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Commentary: Aaron Erickson (49ers.webzone): Die Anklage gegen Trent

Begonnen von stig49, Sa, 7. Jan. ’17, 10:11

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stig49

Aaron Erickson von 49ers webzone beschreibt in einem langen Artikel die Fehler von Trent Baalke. Wir überspringen einige Punkte, die bekannt sind: Dass er einen Roster voller Lücken zusammengestellt hat. Dass er statt Adam Gase Jim Tomsula durchgesetzt hat, der so erkennbar überfordert war, dass er keinen vernünftigen Staff zusammenbekam. Dass er mit Chip Kelly einen Coach holte, dessen Philosophie null zu der von Trent Baalke und zu dem "Defense and Run"-Kader passte, den sich Baalke zusammengebastelt hat.

Dann kommen interessante Überlegungen zu Trent Baalkes Rolle gegenüber Jim Harbaugh und dem Owner. Diese dokumentieren wir hier:


Jim Harbaugh war letztendlich ebenfalls eine schlechte Verpflichtung. (...) Seine Schwächen interessieren mich dabei nicht, weil Harbaugh es immer hinbekommen hat, diese Schwächen auszugleichen und weil er immer gewonnen hat, wo er gecoacht hat. Der Grund, warum Harbaugh eine schlechte Verpflichtung war, ist, weil es klar war, dass er gefeuert werden würde. Jed York und Jim Harbaugh konnten einfach nicht über längere Zeit zusammenarbeiten. Und Baalke hätte das wissen müssen.

Baalke kennte Jed York. Er weiß, dass der jung und empfindlich ist und dass er gerne mal Bauchentscheidungen trifft (so wie Mike Singletary nach ein paar emotionalen Siegen als Interimscoach zum Headcoach zu machen). Baalke kannte auch Jim Harbaugh. Er hatte sich die Trainingseinheiten in Stanford angesehen. Er wollte da nicht Spieler draften, was er auch nicht tat. Er beobachtete Harbaugh, diskutierte mit ihm und baute eine Beziehung auf, die den 49ers half, als man ihn am Ende der Saison verpflichten wollte. Es war eine kalkulierte und kaltblütige Strategie, die respektlos gegenüber Singletary war, aber sie half den 49er, den gefragtesten Headcoach-Kandidaten der NFL 2011 zu bekommen. Ich habe nichts gegen diese Strategie, sie war rücksichtslos, aber effektiv.  Nur sie scheiterte letztendlich, weil Baalke Harbaugh kannte und wissen hätte müssen, dass Harbaugh York schnell komplett auf die Barrikaden treiben würde. Harbaugh gab sich ja öffentlich beleidigt in Stanford, wenn irgendeine wilde Forderung, die er machte, nicht sofort umgesetzt wurde, er aber dachte, sie könnte ihm einen Vorteil geben. Und er wusste dass Harbaugh offenbar keinerlei Gefühl für Höflichkeiten hatte. Harbaugh war es zumeist egal, was man über ihn dachte, solange "Sieger" Teil des Pakets war.  Und das ist das Rezept für exakt den Konflikt, der zu Harbaughs vorzeitigem Abschied führte und zu dem destruktiven Kleinkampf, der sich durch die gesamte 2014-Saison zog.

Wenn man den Owner kennt und weiss, dass er bleiben wird, dann war es Baalkes Job, einen Coach zu finden, der siegen kann, aber es auch versteht, Gesichter zu wahren. Er brauchte jemanden, der von seinen Spielern viel einfordert, aber der es nicht als persönliche Niederlage nimmt, wenn er mit nachvollziehbaren, wenn auch irgendwo störenden Forderungen des Owners konfrontiert wird - so wie eine Trainingseinheit zu verlegen, weil der Owner die Spieler gerne bei der Einweihung seines neuen Stadions hätte. Baalke fand keinen Coach, der beide Bedingungen erfüllt, oder er überschätzte krass seine eigenen Fähigkeiten da zu vermitteln und einen dauerhaften Frieden zu schaffen. So oder so, Baalke lag falsch.

Eine weitere wichtige Aufgabe eines NFL GMs wird selten diskutiert. Trent Baalkes Job ist es auch, die Yorks gut aussehen zu lassen.  Sie sehen aber nicht gut aus. Baalke hat bei der Augabe versagt, die Organisation so zu steuern, dass die Fanbase die Besitzer liebt und respektiert.

Es ist ja noch nicht so lange her, dass Jed York als ein Hauch von frischer Luft wahrgenommen wurde. Seine Überschwänlickeit und Zuversicht wirkten anregend und es war eine dramatische Veränderung gegenüber der abgehobenen Gleichgültigkeit, die seine Eltern ausstrahlten. Er ging den Stadion-Deal an, er gab den Spielern den Headcoach, den sie wollten, bemerkte den Irrtum schnell und ersetzte ihn durch einen kompetenten Coach, dessen unbeugsame Zuversicht schnell das Team mitriss, und die Organsisation, und die Fanbase. Die 49ers gewannen wieder Playoffspiele.

Heute stehen die Yorks für lächerliche Irrtümer, gelten als gelähmt von Unentschlossenheit, und nicht dafür qualifiziert, Football-Entscheidungen zu treffen. Der schelle Wechsel der Headcoaches lässt sie reaktionär und ungeduldig wirken. Der plötzliche Absturz des Teams lässt Jed York enorm unreif und töricht erscheinen und viel zu empfindlich, um eine Franchise in einem Business zu leiten, in dem Härte und Entscheidungskraft zählen.

Baalke ritt seine Besitzer in dieser Hinsicht rein. Aus ihrer Sicht war er damit beauftragt, ihr Ansehen zu verwalten. Und es war sein Job, Football-Entscheidungen zu treffen, die das Team siegen lassen und die Fans glücklich machen - weil dann geben sie Geld aus. Das Team gewinnt nicht, die Fans sind überhaupt nicht glücklich, sie geben ihr Geld für Banners auf, die für die Yorks peinlich sind, und die Besitzer schauen unterm Strich schrecklich aus.

Auszug übernommene von: Aaron Erickson 49er webzone

Norton51

Immer wieder lustig. Mal ist es York weshalb harbaugh nicht mehr Trainer ist, mal ist Baalke der Grund.

Am Ende nur der Beweis, dass sie letztendlich alle nur von außen spekulieren.

IamNINER

Harbaugh kam für Jed York einfach 10-20 Jahre zu früh.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

MyQuestFor32: 49ers, Lions, Patriots, Eagles, Seahawks, Rams, Jets, Raiders, Panthers, Cardinals, Broncos, Jaguars, Packers, Chargers, Titans

igor

Es gibt ja auch noch folgendes »schönes« Gerücht über die Beziehung zwischen Harbaugh und York:
Zitat
Source: midway thru 2014, York walked into meeting Harbaugh was holding w/ players, & Harbaugh told Jed that the meeting was for "men only"

— Kyle McLorg (@Kyle_McLorgBASG) June 8, 2015

Certainly not the beginning of the animosity, but the source said it was a major breaking point in the Harbaugh-York relationship

— Kyle McLorg (@Kyle_McLorgBASG) June 8, 2015
Der ganze Artikel dazu ist eineinhalb Jahr alt: Jim Harbaugh didn't respect Jed York.

Auch hier gilt es latürnich den Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.  Andererseits gibt es aber doch schon sehr viele solcher »Quellen«, die darauf hindeuten, daß York und Harbaugh zumindest auf persönlicher Ebene nicht (mehr?) miteinander konnten.
Ask not what the community can do for you, ask what you can do for the community!
—Jurgen

Greg_Skittles

Zitat von: igor am Mo,  9. Jan. ’17, 07:47
Es gibt ja auch noch folgendes »schönes« Gerücht über die Beziehung zwischen Harbaugh und York:
Zitat
Source: midway thru 2014, York walked into meeting Harbaugh was holding w/ players, & Harbaugh told Jed that the meeting was for "men only"

— Kyle McLorg (@Kyle_McLorgBASG) June 8, 2015

Certainly not the beginning of the animosity, but the source said it was a major breaking point in the Harbaugh-York relationship

— Kyle McLorg (@Kyle_McLorgBASG) June 8, 2015
Der ganze Artikel dazu ist eineinhalb Jahr alt: Jim Harbaugh didn't respect Jed York.

Auch hier gilt es latürnich den Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.  Andererseits gibt es aber doch schon sehr viele solcher »Quellen«, die darauf hindeuten, daß York und Harbaugh zumindest auf persönlicher Ebene nicht (mehr?) miteinander konnten.

So einen Spruch kann man mal machen, wenn man allein in seinem Büro sitz und der Chef kommt rein.
Aber in einem Meeting vor den Spielern....
Da kann man auch gleich sagen: ich kündige!
Wir standen schon vor der Toilette und haben uns dennoch in die Hose gemacht.

stig49

Zitat von: Lars_wegas am Mo,  9. Jan. ’17, 08:37
Zitat von: igor am Mo,  9. Jan. ’17, 07:47
Es gibt ja auch noch folgendes »schönes« Gerücht über die Beziehung zwischen Harbaugh und York:
Zitat
Source: midway thru 2014, York walked into meeting Harbaugh was holding w/ players, & Harbaugh told Jed that the meeting was for "men only"

— Kyle McLorg (@Kyle_McLorgBASG) June 8, 2015

Certainly not the beginning of the animosity, but the source said it was a major breaking point in the Harbaugh-York relationship

— Kyle McLorg (@Kyle_McLorgBASG) June 8, 2015
Der ganze Artikel dazu ist eineinhalb Jahr alt: Jim Harbaugh didn't respect Jed York.

Auch hier gilt es latürnich den Wahrheitsgehalt zu hinterfragen.  Andererseits gibt es aber doch schon sehr viele solcher »Quellen«, die darauf hindeuten, daß York und Harbaugh zumindest auf persönlicher Ebene nicht (mehr?) miteinander konnten.

So einen Spruch kann man mal machen, wenn man allein in seinem Büro sitz und der Chef kommt rein.
Aber in einem Meeting vor den Spielern....
Da kann man auch gleich sagen: ich kündige!
den Spruch kann man bei einem selbstbewussten Chef machen, der Humor hat und keine Attitüde. nicht bei einem grad mal 30jährigen Milliardärssohn, der empfindlich ist. wenn die Geschichte stimmt, ist Harbaugh echt nicht zu helfen. kannte sie jedenfalls noch gar nicht.

aber auch nicht souverän von JY, wenn er dann beleidigt ist.

IamNINER

Das ist eine der Stories, die mich zu der Annahme verleitet, dass Harbaugh für York 10 Jahre zu früh kam und wenn auch nur die Hälfte wahr ist, muss man wohl auch einfach akzeptieren, dass Harbaugh auch seinen Teil dazu beigetragen hat, dass die Beziehung nicht nachhaltig war.
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snoopy

Eigentlich habe ich keinen Bock mehr darauf, weiter nachzukarten.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

igor

Zitat von: IamNINER am Mo,  9. Jan. ’17, 12:49
Das ist eine der Stories, die mich zu der Annahme verleitet, dass Harbaugh für York 10 Jahre zu früh kam und wenn auch nur die Hälfte wahr ist, muss man wohl auch einfach akzeptieren, dass Harbaugh auch seinen Teil dazu beigetragen hat, dass die Beziehung nicht nachhaltig war.
Davon gehe ich fix aus.  Harbaugh ist absolut kein einfacher Typ, und etwas anderes außer Football interessiert ihn eigentlich nicht – besonders nicht, was andere über ihn denken.
Ask not what the community can do for you, ask what you can do for the community!
—Jurgen

MaybeDavis

Dieser ganze Artikel ist in meinen Augen absoluter Bullshit  ;D

Baalke ist ein schlechter GM, ohne Frage... Aber ihm jetzt auch noch das einzige was er tatsächlich gut gemacht hat (Harbaugh zu holen), abzusprechen, finde ich dann doch höchst lächerlich!

Der Head Coach muss also nicht nur ein Team "formen", Siege einfahren, in die Playooffs kommen usw., sonder auch noch dem sensiblen Besitzer die Eier krauln?  ;)

Und wo wir grade bei Herr York Jr. sind: Das Jed ein beschissener Owner ist und so auch wahrgenommen wird, ist mal sicherlich auch nicht Baalkes Schuld... Da hat er höchst selbst für gesorgt!
NFL Teams live: 49ers (2x London / 1x Indianapolis), Patriots, Buccaneers (2x), Dolphins, Giants, Jaguars, Broncos, Bears,  Colts,

"Can you SMEEEELLLL what the Niners are cookin'" George Kittle

IamNINER

Wenn man davon ausgeht, dass es zu den Aufgaben des GM gehört, dass er die richtigen Leute findet, welche zusammenarbeiten können, hat Baalke beim Punkt Harbaugh langfristig versagt. Baalke kannte beide. Baalke hat sich verschätzt. Kurzfristig war es erfolgreich, langfristig konnte Baalke zwischen den Seiten zu schlecht vermitteln.

Da er im Übrigen ohnehin genug Mist gebaut hat, ist es aber egal, ob man dies auch noch auf die Rechnung nimmt oder nicht.

Es gibt ja die Stories, dass Eddie mehrfach Bill Walsh entlassen wollte. Carmen Policy konnte dabei aber jeweils schlichten.
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NinersUlm

Zitat von: snoopy am Mo,  9. Jan. ’17, 13:55
Eigentlich habe ich keinen Bock mehr darauf, weiter nachzukarten.

+1

Baalke ist out und das ist Gut so.

Im Nachhinein ihm alles Mögliche in die Schuhe zu schieben ist relativ einfach und führt trotzdem zu nichts.

Baalke hat viel Mist gebaut. Den aber jetzt noch Einzeln aufzuwärmen macht keinen Sinn.
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