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In-Depth: Der kommende Gegner - vs. Seattle Seahawks

Begonnen von frontmode, Fr, 28. Sep. ’07, 23:01

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frontmode

By the numbers

Record:
2007: 2-1 (T 1. NFC-West)
2006: 9-7 (1. NFC-West)

Spread
Seahawks -2,5

Spiele gegen die 49ers sein 2005: 2-2
Nov. 20 05 at San Francisco W 27-25
Dec. 11 05 vs. San Francisco W 41-3
Nov. 19 06 at San Francisco L 20-14
Dec. 14 06 vs. San Francisco L 24-14

Herausragende Stats in diesen 4 Spielen:
Diese Spiele könnten in Footballlehrbüchern stehen, da sie die meisten Footballweisheiten bestätigen. Jedes Siegerteam hatte einen Running Back mit (teilweise deutlich) über 100 Yards Rushing, das Verliererteam nicht (teilweise ebenfalls deutlich). Das Siegerteam hatte jedes Mal weniger Turnover und mehr Sacks als das Verliererteam.

Injury Report:
Maurice Morris RB Probable
Ben Joppru TE Out
Will Herring LB Questionable
D.J. Hackett WR Out
Shaun Alexander RB Probable




Game Preview

Während die 49ers trotz bescheidener Offense einen Record von 2-1 aufweisen, können sich die Seahawks trotz einer bescheidenen Defense desselben Records rühmen. Die Hawks Verteidigung hat in den drei bisherigen Spielen bereits 1127 Yards abgegeben und dabei in zwei der Spiele über 400 Yards kassiert. Allerdings ist das Turnoververhältnis positiv. Die Offense der Seahawks macht nicht mehr einen so souveränen Eindruck, allerdings reicht es, um ausreichend Punkte zu erzielen. Alexander hat bereits zwei 100-Yards-Spiele und es ist sehr auffällig, dass Hasselback die Bälle sehr gut verteilt. Er bediente in allen drei Spielen mindestens sieben verschiedene Receiver.

Die Seahawks sind eines der wenigen verbliebenen reinen West-Coast-Offense Teams. Mike Holmgren hat dieses System als Schüler von Bill Walsh erlernt und als Headcoach und faktischer Offensive Coordinator in Green Bay und Seattle weiterentwickelt. Das System spiegeln die Stats recht gut wieder. Ein Übergewicht an Pässen mit einem sichtbaren Anteil auf RB und TE und trotzdem vorzeigbare Rushing Stats. Ein wichtiges Element der WCO kommt allerdings bei den Hawks seit Jahren ein wenig zu kurz. Die Tight End Position ist zu schwach besetzt, um ihre Rolle im System voll umsetzen zu können. 

Die Positionen in der Offense Line, bei den Running Backs und des Quarterbacks sind seit Jahren recht konstant besetzt. Die Seahawks haben aber in den letzten Jahren die Receiver und Tight-Ends kontinuierlich ausgetauscht. Die Offense Linie besteht mit der Ausnahme des Right Guard Chris Gray – der aber auch schon das zehnte Jahr in Seattle spielt – ausschließlich aus Seahawks Eigengewächsen. Sie spielen jetzt auch seit zwei Jahren konstant zusammen. Das klingt gut, aber trotzdem ist die Linie lange nicht mehr so stark wie noch im Super Bowl Jahr. Der spektakuläre Abgang von All-Pro Left Guard Steve Hutchinson (wer erinnert sich nicht an das Poison-Pill-Duell mit den Vikings) hat eine nicht zu schließende Lücke auf der linken Seite gerissen. All-Pro Walter Jones kann mit seinem neuen Partner nicht die gleichen Löcher für Alexander reißen. Man sieht es daran, dass vor allem die kurzen Downs nicht mehr nahezu ausschließlich über links gelaufen werden. Trotzdem ist das RB/FB Duo Alexander / Strong immer noch recht erfolgreich. Alexander ist aber durch eine Handverletzung gehandicapt, er kann den Ball lange nicht so sicher halten wie gewöhnlich und man hat gegen die Bengals deutlich gesehen, dass er extreme Schwierigkeiten hat, den Ball zu fangen. Das nimmt dem Offense-System eine wichtige Option. Deion Branch scheint sich nach der eher schwachen Saison 2006, in der er erst nach Saisonbeginn in einem Trade von den Patriots kam, besser in der WCO zurecht zu finden. Auch für Receiver ist dieses System nicht mal so eben zu erlernen, aber das Camp im Frühjahr hat das Verständnis für das System und das Timing mit Matt Hasselback deutlich verbessert. Auf der anderen Seite kann weder der im Poison-Pill-Duell ,,gewonnene" Nate Burleson noch Speedster D.J. Hackett wirklich überzeugen. Tight End Marcus Pollard ist zwar solide, aber nicht unbedingt die Antwort auf die Probleme der Seahawks auf der Position.

Die Seahawks spielen eine reine 4-3 Defense. Hier hat sich in den letzten 2-3 Jahren einiges getan. So wurde beispielsweise das gesamte Starting Linebacker Corps ausgetauscht und ist mit den Youngsters Hill und Tatupu und Ex-49ers Julian Peterson eines der stärksten der Liga. In diesem Frühjahr hat man dann auch die Linie nochmals verstärkt, in dem man Ex-Falcon Patrick Kerney in die amerikanische Kaffee-Hauptstadt holte. Auch auf der anderen Defensive End Position gibt es mit Daryl Tapp einen neuen Starter. Dieser wurde letztes Jahr in der zweiten Runde gedraftet. Auch beide Starting Cornerbacks sind Seahawks Eigengewächse, haben aber (noch) nicht die Qualität der Linebacker.  Trotzdem sind die Seahawks hier solide besetzt. Die einzige Position, auf der man keinen Starter selbst entwickelt hat, sind die Safeties. Interessanter Weise ist dies auch der Schwachpunkt der Verteidigung. Ob diese allerdings alleine für die mehr als 1100 zugelassenen Yards verantwortlich sind, darf bezweifelt werden.

Die Seahawks müssen mit D.J. Hackett auf einen ihrer Starting Wide Receiver verzichten. Nate Burelson konnte diese Position nie erobern und damit sollte es einen leichten Vorteil für das 49ers Backfield geben. Alexander wird sicher spielen, aber er wird nicht 100% fit drin. Auch hier dürfte das Passspiel betroffen sein.

Diese Spiel könnte die Vor-Vor-Entscheidung in der NFC-West sein. Die 49ers könnten mit einem Sieg kein direktes Duell in der eigenen Division mehr verlieren und gestärkt in das nächste Heimspiel eine Woche später gegen die Ravens gehen. Da hätte man die Chance mit einem weiteren Sieg als alleiniger Tabellenführer in die Bye Week zu gehen. Dieses wäre für die Psyche des jungen Teams Gold wert. Verliert man, dann werden die Fragen über die Offense und Hostler immer lauter und könnten zu einem sehr störenden Unruheherd werden. Die Seahawks könnten mit einem Sieg ihre Vormachtstellung in der NFC-West demonstrieren und die schlechten Leistungen der Defense vergessen machen. Eine Niederlage würde aus dem Gejagten einen Jäger machen und das Team im Spiel in Pittsburgh eine Woche später bereits unter enormen Druck setzen.
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

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