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In-Depth: Four Downs: NFC West

Begonnen von TheBeast, Sa, 1. Mär. ’08, 19:15

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TheBeast

Arizona Cardinals
Hello Escalator, Will You Give Me Back My Dime?

Sind die Arizona Cardinals endlich über den Berg? Drei Gründe, warum man glauben könnte, die Antwort wäre ja:


  • Head coach Ken Whisenhunt führte sein Team zu einem überraschenden Record von 8-8 und brachte den Cardinals eine Härte und Disziplin bei, die dem Team schon seit – nun ja – schon immer fehlte. Whisenhunt brachte auch Offensive Line Coach Russ Grimm von den Steelers mit, ein wichtiger Beitrag zur Tatsache, dass die Cardinals in Adjusted Line Yards in der vergangenen Saison vom 23. auf den 8. Platz vorstießen.
  • Obwohl die Cardinals Defense unter einer Menge Verletzungen litt, tat sie doch genug, um das Team die ganze Saison über im Playoff-Rennen zu halten. Insbesondere legte Defensive Tackle Darnell Dockett sein erstes Pro Bowl Jahr hin und der Ex-Eagles Cornerback Roderick Hood hatte eine herausragende Saison. Defensive Coordinator Clancy Pendergast bleibt einer der innovativeren Geister im Football. Man würde sehr viel mehr von ihm hören, wenn er ein wenig mehr Talent um sich hätte (und wenn er nicht in Arizona coachen würde).
  • Sie spielen immer noch in der NFC West.

Nichtsdestoweniger, hier drei Gründe um skeptisch zu bleiben:


  • Wer ist der Quarterback? Matt Leinart scheint lieber "E!" als ESPN zu sehen, und er legte einen unziemlichen Egoismus an den Tag, als er auf der Bank landete, nachdem ihm Kurt Warner  überlegen war. Gleichzeitig ist es kaum vorstellbar, dass die Cardinals 2008 mit dem alternden, verletzungsanfälligen Warner am Ruder in die Saison gehen werden. Leinart ist wieder als Starter nominiert worden, aber sollte er schnell wieder ins Wanken kommen könnte Whisenhunt versucht sein, seine Quarterback-Rotation wieder einzuführen. Wir wissen alle was das heißt: Mehr Seitenlinien-Aufnahmen von Brenda Warner. Schauder.
  • Die Cardinals sind angeblich 30 Millionen Dollar unter dem Cap, aber das ist ohne Einbeziehung der 17 Millionen, die der übellaunige Wide Receiver Larry Fitzgerald dieses Jahr bekommen soll, und zwar aufgrund einer Reihe von Gehaltssteigerungen in seinem Vertrag, die ihm im wesentlichen 32 Millionen Dollar in den nächsten beiden Jahren garantieren. Zähle dazu noch die acht Millionen, die sie dem soeben gefranchisetem Linebacker Karlos Dansby zahlen müssen und die Tatsache, dass die Cardinals weniger als 35 Spieler unter Vertrag haben, und plötzlich sieht das Team aus, als stünde es gefährlich knapp davor wie die Redskins in die Cap-Hölle einzutreten. Das Team versucht verzweifelt Fitzgeralds Vertrag neu zu verhandeln um Platz unter der Cap zu schaffen, aber wenn man sich nicht einigen kann wird das Front Office mehr oder weniger nichts haben, das es in der Free Agency ausgeben kann. Für ein Team, das jetzt durchstarten will ist das nicht gerade gut.
  • Es sind immer noch die Cardinals.

Wer könnte gehen?

Die Cardinals haben bereits Safety Terrence Holt, Offensive Tackle Oliver Ross und Defensive End Chris Cooper entlassen, um Platz unter dem Cap zu schaffen. Die so eingesparten 6,5 Millionen Dollar helfen ein wenig, aber man muss berücksichtigen, dass ein Teil dieses Betrags für Spieler  ausgegeben werden muss, die die soeben Entlassenen ersetzen sollen, das löst also das Problem nicht wirklich. Eine Folge daraus ist, dass Outside Linebacker Calvin Pace –  der garantierte Gelder in der Gegend von 15 Millionen Dollar haben will – eher nicht bleiben wird, obwohl ihn das Coaching Staff der Cardinals liebend gerne behalten würde.

Wen sollten sie verpflichten?
(Irreführende 30 Millionen Dollar unter dem Salary Cap, gerade einmal 34 Spieler unter Vertrag)

Alan Faneca, der den Großteil seiner Karriere unter Grimm und Whisenhunt gespielt hat, wäre perfekt für dieses Team, aber es ist schwer vorstellbar, dass die Cardinals das Geld für ihn haben werden. Nach der gleichen Logik könnten sie sich auch auf Left Tackle Max Starks konzentrieren. Aus irgendeinem unbekannten Grund hat Pittsburgh für Starks den Transition Tag eingesetzt, was bedeutet, dass ein Cardinals Vertrag, den sie ihm vorlegen würden, irgendeine bizarre Giftpille enthalten müsste (,,Dieser Vertrag wird zur Gänze garantiert, sollten Sie gezwungen sein, für irgendein Team zu spielen, dessen Maskottchen sich vom Leadsänger von den Village People herleitet...")




St. Louis Rams
Logic Isn't the Answer, for a Number of Reasons

Es braucht ein besonderes Maß an Inkompetenz (und, um fair zu sein, eine horrende Anzahl von Verletzungen) um in einer Division mit 3-13 abzuschließen, die so schwach ist wie die NFC ,,nennt uns nicht Doppel-A" West, und trotzdem ist Scott Linehan immer noch der Head Coach der Rams – – zumindest für ein weiteres Jahr. Linehan weiß, dass das die Alles-oder-Nichts Saison für ihn ist, deshalb hat er diese Off-Season damit verbracht, seine Offensiv Coaching Abteilung auf Vordermann zu bringen. Zusätzlich zum neuen Offensive Coordinator Al Saunders – und dem 1.400-Seiten-Playbook, das an sein Bein gekettet mitkommt –, haben die Rams auch einen neuen Running Backs Coach (Art Valero), einen neuen Offensive Line Coach (Steve Loney), und einen neuen Quarterbacks Coach (Terry Shea). Außerdem wurden die Positionen einiger anderer Coaches intern durchgemischt.

Viele fangen an darüber nachzudenken, ob Saunders' Ruf als "Offensiv Genie" nicht hauptsächlich aus der großartigen Offensive Line von Kansas City der späten 90er resultiert. Wir werden es dieses Jahr herausfinden, die O-Line der Rams ist ein Witz. Das Team hat Talent auf den Skill-Positionen, aber sie werden es vielleicht bedauern Marc Bulger einen langfristigen Vertrag gegeben zu haben –und sie werden Linehans unentschuldbare Entscheidung, Bulger weiterhin spielen zu lassen, nachdem er Mitte der Saison mehrere Verletzungen erlitten hatte, wirklich, wirklich bedauern.

Der langfristige Erfolg des Teams wird mehr an der Verpflichtung von Billy Devaney als neuem Executive Vice President of Football Personnel hängen. Der General Manager der Rams, Jay Zygmunt, hat den Großteil des 21. Jahrhunderts damit zugebracht, Erstrunden-Picks zu verschwenden, so zum Beispiel für Running Back Trung Candidate (2001), Defensive Tackle Jimmy Kennedy (2003) und Offensive Tackle Alex Barron (2005),  was Zyggy bei den Rams Fans zu sowas wie einem Gottseibeiuns hat werden lassen. Jeder weiß, dass Devaney ein kluger Bewerter von Talent ist, der die dringend benötigte Expertise in das Front Office bringen wird, obwohl er dafür verantwortlich war, dass Matt Schaub nur wenige Wochen, bevor die Welt von Michael Vicks Hang zu Hundekämpfen erfuhr, zu den Texans geschickt wurde

Dies wird ein wirklich hartes Jahr für die im Wiederaufbau befindlichen Rams. Die Offensive Line liegt in Scherben, ihr Quarterback ist verletzungsanfällig und die Defense scheint im Umbau von einer 4-3 zu einem neuen 3-und-irgendwelche-anderen-Typen-spazieren-herum Schema zu sein. Wenn man dazu noch nimmt, dass sie einigermaßen knapp bei Kasse sind (26. in der inoffiziellen Statistik zur Salary Cap),  wird es klar, dass es eine gewisse Spannung geben wird zwischen jenen, die einen methodischen Aufbau für die Zukunft wollen (Devaney) und jenen, die 2008 gewinnen müssen, wenn sie ihren Job behalten wollen (Linehan).

Wer könnte gehen?

Der Veteran Tackle Todd Steussie tat sein bestes, um die ca. 4.268 Verletzungen, die die Rams Offensive Line letztes Jahr erlitten hat, wett zu machen, aber er ist zu alt, um weiterhin eine große Hilfe zu sein, und das gleiche gilt für den 37-jährigen Center Andy McCollum, der zurücktreten sollte. McCollums Backup, Brett Romberg, ist ebenso ein Unrestricted Free Agent, obwohl er kaum viel Aufmerksamkeit auf sich lenken wird. Outside Linebacker Brandon Chillar – der erste Mann indischer Abstammung, der jemals Pro Football gespielt hat – ist Unrestricted Free Agent, den die Rams klugerweise wieder unter Vertrag nehmen sollten (was sie aber vermutlich nicht tun werden).

Den Rams drohen auch Probleme auf Wide Receiver. Isaac Bruce hat es zwar letztes Jahr zu ganz anständigen Zahlen gebracht, aber er wird im November 36 und er sein Vertrag wird heuer 5,3 Millionen Dollar kosten. Es scheint wahrscheinlich, dass Bruce, eine Führungspersönlichkeit im Locker Room, bereit sein wird, seinen Vertrag neu zu verhandeln, falls aber nicht wird das Front Office möglicherweise gezwungen sein, ihn zu entlassen. Der selten eingesetzte Marques Hagan könnte ebenso entlassen werden, um Platz für einen Wide Receiver aus der Draft zu machen.

Wen sollten sie verpflichten?
(Circa 7 Millionen Dollar unter dem Cap, 45 Spieler unter Vertrag)

Zusammen mit etwa der Hälfte der Teams in der NFL werden die Rams darüber nachdenken, während der Free Agency in das Wettspiel um Alan Fanecas überbezahlten Vertrag einzusteigen. Abgesehen von der Gelegenheit, neben Orlando Pace zu spielen (der sich von seiner Trizepsverletzung, die er in Woche 1 erlitten hat, vollständig erholt haben sollte), ist es nicht klar, warum Faneca zu den Rams gehen sollte, insbesondere weil deren Cap-Situation einen Sieg in einem Bieterwettstreit um seine Dienste von vornherein ausschließen wird.

Die Rams werden Linebacker, und zwar viele davon, brauchen, wenn sie zur 3-4 wechseln wollen, besonders dann, wenn Chillar sich in schönere Gefilde aufmacht. Die Rams haben nicht einmal annähernd genug Geld, um sich um den baldigen Ex-Bears Linebacker Lance Briggs zu bemühen, aber der ehemalige Broncos Linebacker Al Wilson könnte in ihrer Preislage sein.




San Francisco 49ers
Nolan, Nolan, Nolan / Keep Them Niners Rollin' / Rawhide!

Falls uns die letzten zwölf Monate Präsidentschaftswahlkampf etwas gelehrt haben, dann ist das, dass 1) Dennis Kucinich eine überraschend heiße Frau hat, und 2) dass Erfolg eine relative Größe ist, die von den jeweiligen Erwartungen ebenso abhängt wie von der tatsächlichen Leistung. Niemand versteht dieses Prinzip besser als 49ers Head Coach Mike Nolan. Nachdem sie 2006 mit einem Record von 7-9 abgeschlossen hatten, wurden die Niners jedermanns ,,Geheimtipp" um den Sieg in der NFC West, wobei ,,jedermann" uns einschließt. (Uups.)

Stattdessen stolperte das Team durch eine hässliche 5-11 Saison, die ihren Tiefpunkt Mitte November erreichte, als Nolan öffentlich das Können und das Vertrauen des verletzten ,,Franchise" Quarterbacks Alex Smith in Frage stellte. ,,Du kannst es von zwei Seiten betrachten und ,Yea!' oder  ,Mein Gott!' sagen" meinte Nolan bezugnehmend auf Smith' Saison bis zu jenem Tag. Zwischen dem Nolan-Smith Kampf und Denise Yorks offenbar ernstem Wunsch das Heimstadion nach Santa Clara (Spanisch für ,,San Jose") zu verlegen, genügt es zu sagen, dass die meisten Fans der Niners fest im ,,Mein Gott!"-Lager bezüglich ihres Teams und seiner Zukunft stehen.

Wie auch immer: Ganz ähnlich wie die Rams lehnten es die Yorks aus unerfindlichen Gründen ab, ihren Head Coach zu feuern, und hoffen stattdessen, dass ein kräftiges Durchmischen von Coaching Staff und Front Office ihre Probleme löst. Die große Neuigkeit war das Engagement von Mike Martz als Offensive Coordinator. Mittlerweile gibt es nicht mehr viel über Martz zu sagen, das nicht schon tausende Male zuvor gesagt worden ist: Der Mann liebt es wirklich, den Ball zu passen. Angesichts der Tatsache, dass der führende Receiver der Niners im letzten Jahr Darrell Jackson war (-9.5 DPAR, -28.4% DVOA), wird Martz den bisher wenig überragenden Tight End Vernon Davis mehr in die Offense einbinden müssen, und man sollte nicht überrascht sein Frank Gore ebenfalls auf der Außenbahn zu sehen. Natürlich ändert das alles nichts daran, dass es entweder Alex Smith oder Shaun Hill sein wird, der den Ball wirft.

Die andere größere Änderung ist die Beförderung von Vice President of Personnel Scot McCloughan zum GM. Es ist nicht ganz klar, ob McCloughan oder Nolan für das Alex Smith Fiasko verantwortlich ist, aber McCloughan ist nun fest in der Position den 49ers Roster zu formen. Obwohl Nate Clements letztes Jahr einen überbezahlten Vertrag bekam, haben die 49ers immer noch sehr viel Platz unter dem Cap, und McCloughan hat versprochen, dass die Niners an der Free Agency ,,beteiligt" sein werden.

Wer könnte (außerdem noch) gehen?

Die 49ers haben bereits drei herausragende Veterans verloren. Der elffache Pro Bowl Guard Larry Allen ist im Jänner zurückgetreten, ebenso wie Defensive End Bryant Young nach 14 Jahren in der Liga, und der Aufstieg des hervorragenden Rookie Linebackers Patrick Willis führte zur Entlassung von Linebacker Derek Smith (12 Jahre in der Liga, unterschrieb bei San Diego). Quarterback Trent Dilfer sah letztes Jahr schockiert aus, als er tatsächlich Football spielen sollte, man sollte ihn also nicht wieder in rot-gold erwarten.

Die 49ers würden Defensive End Marques Douglas gerne einen neuen Vertrag geben, sind aber nicht bereit zu viel zu zahlen, was heißt, dass er wahrscheinlich nicht zurückkehren wird. McLoughlan hasst es angeblich für Guards viel Geld auszugeben, also wird Justin Smiley ohne Zweifel auf den Markt kommen.

Wen sollten sie verpflichten?
(Etwa 30 Millionen unter dem Cap, 48 Spieler unter Vertrag)

Die 49ers sind mit Ex-Patriots Linebacker Tully Banta-Cain unglücklich, und sie haben eine Menge Geld, das sie in der Free Agency ausgeben können, weshalb man unter normalen Umständen annehmen könnte, die Niners würden sich um den Nordkalifornier und baldigen Free Agent Lance Briggs bemühen. Laut Jason Cole von Yahoo! Sports untersucht die NFL allerdings Vorwürfe der Bears, dass die 49ers Briggs beeinflusst hätten, indem sie während der Saison in Vertragsgespräche mit seinem Agenten eingetreten wären. Die 49ers bestreiten irgendetwas unzulässiges getan zu haben, aber die Untersuchung der NFL könnte anderen Teams die Chance eröffnen sich um Briggs zu bemühen, obwohl die 49ers immer noch als Favorit um seine Dienste gesehen werden. Die 49ers sind auch hinter Bengals Defensive End Justin Smith her und verfolgen ihn in der Free Agency (und wurden beschuldigt auch seinen Vertrag beeinflusst zu haben).

Mit Mike Martz als Offensive Coordinator und dem Schrott, der momentan das 49ers Wide Receiver Corps darstellt, ist auch Bernard Berrian ein Spieler, den die Niners von Chicago abwerben könnten. Schließlich ist kein Four Downs vollständig ohne die obligatorische Erwähnung von Seattle Wide Receiver D.J. Hackett, obwohl die Niners nach der desaströsen Akquisition von Darrell Jackson vorsichtig sein könnten, bevor sie einen weiteren verletzungsanfälligen Seahawks Receiver in ihr Team nehmen.

Letzte Meldung: ESPNs John Clayton meldet, dass die 49ers Running Back DeShaun "DePAR Hate Me" Foster aus unbekannten Gründen verpflichten werden.



Seattle Seahawks
In the Midnight Hour/They Cry Mora, Mora, Mora

In den letzten paar Saisonen wurde die öffentliche Wahrnehmung der Seattle Seahawks wesentlich von Head Coach Mike Holmgren und seiner hochprozentigen West Coast Offense bestimmt, aber das wird sich bald ändern. Nachdem er sie zum vierten Mal hintereinander zum Divisionstitel geführt hatte, gab Holmgren bekannt, dass 2008 sein letztes Jahr bei den Seahawks sein würde, und der General Manager der Seahawks, Tim Ruskell, verschwendete wenig Zeit um öffentlich bekannt zu geben was jeder erwartet hatte – nämlich, dass der Secondary Coch der Seahawks, Jim "Nicht Junior" Mora ab 2009 übernehmen wird.

Ungeachtet der Frage, ob es gut ist, eine lahme Ente zum Head Coach zu machen, und in Ignoranz des Fakts, dass ein neuerlicher Head Coach Job für Mora keineswegs verdient erscheint, ist die Wahrheit die, dass Holmgren für die weitere Entwicklung der Seahawks nicht mehr gut ist. Im letzten Jahr setzte Seattle seine positive Entwicklung in der Defense fort (-5.4% DVOA, 11. gesamt 2007; 2.6%, 20. gesamt 2006) und die Front Seven scheint bereit dazu, eine der Eliteunits der NFL zu werden. Offensichtlich waren die Vergleiche von Patrick Kerney (60 Tackles, 14.5 Sacks) mit dem mittlerweile zurückgetretenen Grant Wistrom ein wenig deplatziert.

Im Gegensatz dazu schaffte es die Offense das vierzehntbeste DVOA Ranking zu erreichen, nachdem man 2006 nur den miserablen 27. Platz belegte, aber man darf das nicht falsch bewerten; 2006 von Verletzungen heimgesucht, waren die Seahawks letztes Jahr relativ gesund. Das heißt, die Verbesserung im DVOA Ranking zeigt, dass die Seahawks Offense, so lange sie gesund ist, imstande ist, mittelmäßigen Football zu zeigen. Und ein Teil dieser Mittelmäßigkeit resultiert aus Holmgrens unerklärlichem Entschluss, Shaun Alexander letztes Jahr nicht auf die Bank zu verbannen.

Alexander ist der Vorzeigespieler für den ,,Curse of 370", aber es ist eine Sache, wenn Fähigkeiten mit dem Alter nachlassen (verständlich und unvermeidbar), und etwas ziemlich anderes, wegen der allzu offensichtlichen Angst vor einem Hit die Lachnummer der Liga zu werden (inakzeptabel und peinlich). Dies ist nicht das erste Mal, dass Holmgren sture Loyalität gegenüber einem Veteranen zeigt, der seine beste Zeit hinter sich hat – Alexander selbst musste warten, bis Holmgren aufhörte Ricky Watters sich totlaufen zu lassen, bevor er seine Chance bekam Starter zu werden – aber es mag das erste Mal sein, dass er das für einen Spieler mit so wenig Einfluss in der Kabine getan hat. Jedenfalls hat Alexander bekannt gegeben, dass er seinen Vertrag nicht restrukturieren will, was – falls wahr – alles außer eine Garantie ist, dass er auch nächstes Jahr für die Seahawks spielen wird (obwohl er dieses Jahr immer noch $ 2,3 Mio. gegen den Cap zählen wird, nächstes Jahr $ 4,6 Mio.)

Wer wird bleiben?

Die Seahawks haben dies Frage bereits teilweise beantwortet, indem sie Right Tackle Sean Locklear einen neuen Vertrag gegeben haben (12 Millionen Dollar an garantierten Geldern) und indem sie Cornerback Marcus Trufant, der das beste Jahr seiner Karriere hatte, mit dem Franchise-Tag belegt haben. Locklear ist ein unterbewerteter Lineman und beide Seiten scheinen mit dem Deal glücklich zu sein, aber ,,Tru" stellt ein kleines Problem für das Front Office dar. Trufant hätte gerne eine langfristigen Vertrag, aber er will ebenso viel Geld wie Nate Clements. Das ist ein Problem, weil er so viel Geld wie Nate Clements nicht verdient (Nate Clements übrigens auch nicht). Vielleicht gibt es die Gerüchte, dass er zu den New York Giants getradet werden könnte, aus diesem Grund.

Man kann es glauben oder nicht, die Seahawks haben sich jedenfalls beeilt Backup Offensive Lineman Floyd "Ham Hock" Womack (wir haben ihm seinen coolen Spitznamen ,,Pork Chop" wegen seiner häufigen Verletzungen entzogen) einen neuen Vertrag zu geben. Diese Aktion hat erheblichen Platz unter dem Cap geschaffen – aus Gründen die sich einer einfachen Erklärung entziehen. Man kann darin das Football-Äquivalent von Theo Ratliff's Expiring Contract sehen.

Übrig bleiben Wide Receiver D.J. Hackett und Kicker Josh Brown als die beiden Spieler, die Seattle am wahrscheinlichsten über die Free Agency verlassen werden. Football Outsiders haben Hackett sein gesamte Karriere hindurch verbal unterstützt, aber es ist schwer allzu begeistert von einem Receiver aus Balsaholz zu bleiben. Hacketts Agent gab früher diese Woche bekannt, dass er ,,den Markt testen" wolle, also sollte man ihn nicht wieder in blau-grün erwarten. Und wegen Brown, nun, Seattle war letztes Jahr 19. in der Field Goal/Extra Point DVOA Statistik, und trotzdem will Brown einer der höchstbezahlten Kicker in der Liga sein. Ist er $ 2,5 Mio. wert? Vermutlich nicht, und Kicker gibt es billig in den späten Runden der Draft (man denke "Gostkowski") – oder, noch besser, in der Free Agency (man denke "Bironas").

Wen sollten sie verpflichten?
(Irgendwo zwischen $ 9,5 Mio. und $ 17 Mio. unter dem Cap, 44 Spieler unter Vertrag)

Die Fans der Seahawks haben Ruskell immer noch nicht vollständig verziehen, dass er Steve Hutchinson vor zwei Jahren in der Free Agency verloren hat, also hat der Seattle GM wenig Zeit verschwendet, den früheren Panthers Guard Mike Wahle im Jänner einen langfristigen Vertrag zu geben. Wahle ist zweifacher Pro Bowler, und während er Hutchinson nicht vergessen machen wird, sollte er die Line doch wesentlich verbessern, indem er es Rob Sims erlaubt auf die rechte Seite zu wechseln und Chris "Old Man" Gray einen sanften Stubs in die Rente gibt.

Die Seahawks sind definitiv an Alge Crumpler interessiert, der Holmgren etwas gäbe, was er immer schon wollte: einen großen Tight End mit guten Händen, der kein mutmaßlicher Vergewaltiger ist. Ja, Crumpler wird älter und ist schon etwas ramponiert, aber man muss berücksichtigen, dass die Seahawks gerade eine ganze Saison mit dem 35-jährigen Marcus Pollard als Starter hinter sich haben, sie haben also keine Angst vor alternden Tight Ends. Crumpler spielte in Atlanta unter Mora und Ruskell, daher kennen sie sein Stärken, obwohl der Charakter-vernarrte Ruskell Fragen bezüglich der ,,MV7" Bemalung haben könnte, mit denen Crumpler Ende der letzten Saison offensichtlich Unterstützung für Michael Vick kundtun wollte. Sollte stattdessen Crumpler in Tennessee oder Tampa Bay landen, könnten die Hawks einen Blick auf Eric Johnson, Ben Troupe oder Michael Gaines – gähn – werfen, aber in der zweiten oder dritten Runde einen Tight End zu draften ist die bessere Wahl.

*Alle Cap-Zahlen mit freundlicher Genehmigung von www.askthecommish.com. Diese Zahlen sind ungefähr und werden sich je nach Laune von Larry Fitzgerald ändern. Die Idee ist, eine ungefähre Ahnung über die freien Ressourcen jedes Teams vor der Free Agency und der Draft zu vermitteln.

Quelle: Ben Riley, Football Outsiders

igor

gratulation zum gelungenen einstands-artikel! =)

cheers =)
*igor*

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—Jurgen

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