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In-Depth: Stadion-Deal: Vergnügungsparkbetreiber opponiert wieder

Begonnen von duffeldoffel, Mi, 10. Okt. ’07, 12:10

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duffeldoffel

Wenn die San Francisco 49ers nach Santa Clara umziehen möchten, kann es sein, dass sie dafür auch den Vergnügungspark "Great America" kaufen müssen.

Cedar Fair, die Betreiberfirma des Vergnügungsparks, dessen Hauptparkplatz die 49ers als Stadionstandort ins Auge gefasst haben, sagte am Dienstag, man opponiere gegen das 853-Millionen-Dollar-Projekt.

Das hatte die Firma schon einmal gesagt und war dann von dieser Haltung wieder zurückgewichen. Diesmal ist es jedoch offiziell.

Cedar Fair sagte, man sei nach monatelangen Studien zu dem Schluss gekommen, dass der Plan der 49ers, ein Stadion mit 68.000 Plätzen östlich des Highway 101 für Great America nicht funktionieren würde wegen der Parkplatzverluste, Verkehrsstörungen und der negativen Gesamteinwirkung auf die Kunden des Themenparks.

"Er gefährdet den zukünftigen Betrieb von Great America.", so die Firma am Dienstag in einem Statement.

Offizielle in Santa Clara, das jährliche Einnahmen in Höhe von 5,3 Millionen $ von Great America verzeichnet, sagen, sie betrachten Cedar Fair's Unterstützung als wesentlich, um den Stadion-Deal voranzutreiben. Die Verkündung erreichte das Rathaus am Dienstag, wo Cedar Fair gerade mit Offiziellen von Santa Clara verhandelte.

"Cedar Fair müsste bei dem Vorschlag kooperieren.", so Carol McCarthy, stellvertretende Stadtmanagerin. "Das Land ist an sie verpachtet."

Die Frage ist, ob Cedar Fair's jüngste Verkündung ein Deal Killer sein soll, oder ob man damit intensive Verhandlungen beginnen will, um die 49ers zu zwingen, den Vergnügungspark zu kaufen, dessen Wert letztes Jahr auf 114 Millionen $ geschätzt wurde.

Cedar Fair tat nicht viel, um diese Frage zu klären - die Vertreter der Firma lehnten es ab, auf ihre Verkündung einzugehen.

Teamsprecherin Lisa Lang merkte an, dass Cedar Fair bei dem Stadion "flipfloppen" und dass das wahre Ziel der Firma sein könnte, Great America zu verkaufen.

Cedar Fair unterstützte ursprünglich die Idee und hieß das Team auf seiner elektrischen Anzeige am Highway 101 willkommen. Später opponierte man gegen das Projekt, bevor man seine Haltung erneut änderte und sich als neutral erklärte. Eine Sprecherin von Cedar Fair sagte vor einem Monat zu den Mercury News, die Firma habe "absolut" nicht die Absicht, den Park zu veräußern.

Lang sagte, das Ändern der Haltung sei ganz Teil der Strategie des Parks.

"Wir erwarten weiteres Flipfloppen von ihnen, während wir weiter verhandeln. Wir glauben, dass sie letztlich nicht am Standortplan arbeiten, sondern den Park verkaufen wollen.", so Lang.

Aber egal was Cedar Fair zuvor erklärt hat, eine Veräußerung könnte durchaus seine Anreize haben.

Im September berichtete Cedar Fair von einem Einkünfterückgang von einem Prozent (oder 2,6 Millionen $) im August gegenüber dem letzten Jahr unter Berücksichtigung der fünf Parks, die man letztes Jahr von Paramount erworben hatte, darunter Great America. Ein Statement auf der Website von Cedar Fair führte dies auf einen Besucherrückgang um fünf Prozent (oder 315.000 Besucher) zurück.

"Wir sind ein wenig enttäuscht über die August-Resultate der neu erworbenen Parks.", so Dick Kinzel, Chief Executive Officer von Cedar Fair. "Jedoch glauben wir, dass wir immer noch auf dem richtigen Weg sind mit unseren Integrationsplänen für diese Parks."

Die 49ers, die unbedingt zur Saison 2012 dem Candlestick Point entkommen wollen, schließen nicht aus, Great America zu kaufen. Tatsächlich, so Lang, brachten Offizielle der Firma das Thema bereits kürzlich bei Verhandlungen mit den Niners auf. Teamoffizielle glauben, dass Cedar Fair mit der Ankündigung, gegen den Stadion-Deal zu opponieren, eine härtere Verhandlungsposition einnehmen wollen.

"Ursprünglich war das bei diesem Projekt nicht vorgesehen, aber es ist etwas, was wir erwägen müssen, um dieses Projekt voranzutreiben, also werden wir es erwägen.", so Lang. "Wir sind ein Football-Team, kein Themenparkbetreiber, aber wenn dies die Barriere ist, die wir überwinden müssen, um das Projekt zu realisieren, dann würden wir es erwägen."

Die Verbindung eines Profisportteams mit einem Vergnügungspark ist nicht einmalig. Dan Snyder, Owner der Washington Redskins ist auch der Chairman der Vergnügungsparkkette "Six Flags". Wayne Huizenga, Owner der Miami Dolphins, wollte einen großen Themenpark bauen, als er der Chairman von Blockbuster war, aber der Plan war gestorben, nachdem er die Firma an Viacom verkaufte. Und Disney gehörte einst das Hockey-Team Anaheim Mighty Ducks und das Baseball-Team Los Angeles Angels.

Aber ob das Team überhaupt kaufen könnte, ist unklar, weil es eine Bestimmung im Pachtvertrag zwischen der Stadt und Great America gibt, welche besagt, dass nur eine Firma mit entsprechender erwiesener Erfahrung den Park betreiben darf. Jegliche Änderung des Vertrags benötigt die Zustimmung von Cedar Fair und dem Stadtrat von Santa Clara.

"Jegliche Veräußerung erfordert die Genehmigung der Stadt und einen Themenparkbetreiber erster Klasse ... mit erwiesener finanzieller Fähigkeit, den Park zu betreiben.", so McCarthy.

Auch wurden dieses Jahr von den führenden Stadtpolitikern Richtlinien verabschiedet, die auf dem Feedback der Bürger basierten und welche versprechen, dass der Deal nicht stattfindet, wenn Cedar Fair gegen das vorgeschlagene Stadion opponiert.

Stadtratsmitglied Kevin Moore brachte seinen Frust über Cedar Fair zum Ausdruck. Andere, wie Stadiongegnerin Karen Hardy, zeigten sich verwirrt darüber, wie das Team sich den Kauf des Parks leisten könnte: "Sie haben nicht einmal genug Geld für ihr Stadion, sie bitten uns doch um Geld."

Lang sagte, das Team sei auch gewillt, andere Optionen zu erwägen, darunter das Stadion auf einem ca. sieben Hektar großen Parkplatz östlich des gegenwärtig vorgeschlagenen Standortes zu bauen. Great America nutzt diesen Parkplatz als Ausweichmöglichkeit im Falle der Überfüllung.

Dieser Plan ist jedoch weniger attraktiv für die Niners, weil das Stadion und der dazugehörige Parkplatz dabei getrennt wären, so dass die Fans einen weiteren Fußweg hätten.

"Wir finden nicht, dass damit ein so großer Unterhaltungsbereich geschaffen wird.", so Lang.

Unter'm Strich stehe, so Lang: "Es gibt eine Anzahl von Standortkonfigurationen, die man (Cedar Fair) sich anschauen könnte, wenn man ernsthaft gewillt wäre, das Projekt voranzutreiben."

Aber sie sagte, die Firma habe eher "Prozessanwälte" statt Planer zu den kürzlichen Meetings geschickt.

"Aus unserer Sicht ist es nur ein Hin-und-Her-Lärm, den wir weiterhin hören werden, während wir mit ihnen verhandeln, und man muss es als das erkennen, was es ist.", so Lang.

Quellen: Julie Patel (San Jose Mercury News, 09.10.), Phillip Matier und Andrew Ross (San Francisco Chronicle, 10.10.)

sebastian082

Och befürchte, so langsam können wir uns mit dem Namen

"Los Angeles 49ers"

befassen.... :pukey:
Clear Eyes!
Full Hearts!
Can't Lose!

buche67

Zitat von: sebastian082 am Mi, 10. Okt. ’07, 13:51
Och befürchte, so langsam können wir uns mit dem Namen

"Los Angeles 49ers"

befassen.... :pukey:
ich wäre eher für die berlin 49ers ;D

Brent_Jones84

tja nun entweder an der "idyllischen werft", oder wirklich noch ein umzug in eine stadt, die mit san francisco so viel zu tun hat, wie berlin mit dresden!!!

PS: die stadt ist aber nun auch noch mehr unter druck und sollte sich jetzt nicht freuen, sondern weiter richtig gas geben.

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