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In-Depth: Hostlers bisherige Leistungen sind schwer einzuschätzen

Begonnen von frontmode, So, 23. Sep. ’07, 01:48

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frontmode

Matt Maiocco schrieb in seinem Blog "49ers Instant", ein Freund stellte ihm letztens eine simple Frage: Wie macht Jim Hostler, Offensive Coordinator im ersten Jahr mit dem Team, seinen Job? Darüber gibt es eine Menge unterschiedliche Ansichten. Aber Maiocco schrieb, er sei derzeit nicht in der Lage, darauf eine qualifizierte Antwort zu geben. Zunächst einmal sind erst zwei Spiele absolviert und die 49ers haben dabei nur 105 Spielzüge in der Offense gehabt. Das sind natürlich eine viel zu kleine Probengröße, um eine umfassende Bewertung machen zu können. Darüber hinaus ist das Spiel viel zu komplex, um eine einfache Schwarz-oder-Weiß-Antwort zu geben.

Die Offense der 49ers ist der schlechteste Angriff der Liga und Hostler trägt die Verantwortung für die Offense und es ist eindeutig, dass es kein gelungener Start war. Aber ist Hostler der einzige, den man dafür verantwortlich machen kann? Sicher nicht! Jeder will mehr von der Offense sehen, aber man kann nicht alles haben. Die 49ers hatten im Spiel letzte Woche nur 21 Passversuche (inklusive der vier Sacks). Die letzten sechs Minuten des Spiels muss man sich dabei wegdenken, denn Nolan war in Persona dafür verantwortlich, dass man am Ende des Spiels sechs Mal in Folge gelaufen ist. Hostler strebe ein ausgeglichenes Verhältnis von Läufen zu Pässen an. Dieses scheint ein vernünftiges Ziel zu sein, auch wenn man argumentieren könnte, dass man mit Frank Gore im Backfield auch ein klein wenig mehr laufen könnte.

Insgesamt haben die 49ers 55 Passversuche (inklusive sieben Sacks) und sie sind 50 Mal gelaufen. Sollten die 49ers mehr laufen? Es hat den Anschein, als wäre das Passspiel recht abwechslungsreich. Sie haben einige tiefe Pässe versucht, spielten eine Handvoll Screens, spielten einige Play-Action Spielzüge (vielleicht nicht genug), ließen Smith einige Roll-Outs machen (vielleicht nicht genug) und versuchten Vernon Davis den Ball zu geben (vielleicht nicht genug).

Aber mit effektiv 48 Passversuchen kann man nicht alles versuchen. Was die meisten Leute dabei vergessen ist, dass wie auch immer der Spielzug ausgeht, es muss nicht das sein, was vorher im Huddle angesagt wurde. Darüber hinaus scheint es so, dass die Leute auch nicht sehen, was bei unvollständigen Pässen oder gar Sacks versucht wurde.

Maiocco schrieb, er sei sich nicht ganz sicher, was ,,open up the Offense" bedeutet. Davis sagte, die Offense sei bisher zu konservativ. Man kann auf keinen Fall bestreiten, dass die Offense in dem Moment konservativ wurde, als das Team sechs Minuten vor dem Ende des Spiels gegen die Rams in den ,,wir-lassen-die-Zeit-runter-laufen" Modus wechselte. Davis will auf jeden Fall mehr Bälle fangen. Wenn er keine Bälle bekommt, denkt er vielleicht, die Offense sei konservativ. Aber wer kann ihm das verdenken.

Aber es sind auf jeden Fall Spielzüge für ihn angesagt worden, die dann aus dem einen oder anderen Grund nicht dazu führten, dass er den Ball bekam. Aber wessen Schuld ist das nun? Es könnte Davis' eigene Schuld sein, weil er sich vielleicht nicht schnell von seinen Gegnern löst. Vielleicht haben sich die Defenses aber auch speziell auf ihn eingestellt. Es könnte auch sein, dass die Defense genau über seine Seite den Druck ausübt und Smith sich deshalb in eine andere Richtung orientieren muss. Es wäre auch möglich, dass die Protection durch die Offense Line zusammen gebrochen ist und Smith deshalb den Ball schnell an jemand anderen loswerden musste oder gar einen Sacks einstecken musste. Es könnte auch sein, dass Smith in schlicht nicht sieht. Es wäre aber natürlich auch möglich, dass nicht genug Spielzüge angesagt werden, in denen Davis die erste Anspielstation ist.

Im ersten Spielzug der zweiten Serie der 49ers Offense warf Smith einen durchaus fangbaren 40-yd Pass, den jedoch Darrell Jackson nicht festhalten konnte. Wenn Smith einige offene Receiver mehr gesehen hätte, wenn einige der fangbaren Bälle auch tatsächlich gefangen worden wären, wenn ein Lineman einen simplen Block gegen einen Cornerback bei Taylor Jacobs Trickspielzug gesetzt hätte – wenn, wenn, wenn. Es gab einige Spielzüge, die so angelegt waren, dass sie eigentlich hätten erfolgreich sein müssen. Wenn diese Spielzüge funktioniert hätten, hätte Hostler für seine Leistungen in seinen ersten beiden Spielen sicherlich deutlich weniger Kritik einstecken müssen.

Also, wie macht Jim Hostler seinen Job? Es ist definitiv keine einfache Frage.

Quelle: Matt Maiocco (Santa Rosa Press Democrat, 22.09.)
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Highlander78

Ich denke die Leistungen waren bisher wirklich noch nicht überzeugend aber nach zwei Spieltagen schon ein Urteil zu fällen wäre wirklich zu früh. Ich denke zur Hälfte der Saison kann man schon mal eine Zwischenbilanz ziehen.

Aber trotz aller Zweifel sind wir mit einem 2-0 in die Saison gestartet. Aber das haben wir bisher eher der Defense zu verdanken.

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