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In-Depth: Analyse zum Play of the Week-Rams @ 49ers

Begonnen von LeonJoe, Sa, 7. Dez. ’13, 00:07

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LeonJoe

Play of the Week Rams @ 49ers - Punt Fake

Wie in fast jedem Spiel der Rams unter HC Jeff Fisher kam es auch diesmal zu einem Special Team Play der besonderen Art. Anhand der Analyse des Spielzuges versuchen wir euch zu erklären, warum das Play nicht funktionierte und was man hätte anders machen können.



Der Spielzug beginnt wie ein ganz normaler Befreiungsversuch (Punt) der Rams. Longsnapper, Holder Punter und 2 Gunner. Noch deutet nichts darauf hin, dass dieses Play ein Fake Versuch werden soll.



Anders als normalerweise üblich gibt es aber Bewegung auf Seiten der Rams. Der rechte Gunner der Rams läuft von seiner Position aus auf die linke Seite. Alles andere als Standard beim Spielen eines Punts. Damit geben die Rams ihre rechte Seite der Kick Coverage auf und verlagern das Spiel auf die linke Seite. Das war der Zeitpunkt, an dem die Coverage Unit erkennen konnte / musste, dass dies kein normaler Punt werden wird.



Bild 3 zeigt, was während des Snaps passierte. Noch sieht alle recht normal aus. Allerdings bleibt der normale Rush aus.



Bild 4 zeigt, was geplant war. Der H-Back sollte als Vorblocker eingesetzt werden. Das Play wurde mit einem Direct Snap gestartet. Der Spieler, der in Motion gegangen ist, soll zunächst einen Schritt nach vorne machen, um sich dann umzudrehen und entgegengesetzt zur Bewegung des restlichen Teams zurück zu rennen und die Rams wollen eine Art Double Reverse spielen. Zusammen mit dem Vorblocker wollen die Rams über die rechte Seite laufen. Nun erklärt sich auch die Motion, denn so entstand die Lücke auf der rechten Seite, über die dieser Spielzug geplant wurde.



Auf Bild 5 (eingezeichnet) kann man sehen, wie die anderen beiden sich bewegen. Die gesamte Bewegung geht nach links. Der Spieler, der den Reverse spielen soll, bewegt sich nicht nach vorne, sondern er dreht sich nur um. Auch das ein Hinweis für einen Fake und die 49ers Defense konnte dementsprechend reagieren. Seine Bewegung ist entgegen gesetzt zu der des restlichen Teams.



Bild 6 zeigt Antony Dixon (eingekreist). Dixon hat sofort erkannt, was hier versucht wurde. Sein direkter Gegenspieler täuscht ganz kurz eine Bewegung nach links an und bewegt sich dann zur rechten Seite.



In Bild 7 lässt sich schon erahnen, dass Dixon scheinbar genau wusste, was kommen sollte. Seine Augen sind direkt auf den direct snap gerichtet. Leider kann man hier nicht ganz so gut erkennen wie kurz die Bewegung des Spielers mit der Nr.82 (TE McNeil) der Rams wirklich war.



Dafür erkennt man auf Bild Nr. 8 umso besser, wie Dixon auf die Bewegung des Spielers reagiert. Er bewegt sich auf die Lücke links von McNeil (82) zu und versucht damit, den Handoff zu verhindern.



Bild 9 zeigt, wie Dixon sich direkt nach außen löst.



Nun steht Dixon genau an der Position (Bild 10) wo der Handoff sein sollte und der Spieler kann nicht mehr ausweichen und läuft geradewegs in Dixon hinein.



Da nun auch der Rest der Defense wusste was gespielt wurde (Bild 11) war es ein leichtes den Tackle zu machen und ein Turnover on Downs zu erzwingen.

Als Fazit lässt sich sagen, dass 1. Anthony Dixon das Play super erkannt hat und 2. dass TE McNeil sich und das Play nicht gut genug verkauft hat. Seine Bewegung ließ erahnen, dass das Play nicht dazu diente, um eine Punt Coverage zu spielen. Ob man bei 4th und 8 und dazu noch in der eigenen Hälfte wirklich so ein Play wagen sollte? Gute Frage, die Antwort kennt nur Jeff Fisher und sein Coaching Staff. Auf alle Fälle war es sehr mutig und gab uns gleichzeitig die Chance, euch dieses Play einmal ausführlich näher zu bringen.

NinersUlm

KLasse! Vielen Dank.

Da hat Dixon wirklich permanent die Augen auf dem Ball gehabt und klasse reagiert.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten, alle Grammatikfehler stehen unter meinem Copyright, für Fehler bei der Zeichensetzung haftet meine Tastatur und jeder weitere Fehler ist beabsichtigt und dient nur zur allgemeinen Erheiterung!

Buvag

Jetzt verstehe ich, was die wirklich vorgehabt hatten. Im Spiel sah das schon äußerst unfähig aus.
Fantasy League 1 Champion 2016

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