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In-Depth: Turner's Wechsel schadete allen Beteiligten

Begonnen von duffeldoffel, Mi, 3. Okt. ’07, 19:04

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duffeldoffel

Als Norv Turner's Name letzten Winter erstmals als Head-Coach-Kandidat aufkam, rief Frank Gore ihn an und bat ihn, bei den 49ers zu bleiben.

"Wir brauchen ihn hier.", so Gore im Februar. "Bei dem jungen Team, das wir haben, könnten wir immer besser und besser werden. Letztes Jahr verbesserten wir uns vom ersten Spieltag bis zum letzten Spieltag mit jedem Spiel. Das konnte man sehen."

Schließlich aber ging Turner doch, um die San Diego Chargers zu übernehmen. Und bis jetzt hat das jeden Beteiligten geschadet.

Die 49ers haben ohne ihn Probleme (213,2 yds pro Spiel, ein Rückgang um 90,6 yds), die Chargers haben mit ihm Probleme (290,2 yds pro Spiel, ein Rückgang um 74,8 yds).

Und Turner's Ruf als Coordinator, der mit dem Top Job nicht umgehen kann, scheint zum dritten und wohl letzten Mal in Stein gemeißelt zu werden.

Vielleicht hätte er auf Gore hören sollen.

"Es ist furchtbar, furchtbar.", so Josh Rosenberg, Moderator des Sport-Talk-Radiosenders XPRS in San Diego diese Woche in einem Telefoninterview. "Die Erwartungen der Fans sind von 'Super Bowl, sonst nichts' auf 'Können wir überhaupt ein Spiel gewinnen?' zurückgegangen."

Die Chargers verloren am Sonntag gegen Kansas City und stehen 1-3, womit Turner's Karriere-Record auf 59-85-1 gefallen ist.

Seine vorherigen Arbeitgeber, die Washington Redskins und Oakland Raiders, hatten keine so talentierten Teams. Die Chargers schlossen die letzte Saison mit 14-2 ab und entsendeten zehn Spieler zur Pro Bowl.

Jetzt ist es schwer, Unterstützung zu finden - zumindest um San Diego herum. Seine 49ers-Spieler hingegen beharren darauf, dass der innovativer Lehrer, mit dem sie letztes Jahr arbeiteten, die Dinge letztlich richten wird. Quarterback Alex Smith, der sich unter Turner's Anleitung verbesserte, kommt aus San Diego und hat ein Auge auf die Probleme der Chargers.

"Ich denke, es ist nicht der Start, den sie da unten alle wollten, aber ich denke, der Grund, warum sie ihn holten, ist, dass sie Playoff-Spiele gewinnen wollen.", so Smith am Dienstag vom Hauptquartier der 49ers aus, wo er wegen seiner Schulterverletzung behandelt wurde. "Es ist noch früh in der Saison. Wenn sie in die Spur zurückfinden und in Gang kommen, denke ich, dass sich in ein paar Wochen niemand mehr an dies hier erinnert. Sie sind immer noch in Position, um zurückzukommen und in Gang zu kommen."

San Diego hat drei Gegnern in Folge erlaubt, 30 Punkte zu erzielen, darunter die Chiefs, die gegen Houston nur drei, gegen Chicago zehn und gegen Minnesota 13 Punkte erzielt hatten.

Nicht einmal LaDainian Tomlinson, der elektrisierende Running Back und Touchdown-Jäger, kann durchbrechen. Nach vier Spielen hat er 262 yds auf dem Konto. Er belegt damit Platz 18 in der NFL - Platz 18! - und ist so frustriert, dass er beschlossen hat, seinen Plan, ein stimmgewaltigerer Leader zu sein, aufzugeben.

"Man kann reden, bis man blau anläuft.", so Tomlinson in einer Story auf Chargers.com. "Was definiert einen Leader? Redet man jeden Tag und sagt den Leuten, was sie tun müssen, oder geht man auf's Feld und setzt ein Beispiel dessen, was richtig ist. Ich denke, wir haben größtenteils genug geredet, um ehrlich zu sein."

Am Ende der Niederlage gegen die Chiefs begannen die Fans, nach Marty Schottenheimer zu rufen, der Coach, der von General Manager A.J. Smith entlassen wurde, weil es persönliche Differenzen gab.

Die Rufe beim Spiel waren harmlos im Vergleich zum Rest des Aufschreis. Wie Nick Canepa, ein Kolumnist der San Diego Union-Tribune am Montag schrieb, "könnte Norv Turner derzeit in dieser Stadt nicht einmal in einer Suppenküche eine freie Mahlzeit bekommen."

Im Chargers Fan Blog auf der Website des Blattes postete ein Leser: "Kryptonit schwächt Superman, Norv schwächt die Chargers. Wie kann man zulassen, dass ein Team, das im Durchschnitt acht Punkte pro Spiel erzielte, hierher kommt und uns schlägt? Moment, ich glaube, ich weiß es ... löchrige Defense, schwache Ballsicherheit und fragwürdiges Play-Calling."

Turner bekam auch Druck dafür, dass er es nicht schaffte, Tomlinson in der zweiten Halbzeit produktiv einzusetzen. Der Back hatte in der ersten Halbzeit 14 Carries für 116 yds, aber in der zweiten Halbzeit waren es nur sechs Carries für 16 yds.

Bei seiner Pressekonferenz am Montag ging Turner mit seinem typischen Understatement mit dem Feuersturm um. Er sagte, die Chargers hätten auf das Passspiel zurückgegriffen, weil es mehrere Gelegenheiten für Big Plays gab. Sie verpassten sie einfach. (Quarterback Philip Rivers, ein letztjähriger Pro Bowler, hat fünf Touchdown-Pässe und sechs Interceptions.)

"Ich habe es schon einige Male gesagt: Ich verstehe die Verantwortung des Jobs, den ich habe.", so Turner zu Reportern in San Diego. "Es ist mein Job, die Dinge, über die wir sprechen, zu richten, die mangelnde Konstanz, die Probleme, die wir mit Turnovers und zugelassenen Plays haben."

So ziemlich das einzige Team, das noch schlechter dran ist, ist das Team, das Turner verließ. Unter dem neuen Offensive Coordinator Jim Hostler rangieren die 49ers an letzter Stelle in den Kategorien Yards pro Spiel (213,3), Passing Yards pro Spiel (118,0) und Third-Down-Verwertungen (13).

Als sich am Sonntag die Niederlage der Chargers abzeichnete, begannen die Fans "Mar-ty! Mar-ty!" zu rufen. Ein paar hundert Meilen nordwärts, wo die 49ers den Seattle Seahawks mit 3-23 unterlagen, stand in etwa zur gleichen Zeit im Candlestick ein Fan mit starken Lungen von seinem Platz auf.

"Holt Norv zurück!", schrie er.

Quelle: Daniel Brown (San Jose Mercury News, 03.10.)

duffeldoffel

Dass die Chargers auch in der Scheiße sitzen, ist nicht mehr und nicht weniger als gerecht...  >:(

Und diese Schweinebande gehörte mal zu den Teams, die ich zu den sympathischeren zählte...

Brent_Jones84

ja, aber ich hätt lieber mehr erfolg im eigenen team, anstatt zu sagen, haha nun seht ihr chargers was ihr davon habt.

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