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In-Depth: Wie die 49ers ohne Smith spielten

Begonnen von zugschef, Do, 4. Okt. ’07, 01:16

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zugschef

Offensive Coordinator Jim Hostler geriet bei seinen ersten vier Spielen in seinem neuen Job unter heftige Kritik, aber Mike Nolan stärkte ihm stets den Rücken. Es dürfte immer noch zu früh sein, um den Mann vollends zu evaluieren, aber es gibt einige Fragen über den Zugang zum Spiel nachdem Alex Smith mit seiner Schulterluxation aus dem Spiel aussschied, die geklärt werden sollten.

Backup Quarterback Trent Dilfer ist nich so mobil wie Smith. Der Pass Rush der Seahawks setzte den 49ers zu, und deren Offensive Line sah bei ihren Blocking Assignments verwirrt aus und hatte auch Probleme damit die Zweikämpfe zu gewinnen.

Es drängt sich also die Frage auf, warum man Dilfer kontinuierlich fünf oder sogar sieben Schritte zurückmachen ließ, obwohl ihn seine Line nicht schützen konnte. Das ist der selbe Kritikpunkt, der Tom Walsh, den letztjährigen Offensive Coordinator der Raiders, seinen Job vor dem Ende der Saison kostete.

Dilfers erster Passversuch war ein Three-Step Drop, in dem er Darrell Jackson für sechs Yards fand. Man würde denken, dass ähnliche Plays der Schwerpunkt ohne Smith werden würden. Das bringt den Ball schneller aus Dilfers Händen und verlangsamt den Pass Rush der Seahawks, wenn die 49ers sich dazu entschließen den Ball zu werfen. Außerdem hilft es den 49ers Receivern, die sich schwer damit tun sich freizulaufen, und unterstützt ihre Stärken.

Aber stattdessen musste Dilfer weit zurückdroppen. Die 49ers versuchten auch nur zwei Screens im gesamten Spiel. Beide misslangen. Dennoch hätte ein genauerer Pass auf Michael Robinson bei einem der beiden in einem langen Spielzug enden können.

So erging es Dilfer bei seinen verschiedenen Drops:

Drei Schritte: 4 von 5 für 31 Yards (92,5 Passer Rating).

Fünf Schritte: 4 von 11 für 60 Yards und 2 Sacks (55,1 Passer Rating).

Sieben Schritte: 4 von 15 für 37 Yards mit 2 Interceptions und 2 Sacks (0,0 Rating).

Shotgun Formation: 0 von 1 mit 1 Sack (zudem wurde Alex Smith bei einem Play aus der Shotgun verletzt).

Also kann man grundsätzlich sagen, dass je länger das Play zum Entwickeln brauchte, desto geringer der Erfolg für die 49ers gegen die Seahawks damit war.

***

Quelle: Matt Maiocco (Santa Rosa Press Democrat, 03.10.)

zugschef

ich versteh nicht, warum das nur für dilfer und nicht auf für alex gilt? das ist ja GENAU DAS, was wir fans schon zuvor kritisiert haben. GENAU DAS hat smiths verletzung herbeibeschworen.

ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ähnliche analyse von smiths dropbacks eine ähnliche statistik ergäben.

sebastian082

Zitat von: zugschef am Do,  4. Okt. ’07, 01:16
Außerdem hilft es den 49ers Receivern, die sich schwer damit tun sich freizulaufen, und unterstützt ihre Stärken.


Ich muss ehrlich zugeben, dass kapier ich nicht. Für den Receiver wird es doch eher einfacher, je länger der Spielzug dauert. Oder bin ich da einfach zu doof?
Clear Eyes!
Full Hearts!
Can't Lose!

Brent_Jones84

na gut, aber je schneller der pass am mann ist, umso schneller kann er damit auch was anfangen und ihn verwerten. wird zu lange gewartet kann sich die situation für den QB beim werfen des balles immer verändern.

deshalb mag ich es lieber wie in der WCO schnelle kurze pässe für 5-10 yards und dann ab in richtung nächstem yard schielen, und nicht so sehr die ewig vielen schritte zurück schaun und hoffen das die line hält. die schnelleren pässe würden sicher wenn sie gut kommen, auch den gegner mehr vom blitzen abhalten, da ihnen die zeit genommen wird, druck auf den QB zu machen wie ich meine.

zugschef

Zitat von: sebastian082 am Do,  4. Okt. ’07, 10:34
Ich muss ehrlich zugeben, dass kapier ich nicht. Für den Receiver wird es doch eher einfacher, je länger der Spielzug dauert. Oder bin ich da einfach zu doof?
kurze passspielzüge sind viel schwerer zu verteidigen als lange.

Duke

Zitat von: sebastian082 am Do,  4. Okt. ’07, 10:34
Zitat von: zugschef am Do,  4. Okt. ’07, 01:16
Außerdem hilft es den 49ers Receivern, die sich schwer damit tun sich freizulaufen, und unterstützt ihre Stärken.


Ich muss ehrlich zugeben, dass kapier ich nicht. Für den Receiver wird es doch eher einfacher, je länger der Spielzug dauert. Oder bin ich da einfach zu doof?
Kommt drauf an:
1. Wie schnell er ist
2. Wie schnell er seinen Cut ausführt
3. Welches System die Passverteidigung zockt
4. Wie schnell der Cornerback/Linebacker ist
5. Wie schnell der Safety ist
6. Ob Cornerback/Linebacker und/oder Safety auf den Cut hereinfallen
7. Wie genau der Ball geworfen wurde

Grundsätzlich ist es am günstigsten, den Reciever kurz nach dem Cut zu bedienen. Ubd den macht er meistens innerhalb der ersten 5 bis 7 Yards.
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

sebastian082

Also bleibt als Ergebnis:
Kurze Pässe sind dann von Vorteil, wenn die Defense nicht genau das verteidigt, und der Receiver seine Cuts richtig macht.
Da aber unser Problem ja scheinbar unter anderem ist, dass die Receiver genau dazu nicht in der Lage sind, bleibt die Frage, ob sie es bei kurzen Pässen besser machen. Einen Versuch wäre es wohl mal wert..
Clear Eyes!
Full Hearts!
Can't Lose!

Duke

Hier nochmal die wichtigsten Basics zur Coryell-Offense:

# It is a "stretch-the-field vertically" offense, predicated on the complementary effects of throwing deep and running the football
# The receivers often run intermediate-to-long routes
# The QB takes more 5- and 7-step drops
# It emphasizes maximum pass protection, to protect the QB until the receivers get open downfield
# It is committed to the power running game.

Genau diese Voraussetzungen haben die Niners derzeit ins keinster Weise. Finde ich zumindest.
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

igor

Zitat von: Duke am Do,  4. Okt. ’07, 13:56
Hier nochmal die wichtigsten Basics zur Coryell-Offense:

# It is a "stretch-the-field vertically" offense, predicated on the complementary effects of throwing deep and running the football
# The receivers often run intermediate-to-long routes
# The QB takes more 5- and 7-step drops
# It emphasizes maximum pass protection, to protect the QB until the receivers get open downfield
# It is committed to the power running game.

Genau diese Voraussetzungen haben die Niners derzeit ins keinster Weise. Finde ich zumindest.
so wuerde ich das nicht sagen -- den dritten punkt in deiner aufzaehlung erfuellen wir voll und ganz. *g*

(bloed nur dass es sich dann bei punkt vier spiesst.) ;-)

cheers =)
*igor*

--
GO NINERS!
Ask not what the community can do for you, ask what you can do for the community!
—Jurgen

zugschef

Zitat von: sebastian082 am Do,  4. Okt. ’07, 13:39
Also bleibt als Ergebnis:
Kurze Pässe sind dann von Vorteil, wenn die Defense nicht genau das verteidigt, und der Receiver seine Cuts richtig macht.
Da aber unser Problem ja scheinbar unter anderem ist, dass die Receiver genau dazu nicht in der Lage sind, bleibt die Frage, ob sie es bei kurzen Pässen besser machen. Einen Versuch wäre es wohl mal wert..
offensichtlich machen sie es besser, sonst wären in dem bereich die statistiken net so viel besser.

Brent_Jones84

dann sollten sie es vielleicht einfach mal probieren mit ein wenig finesse im gameplan und etwas umstellen. vielleicht bringt das auch den gegner mal ein wenig ins schwitzen, denn das machen die gegner zumindest die defense momentan nur auf dem stepper oder rad an der seitenlinie.

Moriarty

Kurze, schnelle Pässe sind genau das, was ich vermisse (siehe 49ers vs. Ravens Preview). Offensichtlich hat man damit auch mehr Erfolg.

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