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De’Zhaun Stribling könnte Kyle Shanahans taktische Möglichkeiten erweitern

Begonnen von snoopy, Do, 25. Jun. ’26, 13:57

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snoopy

Angesichts der Besuche vor dem Draft war klar, dass die San Francisco 49ers einen Wide Receiver auswählen würden. Doch obwohl es keine Treffen mit John Lynch oder Kyle Shanahan gegeben hatte, tauschte das Team aus der ersten Runde raus, um zusätzliche Picks zu erhalten und zudem sich ihren Wunschspieler zu sichern.

Nicht Omar Cooper Jr. Nicht KC Concepcion. Nicht Chris Bell. Sondern De'Zhaun Stribling. Genau: Jener Spieler, der während der Vorbereitungsphase auf den Draft meist erst für die vierte Runde prognostiziert worden war, wurde schließlich zur ersten Wahl der Niners.

Man denke nur an die Wide Receiver, die im vergangenen Jahr für die 49ers aufliefen: Demarcus Robinson, Jauan Jennings und Kendrick Bourne – eine Gruppe, die nicht gerade durch Schnelligkeit bestach. Das Unvermögen, sich von den Verteidigern zu lösen (,,Separation"), behinderte die Offense auf vielfältige Weise. Eine Offense unter Kyle Shanahan konnte so weder das Spielfeld in die Tiefe öffnen noch außerhalb der Hash-Marks (also in den Außenbereichen des Feldes) Akzente setzen.

Betrachtet man nun den Einsatz dieser Spieler als Run-Blocker, so ergibt sich ein ernüchterndes Bild. Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass Christian McCaffrey bei Läufen außerhalb der Tackles im Schnitt nur 3,1 Yards Raumgewinn erzielte. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 lag dieser Wert bei sieben Yards pro Lauf. In der vergangenen Saison hat sich dieser Durchschnitt also mehr als halbiert. Und die Ursache dafür lag nicht (nur) bei Colton McKivitz oder Trent Williams. Hier kommt ein Wide Receiver ins Spiel, dessen Vater beim Militär war; der etwas größer ist als 1,88 m (6'2") und Hände besitzt, die in ihrer Größe fast an die von DeForest Buckner heranreichen. Und er läuft die 40 Yards in 4,3 Sekunden.

Seine Basisdaten
Alter: 23
Erfahrung: Rookie
Größe: 1,88 m (6'2")
Gewicht: 94 kg (207 lbs)

Salary-Cap-Situation
Die 49ers zogen zusätzliche Draft-Picks einer ,,Fifth-Year-Option" für Stribling vor. Sein anteiliger Signing Bonus beläuft sich auf 1,54 Millionen Dollar pro Saison über die nächsten vier Jahre. Striblings Anrechnung auf den Salary Cap wird während seines Rookie-Vertrags zu keinem Zeitpunkt 4,5 Millionen Dollar überschreiten.

Welche Rolle wird Stribling als Rookie spielen?
Der naheliegende Vergleich ist, dass Stribling ein direkter Ersatz für Jauan Jennings sein wird. Das Ziel ist aber sicherlich, dass Stribling in puncto Leistung eher an Deebo Samuels Zeit bei den Niners anknüpfen kann als an Jennings.

Deebo wurde variabel eingesetzt, spielte im Backfield und entwickelte ein immer breiteres Routen-Repertoire. Das war bei Jennings nicht der Fall; er bot abseits der Bereiche außerhalb der Hash-Marks (außerhalb der ,,Numbers") kaum Optionen an.

Deebo startete als Rookie sofort durch, wenn auch in einer ganz anderen Offense. Samuel erzielte in seinem ersten Jahr 959 Yards ,,from Scrimmage" und sechs Touchdowns. Er schaffte dies ohne extrem hohe Targetzahlen – ein gutes Zeichen, wenn man Prognosen für Stribling anstellt.

In der Hierarchie der Passempfänger steht der Rookie hinter Mike Evans, Ricky Pearsall, George Kittle und Christian McCaffrey an. Doch dank seiner Fähigkeiten dürfte Stribling dennoch regelmäßig auf dem Feld stehen.

Stribling beherrscht die tiefen, nach innen ziehenden Routen (,,Deep In-Breaking Routes"), die die Offense in der vergangenen Saison nicht spielen konnte. Auch bei ,,Back-Shoulder Fades" ist er gefährlich. Bei Ole Miss wurde Stribling gelegentlich für ,,Jet Sweeps" eingesetzt – ein Spielzugtyp, der in der letzten Saison im Playbook der 49ers keine Rolle spielte.

Betrachtet man die Bereiche, die die 49ers in der vergangenen Saison nicht attackieren konnten, wird schnell klar, warum sie einen Spieler wie Stribling gedraftet haben. Er kann unter Evans lernen und dient zudem als Absicherung, falls sich die beiden besten Wide Receiver verletzen sollten.

Stribling hat übrigens keine nennenswerte Verletzungshistorie. Seine Verfügbarkeit ist ein weiterer Aspekt, der ihn für die 49ers attraktiv machte. Zwar brach sich Stribling 2023 während der spielfreien Woche von Oklahoma State das linke Handgelenk, doch abgesehen davon blieb er während seiner College-Zeit von Verletzungen verschont. Die Niners hoffen, dass sich dies auch bei den Profis fortsetzt, damit sie im Lauf- wie im Passspiel auf seine Kombination aus Größe, Gewicht und Schnelligkeit setzen können.


Quelle: NinersNation
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