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In-Depth: Der kommende Gegner - at Pittsburgh Steelers

Begonnen von frontmode, Sa, 22. Sep. ’07, 00:17

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frontmode

By the numbers

Record:
2007: 2-0 (Pre-Season: 4-1)
2006: 8-8 (3. AFC-North)

Spread
Steelers -9

Spiele gegen die 49ers in der Bill Cowher Ära: 1-3
Nov. 17 03 at San Francisco L 14-30
Nov. 07 99 vs. San Francisco W 27-6
Dec. 15 96 vs. San Francisco L 25-15
Sep. 05 93 vs. San Francisco L 24-13

Die letzte Begegnung
Die Teams von 2003 und 2007 haben so gut wie nichts mehr gemein. Es war eines der besten Spiele von Tim Rattay im 49ers Trikot. Keiner der 49ers, der in den Offense Stats auftaucht, ist noch im Team, bei den Defense Stats stößt man nur noch vereinzelt auf Namen, die auch am Sonntag auflaufen werden. Auch bei den Steelers ist in der Offense nur noch Hines Ward von damals dabei. Allerdings wird ein Spieler dieses Mal das andere Trikot tragen – Cedric Wilson. Auch die Steelers Defense von damals steht fast nicht mehr auf dem Feld.

Injury Report:
TE Matt Spaeth out




Game Preview

Die Steelers spielen ihre erste Saison unter dem neuen Headcoach Mike Tomlin. Dieser ist erst der dritte Coach seit 1969. Wieder holte Art Rooney einen defensiv orientierten Coach und wieder war es ein junger, eher unerfahrener Überraschungskandidat. Die Steelers lieferten unter seiner Führung zwei hervorragende Spiele (wenn auch gegen schwache Gegner) mit 235 Rushing Yards alleine von Parker, 60-10 Punkten und einem Turnoverratio von +3.

Trotz Big Ben, Ward, Holmes und Miller sind die Steelers immer noch ein Power Running Team. Die Steelers erzielten bereits in den ersten beiden Spielen insgesamt 390 Yards Raumgewinn durch den Lauf. Hochgerechnet wären das für die Saison 3129 Yards. Allerdings planen die Steelers für dieses Jahr auch eine Variante der Spread Offense und werden bei allen Downs gelegentlich mit 4 Receivern auf dem Feld stehen. Insgesamt erzielten die Steelers in den bisherigen zwei Spielen 785 Net Yards. Die Defense auf der anderen Seite kann schon 5 Turnover auf der Haben Seite verbuchen, allerdings kamen diese allen im Spiel gegen die Browns zu Stande.


Die Steelers Offense ist im Großen und Ganzen unverändert. Holmes ist im Jahr 2007 inzwischen die eindeutige Nummer zwei auf der Wide Receiver Position hinter Hines Ward, kann aber – wenn er sich weiter in dem Tempo steigert – nächstes Jahr diesen bereits überholt haben. Sean Mahan ersetzt den zurückgetretenen Center Jeff Hartings und ist damit die erste von einer Reihe zu erwartenden Änderungen in der Offense Line. Die wohl größte Überraschung war, dass der relativ unerfahrene Carey Davis den ,,Bus-Fahrer" Dan Kreider als Starter auf der Fullback Position abgelöst hat. Eigentlich haben die Steelers traditionell nur einen Fullback auf dem Roster, allerdings scheint man Davis noch nicht hundertprozentig zu vertrauen, da man Kreider nach seinem Verlust der Starterposition nicht entlassen hat. Die linke Seite der Offense Line ist das Prunkstück der Linie. Marvel Smith und Alan Faneca reißen hier große Lücken für die Running Backs. Oft steht dann noch mit Hines Ward einer der besten Blocking Receiver auf der linken Seite, so dass die Rushing Stats durchaus nicht überraschend sind. Die rechte Seite ist immer noch besser als der Durchschnitt, kann aber mit den Kollegen auf der anderen Seite nicht ganz mithalten. Mit 3 Spielern im letzten Jahr ihres aktuellen Vertrages, dürfte die Linie in dieser Zusammenstellung nicht mehr lange zu sehen sein.

Ben Roethlisberger muss seinem doch fast schon als katastrophal zu bezeichnenden dritten Jahr beweisen, dass er der Mann der Zukunft ist. Bisher hat er sich recht beachtlich geschlagen und erwarf alleine im Spiel gegen Cleveland vier Touchdowns. Bisher verteilte er die Bälle sehr effektiv und vier der fünf Touchdownpässe wurden von unterschiedlichen Spielern gefangen. Interessant ist hierbei, dass der einzige Spieler mit zwei Touchdowns der relativ unbekannte Backup Tight End Matt Spaeth ist. Willie Parker ist einer der Top Backs in der NFL und Davenport ist eine effektive Entlastung für ihn, so dass seine Beine immer einigermaßen frisch waren. Ward erzielt nicht mehr ganz die Zahlen der früheren Jahre, er ist aber immer noch brandgefährlich. Mit Santonio Holmes steht sein Nachfolger als Top Receiver der Steelers bereits auf dem Feld. Gemeinsam mit den Tight Ends Miller und Speath steht somit ein sehr guter Passangriff zur Verfügung.

Die Steelers sind DAS 3-4 Team der Liga. Ich weiß nicht, ob sich überhaupt noch jemand erinnert, wann hier das letzte Mal eine echte 4-3 gespielt wurde. Und dieses war die zweite Überraschung im Zuge des Übergangs von Cowher zu Tomlin. Tomlin hat als Defense Koordinator bei den Vikings eine reine 4-3 in der Variante Tampa 2 gespielt und es wurden nach seiner Verpflichtung sofort Stimmen laut, die das Ende der 3-4 in Steel City heraufbeschworen haben. Aber Tomlin behielt Cowhers Defense Koordinator Dick LeBeau und damit auch das alte System. Allerdings hat er angekündigt, zu versuchen, viele Elemente der Tampa 2 Defense in das 3-4 System der Stellers zu integrieren. Eine der Auswirkungen war auch die Entlassung von Joey Porter, der seit Jahren eine große Klappe hat, aber nicht die entsprechende Leistung zeigt und die notwendigen Coverfähigkeiten für eine Tampa 2 nicht mitbringt. Die Steelers haben im Jahr 2007 auch mehr 4-3 Pakete im Repertoire. Wie viele Elemente davon wirklich dauerhaft Einzug in des Defense Playbook der Steelers halten werden, bleibt abzuwarten. Ob die 49ers Offene in der aktuellen Verfassung allerdings deutlich mehr Yards und Punkte gegen die Steelers machen kann als Browns und Bills, ist auf jeden Fall eine der interessanten Fragen, die am Sonntag beantwortet werden.

Im Gegensatz zu den Rams letzte Woche sollten die Steelers in Bestbesetzung gegen die 49ers auflaufen können, sie den Ausfall von Manny Lawson gegen diese Offense schmerzlich spüren könnten. Das Matchup Ward gegen Clements sollten eigentlich die 49ers gewinnen, während Holmes gegen Harris – vor allem nach letzter Woche – wohl deutlich an die Steelers geht. Sehr interessant werden auch die Duelle Gore gegen Polamalu und Davis gegen Polamalu. Sollte es den 49ers gelingen, Davis gegen Clark aufzustellen, entsteht das wohl beste Matchup für die 49ers im ganzen Spiel.

Am Sonntag treten zwei ungeschlagene Teams gegeneinander an, wobei eigentlich nur die Steelers – allerdings gegen schwächere Kontrahenten – auf beiden Seiten des Balles überzeugen konnten. Die 49ers müssen kreativer bei den ersten Versuchen werden und endlich das Passspiel in Ordnung bringen. Das Defense Backfield ist die Schwäche der Steelers Verteidigung und hier sollte man mehr Erfolg erzielen können, als mit dem Laufspiel der letzten Wochen. Die Steelers werden nicht viel anders auftreten, als man es von ihnen gewohnt ist. Laufen, laufen, laufen, gefährliche Pässe einstreuen und immer irgendwie unberechenbar bleiben.
QuestFor32:
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