49ersFanZone.net: Unsere Werte +++ Member Meeting Leipzig 2026 +++ Wetten zu Gunsten der FanZone – ab sofort!

 

In-Depth: Der Tag danach: Schlechte Regeln sind ein großes Problem für die NFL

Begonnen von frontmode, Mo, 25. Nov. ’13, 19:06

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

frontmode

Nach dem Durcheinander letzten Montag in Carolina, bei dem eine Flagge für Pass-Interference ohne Erklärung des Referees wieder aufgehoben wurde, wollte ich eigentlich den gestrigen Tag nicht damit verbringen, mit Gedanken über Regeln und Schiedsrichter zu machen. Aber es fiel einem auch an diesem Sonntag schwer, nicht darüber nachzudenken, dass die NFL ein Problem mit den Formulierungen ihrer Regeln sowie Schiedsrichtern, die die Regeln nicht konsistent anwenden, hat.

Jeder haut gerne auf die Schiedsrichter drauf, wenn sie etwas falsch machen und auch ich werde sie hier und jetzt kritisieren. Aber man darf dabei nicht vergessen, dass die Schiedsrichter nur das vollstrecken können, was die NFL ihnen an die Hand gibt. Und ich beginne langsam zu glauben, dass das größte Problem daran liegt, dass die Regeln der NFL schlicht nicht klar genug formuliert sind, damit die Schiedsrichter ihren Job ordentlich machen können.

Hier ist eine Zusammenstellung meiner Gedanken bezüglich der Regeln basierend auf den Ereignissen vom gestrigen Sonntag:

Ich bin mir immer noch nicht sicher, was genau ,,Roughing the Passer" ist. Im Spiel der Buccaneers gegen die Lions traf Detroits Defensive Tackle Nick Fairly Bucs Quarterback Mike Glennon am Bein und bekam eine Flagge für Roughing. Gemäß des Referees traf Fairly Glennon zu tief. Mein Problem damit ist, Fairly traf Glennon so ziemlich an genau der gleichen Stelle, an der vor ein paar Wochen Chargers Defensive Lineman Corey Liuget Broncos Quarterback Peyton Manning traf. Liuget kassierte dafür keine Flagge und auch die NFL bestrafte ihn hinter nicht. Die Liga bestätigte sogar, dass es ein legaler Hit war.Aber wenn Liugets Hit legal war, kann ich mir nicht erklären, warum Fairlys dies nicht sein sollte. Und das war in dem Spiel nicht mal die einzige Roughing the Passer Strafe, die ich mit nicht erklären konnte: nur wenig später bekam Tampa Bays Mark Barron einen noch weniger zu erklärende Flagge für ein Roughing Foul an Matthew Stafford. Und ich will gar nicht erst auf den absolut regelkonformen Hit von Rams Defensive Tackle Michael Brockers gegen Josh McCown anfangen, der ebenfalls eine Flagge brachte.

Den Quarterback zu schützen ist eine Priorität für die NFL, oder doch nicht? Nachdem Ahmad Brooks letzte Woche für einen Angriff auf den Halsbereich von Drew Brees eine Flagge erhielt, erklärte die NFL, dass dies der richtige Call der Schiedsrichter gewesen ist - vermeintlich weil der Schutz der Quarterbacks eine Priorität ist. Aber warum kassierte Pittsburghs William Gray für einen eindeutigen Angriff gegen den Kopf von Jason Campbell keine Flagge? In beiden Fällen attackierte der Defender den Quarterback oben und beide trafen einen Quarterback, der den Ball noch in den Händen hatte und provozierten so einen Fumble. Als Brees einen Clothesline Hit kassierte, gab es eine Strafe. Als Campbell zu Boden gerammt wurde und eine Gehirnerschütterung erlitt, gab es kleine. Warum? So weit ich das beurteilen kann, sind die Regeln zum Schutz der Quarterbacks nicht eindeutig genug geschrieben, damit dieses konsistent angewendet werden können.

Die stehen falsch, selbst wenn sie richtig stehen. Mamis Cameron Wake nahm senkte seinen Helm und bohrte ihn in das Kinn von Carolinas Cam Newton - der danach Blut spuckte. Es war eine eindeutige Strafe gegen Wake, aber der Referee warf seine Flagge nicht. Warum? Der ehemalige Chef der Schiedsrichter Mike Pereira erklärte, dass der betreffende Referee genau dort stand, wo er stehen sollte - trotzdem sah er es nicht. Aber wenn das vorkommen kann, dann muss die NFL zumindest einen Schiedsrichter derart positionieren, dass er so etwas sehen an oder aber muss die Instant Replay Regeln derart verändern, dass Hits gegen den Kopf von Quarterbacks überprüft werden dürfen.

Coaches sollte es gestattet werden, persönliche Fouls überprüfen zu lassen. Jets' Defensive End Muhammed wurde ein Bein gestellt und er fiel auf Ravens Quarterback Joe Flaccos Bein - was zu einer Flagge wegen eines persönlichen Fouls führte. In der Wiederholung war eindeutig zu sehen, dass Muhammed Flacco nur deswegen traf, weil ihm ein Bein gestellt wurde, aber der Referee durfte sich keine Wiederholung anschauen, um den Fehler zu korrigieren. Jets Headcoach Rex Ryan hätte es erlaubt sein sollen, die Entscheidung überprüfen zu lassen, was aber gemäß der derzeitigen NFL Regeln nicht geht.

Coaches sollte es nicht erlaubt sein, dass Spiel durch durch unberechtigtes Werfen der Challenge Flagge zu verzögern. Als sich Detroits Offense nach einem verschossenen Field Goal der Buccaneers bereits machte, warf Bucs Headcoach Greg Schiano seine rote Challenge Flagge. Nach einer längeren Pause, in der Schiano und der Referee sich an der Seitenlinie austauschten, wurde bekanntgegeben, dass Schiano etwas überprüfen lassen wollte, was nach den aktuellen Regel nicht geht - nämlich ob der Kick durch die Torstangen ging oder über eine Stange flog. Gemäß der NFL Regeln gab es keine Strafe gegen Schiano, obwohl er eine Flagge bei einer Situation warf, die nicht überprüft werden kann. Aber es sollte eine geben. Warum sollte es Schiano erlaubt sein, das Spiel zu verzögern und so seiner Defense die Möglichkeit geben, besser auf die Aufstellung der Lions zu reagieren. Später am Sonntag machte Giants Headcoach das Gleiche als er eine Flagge nach einer Entscheidung warf, die nicht überprüfbar ist. Wenn ein Coache einen Challange Flagge bei einem Spielzug wirft, der nicht überprüfbar ist, sollte dem Team ein Timeout abgezogen werden.

Eine kritische nicht gegebene Strafe mussten die Vikings teuer bezahlen und die Referees konnten es nicht überprüfen. Packer Linebeacker A.J. Hawk griff offenkundig in Adrian Petersons Gesichtsmaske und zog daran. Der Spielzug endete dann mit einem Fumble von Peterson. Es war eine eindeutige Strafe und die Schiedsrichter hätten es sehen müssen. Aber sie übersahen das Foul und konnten es auch kein Replay benutzen, um den Fehler zu korrigieren, da aus sonderbarer Weise ein Facemask nicht zu den Entscheidungen gehört, die überprüft werden dürfen. Wenn man schon Instand Replay hat und sogar alle Turnover automatisch überprüft werden, warum im Himmelswillen darf dann der Referee nicht auf das gesamte Play schauen und auch ein Facemask überprüfen, um eine richtige Entscheidung zu fällen.

Niemand weiß wirklich, was ein Catch ist. Gegen Ende von Dallas' Sieg gegen die Giants fing Dallas Wide Receiver Dez Bryant einen Pass von Tony Romo, ging dabei zu Boden und verlor die Kontrolle über den Ball. Die Schiedsrichter gaben den Pass unvollständig und ich glaube, die Entscheidung war richtig. Aber die verworrenen NFL Regeln was einen Catch ausmacht machen es einem nahezu unmöglich, einigermaßen sicher sagen zu können, ob es nun als Catch oder incomplete gegeben wird. Auf Twitter haben sich viele Fans dahingehend geäußert, dass sie sich sicher waren, dass es eigentlich ein Catch war. Auch Cowboys Headcoach Jason Garrett war sich scheinbar sicher, dass es ein Catch war. Er nahm sofort ein Timeout in der Hoffnung, dass die zusätzliche Zeit dem Replay Assistenten genug Zeit geben würde, sich das Play nochmals anzuschauen und den Referee aufzufordern, es zu überprüfen. Die NFL muss schlicht einen besseren Job dabei machen zu erklären, was genau eine Catch ist und wann ein Pass incomplete zu geben ist, damit Coaches und Fans im Spiel nicht irritiert zurückbleiben.

Forward Progress ist nicht eindeutig definiert. Der wichtigste Spielzug im Spiel Giants gegen Cowboys kam, als Giants Receiver Victor Cruz nach einem Fang von mehreren Cowboys eingefangen wurde, bevor ihm kurz darauf der Ball aus den Händen gerissen wurde. Die Offiziellen bewerteten diese Aktion als Fumble und Dallas' Jeff Heath nahmen den Ball auf und lief für 50 Yards zum Touchdwon. Giants Headcoach Tom Coughlin sagte nach dem Spiel, er fand es ,,unglaublich", dass die Schiedsrichter Cruz' Forward Progress nicht als beendet erklärt haben, aber ich kann es glauben, denn man sieht jede Woche, dass diese Regel nicht einheitlich angewendet wird.

Die NFL sollte Spieler disqualifizieren, die bei einem Kampf auf dem Feld dieses von der Seitenlinie betreten. Als Rams Defensive End Chris Long beobachtete, wie sein Bruder - Bears Guard Kyle Long - in eine Auseinandersetzung auf dem Feld geriet, rannte er von der Seitenlinie aufs Feld, um Kyle wegzuziehen. Chris wollte vielleicht einfach nur den Kampf auf dem Feld beenden, aber selbst wenn das der einzige Grund sein sollte, sollte es Spielern nicht gestattet sein, auf das Feld in eine Auseinandersetzung zu laufen. Einer der übelsten Vorfälle in der Geschichte des amerikanischen Sports begab sich 1977 in einen NBA Spiel, als Rudy Tomjanovich auf das Feld in einen Streit hinein lief und Kermit Washington reagiert, in dem er sich umdrehte und ihm mit einem Schwinger mehrere Knochen in Tomjanovichs Gesicht brach. Der beste Weg solche Situationen zu verhindern ist, wenn es Spielern nicht gestattet wird, aufs Feld zu kommen und es den Schiedsrichtern überlässt, einen Streit zu beenden. In anderen Sportarten werden Spieler automatisch disqualifiziert, wenn sie von der Seitenlinie auf das Feld laufen - und die NFL sollte das ebenfalls auch einführen.

Ich mag die neue Regeln für die Verlängerung nicht. Die Verlängerung in Green Bay war irgendwie unbefriedigend. So würde ich die Regeln ändern: 1) Schafft den Kick-Off in der Verlängerung ab. 2) Das Heimteam darf bestimmen, auf welcher Yard-Linie der erste Ballbesitz beginnen soll. 3) Das Auswärtsteam darf dann aussuchen, ob es zunächst mit der Offense oder Defense aufs Feld möchte. 4) Es wird reines Sudden-Death gespielt. Der erste Score gewinnt und es wird bis zu einer Entscheidung gespielt - keine Unentschieden mehr.

Die NFL Referees haben ein Kommunikations-Problem. Die NFL hat nach dem Dilemma vom letzten Monday Night Game zugegeben, dass Referee Clete Blakeman einen fatalen Fehler gemacht hat, als er es versäumte, dem Publikum und Beteiligten zu erklären, warum die Flagge in der Endzone gegen Carolinas Luke Kuechly wieder aufgehoben wurde. Darauf schärfte die Liga ihren Schiedsrichtern ein, dass sie ihre Mikrophone benutzen müssen, um zu erklären, warum eine einmal geworfene Flagge wieder aufgenommen wird. Interessanter Weise kassierte Kuechly am Sonntag gegen Miami einen weitere Flagge in der Endzone, die ohne weitere Erklärung des Referees wieder aufgenommen wurde. Wie kann es die NFL gestatten, dass dies weiterhin passiert? Die Schiedsrichter müssen sich erklären. Und die NFL muss den Schiedsrichtern klarere Regeln an die Hand geben, so dass diese Erklärungen dann auch Sinn machen.

Quelle: Michael David Smith (profootballtalk.com)
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

reagan - The Left Hand

"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

Baschi00

Interessanter Artikel und bei den meisten Punkten stimme ich zu.

Ob Replays bei Strafen durchsetzbar wären, ist meiner Meinung nach jedoch äusserst fragwürdig. Dann müsste ja bei jedem Play jeder Spieler überwacht werden und sobald sich etwas tut, werden die Refs benachrichtigt. Das Überwachen würde dann ja nicht mal nur von der Seite der Referees, sondern auch von der Seite der Coaches kommen, sollte man sich entscheiden zu challengen. Und lediglich den QB überwachen halte ich für unfair.

Ausserdem kann ich immer noch nicht verstehen, wieso man sich so über die Catch-Sache aufregt. Momentan ist das doch einfach klar definiert, und würde man dieses "Process of the Catch"-Zeug abschaffen, wäre es total unklar, wann der Ball nun drin ist oder nicht ???
Aber wenn ich den Satz "Auf Twitter haben sich viele Fans dahingehend geäußert, dass sie sich sicher waren, dass es eigentlich ein Catch war" lese, muss ich schon lachen ;D
Against All Odds

"Winning isn't everything, it's the only thing." - Vince Lombardi

TheBeast

Finde ich teil weise ganz gut, andererseits aber halt schon arg am Thema vorbei. Ich bin ja prinzipiell ein Freund des Instant Replay, allerdings hat die Liga meiner Ansicht nach einen Fehler gemacht, als sie beschlossen hat, das immer weiter auszudehnen, sodass viele Entscheidungen mittlerweile automatisch ins Review gehen.

Irgendwann hat man einmal beschlossen, dass Scores automatisch reviewed werden, was zwar ganz gut klingt aber halt dazu geführt hat, dass es seltsam ist, wenn ein Score von gut auf kein Score geändert werden kann, weil sich im Replay herausstellt, dass der Receiver doch out of bounds war, das umgekehrt aber nicht geht.

Fogerichtig hat man die Regel dahingehend geändert (hat man das? bin mir gerade gar nicht mehr so sicher), dass jetzt auch im umgekehrten Fall automatisch ein Review erfolgt. Das wiederum ergibt aber fast schon automatisch, dass es irgendwie schräg ist, wenn die gleiche Entscheidung nur auf Anforderung eines Coaches noch einmal angeschaut wird, wenn der Catch an der 1-Yard-Linie schon oder nicht erfolgt - was unter Umständen aber genauso spielentscheidend ist.

Denkt man das zu Ende, müsste es irgendwann eigentlich ein automatisches Review für jedes Play geben. Dann haben wir aber Spiele die zwar unendlich lang dauern, aber dafür nur mehr zu 30-40 % tatsächlich am Feld stattfinden, der Rest geht dann für Reviews und anschließende Erklärung drauf. Das ist langweilig und sicher nicht im Sinn des Sports (abgesehen davon, dass mich die Score-Pause-Kickoff-Pause Geschichte jetzt schon nervt, weil dazwischen in aller Regel mittlerweile eh nur ein Touchback liegt).

Aus meiner Sicht wäre es daher sinnvoll, die automatischen Reviews komplett wieder abzustellen, dafür aber mehr überhaupt reviewable zu machen (diesbezüglich gehe ich mit Smith konform). Ein Coach muss sich dann halt überlegen, ob er seine Review-Flag für eine - aus seiner Sicht ungerechtfertigte - Pass Interference wirft oder doch lieber den nächsten Score überprüft haben will.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in einigen der angesprochenen Fälle die Refs nichts/etwas anderes gesehen haben, als sie entschieden haben. Darunter eben auch Vorkommnisse, die mit Roughing the Passer, Pass Interferences oder Unneccessary Roughness zu tun haben, wo entweder der Winkel Ref - Action nicht gepasst hat (und es gibt halt einmal keinen Winkel, wo wir alles sehen können) oder etwas in Full Speed schlicht und einfach nicht (korrekt) zu sehen ist.

Zur Formulierung der Regeln ist zu sagen, dass die mittlerweile ohnehin so komplex sind, dass es einen wirklich unglaublichen Aufwand bedeutet, die nicht nur zu kennen, sondern im richtigen Moment auch alle relevanten Passagen im Kopf zu haben. Einen Vorschlag, wie denn eine Regel zum Schutz des Passers aussehen könnte, die a) jedermann verständlich und b) auch exekutierbar ist bleibt Herr Smith natürlich (und absolut verständlicherweise) schuldig. Ich persönlich finde ja die Passagen zum Hit unter dem Knie (schlag nach unter Brady, Tom) und bezüglich dem Slide ungefähr so notwendig wie einen Kropf.

Um die Regelauslegung konsistenter zu machen bräuchte es weniger - nicht mehr - Regeln, weil jede zusätzliche Regel automatisch auch einen Ermessenspielraum hinzufügt. Tut sie das nicht, dann verlangt sie ein mehr an optischer und psychischer Wahrnehmungsfähigkeit der Refs, wo ohnehin einiges nicht mehr mit tatsächlicher Wahrnehmung der Aktion zu tun hat, sondern mehr mit der Erfahrung, wie denn etwas aussieht. Immer wieder trifft man Entscheidungen aufgrund der Erfahrung, was denn war, wenn etwas wie aussieht.

Und ganz zum Schluss denke ich, dass die NFL den Refs und mehr noch sich selbst einen Bärendienst erweist, wenn sie deren Entscheidungen fast schon reflexhaft verteidigt. Einerseits gibt es (zB) die Geschichte von Lance Easley (der mit der game winning Interception), der sich aufgrund einer Entscheidung mehrfach Morddrohungen gegen sich und seine Familie anhören durfte, wo es sicher hilft, wenn man nicht bei jedem Call überlegen muss, ob man den denn unbeschadet übersteht, egal wie kontroversiell er ist. Andererseits ist der halbe Artikel oben eine Replik auf die Tatsache, dass die NFL eben nur sehr selten sagt (und sei es nur per schon oder nicht Bestrafung des entsprechenden Spielers) ob der Call denn aus ihrer Sicht korrekt war.

Und nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Das soll jetzt überhaupt kein Lamento darüber sein, wie schwierig der Job als Ref denn so ist. Das soll auch keine Fehler entschuldigen, aber je komplizierter ein Job ist, desto mehr Fehler passieren halt einmal dabei, das ist der menschlichen Natur geschuldet.


TheBeast

Zitat von: Baschi00 am Mo, 25. Nov. ’13, 19:55
Aber wenn ich den Satz "Auf Twitter haben sich viele Fans dahingehend geäußert, dass sie sich sicher waren, dass es eigentlich ein Catch war" lese, muss ich schon lachen ;D

Dem Vernehmen nach soll sich Donovan McNabb gestern auf Twitter verwundert über das Spielergebnis MIN-GB gezeigt haben.

MoRe99

Zitat von: TheBeast am Mo, 25. Nov. ’13, 20:45
Zitat von: Baschi00 am Mo, 25. Nov. ’13, 19:55
Aber wenn ich den Satz "Auf Twitter haben sich viele Fans dahingehend geäußert, dass sie sich sicher waren, dass es eigentlich ein Catch war" lese, muss ich schon lachen ;D

Dem Vernehmen nach soll sich Donovan McNabb gestern auf Twitter verwundert über das Spielergebnis MIN-GB gezeigt haben.

:rofl:

Sanfranolli

Der Job ist sicher nicht einfach, aber da stehen 8 Mann die manchmal alle in die Zuschauerränge zu schauen scheinen. Da waren schon böse Calls am WE dabei!
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

igor

Zitat von: TheBeast am Mo, 25. Nov. ’13, 19:58
Fogerichtig hat man die Regel dahingehend geändert (hat man das? bin mir gerade gar nicht mehr so sicher), dass jetzt auch im umgekehrten Fall automatisch ein Review erfolgt. Das wiederum ergibt aber fast schon automatisch, dass es irgendwie schräg ist, wenn die gleiche Entscheidung nur auf Anforderung eines Coaches noch einmal angeschaut wird, wenn der Catch an der 1-Yard-Linie schon oder nicht erfolgt - was unter Umständen aber genauso spielentscheidend ist.
So weit ich das weiß, werden nur Scoring Plays sowie Turnovers automatisch reviewed – aber z.B. kein Pass, der incomplete gegeben wird, der ansonsten ein Touchdown wäre.  Das müssen die Coaches dann selbst challengen.  Außerdem wird meines Wissens nach bei diesen Reviews nur der jeweils relevante Teil begutachtet.  Falls es bei einem Touchdown-Play beispielsweise andernorts ein Holding oder eine Face Mask gab, beim Spielzug aber keine Flagge aufs Feld flog, dann kann man diese eigentlich zu gebende Penalty auch im Nachhinein nicht verhängen.

Zitat von: TheBeast am Mo, 25. Nov. ’13, 19:58
Denkt man das zu Ende, müsste es irgendwann eigentlich ein automatisches Review für jedes Play geben. Dann haben wir aber Spiele die zwar unendlich lang dauern, aber dafür nur mehr zu 30-40 % tatsächlich am Feld stattfinden, der Rest geht dann für Reviews und anschließende Erklärung drauf. Das ist langweilig und sicher nicht im Sinn des Sports (abgesehen davon, dass mich die Score-Pause-Kickoff-Pause Geschichte jetzt schon nervt, weil dazwischen in aller Regel mittlerweile eh nur ein Touchback liegt).

Aus meiner Sicht wäre es daher sinnvoll, die automatischen Reviews komplett wieder abzustellen, dafür aber mehr überhaupt reviewable zu machen (diesbezüglich gehe ich mit Smith konform). Ein Coach muss sich dann halt überlegen, ob er seine Review-Flag für eine - aus seiner Sicht ungerechtfertigte - Pass Interference wirft oder doch lieber den nächsten Score überprüft haben will.
Ja, ich finde diese automatischen Reviews auch nicht gut und würde sie auch ersatzlos streichen, bei gleichzeitiger Ausweitung dessen, was reviewable ist.  Ich würde allerdings das System zudem so anpassen, daß jeder Coach so oft challengen kann, wie er möchte – so lange er dabei richtig liegt und auch ein Timeout zur Verfügung hat.  Momentan gibt es ja nur dann eine dritte Challenge, wenn man die ersten beiden gewonnen hatte.  Warum soll nach der dritten Schluß sein?  Gewinnt man auch die dritte Challenge, sollte man noch eine vierte bekommen, usw.  Sollte eine Ref-Crew, überspitzt formuliert, beispielsweise fünf krasse Fehlentscheidungen gegen Team A pfeifen, dann sollte der Coach von mir aus jedesmal challengen können wenn er recht hat.
Ask not what the community can do for you, ask what you can do for the community!
—Jurgen

49erChrisB

Ich halte es darüber hinaus für extrem schwierig, festzulegen, welche Plays reviewed werden sollen. Entweder beschränkt man sich auf ganz wenige Plays, so wie es bis jetzt ist. Oder man erweitert den Katalog, was zur Folge haben wird, dass jede Saison über neue Erweiterungen diskutiert wird, z.B. die von igor angesprochene Situation eines Fouls während eines TD's (was bisher beim review nicht berücksichtig wird). Sobald eine solche Spielsituation mal in einem wichtigen Spiel spielentscheidend war, wird darüber diskutiert auch das in den Review-Katalog aufzunehmen. Der nächste Schritt wäre dann ein Foul nicht bei einem Score, sondern bei einem 3rd-down Play, wie gestern die Facemask gegen Vernon Davis bei dessen Fumble. Wäre daraus ein Score geworden und hätte sich das Spiel gedreht, wer weiß welche Diskussionen daraus entstanden wären. Und dann stelle man sich das in einem Superbowl im 4. Quarter vor...

igor

Wenn man die automatischen Reviews komplett eliminiert, könnte man durchaus erweitern, was alles reviewable ist.  Die Anzahl der Reviews in einem Spiel selbst würde auf jeden Fall sinken, und man müßte sich als Coach gut überlegen, was man reviewen lassen will und was nicht, wenn man sich nicht zu hundert Prozent sicher ist.
Ask not what the community can do for you, ask what you can do for the community!
—Jurgen

Cordovan

Zitat von: igor am Di, 26. Nov. ’13, 10:55
Wenn man die automatischen Reviews komplett eliminiert, könnte man durchaus erweitern, was alles reviewable ist.  Die Anzahl der Reviews in einem Spiel selbst würde auf jeden Fall sinken, und man müßte sich als Coach gut überlegen, was man reviewen lassen will und was nicht, wenn man sich nicht zu hundert Prozent sicher ist.
Und dafür wär ich!
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

MoRe99

Zitat von: Sanfranolli am Di, 26. Nov. ’13, 07:36
Da waren schon böse Calls am WE dabei!

Man denke nur an das eine nicht gegebene Holding gegen Justin Smith. Das war so offensichtlich, wenn du das nicht mit einer Flagge ahndest kannst du Offensive Holding gleich abschaffen.

zugschef

Zitat von: MoRe99 am Di, 26. Nov. ’13, 17:03
Zitat von: Sanfranolli am Di, 26. Nov. ’13, 07:36
Da waren schon böse Calls am WE dabei!
Man denke nur an das eine nicht gegebene Holding gegen Justin Smith. Das war so offensichtlich, wenn du das nicht mit einer Flagge ahndest kannst du Offensive Holding gleich abschaffen.
So schaut's aus. Aber auch in der ersten Offensivserie der 9ers gab's einen missed Call: Anquan Boldin wurde da eindeutig auf seiner Route gehalten.

frontmode

Wenn sich jemand nicht über nicht-gegebene Calls geschweren kann, dann ist das Justin Smith  8), der kommt mit mehr Dingen durch als die Defensive Backs der Seahawks ;).
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

MaybeDavis

Zitat von: MoRe99 am Di, 26. Nov. ’13, 17:03
Zitat von: Sanfranolli am Di, 26. Nov. ’13, 07:36
Da waren schon böse Calls am WE dabei!

Man denke nur an das eine nicht gegebene Holding gegen Justin Smith. Das war so offensichtlich, wenn du das nicht mit einer Flagge ahndest kannst du Offensive Holding gleich abschaffen.
Eine Freund meinte zu mir, so oft wie Justin Smith Holding macht und nicht bestraft wird, wäre es ok auch mal ein Holding gegen ihn nicht zu pfeiffen.

Ist natürlich Schwachsinn, das war mehr als offensichtlich und hätte gecallt werden müssen. Genau wie das Facemask gegen Vernon.
NFL Teams live: 49ers (2x London / 1x Indianapolis), Patriots, Buccaneers (2x), Dolphins, Giants, Jaguars, Broncos, Bears,  Colts,

"Can you SMEEEELLLL what the Niners are cookin'" George Kittle

zugschef

Naja, der Unterschied ist, dass Smith das gleiche Holding begeht, das genauso bei keinem Oliner gepfiffen wird, nämlich indem der die Gegner an der Brust hält. Fängt man das zu pfeifen an, kann man die Liga einstellen.

IamNINER

Bzgl. der Reviews bin ich der Meinung, dass man nicht mehr automatische Reviews haben sollte. Jedoch sollten die Coaches unbegrenzte Challenges haben, wenn sie richtig liegen.

Man nehme an, es gibt 4 umstrittene Szenen. Jedes Mal würde der HC die Challenge Flag werfen wollen. Bei der 4. möglicherweise klarsten Szene, kann er nicht mehr. Daher wäre ich dafür, dass die HC 2 verlorene Challenges pro Spiel haben können. Liegen sie richtig, wird ihnen keine abgezogen.

Ansonsten sollen Regeln vereinfacht werden. Vergleiche die  Facemask-Regel: Da war es ein richtiger Entscheid. Die Hand hat in der Facemask nichts zu suchen, also gibt es immer 15 Yards.

Die Player Safety Rules sind mMn absolut ok. Schützt die Spieler, aber übertreibt es nicht. Denn: RBs müssen laufend Helmet-to-Helmet Hits einsecken, die härter sind, als das was an anderer Stelle gepfiffen wird. Das sinnlose Abschiessen von Spielern gegen den Kopf muss unterbunden werden, denn das ist wirklich gefährlich. Aber wenn es ein automatisches Personal Foul gibt, wenn ich den Ball runterschlagen will und dabei nach dem Wurf den Helm des QBs berühre, dann ist das beinahe lächerlich.

Bei Holding der Offense ist man nicht so streng, bei Illegal Contact der Defense ist man nicht so streng, etc.

2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

MyQuestFor32: 49ers, Lions, Patriots, Eagles, Seahawks, Rams, Jets, Raiders, Panthers, Cardinals, Broncos, Jaguars, Packers, Chargers, Titans

owl49er

Zitat von: IamNINER am Mi, 27. Nov. ’13, 12:03
Bei Holding der Offense ist man nicht so streng, bei Illegal Contact der Defense ist man nicht so streng, etc.
Findest Du das jetzt okay oder wärst Du dafür, mehr zu pfeifen...? Oder war dies nur ein Beispiel für Fingerspitzengefühl, was Du bei Berührungen des QB-Helms vermisst...?

Was ich nicht schön finde sind die extrem tiefen Blocks der O-Liner (oder anderer Vorblocker) gegen die Defender -> das ist eine Taktik, die ich rein ästhetisch nicht sehen muss. Hat für mich nichts mit Rasenschach zu tun...
INEOS... guess who's just scored one unbelievable goal again :(

wizard49er

Das ganze Regel Wirrwarr bedeutet viel Arbeit. Ob es dann besser wird, wage ich zu bezweifeln.
1 x Dynasty League Champion - 3 x Vize Champion
2 x Keeper League Champion - 2 x Vize Champion - 1 x Bronze
4 x Casual Keeper League Champion - 1 x Bronze
1 x Fantasy League 1 Champion - 1 x Vize Champion
2 x Fantasy League 2 Champion
1 x Fantasy League 3 Champion

Tags: