Theorie des schlechten Coachings, der fehlenden Targets etc.
Bei Peyton Manning wirken die 2,5 Sekunden so lang, weil man sicher ist, dass er weiß was er tut. Bei CK wirken die so kurz, weil er dies nicht ausstrahlt. Aber ich will die beiden gar nicht vergleichen, sondern nur auf eins hinaus.
Egal wo der wesentlichste Fehler in unserm Spiel gerade liegt, an dem Verhalten in den 2,5 Sekunden sieht man den Leader oder nicht. Und bei uns sieht man den nicht. Und ohne Leader werden wir den Super Bowl nicht gewinnen.
Genau dafür aber wurde der QB-Wechsel vollzogen. Und damit muss man sagen, dass egal wer noch so rumbockt, CK die für ihn vorgesehene Rolle nicht erfüllt.
Wenn also Roman scheisse ist, die Receiver scheisse sind, die O-Line scheisse ist, dann ist CK nicht etwa ein armes Schwein, sondern ebenso scheisse ;-)
Zitat von: Candlestick am Di, 12. Nov. ’13, 23:43
Schon mal darüber nachgedacht, dass auf viele Spielzüge verzichtet wird, weil bei CK der Touch weg ist?
Wie kann denn bitte der Touch weg sein? Dass man keinen Touch hat und das dann erlernen kann glaub ich gern, aber verlernen? Du lernst auch nur einmal das Fahrrad-Fahren, wobei du es vorher logischerweise nicht konntest...
Weg ist der Touch nicht, aber es kann durchaus sein dass Kaep die Pässe "aus Reflex" einfach rausfeuert um den Ball los zu werden.
Zitat von: Baschi00 am Di, 12. Nov. ’13, 23:58
Zitat von: Candlestick am Di, 12. Nov. ’13, 23:43
Schon mal darüber nachgedacht, dass auf viele Spielzüge verzichtet wird, weil bei CK der Touch weg ist?
Wie kann denn bitte der Touch weg sein? Dass man keinen Touch hat und das dann erlernen kann glaub ich gern, aber verlernen? Du lernst auch nur einmal das Fahrrad-Fahren, wobei du es vorher logischerweise nicht konntest...
So wie ein Golfer seinen Schwung verlieren kann ;)
Frag mal bei Martin Kaymer nach: für kurze Zeit im Golfolymp angekommen und seit dem kaum noch etwas gewonnen. Manchmal war er froh, wenn er überhaupt den Cut geschafft hat.
Dabei fällt mir ein: haben die 49ers eigentlich einen Teampsychologen? Das meine ich jetzt gar nicht despektierlich. Schließlich gibt es in den USA für jede Lebenslage einen Therapeuten und um Kap herum passiert genug Sch..., da kann man als 2nd Year Player schon mal verzweifeln. Das habe ich einem anderen QB ja auch zugestanden ::)
Hängte es nicht nur an Statistiken auf!
2,5 sec. sind halt nicht immer 2,5sec. - Hört sich komisch an, ist aber so.
Wenn ich Möglichkeiten habe (oder bekomme) um in 2,5 sec. den Ball loszuwerden, reichen diese. Wenn nicht, werde ich gesackt oder muss scrambeln.
Insofern ist es offensichtlich, dass im System, das Roman z.Z. spielt 2,5 sec. nicht ausreichen. CK geht seine erste Option durch und dieses ist anscheinend auf eine Route, die längere zeit in Anspruch nimmt. Zur zweiten Option kommt er meistens gar nicht.
Also: entweder Fehler im System oder man traut CK (und den Receivern) anscheinend wirklich nichts zu.
Vermutlich spielen wir dieses System aber aufgrund der überragenden physischen Fähigkeiten von Kap. Im Vorjahr war es ja noch nicht so - mit einem QB der limitiert ist.
Nur die Coaches scheinen sich da leider verzockt und aufs falsche Pferd gesetzt zu haben... :-[
Womit ich nicht sagen will, dass wir den falschen QB haben. ABER die Entscheidung die getroffen wurde hat zu den falschen Rückschlüssen geführt. Dass, was die Coaches mit Colin spielen wollen (Lauf, Lauf, tiefer Pass, Lauf, Read Option, tiefer Pass, Lauf, Lauf...) geht in dieser NFL ohne Anspielstationen nicht mit einem Quarterback, der nicht Peyton (!) Manning, Drew Brees oder Aaron Rodgers reicht.
Es muss schnellstens ein Gameplan her, in dem Offense und QB einen Rhythmus aufbauen können. Und an dieser Stelle frage ich mich, ob wir wirklich den größten Idioten als OC haben oder dieses momentan unserem QB nicht zugetraut wird...
Für meinen geschmack müssen erstmal nur vernünftige receiver her und dann sieht das ganze schon anders aus. Wir sind vom genialen spiel der 2. hälfte der letzten saison nur einen hauch entfernt, da muss man nicht wieder alles kaputt reden.
Wahrscheinlicher ist für mich b) denn Roman hin oder her, ein Vollpfosten ist er nicht. Und was mal ganz fröhlich oft ignoriert wird, Harbaugh ist ein Offense-Coach, es ist auch seine Offense, sein System.
Man kann nicht immer auf Roman rumhacken und Harbaugh außen vor lassen.
Erst mal eins gleich zu Beginn: Kaep ist kein Peyton Manning!
Das sollte jedem klar sein, daher Brauch man da auch keine Vergleiche ziehen. Punkt und Ende.
Das Problem sind auch nicht in erster Linie die Passempfänger, denn wenn ich zwei ganz große Namen wie Boldin und Davis habe ist das was!
Dazu habe ich nen guten Run und eine passable O-Line, da MUSS einfach mehr drin sein.
Woran liegt es nun? In meinen Augen sind es Roman, Kaep und Alex Smith!
Letztes Jahr hatte Kaep entweder keinerlei Druck und konnte groß aufspielen, da mit Alex ein guter QB bereit stand.
Oder er brauchte den Druck, da Alex bereit stand und die wenigsten mit einer solchen Leistung Kaeps gerechnet haben.
Egal welche der beiden Optionen es war sie hat Kaepernick angefeuert und durch seine Plays war es Roman einfach die "richtigen" Plays zu callen. Wenn mal was nicht geklappt hat, wurde sich an der Sideline mit Alex hingesetzt und Dinge besprochen.
Dieses Jahr ist Kaep entweder zu schnell oder zu langsam mit den Würfen, er hat keine Ruhe und wird schnell nervös und ihm fehlt die Übersicht. Da haben er und die Coaches verpasst sich besser vorzubereiten und auf die gegnerische Defense zu reagieren.
Und es fehlt jemand an der Sideline! McCoy ist dort der falsche Mann. Wenn's heut net läuft rennt Kaep mit hängenden Kopf oder völlig frustriert vom Feld ohne das da ein erfahrener Back Up steht, der ihm hilft!
In meinen Augen liegt in der Kompatibelität von QB, OC und BU-QB/QB-Coach das Problem unserer Offense.
Ich empfinde gerade Manning als einen recht schlechten Vergleich, weil der mit Druck verdammt schlecht umgeht. Er wirft Bälle schnell, aber wenn er wirklich den Druck im Gesicht hat, dann spielt er oft richtig mies (s. Playoffs) und/oder produziert Turnover (s. @ Colts/Jaguars).
Brees und Rodgers sind für mich die einzigen beiden Quarterbacks, die die meiste Zeit über wirklich völlig unbeeindruckt vom Pass Rush bleiben.
Abgesehen davon ist dieses so-und-so-viele Sekunden Hin-und-Her etwas sinnlos. Dass man bei einer Playaction oder Read Option automatisch etwas mehr Zeit braucht, sollte jedem klar sein. Wenn man sich im Coaches Film des Gamepass die entsprechenden Plays ansieht, so war bei den Sacks recht wenig Chance sie zu verhindern. Vielleicht hätte er zwei-, dreimal eine incompletion rausholen können oder beim zweiten Sack auf eine Grounding Penalty gehen sollen (-10 statt -14 Yards), aber ansonsten waren gerade die Sack-Plays nicht das Problem.
Das Problem waren die Plays, in denen die Protection bis zum Wurf gehalten hat. Und da wurde bereits angesprochen, dass er den Ball so schnell wie möglich zu seiner ersten Option warf. Warum auch immer.
Bzgl. dem, dass er keinen Touch mehr haben soll, frage ich mich, wie ihr Euch dann vorstellt, dass er den Pass auf McDonald geworfen hat, oder die ganzen Post- und Corner-Routes auf Davis in den Spielen davor.
Sanfranolli schreibt es, wagt aber die logische Schlussfolgerung nicht. Oder so ;-)
Vielleicht wird noch alles richtig, nach heutigem Stand aber bleibt für mich: CK ist einfach viel zu früh reingeworfen worden, wie ich es andersweitig schrieb hat Harbaugh nur an den schnellen Erfolg gedacht.
Er hat im Hype CKs Entwicklungsstand völlig falsch eingeschätzt, hat unterschätzt, dass auch Zeiten kommen wo der QB nicht vom Team getragen wird, sondern der QB das Team tragen muss.
Soweit ist CK nicht, was man ihm nicht vorwerfen kann, was man aber nun den Coaches vorwerfen muss. Sie haben einen stabilen, vor allem charakterlich gereiften Leader abgegeben und auf ein QB gesetzt der am Anfang seiner Lernkurve steht.
Das kann man so machen, dann darf man aber niemals das Ziel Super Bowl definieren. Dieser Selbstanspruch führt doch allein gerade zu der berechtigten Kritik, zu dem Druck dem Kaep gerade nicht Stand hält. CK wurde von unseren Coaches in den Stand der QBs erhoben mit denen man den Super Bowl holen kann und will und dem wird er nun immer wieder nicht gerecht. Wäre er einfach nur ein QB am Anfang seiner Karriere, die Kritik an ihm wäre viel geringer, das lernende Talent stände mehr im Vordergrund.
Das ist das Problem, das ist das Ei was Harbaugh seinem QB ins Karrienest gelegt hat. Haifischbecken halt: fressen oder gefressen werden!
Naja, das eine ergibt bzw. ergab das andere. Wir hatten bzw. haben ein Super-Bowl-Fenster. Da muß man dann auch einmal auf den kurzfristigen Erfolg gehen, denn solche Fenster bleiben nicht ewig offen. Zudem: wenn man in einem Jahr in der Super Bowl war und der Kern des Teams intakt geblieben ist, dann kann für das folgende Jahr die Zielvorgabe nur lauten, einen Schritt (oder auch fünf Yards) besser zu werden.
Zitat von: igor am Mi, 13. Nov. ’13, 12:48
Naja, das eine ergibt bzw. ergab das andere. Wir hatten bzw. haben ein Super-Bowl-Fenster. Da muß man dann auch einmal auf den kurzfristigen Erfolg gehen, denn solche Fenster bleiben nicht ewig offen. Zudem: wenn man in einem Jahr in der Super Bowl war und der Kern des Teams intakt geblieben ist, dann kann für das folgende Jahr die Zielvorgabe nur lauten, einen Schritt (oder auch fünf Yards) besser zu werden.
Das sehe ich auch so. In der NFL wird einem nicht viel Zeit gewährt. NFL steht nicht umsonst für Not For Long. Da will eigentlich jeder den schnellen Erfolg. Und nach den letzten 2 Jahren kann man den Fans einfach nicht verkaufen, daß man in einem Rebuilding-Year ist.
Zitat von: zugschef am Mi, 13. Nov. ’13, 11:36
Ich empfinde gerade Manning als einen recht schlechten Vergleich, weil der mit Druck verdammt schlecht umgeht. Er wirft Bälle schnell, aber wenn er wirklich den Druck im Gesicht hat, dann spielt er oft richtig mies (s. Playoffs) und/oder produziert Turnover (s. @ Colts/Jaguars).
Brees und Rodgers sind für mich die einzigen beiden Quarterbacks, die die meiste Zeit über wirklich völlig unbeeindruckt vom Pass Rush bleiben.
Beides richtig. Trotzdem glaube ich, dass #18 in der Lage ist, wenn der Gameplan nicht funktioniert (einigermaßen, nicht perfekt) umzustellen und mit Kurzpassspiel (darauf kam es mir dabei an), einen Rhythmus aufzubauen.
Dazu waren die 49ers absolut nicht in der Lage. Und auch wenn ich nicht Deiner Meinung bin, dass Colin bei den ersten Sacks völlig schuldlos war, stimme ich zu, dass der fehlende Rhythmus an den Coaches lag und nicht (!) unserem QB. In den ersten Sequenzen saßen die kurzen Pässe nämlich gut.