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In-Depth: Ein Ansatz, wie man das Spiel der Offense beleben könnte

Begonnen von owl49er, So, 17. Nov. ’13, 13:48

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owl49er

Grant Cohn mag nicht den besten Ruf unter den Beat Writern haben. Nun hat er aber in seinem Blog beim Press Democrat eine zumindest lesenswerte These aufgestellt, wie das Offensivspiel der 49ers belebt und sich gleichzeitig Quarterback Colin Kaepernick sichtlich wohler fühlen könnte. ,,Es wird Zeit, den Quarterback in Bewegung zu bringen" – so lautet sein Appell an Head Coach Jim Harbaugh und Offensive Coordinator Greg Roman.

Cohn verweist zunächst darauf, dass Kaepernick der schnellste Quarterback der Liga sei, über einen unglaublichen Arm verfüge und über die nötige Körperbeherrschung verfüge, auch aus dem Lauf heraus zu werden. Trotzdem rangiert der Passangriff auf Platz 32 nach Yards, 28 bei erfolgreichen Pässen (in Prozent), 27 bei den Pass-Touchdowns, 25 bei Sacks je Passversuch. Den Schlüssel dafür glaubt Cohn gefunden zu haben, in der Art und Weise wie die 49ers ihren Quarterback einsetzen:

Bei neun von zehn Passversuchen soll Kaepernick in der Pocket verweilen, dort wie eine Statue und das Feld wie ein Veteran lesen – als wäre er Tom Brady. Cohn hat gegen die Panthers mitgezählt: bei 29 der 31 Passversuche ließ sich Kaepernick wie ein Pocket Passer zurückfallen. ,,Natürlich" wurde er dann auch sechs Mal gesackt. Dies veranlasst Cohn zu der Frage: ,,Was habt Ihr gegen diese starke Defense erwartet? War es eigentlich Manginis Idee?"  Cohn fragt sich, warum man Kaepernick nicht mal etwas in der Pocket bewege – z.B. mit einem Play-Action Bootleg. Wie es die meisten Coaches ungefähr bei jedem vierten Spielzug praktizieren, um die Defense zu verunsichern.

Harbaugh wurde hierauf in der Pressekonferenz am Montag angesprochen und antwortete mit einem interessanten Statement: ,,Sie sprechen etwas an, dass jeden in der Offense frustriert – wenn Du in der Offense keinen Rhythmus hast, regelmäßig First Downs erzielst und dann tiefer in Deinem Playbook kommst, um auch mal einen Screen, Spielzüge mit Bewegung zu callen – die Verteidigung aus dem Gleichgewicht bringst." Cohn reagiert in seinem Blog hierauf schon fast geschockt: ,,Wenn Harbaugh die Wahrheit erzählt – vielleicht auch nicht – sind Rollouts, Waggles und Bootlegs tief im 49ers Playbook zu finden." Das sollten sie nicht, nach Meinung des Beat-Writers. Eigentlich in keinem Playbook eines NFL-Teams, aber erst recht nicht in dem der 49ers mit einem solch mobilen Quarterback wie Kaepernick. 

Stattdessen haben die 49ers in dieser Saison gerade einmal bei 28 der 266 Passspielzüge die Pocket bewusst ,,bewegt". Mit beeindruckendem Erfolg: 16 der 27 Pässe kamen an, zudem ließen die Passempfänger sechs Bälle fallen. Dabei erzielte das Team zehn neue erste Versuche und Kaepernick erlief einen weiteren. Harbaughs Kommentar: ,,Ich wusste nicht, dass zehn Prozent nicht genug sind." Cohn meint, dass sei es noch nicht mal annähernd. Er schlägt vor die Pocket bei jedem dritten Spielzug zu bewegen – angesichts der Probleme, die Offensive Line, Wide Receiver und Quarterback mit der jetzigen Spielweise haben. Eine Systemumstellung würde helfen. Dies würde das Feld halbieren und Kaepernick zwei einfache Optionen geben: einen Receiver tief und eine zweite kurze Anspielstation. Zudem bliebe Kaepernick dann noch die Möglichkeit, selbst mit dem Ball zu laufen.

In Kaepernicks Alter habe Brett Favre die ganze Zeit so gespielt und wurde am Ende zum MVP gewählt, mit den Hauptanspielstationen Robert Brooks und Mark Chmura. Er sei aber nicht der einzige Quarterback in der NFL Geschichte, der so seinen Lebensunterhalt verdiente: Steve Young und John Elway wurde ebenfalls mit Rollouts und Bootlegs Legenden. Ganz nebenbei würden die gegnerischen Defensive Linemen vor das Problem gestellt, nicht zu aggressiv zu Werke zu gehen, um Kaepernick nicht aus den Augen zu verlieren.

Quelle:
Grant Cohn, pressdemocrat.com, 14. November.
INEOS... guess who's just scored one unbelievable goal again :(

MaybeDavis

Ja, intressante These, aber meiner Meinung nach völlig unbrauchbar.

Man sollte den mobilen CK mehr Rollouts etc. geben? Ihn mehr aus der Pocket lassen?

Genau das verteidigt der Gegner doch am meisten. Kener will CK aus der Pocket lassen und ihmdie Chance geben selber zu laufen. Die Read-Optionzu verteidigen ist in dem Fall fast das selbe wie den Bootleg zu zu machen.

Was die Screens angeht... Ja, würdeich auch gerne mal sehen, aber scheint so gar nicht im Repertoir der Niners zu sein und nicht erst seid JH. Keine Ahnung warum wir das nicht spielen. Vielleicht hat Zugchef recht und unsere Line ist zu behebig...
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owl49er

Bei dem einen Screen sah es tatsächlich so aus, dass die Line zu behäbig ist.
INEOS... guess who's just scored one unbelievable goal again :(

Eike14

Man sollte mehr Play Action Päse einfügen. Da ist Kaepernick gleich von beginn an aus der Pocket raus - So zumindest meine Theorie.
#7

reagan - The Left Hand

Witzig, zumal alle nach den ersten 3 Spielen festgestellt hatten, dass die Read-Option von den Defensecoaches "durchschaut" ist. Aber ich denke auch, dass es die Mischung macht.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

Real

#5
Und wieder war gestern nix davon zu sehen.

E: Verzeihung, den drop von Gore mal ausgenommen.

Ich versteh nicht warum man nicht seine RBs und Kaepernick mal dynamischer einsetzt. Wenn Gore nicht fangen kann, dann stellt man da halt Hunter oder James mal hin.
Mal ein Pass auf Miller ist einfach zu wenig

Diabolo

Zitat von: Real am Mo, 18. Nov. ’13, 16:40
Wenn Gore nicht fangen kann, dann stellt man da halt Hunter oder James mal hin.
Wenn Gore nicht fangen könnte hätte er nicht 327 Receptions.
Ich frag mich eher ob Kaepernick auch mal einen Pass hinbekommt der vernünftig in den Lauf ist.
BREAKING NEWS: In Schenefeld fällt gerade eine Schaufel um.

jerryrice80

Also kleine Ansätze waren meiner Meinung nach sehr wohl zu sehen, wie zB der TD von Davis, oder auch endlich einmal eine geeignete Reaktion auf den Blitz mit dem schnellen Pass auf Manningham.
Aber in Summe war es einfach viel zu wenig !

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