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Frustration bei den Spielern wächst

Begonnen von stig49, Di, 6. Okt. ’15, 05:16

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stig49

Nach drei schlimmen Niederlagen in Folge hat Headcoach Jim Tomsula ein weiteres Problem: Er muss was tun, damit sein Team ein Team bleibt. Aus den Statments der Spieler nach der Niederlage gegen die Packers wird ziemlich klar, dass es im Locker Room kocht. Left Guard Alex Boone zum Beispiel, immer für ein offenes Wort gut, sagte nur sieben First Downs gegen die Packers seien "super-erbärmlich"; die vielkritisierte O-Line suche auch nach vier Spielen nach ihrer Identität, und das sei eine "beschissene Situation", die sich besser heute als morgen ändern müsse. Von den Coaches ist zu hören, dass man sich über Änderungen der O-Line Gedanken macht, in der neben Right Tackle Eric Pears vor allem Right Guard Jordan Devey völlig überfordert zu sein scheint. Eine Möglichkeit wäre, Pears auf Right Guard zu nehmen und dessen Position mit Rookie Trent Brown zu besetzen - falls das etwas besser macht.

Nicht nur Worte, auch die Körpersprache sprach Bände. Das betrifft insbesondere die beiden Wide Receiver Torrey Smith und Anquan Boldin, die auf dem Feld sehr deutlich ihre Frustration über das Playcalling und/oder die Pässe von QB Colin Kaepernick zeigten. Boldin, der nach derzeitigem Stand auf nicht mal 500-Saison-Yards kommen würde, schwieg nach dem Spiel, Smith räumte ein, er müsse sich besser im Griff haben, seine Körpersprache sei "schrecklich" gewesen. Er sei "definitiv frustriert", weil die Offense ihre Plays schlecht ausführe. "Wenn es beim Pass nicht läuft, hat man in der NFL 2015 ein Problem", so Smith. Kaepernick entgegenete indirekt, er könne die Frustration verstehen, jeder wolle gewinnen, aber "Football ist nun mal ein Teamsport"

Headcoach Jim Tomsula sagte, Torrey Smith, eine 40-Millionen-Verpflichtung, müsse ohne wenn und aber stärker ins Spiel einbezogen werden. Das gelte auch für Running Back Carlos Hyde, der in den letzten drei Spielen immer unauffälliger war - und verloren hinter einer Linie, die ihm wenig gab. Nur acht Runs für Hyde gegen Green Bay sei "nicht was wir wollten", kommentierte das Tomsula - was auch nicht unbedingt ein Schulterklopfen für seinen Offensive Coordinator zu sein scheint.

Der muss auf den Sportseiten nämlich derzeit die schärfste Kritik einstecken, und das schliesst selbst zurückhaltende Beatwriter wie Matt Maiocco ein: Geep Chryst ist unter Feuer wegen seiner vorhersehbaren Spielzüge und eines ziemlich konservativen Playcallings. Der Tiefpunkt diesmal war ein Run durch die Mitte bei Third Down und 11, der scheiterte - was angesichts der Run-Probleme zuvor kaum einen überraschte.

Tiefe Pässe, für die man ja Smith geholt hatte, gab es so gut wie gar nicht, was aber auch an QB Kaepernick lag. Der fiel von einem Extrem ins andere nach seinen vier Interceptions gegen die Cardinals und vermied zumeist jedes Risiko. Dass er an der Aussenlinie Receiver wiederholt überwarf, sei Absicht gewesen, deutete Kaepernick an - er habe nicht in Coverage werfen wollen, um Turnovers zu vermeiden. Zu seiner Verteidigung: Nur ein einziger QB in der NFL war bislang mehr unter Druck als er, nämlich Dolphins-QB Ryan Tannehill. Wenn es weitergeht wie bislang, werden die Niners auf 56 zugelassene Sacks kommen, was ein neuer Saisonrekord wäre.

Während die Defense unter Eric Mangini nach zwei schlechten wieder ein besseres Spiel zeigte, kommt noch ein Coach in die Kritik (und damit auch der General Manager, denn Trent Baalke hat diese Coaching-Unit ja zusammengestellt): Die Special Teams unter Thomas McGaughey sind eine grosse Baustelle geworden: Neu-Punter Bradley Pinion ist immer auch für schlechte Punts gut und damit weit weg von Vorgänger Andy Lee. Aber auch beim Return-Game herrscht Konfusion und kaum Effizienz - so, als Jarryd Hayne aufgrund missratener Blocks sozusagen von L.J. McCray und Jacquiski Tartt getackelt wurde. Oder als Bruce Ellington einen Return tief aus der Endzone versuchte, der an der 11-Yard-Linie endete.

Headcoach Tomsula aber stellt sich - naturgemäss - vor seine Coaches und sagt, alle Kritik beginne und ende bei ihm, angesichts eines Teams, das über weite Strecken wie in die Preseason zurückversetzt wirkt: "Im Moment sind wir nicht da, wo wir sein müssten".

FlyMcMarty

Und die Dolphins, das Team mit dem meisten Druck, hat mal eben den HC entlassen.
Soll ja kein Omen sein, aber für Chryst sehe ich Schwarz.
49ers Fan since Jan. 5, 2003

Sanfranolli

War Philbin vorher zufällig OC und will sich bei uns neu beweisen?
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

TheBeast

Jo, OC der Packers von 2007-2011. Immer in den Top 10 der Liga. Also mindestens 10 Plätze vor Chrysts "Leistungen" (die allerdings schon 8 Jahre davor waren).

Sanfranolli

Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

zugschef

Wozu? Tomsula ist trotzdem weiterhin der HC. Solange Baalke und Tomsula am Werk sind, braucht man nicht mit OCs experimentieren.

Sanfranolli

Ich denke nicht das Tomsula das Problem ist. Wäre da ein vernünftiger OC wäre im Moment  schon geholfen.
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

stig49

Zitat von: Sanfranolli am Di,  6. Okt. ’15, 15:50
Ich denke nicht das Tomsula das Problem ist. Wäre da ein vernünftiger OC wäre im Moment  schon geholfen.
Und Tomsula hat sich den OC nicht selbst ausgesucht.

reagan - The Left Hand

Das sah man schon im Spiel, dass sich bei den Spielern was zusammenbraut. Ich wollte schon vor der Saison Philbin haben. Als OC wäre er mit seiner WCO mir sehr willkommen.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

FlyMcMarty

Zitat von: reagan - The Left Hand am Di,  6. Okt. ’15, 16:18
Das sah man schon im Spiel, dass sich bei den Spielern was zusammenbraut. Ich wollte schon vor der Saison Philbin haben. Als OC wäre er mit seiner WCO mir sehr willkommen.

Hat auch als OL Coach Erfahrung, genauso wie natürlich als OC und HC.

Steht aber nicht im Zusammenhang mit Bill Walsh http://farm3.static.flickr.com/2572/3985102686_c193efd0fe_b.jpg
49ers Fan since Jan. 5, 2003

AceT

Diese Saison ist sowieso zum knicken. Jetzt können mal alle beweisen das sie das Ruder rum bekommen und wenn nicht die Staff wechseln am Besten gleich mit Baalke!

stig49

Und wer sich in seinen 49ers-Weltuntergangs-Gefühlen mal so richtig bestätigt sehen will, der sollte diesen Artikel auf Bleacher Report lesen. Da bekommen Jed York und vor allem Trent Baalke so richtig eines über die schlauen Rüben...
Der Sturz einer einst stolzen Franchise - zum Übersetzen leider etwas lang.

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