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In-Depth: Preview: 49ers vs. Seahawks

Begonnen von Moriarty, Fr, 28. Sep. ’07, 18:34

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Moriarty

Eine Niederlage ist mitunter doch nicht so schlecht, wenn man nicht nur das Ergebnis sieht. Lange Zeit konnten die 49ers am Sonntag gegen Pittsburgh mithalten, lediglich ein Return-TD der Steelers machte den Unterschied aus. Die Defense war besser, als es das Resultat vermuten lässt, vor allem die Passverteidigung war bis zu dem entscheidenden vierten Quarter tadellos. Drei Viertel war man quasi auf Augenhöhe mit den zuletzt so stark agierenden Steelers.

Das Spiel gibt keinen Grund zur Freude, aber nach den zuletzt gezeigten Offensivschwächen war man trotz der Siege skeptisch in der Bay Area. Das Spiel in Pittsburgh war in Hinblick auf die Offensive ein Fortschritt, auch wenn der Star Running Back Frank Gore immer noch nicht an seine Leistungen der letzten Saison anknüpfen konnte. Nicht unwesentlich daran beteiligt ist die O-Line, die Quarterback Alex Smith zwar dieses Mal relativ gut beschützte, andererseits aber keine Lücken blocken konnte.

Es scheint fast so, als ob Neu-Coordinator Hostler das Laufspiel forcieren möchte, das Offensichtliche bei den Calls konnte er zwar teilweise immer noch nicht abstellen, dennoch waren die Spielzüge im Wesentlichen abwechslungsreicher. Aufgrund von fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter und eigener Fehler war die Effektivität zwar immer noch nicht ausreichend vorhanden, aber den kleinen Schritt in die richtige Richtung konnte man spüren. Vor allem im Passspiel konnte man Fortschritte sehen.

Nichtsdestotrotz ließen die Receiver zu viele fangbare Bälle fallen, während Alex Smiths Leistungen immer noch zu sehr schwanken, wobei die phasenweise dargelegte Souveränität durchaus beeindruckend ist. Man kann nur schwer erörtern, welche Ursachen im Detail entscheidend sind, sicher ist nur, dass jede Unit inklusive Coaches eine Teilschuld hat.

Gegen den kommenden Gegner, die Seattle Seahawks, muss man sich jedenfalls noch einmal steigern, indem man die eigenen Fehler analysiert und effektiv für Änderungen nutzt. Das wird nicht einfach, zumal die Verletztenliste länger wird. Tight End Vernon Davis gab gegen die Steelers ein Lebenszeichen von sich, wurde aber im Rahmen einer skurrilen Spielsituation und Fehlentscheidung der Schiedsrichter verletzt und fällt mit einer Bänderdehnung im Knie wahrscheinlich zwei Wochen aus. Neben Manny Lawson, dessen Coverage-Fähigkeiten man insbesondere gegen Pittsburghs Tight End Heath Miller vermisste, ist er der zweite Schlüsselspieler, auf den man gegen die Seahawks vor heimischen Publikum verzichten muss.

Die Kontrahenten der 49ers aus dem Norden der Westküste starteten mit zwei Siegen und einer Niederlage in die Saison. Zuletzt konnte man vor heimischer Kulisse die Cincinnati Bengals besiegen. Festzustellen war in diesem Spiel, dass die Seahawks im positiven Sinn keine großen Schwächen und Stärken haben. Das Team ist kompakt. Quarterback Matt Hasselback überzeugte gegen die schwache Abwehr der Bengals und warf Touchdownpässe auf drei verschiedene Receiver. Einer der Passempfänger, Deion Branch, der vor einem Jahr aus New England geholt wurde, blüht langsam auf im Trikot der Seahawks. Ansonsten ist das Team gerade durch die Vielzahl an Waffen gefährlich. Nate Burleson, Bobby Engram und eben Branch erzielten nicht nur jeweils sechs Punkte, sondern auch über 60 yards. Gegen die 49ers treffen Hasselback und seine drei Empfänger aber auf ein Backfield, das durch Nate Clements, Walt Harris, Shawntae Spencer, Mark Roman und Michael Lewis bislang sehr souverän auftritt und bekannte Offensivkräfte neutralisieren konnte.

Um Running Back Shaun Alexander, der nur mehr selten an die Leistungen vergangener Tage anknüpfen kann, kümmert sich unter anderem Rookie-Linebacker Patrick Willis, dessen Leistungen einen wesentlichen Teil zu der Wiederauferstehung der 49ers-Laufverteidigung beigetragen haben. Das kleine Tief in Pittsburgh kann darüber nicht hinwegtäuschen. Es wird schwer für Alexander, der darüber hinaus noch durch einen Bruch des Handgelenks gehandicapt ist. Trotzdem wird er voraussichtlich spielen.

Ein Schlüssel könnte insbesondere Tight End Marcus Pollard wegen des Ausfalls von Manny Lawson sein. Seine bisherigen, allenfalls durchschnittlichen Leistungen lassen aber nicht darauf schließen, dass der Veteran die Lücke ähnlich nutzen kann wie Steelers Tight End Heath Miller.

Aus der kompakten Seahawks-Defensive ragen der Ex-49ers Linebacker Julian Peterson und Defense End Patrick Kerney heraus. Beide sind berüchtigt für ihre Sack-Zahlen und dementsprechend eine potenzielle Gefahr für Alex Smith. Ansonsten wird sich Frank Gore des Öfteren mit dem starken Middle Linebacker Lofa Tatupu duellieren müssen, sofern die 49ers O-Line überhaupt die Lücken in der D-Line öffnen kann. Durch die Mitte geht es oft im Sinne von Coordinator Jim Hostler, insofern wären wir bei einem entscheidenden Duell.

Es wird wieder viel davon abhängen, ob sich die 49ers Offensivabteilung steigern kann. Auf das Glück und die eigene Defense kann man nicht immer setzen. Die Verteidigung der Seahawks ist gut, aber keine Einheit, vor der man erstarren müsste.

Der Blick ins Detail verrät viel und doch so wenig. Es wird jedenfalls spannend, beide Teams sind auf einem ähnlichen Niveau, über Sieg und Niederlage entscheiden die kleinen Duelle im Rahmen der großen Auseinandersetzung. Nach zwei Niederlagen im vergangenen Jahr haben die Seahawks einiges gutzumachen, zumal die Partie eine Vorentscheidung für den NFC West Titel bringen wird. Einer hat inzwischen die Seiten gewechselt - auf Wide Receiver Darrell Jackson und die 49ers Offense wird es speziell ankommen. Hält die Defense, was wahrscheinlich ist, müssen Alex Smith, Frank Gore und Co. den entscheidenden Vorteil sichern. Nach der zuletzt gezeigten, leichten Verbesserung darf man in der Bay Area verhalten optimistisch sein, auch wenn noch viel Arbeit zu verrichten ist. Mit dem Heimvorteil auf ihrer Seite sollten sich die 49ers dennoch knapp, in einem erneuten Thriller, durchsetzen können.

Tipp des Autors: 24-20 49ers

igor

uebermorgen ist mir voellig egal wie wir spielen solange wir die partie gewinnen -- lieber ein ugly win als in schoenheit gestorben.  wenn wir auch noch das dritte divisionsduell gewinnen koennen dann waer das ein riesenschritt; denn dann koennte uns niemand mehr im head-to-head schlagen und auch in puncto conference record haetten wir schon einen vorsprung.  wenn es noch so grausam anzusehen sein sollte -- das nehm ich am sonntag gerne in kauf fuer nen erfolg.

cheers =)
*igor*

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Ask not what the community can do for you, ask what you can do for the community!
—Jurgen

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