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In-Depth: Zwei Draftgeschichten von Scot McCloughan

Begonnen von IamNINER, Mo, 9. Mai. ’16, 22:55

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IamNINER

Nun da die Draft vorbei ist, fragt man sich natürlich, was wohl aus den gedrafteten Spielern wird. Etwa zwei Wochen vor der Draft erschien der folgende Artikel auf ninersnation.com.

Die Draft 2016 war die zweite Draft von Scot McCloughan als GM von Washington. Vor seinem Engagement bei Washington war er drei Jahre als Senior Personnel Executive bei den Seattle Seahawks. Zwischen 2005 und 2008 war er für das Roster der 49ers verantwortlich.

Aus dieser Zeit bei den 49ers gibt es sicherlich Kontroversen um seine Entscheidungen und seine Person, jedoch hat er auch bewiesen, dass er ein sehr solider Personnel Executive ist. Wie alle GMs hatte er auch schlechte Draftpicks, insgesamt baute er jedoch ein gutes Team über die Draft. In einem Interview mit Jason Cole sprach McCloughan über seine Draftphilosophie. Cole fragte McCloughan auch nach seinen Fehlern und in McCloughans Antworten gab es eine Konstante: Die Spieler sind Schuld an ihrem Scheitern, weil sie es einfach nicht in sich hatten um den Sprung von gut zu grossartig oder von durchschnittlich zu gut zu schaffen.

Den Spielern fehlte der "it-factor", also die Fähigkeit im Kopf und im Herzen, alles für den nächsten Schritt zu tun. McCloughan meinte dazu: "Ich habe ein perfektes Beispiel, werde allerdings den Namen nicht nennen. Er war ein Spieler, den wir gegen Ende der ersten Runde wählten. Er war bemüht. Er wollte ein guter Spieler sein, aber er konnte sich einfach nicht über diesen Punkt zwingen um den nächsten Schritt zu machen. Das braucht es jeden Tag im Training, im Kraftraum, um an jenen Punkt zu kommen, den man gar nicht für möglich hält."

McCloughan erwähnte zwar den Namen nicht, wenn es allerdings um jene Zeit geht, in der er die Draftentscheidungen getroffen hat, kann es sich nur um Kentwan Balmer handeln. Die anderen späten Erstrundenpicks der 49ers waren Manny Lawson und Joe Staley. 

Auf Frank Gore und ob dieser den Drive grossartig zu sein hatte, lieferte McCloughan eine interessante Geschichte.

McCloughan: "Ich bin sicher, die Story ist bekannt, aber ich habe mit ihm am Abend vor der Draft gesprochen. Ich war bei Mike Nolan zuhause beim Abendessen. Meine Familie war noch nicht umgezogen und ich kriegte einen Anruf von einem Agenten. 'Hast du Zeit um mit Frank zu sprechen?' Absolut kein Problem. Ich mag Frank. Ich habe ihn die ganzen Jahre beobachtet, wie er als True Freshman Portis und McGahee ausgestochen hat. Als er mich angerufen hat, habe ich kein Wort verstanden. Er war sehr emotional. Irgendwann habe ich es kapiert. Er fragte mich: 'Werden sie mich draften?' Ich habe ihm gesagt: 'Wir haben den ersten Pick in der dritten Runde. Wenn du da bist, nehmen wir dich. Ich garantiere es dir.' Er meinte dann: 'Ich werde in der ersten Runde gepickt. Ich habe bereits mit drei Teams gesprochen. Vier Teams sagten, dass sie mich in der zweiten Runde nehmen.' Da habe ich ihm gesagt: 'Sieh, ich bin ehrlich mit dir. Wenn du beim ersten Pick in der dritten Runde da bist, nehmen wir dich.' Also haben wir ihn da genommen und als er bei uns war, hat er alle gefragt, wo mein Büro ist. Als er reingekommen ist hat er mich umarmt und hatte Tränen in den Augen und sagte: 'Sie waren der Einzige, der ehrlich mit mir war.' Diese Glaubwürdigkeit zahlt sich irgendwann aus, denn die Spieler sprechen in der Free Agency miteinander."

Hoffen wir, dass unter den diesjährigen Picks viele Frank Gores sind.

Quelle: ninersnation.com, 12.4.2014
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

MyQuestFor32: 49ers, Lions, Patriots, Eagles, Seahawks, Rams, Jets, Raiders, Panthers, Cardinals, Broncos, Jaguars, Packers, Chargers, Titans

Cordovan

Die Kernaussage des Artikel ist für mich: auch wenn es vielleicht ein bisschen im Artikel übertrieben scheint, aber Ehrlichkeit zahlt sich aus. Diese hat weder Baalke noch York - ist zumindest meine Meinung.
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

Klaus

Das sehe ich genauso wie Cordovan! Und wenn das auch nur im Ansatz dann stimmt, ist es problematisch Spieler, die nicht nur geldfixiert sind, für die 49ers zu gewinnen! Ein sehr schlechter Umstand

snoopy

Vor allem: wenn derjenige Spieler dann wirklich die gewünschte kohle hat, macht ihn das nicht gerade hungriger.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

stevey

stimmt genau...york ist der trump der 49ers... ;D

Phidell

Spannender Artikel... Ich finde, er ist auch immer schlechter gemacht worden, als er war. Hab in dem Zusammenhang mal diesen Artikel hier, über die Hintergründe seiner Entlassung bei uns entdeckt. Weiss nicht ob der schonmal hier geposted wurde, aber mir war er neu http://espn.go.com/espn/feature/story/_/id/12014699/scot-mccloughan-nfl-best-talent-scout-self-employed-living-farm
We have a lot of players in their first year. Some of them are also in their last year." BW

zugschef

McCloughan war, was das Draften angeht, definitiv besser als gedacht. Gescheitert ist er an seinem Alkoholismus und den den schwachen Coaches, die York und Marathe ihm eingebrockt haben.

stig49

Zitat von: Cordovan am Mo,  9. Mai. ’16, 23:29
Die Kernaussage des Artikel ist für mich: auch wenn es vielleicht ein bisschen im Artikel übertrieben scheint, aber Ehrlichkeit zahlt sich aus. Diese hat weder Baalke noch York - ist zumindest meine Meinung.
wo war er denn da so ehrlich? das ist doch Selbstbeweihräucherung. wäre Gores Karriere anders verlaufen, wenn McC ihm das nicht angekündigt hätte?

IamNINER

#8
Ich denke nicht, dass es darum geht, dass die Karriere anders verlaufen wäre. Ich glaube aber durchaus, dass sich Ehrlichkeit auszahlt. Heisst ja noch lange nicht, dass man seine Pläne jederzeit offenlegen muss. Man kann einem Spieler ja auch ehrlich sagen: "Ich kann dir nicht sagen, wo wir dich picken, wir müssen schauen wie sich die Draft entwickelt." Besser als wenn du einem Spieler sagst: "Wir nehmen dich garantiert in Runde 2." und dann nimmt man den Spieler nicht. Vermutlich sollte man ohnehin in der NFL nie Garantien abgeben.

Ich lese aber aus diesem Artikel nicht heraus, dass Baalke und York nicht ehrlich sind. Es ist ja auch bei McCloughan nur eine einzelne Geschichte. Wer weiss, wie das bei anderen lief. Diese Story lässt sich halt auch verkaufen.

Bei der anderen Story denke ich eher, dass er etwas sehr wenig selbstkritisch ist. Das geht in die Richtung: Ich nehme immer gute Spieler und wir machen beim Scouting nie Fehler. Wenn es nicht klappt, waren es alle anderen.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

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stig49

Zitat von: IamNINER am Mi, 11. Mai. ’16, 07:56
Ich denke nicht, dass es darum geht, dass die Karriere anders verlaufen wäre. Ich glaube aber durchaus, dass sich Ehrlichkeit auszahlt. Heisst ja noch lange nicht, dass man seine Pläne jederzeit offenlegen muss. Man kann einem Spieler ja auch ehrlich sagen: "Ich kann dir nicht sagen, wo wir dich picken, wir müssen schauen wie sich die Draft entwickelt." Besser als wenn du einem Spieler sagst: "Wir nehmen dich garantiert in Runde 2." und dann nimmt man den Spieler nicht. Vermutlich sollte man ohnehin in der NFL nie Garantien abgeben.

Ich lese aber aus diesem Artikel nicht heraus, dass Baalke und York nicht ehrlich sind. Es ist ja auch bei McCloughan nur eine einzelne Geschichte. Wer weiss, wie das bei anderen lief. Diese Story lässt sich halt auch verkaufen.

Bei der anderen Story denke ich eher, dass er etwas sehr wenig selbstkritisch ist. Das geht in die Richtung: Ich nehme immer gute Spieler und wir machen beim Scouting nie Fehler. Wenn es nicht klappt, waren es alle anderen.
Allervollste Zustimmung 😊

Dillinger

Zitat von: zugschef am Di, 10. Mai. ’16, 19:27
McCloughan war, was das Draften angeht, definitiv besser als gedacht. Gescheitert ist er an seinem Alkoholismus und den den schwachen Coaches, die York und Marathe ihm eingebrockt haben.

Mal Fantasy anstoßen: McCloughan im Gespann mit Harbaugh... mmh.

Phidell

Zitat von: Dillinger am Mi, 11. Mai. ’16, 23:51
Zitat von: zugschef am Di, 10. Mai. ’16, 19:27
McCloughan war, was das Draften angeht, definitiv besser als gedacht. Gescheitert ist er an seinem Alkoholismus und den den schwachen Coaches, die York und Marathe ihm eingebrockt haben.

Mal Fantasy anstoßen: McCloughan im Gespann mit Harbaugh... mmh.
Die Fantasie :)
Aber genau so ging es mir beim lesen auch. Was hätte sein können. Aber hätte hätte fahradkette
We have a lot of players in their first year. Some of them are also in their last year." BW

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