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In-Depth: Warum die Beziehung zwischen HC und GM so wichtig ist

Begonnen von MoRe99, Mo, 28. Dez. ’15, 14:39

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MoRe99

Albert Breer arbeitet für NFL Media und schreibt u.a. ein wöchentliches "Notebook", in dem er aktuelle Themen aufgreift. In seinem Week 16 Notebook geht er neben anderen Theman anhand der Situation bei den 49ers darauf ein, warum ein gutes Verhältnis zwischen General Manager und Head Coach für ein Team so wichtig ist. Außerdem nennt er eine Reihe von möglichen Kandidaten, die in Zukunft als GM, nicht nur bei den 49ers, in Frage kommen könnten. Hier die für uns als 49ers-Fans wesentlichen Teile des Artikels.




Die San Francisco 49ers brauchten weniger als ein Kalenderjahr, um von einer Modell-Franchise zu einer lebenden, atmenden Metapher für Dysfunktionalität zu werden. Und die Wurzel des Übels war ganz einfach: Einer konnte nicht mit einem Anderen.

Der Coaching Staff der San Francisco 49ers zerbrach. Einige Assistenten wurden von Kollegen als Agenten von General Manager Trent Baalke angesehen, und andere als solche, die fest in Harbaughs Ecke stehen. Eine signifikante Anzahl an Coaches misstraute den Trainern oder dem Strength Staff, da viele von ihnen schon vor Harbaugh da waren (der aktuelle Strength Coach von Michigan, Kevin Tolbert, war eine nennenswerte Ausnahme) und, in den Augen verschiedener Assistenten, als Stimme des GM an der Basis dienten. Ebeneso wie das Duell zwischen Typ-A-Trainer und General Manager die beiden entzweite, so zerbrach auch der Locker Room.

Im Januar 2014 fehlten den 49ers sieben Punkte, um zum zweiten Mal in Folge den Conference Titel zu holen. Bevor das Kalenderjahr um war implodierte das Gebäude und Harbaugh war weg. Ein Jahr später stehen die 49ers bei 4-10. (Anm. d. Red.: aktuell stehen die 49ers bei 4-11. Der Artikel von Albert Breer erschien jedoch schon vor dem Spiel der Niners bei den Lions)

Alles nur, weil zwei Männer nicht miteinander konnten.

Das ist die heutige NFL. Da ich gerade an meiner siebten jährlichen Liste mit zukünftigen GMs sitze fangen wir damit an. Mit einer Erklärung, warum es so wichtig ist, den richtigen Partner für wen auch immer auf dieser Liste zu finden, der irgendwann auf einem dieser begehrten Positionen landet.

"Das ist DER wichtigste Faktor," sagte mir ein altgedienter NFC General Manager. "Und zwar aus mehreren Gründen. Der Coach und der GM müssen eine gemeinsame Vision haben. Und sobald du diese Beziehung beginnst müssen dei Rollen klar definiert sein. Zum Beispiel, dass der Coach das Training übernimmt und ich die Spieler verpflichte. Sobald ich ausschere und diese Linie überschreite verschwimmt alles und Dysfunktion ist die Folge."

Der GM fuhr fort, "Du musst deine Coaches involvieren, du musst sie anhören und sie zu einem Teil des Prozesses machen. Und die Coaches müssen mit dir im Reinen sein. Jeder muss sein Ego an der Tür überprüfen. Wenn sich nun der GM und der Coach nicht gegenseitig trauen ist es erstaunlich, wie so etwas einfaches anfangen kann, sich zurück zu entwickeln, nur wegen der Egos."

In New England, Carolina, Arizona, Green Bay, Seattle und Cincinnati hört man nicht viel von Linienüberschreitung - und es ist kein Zufall, dass diese Clubs gewinnen. Umgekehrt, letztes Jahr, während die Niners das Musterbeispiel für Kämpfe zwischen den Verantwortlichen wurden, machte Philadelphia eine weniger dramatische Restrukturierung durch beim Versuch, die Footballseite der Organisation neu aufzustellen. Dieses Jahr ist das Grollen besonders vernehmlich in Indianapolis und in Houston, und es macht die Idee eines Wechsels in der erstgenannten Stadt unvermeidlich und in der letzteren zumindest möglich.

Es gibt natürlich ein Henne-und-Ei-Element in dieser Diskussion. Verursachen Fehlschläge und Niederlagen das Problem oder sind diese nur Folge der Probleme? Wie auch immer: San Francisco war ein Beispiel, wie schnell eine gute Sache schlecht werden kann, wenn die Beziehung zwischen GM und Head Coach auf wackligen Füßen steht.

"Es ist verd*%&$ wichtig," sagte ein anderer NFC GM. "Es ist von größter Bedeutung, dass die Beziehung freundschaftlich und respektvoll und kommunikativ und gleichberechtigt ist. Du musst wirklich ein Verständnis von und Respekt vor der Rolle des anderen haben, und die Rollen müssen so gut definiert sein, dass man nicht übereinander stolpert. Und du musst verstehen, dass der Coach in Personalentscheidungen und Spielerevaluationen miteinbezogen wird, und der Coach muss klar sagen, was er braucht. Es ist wesentlich."




Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf ist hier unsere Liste für das Jahr 2016, unterteilt in drei Kategorien (und jeweils alphabetisch sortiert) - unterteilt in jene "Auf dem Sprung", "Auf dem Weg nach oben" und "Zweite Chance".

Auf dem Sprung

Chris Ballard, Director of Football Operations, Kansa City Chiefs: Hätte 2014 den Job bei den Bucs haben können, war letztes Jahr kurz davor in Chicago. Sehr guter Evaluierer, der auf den "echten" GM-Posten wartet (mit der ganzen Macht und Verantwortung).

Nick Caserio, Director of Player Personnel, New England Patriots: Caserio unterschrieb gerade erst letztes Jahr einen Vertrag, der ihn für den Rest der Dekade in New England hält. Aber das wird andere nicht davon abhalten, ihn zu fragen - und Detroit und Cleveland werden das wohl auch tun.

Eric DeCosta, Assistant GM, Baltimore Ravens: DeCosta flirtete in der Vergangenheit mit anderen Teams, aber er ist zufrieden mit seiner Rolle als Ozzie Newsomes (Anm. d. Red.: Newsome ist GM der Ravens) Thronfolger. Er dachte über Chicago nach, und würde wohl nur weggehen, wenn er einen Gold-Standard-Job angeboten bekommen würde.

Brian Gaine, Director of Player Personnel, Houston Texans: Organisiert, talentiert, und mit dem Parcells-Tree verbunden, wurde Gaine zu einer wichtigen Ressource für Bill O'Brien (Anm. d. Red.: Head Coach der Texans). Hatte schon Interviews in Miami, St. Louis, Chicago und New York.

Omar Khan, Director of Football and Business Administration, Pittsburgh Steelers: Lange Zeit wurde erwartet, dass er GM wird, sollte Bill Cowher jemals wieder zurück kommen. Khans Fähigkeiten in bezug auf die Salary Cap und seine Verbindungen wären für jeden Coach wertvoll.

Will McClay, Senior Director of College and Pro Scouting, Dalls Cowboys: Ein ehemaliger Coch, der sich seinen Weg an die Spitze der Scoutingabteilung in Dallas erarbeitet hat und Einfluss auf die Familie Jones (Anm. d. Red.: Owner der Cowboys) hat. Aber ob er weggehen möchte?

Terry McDonough, Vice President of Player Personnel, Arizona Cardinals: Jason Lichts Ersatz als rechte Hand von Steve Keim (Anm. d. Red.: Keim ist GM der Cardinals) mit der Reputation eines harten, furchtlosen Gutachters, der keinen Stein auf dem anderen lässt.

George Paton, Assistant General Manager, Minnesota Vikings: Die Frage bei Paton ist nicht so sehr ob, sondern wann er einen Posten als GM bekommt. Wäre letztes Jahr der Favorit bei den Jets gewesen, aber er nahm frühzeitig seinen Namen von der Liste.

Jon Robinson, Director of Player Personnel, Tampa Bay Buccaneers: Bill Belichicks ehemaliger Director of College Scouting half Jason Licht (Anm. d. Red.: aktueller GM der Bucs), das Roster mit zwei starken Draftklassen zu überholen. Ist in Tennessee geboren und könnte für die Titans von Interesse sein.

Duke Tobin, Director of Player Personnel, Cincinnati Bengals: Wie McClay hat auch Tobin bereits die Spitze der Scoutingabteilung einer Owner-geführten Franchise erreicht. Er hatte einen ruhigen Aufstieg, aber das Talent in Cincinnati spricht für sich selbst.

Auf dem Weg nach oben

Scott Fitterer, Co-Director of Player Personnell, Seattle Seahawks: Ein großer Kommunikator und eine große Persönlichkeit, gerade erst befördert vom Posten des Directors of College Scouting, der John Schneider (Anm. d. Red.: GM der Seahawks) half, einen außerordentlich talentierten, jungen Kern des Teams zu formen.

Brian Gutekunst, Director of College Scouting, Green Bay Packers: Wenn du College Director von Ted Thompson (Anm. d. Red.: GM der Packers) bist, dann hast du dich bewährt - das Roster der Packers ist größtenteils via Draft zusammen gestellt. Gutekunst hat sehr viel Zeit "on the road" verbracht.

Brian Heimerdinger, Director of Player Personnel, New York Jets: Der Pfeil zeigt für die Jets nach oben, und ein Teil dieser Entwicklung ist der Mann, den Mike Maccagnan (Anm. d. Red.: GM der Jets) zum jüngsten DPP der Ligageschichte machte. Er ist immer noch erst 29!

Joe Hortiz, Director of College Scouting, Baltimore Ravens: DeCosta ist in Baltimore immer noch verantwortlich für die Drafts, aber Hortiz leistete einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Teams, über die Jahre gute Spieler zu finden, und er zog letztes Jahr das Interesse von Philadelphia auf sich.

Brandon Hunt, Pro Personnel Coordinator, Pittsburgh Steelers: Leute verlassen Pittsburgh nur selten, aber der junge Hunt wurde innerhalb von nur 10 Jahren vom Direkt-vom-College-Volontär zum PPC.

Trent Kirchner, Co-Director of Player Personnel, Seattle Seahawks: Kirchner hatte letztes Jahr ein Interview mit den Jets und wurde in der Folge zum Pro Director befürdert. Keine Persönlichkeit wie eine Naturgewalt, aber ein solider Evaluator.

Bob Quinn, Director of Pro Scouting, New England Patriots: Mittlerweile seit 16 Jahren bei den Patriots hat Quinn tonnenweise Erfahrungen gesammelt, sowohl auf der College- als auch auf der Professional-Seite. Detroit, so hört man, sucht nach einem jungen Aufsteiger. Quinn könnte der Gesuchte sein.

Eliot Wolf, Director of Player Personnel, Green Bay Packers: Die einzige Frage ist, ob Thompsons Top-Mitarbeiter bereit ist. Ein Mann von der Pro Scouting Seite über die letzten 12 Jahre; hat eine eigene Reputation aufgebaut, unabhängig von seinem Vater. Er könnte sehr wohl der Nachfolger von Ted Thompson werden.

Zweite Chance

Mark Dominik, ESPN Analyst: Man munkelt, dass Dominik gerne wieder zurück ins Geschäft möchte. Nimmt man seine Vielseitigkeit als Front Office Mann könnte Dominik gut mit einem starken Coach harmonieren.

Jeff Ireland, Assistant General Manager, New Orleans Saints: Ireland baute in Miami ein besseres Roster als viele realisierten, und seine erste Draft in New Orleans war voll mit Spielern, die sofort viel Spielzeit bekommen. Könnte bei den Saints befördert werden.

Scott Pioli, Assistant General Manager, Atlanta Falcons: Pioli wurde das Scouting Department in Atlanta übertragen, und ein Blick auf das Roster, das er in Kansas City zurück ließ könnte indizieren, dass er eine weitere Chance verdient.

Chris Polian, Director fo Player Personnel, Jacksonville Jaguars: Polian spielte eine wichtige Rolle dabei, in Jacksonville ein junges, talentiertes Roster aufzubauen, und er war Teil von vielen Siegen in Indianapolis. Wenn es in Buffalo Veränderungen geben sollte ...

Howie Roseman, Executivce Vice President of Football Operations, Philadelphia Eagles: Roseman war von 2010-2014 GM der Eagles. Vor einem Jahr gab es einen Flirt mit den Jets, und wenn in Philadelphia alles beim aktuellen Zustand bleibt könnte er außerhalb von Philadelphia eine neue Heimat suchen.

Brian Xanders, Senior Personnel Executive, Detroit Lions: Die Lions haben besser gedraftet, seit Xanders 2012 dort eintraf, und er leistete einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Broncos (Anm. d. Red.: Xanders war von 2008-2012 Assistant GM bzw GM der Broncos) aktuell ernsthaft um den Divisionstitel mitspielen.

Quelle: Albert Breer, NFL Media (nfl.com, 24.12.2015), Anmerkungen von MoRe99

reagan - The Left Hand

Alle nichts für York.

Zu viele Attribute wie: "stark, baut auf, furchtlos, will an die Spitze, große Persönlichkeit, solide, gute Draftauswahl" dabei.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

goldbüchi

Gib doch diesen Artikel mal Jed York zu lesen. Vielleicht hat Baalke auch irgendwelche Vorzüge, die er bei anderen Teams besser machen kann!?!

Uwe#8

Zitat von: goldbüchi am Mo, 28. Dez. ’15, 17:32
Gib doch diesen Artikel mal Jed York zu lesen. Vielleicht hat Baalke auch irgendwelche Vorzüge, die er bei anderen Teams besser machen kann!?!
;)

Klaus

Passt leider keiner ins Anforderungsprofil von York! Wirken alle stark und eigenständig😜!

IamNINER

Ich wiederhole mich in dem Zusammenhang: Auch Harbaugh wird zur schlechten Beziehung beigetragen haben. Danach wurden falsche Entscheidungen getroffen und viel Mist an PKs erzählt. Da der Black Monday naht und man sich ja irgendwie auf etwas freuen will, habe ich die Hoffnung, dass York einsichtig ist und aus seinen Fehlern lernt (hat es ja durchaus schon mal geschafft seine Klappe zu halten).

Unter den Kandidaten sind einige, denen ich zutrauen würde ein Upgrade gegenüber Baalke zu sein. Mal schauen, was dann nach dem Spiel gegen die Rams alles passiert. V.a. auch, wer möglicherweise Konkurrent ist in der Suche nach HC und GM.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

MyQuestFor32: 49ers, Lions, Patriots, Eagles, Seahawks, Rams, Jets, Raiders, Panthers, Cardinals, Broncos, Jaguars, Packers, Chargers, Titans

silentsound

helft mir mal...wer würde denn überhaupt passen..zu uns....oder anders gefragt, wer sind denn die zwei besten auf der liste...bin da nicht so im bild ;D
if you follow every dream...you might get lost

IamNINER

Zitat von: silentsound am Di, 29. Dez. ’15, 09:36
helft mir mal...wer würde denn überhaupt passen..zu uns....oder anders gefragt, wer sind denn die zwei besten auf der liste...bin da nicht so im bild ;D

Schwierige Frage...

Der vermeintlich Beste ist wohl Eric De Costa von den Ravens. Der ist schon seit Jahren regelmässig der erste Name, der bei GM Vakanzen ins Spiel gebracht wird. Bisher hatte er aber immer die Geduld zu warten, da er ja dereinst von Ozzie Newsome übernehmen soll. Das dauert nun doch auch schon ein paar Jahre.

Ich hätte durchaus gerne einen, der mehrere Jahre bei einem Team gelernt hat, das regelmässig gute Teams zusammengestellt hat. Primär kommen mir da die Packers, Ravens und Steelers in den Sinn. Patriots GMs haben auch schon Erfolge gehabt (Dimitroff bei den Falcons). Bei den Cardinals und den Seahawks wird mMn derzeit auch sehr gut gearbeitet.

Khan, DeCosta, Wolf wären daher meine Favoriten.
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