In-Depth: New Orleans Saints: Outdoor vs. Indoor (14. Jan. 2012)
Die Saints werden im Vorfeld zum Divisional Playoff Game bei den 49ers von einigen Seiten als klassisches Dome Team bezeichnet, dessen Offense schwächelt, sobald ein Spiel unter freiem Himmel stattfindet. Aber ist das wirklich so? Auch wenn die Saints dies natürlich verneinen, sprechen die Statistiken zumindest teilweise dafür.
Die Annahme, dass ein Team wie die Saints in der Offense schlechter spielt, wenn das Spiel nicht in einem Dome stattfindet, beruht vor allem darauf, dass man in einem offenen Stadion stärker von Umwelteinflüssen wie Wind, Temperaturen und ggf. Regen beeinflusst wird. Dazu kommt immer, dass "normale" Stadien häufig "normales" Gras als Spielfeld haben, während in Domes fast ausschliesslich "Artificial Turf" zum Einsatz kommt.
Beides zusammen spricht vor allem dafür dass sich das Passspiel in einem offenen Stadion im Vergleich zum heimischen Dome verschlechtert. Da das Laufspiel weniger stark durch die Wetterbedingungen beeinflusst wird, würde man eigentlich meinen, dass die Saints in offenen Stadien verstärkt auf das Laufspiel setzen würden, doch das Gegenteil ist der Fall. Während die Saints im Dome durchschnittlich 40 Pässe werfen, sind es draussen stolze 46.
Dazu passt allerdings, dass bei den Saints vor allem das Laufspiel vom Dome profitiert hat: Während man im Dome auf stolze 5,2 Yards pro Lauf (knapp 150 pro Spiel) kommt, sind es auf Gras nur 4,2 Yards pro Lauf (knapp 110 pro Spiel). Auch die Lauf-Touchdowns verdoppeln sich im Dome von 0,6 auf 1,2 pro Spiel.
Im Passspiel ist der Unterschied allerdings auch sehr deutlich zu sehen, erzielen die Saints doch im Dome trotz der geringeren Anzahl an Pässen mehr Touchdowns pro Spiel, und auch die Yards pro Pass steigen (von 8,0 auf 8,7).
Besonders stark bemerkbar macht sich das gewohnte Spielfeld allerdings in der Red Zone, wo die Saints in offenen Stadien eine Erfolgsquote von 32% haben, die bei etwa gleichbleibender Zahl von Versuchen (4,9 statt 4,4 Versuche pro Spiel) im Dome auf unglaubliche 69% hochschnellt.
Auf die Erfolgsquote bei Third Downs (draussen mit 58% leicht besser als im Dome mit 57%) oder die Time of Possession (32:59 statt 32:01) hat das Stadion dagegen kaum bis keine Auswirkung.
Interessant werden die Unterschiede in den Statistiken der Saints Offense, wenn man das mit der Saints Defense vergleicht: Diese lässt etwa gleichviele Yards Pro Lauf (5,0 draussen, 4,8 drinnen) und pro Pass (7,4 statt 7,1) zu. Einzig die Completion Percentage (54% statt 60%) sinkt auch bei gegnerischen Quarterbacks, wenn diese draussen spielen.
Auch die Red Zone Defense funktioniert bei den Saints im Dome wesentlich besser als draussen. Während die gegnerische Offense im Dome zu 56% erfolgreich ist, sind es draussen unglaubliche 82%.
Abschliessend noch ein Wort zur wichtigsten Statistik: Die Saints erzielen im Dome durschnittlich 38,6 Punkte pro Spiel und haben zuletzt 4 Spiele in folge mindestens 42 Punkte gemacht. Gleichzeitig sind es in offenen Stadien nur 25,8 Punkte im Schnitt bei einem maximalwert von 34 (am ersten Spieltag bei den Green Bay Packers).
Die Defense hält den Gegner im Dome im Durchschnitt bei 20,4 Punkten und in offenen Stadien bei 24,4 - zusammen macht dies einen Unterschied von 2 Touchdowns pro Spiel aus.
Wirklich aussagekräftig sind diese ganzen Statistiken aber wohl eher nicht, da die Saints 4 ihrer nur 5 Spiele in offenen Stadien in den ersten 6 Wochen der Saison hatten, sie aber erst in der zweiten Saisonhälfte richtig in Fahrt gekommen sind.
In diesem Sinne: Ich wünsche einen spannenden und hoffentlich erfolgreichen Samstag Abend!
Die Annahme, dass ein Team wie die Saints in der Offense schlechter spielt, wenn das Spiel nicht in einem Dome stattfindet, beruht vor allem darauf, dass man in einem offenen Stadion stärker von Umwelteinflüssen wie Wind, Temperaturen und ggf. Regen beeinflusst wird. Dazu kommt immer, dass "normale" Stadien häufig "normales" Gras als Spielfeld haben, während in Domes fast ausschliesslich "Artificial Turf" zum Einsatz kommt.
Beides zusammen spricht vor allem dafür dass sich das Passspiel in einem offenen Stadion im Vergleich zum heimischen Dome verschlechtert. Da das Laufspiel weniger stark durch die Wetterbedingungen beeinflusst wird, würde man eigentlich meinen, dass die Saints in offenen Stadien verstärkt auf das Laufspiel setzen würden, doch das Gegenteil ist der Fall. Während die Saints im Dome durchschnittlich 40 Pässe werfen, sind es draussen stolze 46.
Dazu passt allerdings, dass bei den Saints vor allem das Laufspiel vom Dome profitiert hat: Während man im Dome auf stolze 5,2 Yards pro Lauf (knapp 150 pro Spiel) kommt, sind es auf Gras nur 4,2 Yards pro Lauf (knapp 110 pro Spiel). Auch die Lauf-Touchdowns verdoppeln sich im Dome von 0,6 auf 1,2 pro Spiel.
Im Passspiel ist der Unterschied allerdings auch sehr deutlich zu sehen, erzielen die Saints doch im Dome trotz der geringeren Anzahl an Pässen mehr Touchdowns pro Spiel, und auch die Yards pro Pass steigen (von 8,0 auf 8,7).
Besonders stark bemerkbar macht sich das gewohnte Spielfeld allerdings in der Red Zone, wo die Saints in offenen Stadien eine Erfolgsquote von 32% haben, die bei etwa gleichbleibender Zahl von Versuchen (4,9 statt 4,4 Versuche pro Spiel) im Dome auf unglaubliche 69% hochschnellt.
Auf die Erfolgsquote bei Third Downs (draussen mit 58% leicht besser als im Dome mit 57%) oder die Time of Possession (32:59 statt 32:01) hat das Stadion dagegen kaum bis keine Auswirkung.
Interessant werden die Unterschiede in den Statistiken der Saints Offense, wenn man das mit der Saints Defense vergleicht: Diese lässt etwa gleichviele Yards Pro Lauf (5,0 draussen, 4,8 drinnen) und pro Pass (7,4 statt 7,1) zu. Einzig die Completion Percentage (54% statt 60%) sinkt auch bei gegnerischen Quarterbacks, wenn diese draussen spielen.
Auch die Red Zone Defense funktioniert bei den Saints im Dome wesentlich besser als draussen. Während die gegnerische Offense im Dome zu 56% erfolgreich ist, sind es draussen unglaubliche 82%.
Abschliessend noch ein Wort zur wichtigsten Statistik: Die Saints erzielen im Dome durschnittlich 38,6 Punkte pro Spiel und haben zuletzt 4 Spiele in folge mindestens 42 Punkte gemacht. Gleichzeitig sind es in offenen Stadien nur 25,8 Punkte im Schnitt bei einem maximalwert von 34 (am ersten Spieltag bei den Green Bay Packers).
Die Defense hält den Gegner im Dome im Durchschnitt bei 20,4 Punkten und in offenen Stadien bei 24,4 - zusammen macht dies einen Unterschied von 2 Touchdowns pro Spiel aus.
Wirklich aussagekräftig sind diese ganzen Statistiken aber wohl eher nicht, da die Saints 4 ihrer nur 5 Spiele in offenen Stadien in den ersten 6 Wochen der Saison hatten, sie aber erst in der zweiten Saisonhälfte richtig in Fahrt gekommen sind.
In diesem Sinne: Ich wünsche einen spannenden und hoffentlich erfolgreichen Samstag Abend!
Kommentare
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igor (14. Jan. 2012)
DeRa (14. Jan. 2012)
opjens (14. Jan. 2012)
Gruss Jens
the_hawk (14. Jan. 2012)
53° Few Clouds (espn)
DeRa (14. Jan. 2012)
zugschef (14. Jan. 2012)
sfHawk (14. Jan. 2012)
wizard49er (14. Jan. 2012)
Einen kleinen Faktor setze ich noch auf den Rasen
JOMONTANA (14. Jan. 2012)
Diabolo (14. Jan. 2012)
MoRe99 (15. Jan. 2012)
Gute Arbeit!
the_hawk (15. Jan. 2012)
Fans waren toll soweit ich's mitbekommen hab
wizard49er (15. Jan. 2012)
Genau !! Go Giants !!
jerryrice80 (15. Jan. 2012)
Die Frage ist aber auch, würden uns die Packers nicht ein klein wenig mehr unterschätzen, bzw haben die Packers nichts aus einem Reg-saisongame gutzumachen !
wizard49er (15. Jan. 2012)