49ersFanZone.net: Unsere Werte +++ Member Meeting Leipzig 2026 +++ Wetten zu Gunsten der FanZone – ab sofort!

 

In-Depth: Nolan widerspricht, dass er konservativ sei

Begonnen von zugschef, Di, 18. Sep. ’07, 08:59

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

zugschef

Die 49ers liegen das erste mal seit 1998 bei 2-0. Aber es ist nicht alles eitel Wonne im 49erland.

Die Offense der 49ers liegt yardmäßig an der letzten Stelle der NFL. Sie schafften es in beiden Spielen bisher nicht über 200 yards zu generieren. Letztes jahr hatten die 49ers nur zwei Spiele, in denen sie es nicht schafften, zumindest 200 Yards an Total Offense zu erreichen.

Nach dem 17-16 Sieg über die Rams antortete Head Coach Mike Nolan auf die Frage hin, ob er ein konservativer Coach sei: "Ich glaube, dass ich das überhaupt nicht bin."

"Ich sage, dass es Zeiten gibt, um konservativ zu sein und glaube, dass das eine großartige Entscheidung ist. Und es gibt Zeiten um es nicht zu sein. Ich glaube nicht, dass Fourth-and-1 an der 43 konservativ ist. Ich glaube nicht, dass es konservativ ist drei Onsides zu kicken, oder zwei Punts zu faken. Aber zur selben Zeit kann sowas auch eine unkluge entscheidung sein. Ich denke, dass wir dinge tun, weil der Vorteil auf unserer Seite liegt. Und, normalerweise, ist das genau das was wir machen," sagte Nolan.

"Vom Standpunkt, was meine Gedankengänge betrifft, her versuche ich ständig außerhalb der Norm zu denken. Ich versuche die Spieler und Coaches darin zu bestärken das Gleiche zu tun. Aber jedes Spiel hat eine eigene Persönlichkeit. Man tut, was man tun muss, um das Spiel zu gewinnen."

Nolan wurde dafür kritisiert, dass die 49ers beim Laufspiel blieben, nachdem die 49ers einen muffed Punt an der Rams 26-yard Line mit 5:42 auf der Uhr eroberten. Zu der Zeit waren die 49ers 16-14 hinten. Sie brachten Offensive Lineman David Baas als zweiten Tight End und liefen dreimal hintereinander, auch bei Dritter-und-6. Dann kam Joe Nedneys 40-yard Field Goal.

Nachdem die 49ers den Ball on Downs an der 43 der Rams zurückbekamen, taten die 49ers genau das wieder, aus den gleichen Formationen. Frank Gore machte acht Yards, aber eine Illegal-Formation Strafe zog ein Erster-und-15 von der 48 nach sich. Fullback Norris erreichte zwei Yards Raumgewinn; Gore erreichte 2 Yards; und bei Dritter-und-11 wurde Gore für einen Verlust von 2 Yards gestoppt. Nach den ersten beiden Läufen gaben die Rams ihr zweites und drittes Timeout vor der 2-Minute Warning aus.

"Wir bekamen den Ball zurück und waren ein 1rst Down von einem FIeld Goal entfernt," sagte Nolan. "Der Gedanke dahinter war die Uhr laufen zu lassen. Wie alle während dem Spiel erkennen konnten, wurde Alex Smith zuvor viermal gesackt. Und uns in eine Situation zu bringen, in der wir zurückgedrängt wären -- und ich dachte einfach, wenn wir den Ball nur für ein einziges 1rst Down prügeln können, ist das alles was wir brauchen, um Joe ein weiteres Field Goal zu ermöglichen, und ein Touchdown Game daraus zu machen.

"Zu versuchen in die Endzone zu kommen und die Uhr zu stoppen, wäre meiner Meinung nach dumm gewesen, weil wir vorne waren und es ein Kampf um die Zeit war. Wenn man hinten ist, hängt es von den Downs ab. Sie hatten nur zwei Timeouts, als wir den Ball hatten. Es war die Möglichkeit da, ihnen ohne Timeouts und weniger als zwei Minuten auf der Uhr den Ball zu geben. Hätten wir das 1rst Down erreicht -- es wäre Zweiter-und-2 ohne die Strafe gewesen -- wäre da Spiel vorbei gewesen. Aber es wurde zurückgenommen und es war Erster-und-15. Darum machte ich diese Entscheidungen zu dieser Zeit."

Nolan sagte, dass die Kritik nach einem Sieg beweist, dass man auf dem richtigen Weg ist. Die 49ers sind an einem Punkt angelangt, an dem ein Sieg alleine nicht jeden befriedigt.

"Die Leute erwarten jetzt zu gewinnen," sagte Nolan. "Jetzt sprechen sie darüber, wie man gewonnen hat. Ich glaube nicht, dass in den letzten beiden Jahren irgendwer gefragt hat, 'Wie habt ihr gewonnen?'. Jeder war einfach überglücklich darüber, dass wir das verdammte Spiel gewonnen hatten. Wenn die Leute darüber sprechen, wie wir gewonnen haben, machen wir einen Schritt in die richtige Richung."

Tight End Vernon Davis fing nur zwei Pässe. Darüber hinaus kamen nur zwei Pässe in seine Richtung. Nach dem Spiel sagte Davis, "Es gab nicht viele Double-Teams. Bei jeder Route, die ich lief, ich lief mich frei -- bei jeder."

Nachdem er den Film gesehen hatte, sagte Nolan, dass er zumindest teilweise mit Davis überinstimmt.

"Er war öfter frei, als er den Ball fing. Ein paar andere Jungs ebenfalls. Wir ließen einige Yards liegen, keine Frage. Vernon muss damit weitermachen, was er tut, und seine Möglichkeiten werden kommen."

Darauf angesprochen, dass sein Zugang zum Spiel, mit dem Ball spät im Spiel nur zu laufen, wie ein Mangel an Vertrauen in Alex Smith aussah, entgegnete Nolan: "Nehmen Sie zum Beispiel das Spiel gegen Arizona. Wir mussten es gewinnen, also ließen wir Alex den Ball downfield bringen, und das war es, was wir taten. Diese Woche waren wir bereits vorne. Wenn man auf Sieg spielt, wenn man schon mit einem Punkt führt, man nur ein 1rst Down für ein Field Goal benötigt und die Möglichkeit da ist, dass man für jemanden die Uhr stoppt, der Timeouts ausgeben muss, dann nimmt man es aus den Händen der Spieler.

"Es wäre aufregend gewesen eine Bombe zu werfen und ein Touchdown zu erzielen, aber ich nehme den Einpunktesieg gegenüber der Aufregung, die das bereiten könnte."

***

Quelle: Matt Maiocco (Santa Rosa Press Democrat, 17.09.)

zugschef

Zitat von: zugschef am Di, 18. Sep. ’07, 08:59
Wenn man auf Sieg spielt, wenn man schon mit einem Punkt führt, man nur ein 1rst Down für ein Field Goal benötigt und die Möglichkeit da ist, dass man für jemanden die Uhr stoppt, der Timeouts ausgeben muss, dann nimmt es aus den Händen der Spieler.
das ist genau das, worüber der tmq jede woche schreibt. verlieren wir das spiel, sind für ihn die spieler schuld. hätte er riskiert und verloren, wäre er schuld gewesen. allerdings ist es in dem fall so offensichtlich, dass es falsch war, was er gemacht hat, dass es sogar einem blinden mit augenklappe aufgefallen wäre.

zugschef

@ zachary:
glaubst du immer noch, dass es hostlers idee war siebenmal hintereinander zu laufen?

Daddy

Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe. Liegen wir vorne laufen wir,liegen wir zurück werfen wir. Da fehlt ja eindeutig der Überraschungsmoment.

zugschef

noch was: obwohl die rams keine timeouts mehr hatten, war mehr als genug zeit auf der uhr für sie, um sogar ein td zu erzielen, also zieht das blöde argument von nolan nicht. man hätte sogar argumentieren können, dass es richtig gewesen wäre zeit auf der uhr zu lassen, um bei einem erneuten führungswechsel nochmal einen drive starten zu können.

matsemm

Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Habe beide Spiele bisher gesehen und was sich in Sachen Playcalling da abgespielt hat war schon mehr als merkwürdig.
Vor allem beim letzten Drive war es fahrlässig, dann den Rams blieb noch genügend Zeit, ein Fieldgoal oder gar einen Touchdown zu erzielen, zumindest einen tiefen Passversuch als Überraschung hätte es geben müssen.
Lange geht das nicht mehr gut, irgendwann wird der Schuss (naja der Lauf, grins) auch mal nach hinten losgehen, zumal auch die Laufspiele keinerlei Variationen hatten, immer die gleichen Blocks aufzureißen, dass merkt eine Defensiv-Coach nach einem Quarter, von den Spielern mal ganz zu schweigen.
Wenn man sich die beiden Spiele in der Offense bisher anschaut, denn kann man nur sagen: Schön das wir 2 Siege haben, wo auch immer die hergekommen sind!!!

bartman98

Zitat von: zugschef am Di, 18. Sep. ’07, 08:59

Nach dem 17-16 Sieg über die Rams antortete Head Coach Mike Nolan auf die Frage hin, ob er ein konservativer Coach sei: "Ich glaube, dass ich das überhaupt nicht bin."


...und der Papst antwortete auf die Frage ob er katholisch sei: "Ich glaube, dass ich das überhaupt nicht bin."

The Leprechaun

Konservativ? Erinnert mich irgendwie an die Diskussionen über Steve MARIUCCI. Der war auch den meisten zu Konservativ.
Man muß sich mal fragen was man erreichen will. Will man schön Spielen und verlierern oder am besten schön Spielen, gewinnen und alles in den Boden stampfen? Hey....Der Gegner ist auch noch auf dem Feld. ;)

Solange er mit dieser Spielweise Erfolg hat.... Bitteschön...Mir soll es recht sein.
Klar ist es unschön aber wir gewinnen und letzte Saison haben wir uns auch gesteigert.
Jetzt spielen wir eben so, solange es funktioniert und wen es darauf ankommt und der GEGNER es zulässt, spielen wir auch schön. ;D ;D ;D
NFL:       49ers
1.BL:      1. FC Köln
P. League: Everton FC 
College:   ND Fighting Irish
MLB:       Cleveland Indians
NHL:       Anaheim Ducks



NIL SATIS NISI OPTIMUM

frontmode

Mooch war bei den dritten Downs sehr konservativ, aber die Offense war ansonsten immer noch eine WCO.

Es ist blauäugig zu sagen, es hat doch gereicht, weil nicht die konservative Spielart der Offense, sondern in erster Linie das Unvermögen der Gegener für die Siege verantwortlich war. Und das wird nicht so weitergehen. Man kann mit unter 200 Yards Offense pro Spiel nicht weit kommen.
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

Tags: