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In-Depth: Neue WR-Truppe muss für den Erfolg der 49ers den nächsten Schritt tun

Begonnen von zugschef, Di, 4. Sep. ’07, 00:07

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zugschef

Die Entlassung von Bryan Gilmore zeigt, wie sehr das Team darauf aus ist, die WR-Position zu verbessern. Der dritte Receiver des letzten Jahres war nicht gut genug, um heuer einer der sechs besten WRs zu sein; eine Unit, die heuer performen muss, damit die Offense und das Team den nächsten Schritt tun können.

Gilmore ist ein Veteran, bei dem es das Team wegen seiner Vielseitigkeit und Professionalität schwer hatte, den Cut am Sonntag zu machen. Er startete in drei Spielen und war in fast der Hälfte aller offensiven Snaps der letzten Saison als Receiver am Feld, außerdem erlief er noch 94 Yards mit sieben Reverses und machte fünf Tackles in den Special Teams.

Das Problem war allerdings, dass Gilmore trotz all dieser Möglichkeiten nur acht Receptions hatte. Ja, acht Receptions. Das ist kein Tippfehler. Aber es spiegelt wieder, wie sehr es bei den 49ers an der WR-Position 2006 mangelte.

Bei den meisten Teams der NFL beendet der dritte Receiver die Saison als Dritter, Vierter oder Fünfter auf der Teamliste für Receptions. Aber Gilmore war nur Achter letzte Saison. Neben den Startern auf WR, Arnaz Battle und Antonio Bryant, hatten drei RBs und zwei TEs mehr Receptions als Gilmore.

So schlecht war es. Und es geht noch weiter: in 30 Spielen, inklusive 28 Starts im letzten Jahr, kamen Battle und Bryant gemeinsam nur auf 99 Receptions für 1,419 Yards und sechs Touchdowns.

Das ist nicht gerade das, was man  als AB positiv bezeichnen würde. Jerry Rice zum Beispiel hatte in seiner Karriere in vier Saisonen mehr Receptions ganz alleine. Er hatte sechsmal mehr receiving Yards. Er hatte in jeweils fünfzehn Saisonen mehr Touchdowns.

Die 49ers haben nichtmal annähernd einen Jerry Rice im Kader dieses Jahr, aber sie sind viel besser auf der Position als in den Schwarzen Tagen der letzten drei Saisonen, als immer nur ein WR das Team tatsächlich mit Receptions anführte.

Gilmore wurde zwar gecuttet, weil man Drittrundenpick Jason Hill nicht cutten wollte und der Returnspezialist Brandon Williams auch WR ist, aber seinen Platz in der Depth Chart verlor er, weil er von besseren Receivern ausgestochen wurde.

Taylor Jacobs und Ashley Lelie sind nun die führenden Kandidaten für San Franciscos dritten WR-Spot, und -- bei allem Respekt für Gilmore -- sind viel bessere Threats, insbesondere wenn Jacobs seine Leistungen im Training Camp in den Spielen umsetzen kann.

Mit zwei komplementierenden Startern in Darrell Jackson und Battle, kann sich niemand mehr beschweren, dass die 49ers keine legitimen Ziele für QB Alex Smith hätten.

"Er hat bessere Waffen um sich, als in den letzten beiden Jahren," sagte der HC der 49ers Mike Nolan. "Sicherlich würden manche Teams behaupten, dass sie bessere hätten, und ich würde zustimmen, aber unsere Jungs werden ziemlich gut sein."

Jackson ist der Schlüssel, da die 9ers einen Go-To-Receiver, der sich in brenzligen Situationen freilaufen kann, brauchen; etwas das sie nichtmehr hatten, seit Terrell Owens sein Ego und seine Einstellung -- aner auch sein überragendes Talent -- woanders hin mitnahm.

Jackson ist nicht groß, aber er hat eindeutig das gewisse etwas, das ihn vom durchschnittlichen Receiver und DB abhebt. Er weiß einfach, wie man sich freiläuft und er weiß wie man sich in kritischen Situationen verhält. Er wird alle Möglichkeiten bekommen, um genau das als der Nummer 1 Receiver der 49ers zu tun.

Und Battle ist im schlechtesten Fall ein unterbewerteter Spieler, der den Job erledigt. Er läuft gute Routen, fängt die schwierigen Bälle über die Mitte, verhält sich im Spiel wie man es sollte und beginnt seine fünfte Saison in der NFL mit Selbstvertrauen und der Absicht seine Statistiken aus 2006, als er alle WRs der 49ers mit 59 Receptions anführte, zu verbessern.

"Ich bin aufgeregt darüber, was Darrel Jackson zeigen wird," sagte Nolan. "Arnaz Battle versteht sich sehr gut mit Alex. Am Ende der (letzten Saison) hat Arnaz wirklich das Ruder an sich gerissen, was das Fangen des Balles angeht. Ich weiß, dass Alex Arnaz vertraut. Er baut dieses Verhältnis gerade mit Darrell auf. Ich bin zuversichtlich, dass er dieses Jahr drei Jungs hat, nicht nur einen so wie am Anfang der Saison (des letzten Jahres)."

Dieser einzige letztes Jahr war Bryant, eine legitime Nummer 1 Threat, der letztes Jahr mit zwei aufeinanderfolgenden Spielen mit 100 Yards die Saison eröffnete. Aber Bryant baute dann kontinuierlich ab, was dann letzten Endes sogar in einer Suspension für die letzten zwei Spiele wegen Missachtung der Substance Abuse Policy der NFL endete. Das war einer von mehreren Gründen, der die 49ers überzeugte sich von ihm und seinem launischen Charakter zu trennen.

Aber Bryants Probleme erlaubten es Battle sich zu beweisen, und jetzt wird dieser nicht mehr dazu verdammt sein, so wie in der beinahe gesamten zweiten Hälfte der letzten Saison, ganz alleine das Gewicht auf WR tragen zu müssen, in dem sich TE Vernon Davis auch noch das Bein brach.

Lelie, der die NFL zweimal in Yards pro Reception anführte, ist ein bewährtes Produkt, und nach einem mäßigem Start in San Francisco in diesem Frühling -- als manche seinen Einsatz und Charakter in Frage stellten, was ein Problem bei seinen zwei vorigen Teams war -- stellte er klar, dass er bereit zu konkurrieren und seinen Beitrag zu leisten ist, und dass es ihn scheinbar nicht stört, dass er das mit seinem neuen Team nicht als Starter tut.

Nimmt man Jacobs, der diesen Sommer wie das Zweitrundentalent aussah, als welches er 2003 in die Liga kam, hinzu, müssen die 49ers sich keine Sorgen um die Jungs machen, die bei Drei- oder Vier-WR-Sets produzieren oder einspringen sollen, wenn sich einer der beiden Starter verletzt.

Lelie ist ein großes und schnelles Ziel, kann das Feld auseinanderziehen und ist am besten, wenn er vertikale Routen läuft. Jacobs muss einfach zeigen, dass er das, was er den ganzen Sommer über im Training Camp gezeigt hat,  auch in den Spielen umsetzen kann. Wenn die 49ers in dieser Saison Hill oder Williams aufs Feld schicken müssen, dann bedeutet das, dass Lelie und Jacobs Enttäuschungen sind.

"Es ist schön so viel mehr Tiefe, so viele verschiedene Jungs zu haben, die Plays mit dem Ball in den Händen machen können," sagte Smith. "Darüber bin ich aufgeregt, weil jeder auf dem Feld Plays machen kann und ich einfach in mich gehen und den ball dorthin werfen kann, wo die Defense es zulässt. Es ist gut das zu haben."

Weder Smith noch die San Francisco Offense hatte das letzte Saison. Dieses Jahr verspricht etwas ganz anderes und besseres.

Und es wird zu sein müssen, denn die gegnerischen Defenses werden in erster Linies darauf ausgerichtet sein San Franciscos Laufspiel zu stoppen, und sich erst dann darum kümmern, was die 49ers durch die Luft draufhaben.

Es ist also die Zeit für WR-Truppe San Franciscos gekommen, um aufzuzeigen und zu produzieren, und sie könnten eine der wichtigsten Units dieses Jahr sein, was den Erfolg des Teams angeht.

"Wir erwarten sehr viel von unserem receiving Corps," sagte Jackson. "Letztes Jahr, war da scheinbar eine Lücke, also müssen wir uns auf acht (Verteidiger) in der Box gegen den Lauf und ähnliches vorbereiten. Aber das gibt uns sehr viel mehr Möglichkeiten um zu eins-gegen-eins Match-Ups zu kommen und Big Plays zu machen. Also wollen wir loslegen und in Erscheinung treten."

Das könnte genau das sein, was es für die 49ers braucht, um es als Team zu schaffen.

Quelle: Craig Massei (San Francisco Illustrated, 02.09.)

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