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Commentary: igors Take: 49ers vs. Redskins

Begonnen von igor, Di, 25. Nov. ’14, 06:55

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igor

Das derzeitige Motto der 49ers: drüberwurschteln, egal wie.  Zum wiederholten Mal in Folge hatten wir das Glück, daß der Gegner insbesondere in der Offense noch schwächer war als wir selbst.  Während des Spiels konnte ich gar nicht anders, als an das Heimspiel gegen die Rams zurückzudenken – auch dort war es ein Gewürge.  Der einzige Unterschied lag darin, daß es diesmal beim entscheidenden Drive keinen Turnover in letzter Sekunde gab.

Die nackten Teamstatistiken lesen sich dabei gar nicht einmal so schlecht: 312 Yards Offense insgesamt, 20 von 29 Pässen complete, 5 von 12 Third Downs verwandelt.  Das ist zwar keineswegs herausragend, würde aber zumindest auf eine solide Leistung schließen lassen – die wir allerdings leider nicht gesehen haben.

Man muß aber auch festhalten: mit −3 Turnovers in den ersten 59 Minuten des Spiels muß man erst einmal gewinnen.  Zudem haben wir den Kampf um Feldposition den ganzen Tag über verloren.  Die Punt-Leistung der Redskins war schon sehr beeindruckend: bei acht Punts auf einen Schnitt von 46,6 Yards zu kommen, ist Pro-Bowl-Kaliber.  Es gab keinen einzigen Touchback, fünfmal mußten wir an der eigenen 10-Yard-Linie oder schlechter beginnen.

Trotzdem bleibt am Ende des Spiels ein sehr schaler Beigeschmack.  Bei allem Respekt vor dem Gegner haben wir hier schließlich ein Team besiegt, das über den ganzen Kontinent anreisen mußte und in der Vorwoche zu Hause gegen die Buccaneers sang- und klanglos mit 20 Punkten Unterschied unterging.  Als Playoff-Contender darf man sich hier, zumindest in einem Heimspiel, eigentlich mehr Leistung erwarten.

Auf weitere Details aus diesem Spiel möchte ich eigentlich gar nicht eingehen, denn es würde wieder die selbe alte Leier geben, die wir schon seit Wochen hören und lesen.  Hat unsere Offense einmal den Flow verloren – in der Regel ist das nach dem Eröffnungsdrive der Fall – dann findet sie ihn in der restlichen Spielzeit nicht mehr wieder.  Zum Glück gibt es da auch noch die Defense.

Letztlich zählt natürlich nur der Sieg.  Das Playoff-Rennen ist dermaßen eng, daß besonders in diesem Jahr die Haltungsnoten in den Hintergrund rücken.  Zehn Siege können genug sein, aber es gibt auch durchaus plausible Szenarien, wo wir selbst mit einer 11–5-Bilanz nur Zuseher in den Playoffs wären.  Nur zur Verdeutlichung: theoretisch könnten sogar die Packers mit 12–4 scheitern.  Wir sind also bereits jetzt schon fast im Playoff-Modus.

Das Thanksgiving-Highlight gegen unseren direkten Konkurrenten um den zweiten Platz in der Division ist demnach immens wichtig.  Sollten wir verlieren, dann wäre unser kleiner Polster, den wir noch haben, futsch – wir müßten zwei Wochen später in Seattle gewinnen (ansonsten wäre Platz 2 aufgrund der Tiebreaker im Prinzip weg), und auch darüber hinaus dürften wir uns nur noch eventuell eine weitere Niederlage leisten.  Gewinnen wir, dann »dürfen« wir in Seattle verlieren.  Nebst der gehypten Divisionsrivalität geht es also wirklich um sehr, sehr viel.

Wie das Spiel ausgehen wird, wage ich nicht zu prophezeihen.  Die Seahawks haben in den letzten Wochen ebenso alles andere als überragend gespielt, besonders in der Offense.  Russell Wilson ist allerdings ein unglaublicher Improvisationskünstler, der Plays für eine gefühlte Ewigkeit am Leben erhalten kann und oft im letzten Moment noch etwas hervorzaubert, und auch das Laufspiel schätze ich gefährlicher ein als unseres – zumal auch unsere Run-Defense schon das ganze Jahr über nicht immer sattelfest ist.  Unser Vorteil ist das zweite Heimspiel in Folge, noch dazu nach einer kurzen Woche, wenngleich der Anreiseweg der Seahawks nicht der längste ist.  Ansonsten bleibt die Hoffnung.  Noch.
Ask not what the community can do for you, ask what you can do for the community!
—Jurgen

tuneman

ZitatDas Thanksgiving-Highlight gegen unseren direkten Konkurrenten um den zweiten Platz in der Division ist demnach immens wichtig.  Sollten wir verlieren, dann wäre unser kleiner Polster, den wir noch haben, futsch – wir müßten zwei Wochen später in Seattle gewinnen (ansonsten wäre Platz 2 aufgrund der Tiebreaker im Prinzip weg), und auch darüber hinaus dürften wir uns nur noch eventuell eine weitere Niederlage leisten.  Gewinnen wir, dann »dürfen« wir in Seattle verlieren.  Nebst der gehypten Divisionsrivalität geht es also wirklich um sehr, sehr viel.
Super Analyse, Clemens - danke.
Das hier von mir eingefügte Zitat ist für mich die Kernaussage. Das Spiel zu Hause gegen Seattle MUSS einfach gewonnen werden. Mit jedem möglichen PO-Szenario oder Tiebreaker braucht man sich bei einer Niederlage eigentlich reeller Weise nicht mehr auseinander setzen.
Ein Sieg in Seattle nach einem 'loss' zu Hause halte ich für sehr unwahrscheinlich...

Somit hoffe ich, dass die Player und das Couching Staff am Freitag in der Früh "ein paar Karnickel aus dem Hut zaubern" , wir offensiv was zustande bringen und das Laufspiel der Hawks in Zaum halten können. Mit einem Sieg könnte man  etwas beruhigter über die Bay zu den raiders fahren.

Sanfranolli

Schön zusammengefasst!
Lets go and start playing offense!
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

TheCatch49

Super geschrieben!!!

Für mich ist das Spiel am Do auch das A&O. Ich sage: Gewinnen wir packen wir das - verlieren wir sind wir out.
Auch für die Psyche der Spieler wird das Spiel sehr wichtig. Gewinnst du gibt dir das ein paar % mehr für die nächsten Aufgaben.
Entscheident wird für mich das Laufspiel der Hawks. Halten wir Wilson und Lynch gewinnen wir das Spiel.

zugschef

#4
Zitat von: igor am Di, 25. Nov. ’14, 06:55
Man muß aber auch festhalten: mit −3 Turnovers in den ersten 59 Minuten des Spiels muß man erst einmal gewinnen.  Zudem haben wir den Kampf um Feldposition den ganzen Tag über verloren.  Die Punt-Leistung der Redskins war schon sehr beeindruckend: bei acht Punts auf einen Schnitt von 46,6 Yards zu kommen, ist Pro-Bowl-Kaliber.  Es gab keinen einzigen Touchback, fünfmal mußten wir an der eigenen 10-Yard-Linie oder schlechter beginnen.
Das ist durchaus ein wichtiger Punkt. Die Special Teams waren 2011 eine Stärke und seitdem sind sie durchgehend problematisch. Durch Ginns und LMJs Abgänge hat man nun nichtmal mehr Returner, bei denen man sich halbwegs sicher fühlt. Jedesmal wenn Cox und Hyde einen Punt bzw. Kickoff fielden, krieg ich die Krise, dass es jetzt gleich eine Gehirnerschütterung gibt, und das Team mit nur mehr einem Running Back oder ohne den besten Corner der Saison dasteht.

Was die Turnover angeht: Das waren zwei unverzeihliche Fumbles von Gore und Hyde. Da gab's keinen Helm, der auf den Ball schlug, bei Hyde gab's noch nichtmal mehrere Defender. Diese individuellen Fehler, die wir jede Woche von unterschiedlichen Spielern sehen, sind schlichtweg nicht akzeptabel. Wenn man sich dabei einen rauspickt, ist das dessen Schuld, wenn man allerdings alle betrachtet, muss man sich doch fragen, ob es hier teilweise am Coaching hapert.

Warum gibt es diese individuellen Fehler in der Defense nicht? Wieso "overachieven" in der Defense die Spieler reihenweise bzw. werden unglaublich hochgecoacht und in der Offense tun sie das Gegenteil?

Es ist tatsächlich an der Zeit den gesamten offensiven Coaching Staff zu kritisieren. Und das bedeutet insbesondere die Position Coaches. Dass Receiver den Ball nicht fangen, dass der Quarterback immer noch Probleme mit der Beinarbeit hat, was zu ungenauen Würfen führt (seht euch die Plays an, bei seinen off-Target throws passt sehr oft etwas mit seinen Steps nicht), dass die Running Backs Ball Security Issues haben, dass die Oline immense Abstimmungsprobleme hat und der Rookie Center besser als mindestens zwei andere Starter (Boone, A. Davis) spielt, kann man nicht einfach so stehen lassen.

Harbaugh ist ein unglaublicher Head Coach und der Erfolg gibt ihm Recht. Aber sollte er in der Offseason nicht bereit sein, in seinem offensiven Coaching Staff Konsequenzen zu ziehen, bin ich einem Head-Coaching-Wechsel nicht mehr vollends abgeneigt. Und das muss noch nichtmal eine Entlassung Romans beinhalten, wenn es für ihn keinen hochwertigen Ersatz (z.B. Marc Trestman) gibt. WR- und Oline-Coach würden auch schon ein Zeichen setzen.

Wen man nicht gehen lassen darf, sind Fangio und Donnatell, gefolgt von Tomsula. Was die leisten, ist wirklich unersetzbar.

[edit] Um auf die Special Teams zurückzukommen: Auch Brad Seely sollte man überdenken. Er hat es in vier Jahren nicht geschafft, auch nur einen Returner zu entdecken, und in der Coverage gibt es einen Leistungsabfall. Die Entscheidung McDermott zu cutten und Nelson als LS zu behalten, hat sich auch als Fehler erwiesen. Zwei vermasselte Snaps bei Field Goals in 11 Spielen ist definitiv zu viel. Einer ist zu viel.

igor

Zitat von: zugschef am Di, 25. Nov. ’14, 08:44
Es ist tatsächlich an der Zeit den gesamten offensiven Coaching Staff zu kritisieren. Und das bedeutet insbesondere die Position Coaches. Dass Receiver den Ball nicht fangen, dass der Quarterback immer noch Probleme mit der Beinarbeit hat, was zu ungenauen Würfen führt (seht euch die Plays an, bei seinen off-Target throws passt sehr oft etwas mit seinen Steps nicht), dass die Running Backs Ball Security Issues haben, dass die Oline immense Abstimmungsprobleme hat und der Rookie Center besser als mindestens zwei andere Starter (Boone, A. Davis) spielt, kann man nicht einfach so stehen lassen.
So schwach sich die O-Line als gesamtes in dieser Saison immer wieder präsentiert, muß man aber auch erwähnen, daß dieses ständige verletzungsbedingte Durchrotieren nicht wirklich dabei hilfreich ist, Stabilität zu gewinnen.  Jetzt sieht man erst so richtig, wieviel Glück wir in den vergangenen Jahren hatten, daß im Prinzip immer die selben fünf durchgängig auf dem Platz standen.  Das ist nicht selbstverständlich.

Zitat von: zugschef am Di, 25. Nov. ’14, 08:44
Harbaugh ist ein unglaublicher Head Coach und der Erfolg gibt ihm Recht. Aber sollte er in der Offseason nicht bereit sein, in seinem offensiven Coaching Staff Konsequenzen zu ziehen, bin ich einem Head-Coaching-Wechsel nicht mehr vollends abgeneigt. Und das muss noch nichtmal eine Entlassung Romans beinhalten, wenn es für ihn keinen hochwertigen Ersatz (z.B. Marc Trestman) gibt. WR- und Oline-Coach würden auch schon ein Zeichen setzen.
Das mit den Konsequenzen ist so eine Sache, falls wir wieder tief in die Playoffs vorstoßen sollten.  Da ist der Markt dann schon wieder so gut wie leer, zumindest was qualitative Leute betrifft.

Zitat von: zugschef am Di, 25. Nov. ’14, 08:44
[edit] Um auf die Special Teams zurückzukommen: Auch Brad Seely sollte man überdenken. Er hat es in vier Jahren nicht geschafft, auch nur einen Returner zu entdecken, und in der Coverage gibt es einen Leistungsabfall. Die Entscheidung McDermott zu cutten und Nelson als LS zu behalten, hat sich auch als Fehler erwiesen. Zwei vermasselte Snaps bei Field Goals in 11 Spielen ist definitiv zu viel. Einer ist zu viel.
Was die Coverage betrifft, so gab es nach 2011 zwar einen deutlichen Abfall, aber ich finde, daß es inzwischen wieder besser funktioniert und wir auf einem zwar nicht überragendem, aber dennoch soliden Level spielen.  Der Gedanke mit McDermott/Nelson schoß mir beim Spiel übrigens auch schon durch den Kopf; da haben sich die Coaches in der Offseason wohl verzockt.
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—Jurgen

zugschef

#6
Zitat von: igor am Di, 25. Nov. ’14, 09:01
So schwach sich die O-Line als gesamtes in dieser Saison immer wieder präsentiert, muß man aber auch erwähnen, daß dieses ständige verletzungsbedingte Durchrotieren nicht wirklich dabei hilfreich ist, Stabilität zu gewinnen.  Jetzt sieht man erst so richtig, wieviel Glück wir in den vergangenen Jahren hatten, daß im Prinzip immer die selben fünf durchgängig auf dem Platz standen.  Das ist nicht selbstverständlich.
Ein illegal Block downfield, so wie der von Boone bei einer Completion zum 1st Down auf Davis, als man innerhalb der eigenen 10 war, hat aber nichts mit Verletzungen und Rotation zu tun. Und das ist keine Routine-Penalty wie False Start oder eine Penalty, die womöglich die Completion überhaupt erst ermöglich hat (wie Holding), sondern schlichtweg ein dummer Fehler. Wieso blockt der bei einem Pass Play jenseits der LoS?

Mich erschreckt es übrigens wirklich, dass Boone nach wie vor startet. Wie schlecht muss dann Looney erst sein? Wenn ich mir einen Buhmann der 22 Starter aussuchen müsste, würde ich Boone meine Stimme geben. Das hat nichts damit zu tun, dass mir sein Holdout gegen den Strich ging. Aber es ist recht offensichtlich, dass ihm der nicht gut getan hat.

igor

Zitat von: zugschef am Di, 25. Nov. ’14, 09:12
Zitat von: igor am Di, 25. Nov. ’14, 09:01
So schwach sich die O-Line als gesamtes in dieser Saison immer wieder präsentiert, muß man aber auch erwähnen, daß dieses ständige verletzungsbedingte Durchrotieren nicht wirklich dabei hilfreich ist, Stabilität zu gewinnen.  Jetzt sieht man erst so richtig, wieviel Glück wir in den vergangenen Jahren hatten, daß im Prinzip immer die selben fünf durchgängig auf dem Platz standen.  Das ist nicht selbstverständlich.
Ein illegal Block downfield, so wie der von Boone bei einer Completion zum 1st Down auf Davis, als man innerhalb der eigenen 10 war, hat aber nichts mit Verletzungen und Rotation zu tun. Und das ist keine Routine-Penalty wie False Start oder eine Penalty, die womöglich die Completion überhaupt erst ermöglich hat (wie Holding), sondern schlichtweg ein dummer Fehler. Wieso blockt der bei einem Pass Play jenseits der LoS?

Mich erschreckt es übrigens wirklich, dass Boone nach wie vor startet. Wie schlecht muss dann Looney erst sein? Wenn ich mir einen Buhmann der 22 Starter aussuchen müsste, würde ich Boone meine Stimme geben. Das hat nichts damit zu tun, dass mir sein Holdout gegen den Strich ging. Aber es ist recht offensichtlich, dass ihm der nicht gut getan hat.
Ich habe ja nicht geschrieben, daß die personelle Instabilität alleine für alle Schwächen der O-Line verantwortlich ist.  Das ist meiner Meinung nach zwar ein Hauptfaktor, aber kann latürnich niemals ein Grund für individuelle Aussetzer sein.
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—Jurgen

snoopy

Antwort #4 würde ich gerne so stehen lassen.

Schön gesehen und beschrieben !

Ich würde nur dennoch Roman an Nummer 1 der Abschussliste setzen. ER hat die teilweise katastophale Spielzugauswahl und auch die Unitcoaches zu verantworten.
Klar kann man dann mit dem HC gleich noch einen höher gehen, aber, und da wiederhole ich mich: die Defense zeigt uns, dass wir kein HC-Problem haben. Die Nibelungentreue zu Roman sehe ich als Problem. Ggf. auch zu den Unitcoaches, aber sagt duke nicht, dass man dann auch über Tom Rathmann nachdenken könnte. ???
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Sanfranolli

Nicht nur Duke hat Tom Rathman ins Gespräch gebracht.
Über ihn sollte man mglw. wirklich nachdenken.
Jay Gruden wäre evtl. am Ende der Saison auch wieder frei.
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Supertommy

Zitat von: snoopy am Di, 25. Nov. ’14, 09:55
Antwort #4 würde ich gerne so stehen lassen.

Schön gesehen und beschrieben !

Ich würde nur dennoch Roman an Nummer 1 der Abschussliste setzen. ER hat die teilweise katastophale Spielzugauswahl und auch die Unitcoaches zu verantworten.
Klar kann man dann mit dem HC gleich noch einen höher gehen, aber, und da wiederhole ich mich: die Defense zeigt uns, dass wir kein HC-Problem haben. Die Nibelungentreue zu Roman sehe ich als Problem. Ggf. auch zu den Unitcoaches, aber sagt duke nicht, dass man dann auch über Tom Rathmann nachdenken könnte. ???

*Nibelungentreue* Das Wort der 49ers Season  :10:

Wien, Wien nur du allein kannst meine Heimat sein

zugschef

Zitat von: snoopy am Di, 25. Nov. ’14, 09:55
Ggf. auch zu den Unitcoaches, aber sagt duke nicht, dass man dann auch über Tom Rathmann nachdenken könnte. ???
Ich persönlich sehe die Unit-Coaches kritischer als Harbaugh und Roman. Rathman ist auch nicht ganz frei von Schuld, denn Gore und Hyde bekleckern sich derzeit wirklich nicht mit Ruhm.

Duke

ich bin da jetzt sicher etwas befangen, aber aus eigener erfahrung weiß ich, dass ball security in jeder trainingseinheit von running backs ein thema ist. wenn der spieler dann aber im spiele eben nicht zu erst an die ballsicherung denkt, kannste als coach auch nix mehr machen.
insofern wundert mich jetzt zugschefs kritik an rathman schon etwas, zumal ja sowohl hyde als auch gore in einer strauchelnden offense trotz einer schwachen o-line - und wie sehr sind rb von der o-line abhängig - immer noch die stützpfeiler dieses mannschaftsteils sind. da haben wir bei den niners ganz andere sorgen, als ausgerechnet den rb-coach zu kritisieren. finde ich zumindest.
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

snoopy

Naja, der Stützpfeiler ist wohl z.Z. eher Boldin. Ansichtssache.

Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass komischerweise gerade ab Profibereich aber auch schon bei Juniors und Seniors im College immer weniger auf die Grundtechniken bei den skillpositions geachtet wird. Es wird viel körperlich gemacht und natürlich sehr viel Spielzüge etc.
KA, wie jetzt genau bei den 49ers trainiert wird, aber bei CK sieht man ja auch, dass ein wenig Basisarbeit mal besser getan hätte.

Andere Sorgen? Klar. Aber wenn, dann muss man auch alle und alles in Frage stellen dürfen.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Sanfranolli

Sicherlich muss auch die Arbeit von Rathman hinterfragt werden. Aber im Grunde hatten wir über die Jahre keine großen Probleme mit Fumbles bei den RB.
Das scheint ein Konzentrationsproblem zu sein.
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frontmode

Zitat von: Duke am Di, 25. Nov. ’14, 10:54
da haben wir bei den niners ganz andere sorgen, als ausgerechnet den rb-coach zu kritisieren. finde ich zumindest.

Ja, das finde ich auch. Ich kann mich nicht erinnern, dass mal ein Position Coach wegen zu vieler Fumbles seiner Spieler kritisiert wurde. Er hat das jahrelang ohne Probleme vermittelt und wird jetzt sicher nichts anderes sagen.

Er dürfte auch sicher einen Fokus diese Woche darauf legen, aber am Ende sind es die Spieler. Ob es wirklich ein besorgniserregender Trend ist, kann man auch noch nicht erkennen.
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

zugschef

Zitat von: frontmode am Di, 25. Nov. ’14, 12:36
Zitat von: Duke am Di, 25. Nov. ’14, 10:54
da haben wir bei den niners ganz andere sorgen, als ausgerechnet den rb-coach zu kritisieren. finde ich zumindest.
Ja, das finde ich auch. Ich kann mich nicht erinnern, dass mal ein Position Coach wegen zu vieler Fumbles seiner Spieler kritisiert wurde. Er hat das jahrelang ohne Probleme vermittelt und wird jetzt sicher nichts anderes sagen.

Er dürfte auch sicher einen Fokus diese Woche darauf legen, aber am Ende sind es die Spieler. Ob es wirklich ein besorgniserregender Trend ist, kann man auch noch nicht erkennen.
Ja sicher. Die Fumbles sind in erster Linie Spieler-Schuld. Das Running Game gefällt mir dennoch nicht wirklich gut. Es ist momentan gut genug, aber auf Dauer geht das nicht gut. In short Yardage Situationen hat das Team (wieder mal) Probleme. (Als man das 4th Down ausspielte, fand ich das gut, als ich sah, dass Gore den Ball bekommt, habe ich mit einem Turnover on Downs gerechnet.)

Duke

Zitat von: zugschef am Di, 25. Nov. ’14, 16:27
Zitat von: frontmode am Di, 25. Nov. ’14, 12:36
Zitat von: Duke am Di, 25. Nov. ’14, 10:54
da haben wir bei den niners ganz andere sorgen, als ausgerechnet den rb-coach zu kritisieren. finde ich zumindest.
Ja, das finde ich auch. Ich kann mich nicht erinnern, dass mal ein Position Coach wegen zu vieler Fumbles seiner Spieler kritisiert wurde. Er hat das jahrelang ohne Probleme vermittelt und wird jetzt sicher nichts anderes sagen.

Er dürfte auch sicher einen Fokus diese Woche darauf legen, aber am Ende sind es die Spieler. Ob es wirklich ein besorgniserregender Trend ist, kann man auch noch nicht erkennen.
Ja sicher. Die Fumbles sind in erster Linie Spieler-Schuld. Das Running Game gefällt mir dennoch nicht wirklich gut. Es ist momentan gut genug, aber auf Dauer geht das nicht gut. In short Yardage Situationen hat das Team (wieder mal) Probleme. (Als man das 4th Down ausspielte, fand ich das gut, als ich sah, dass Gore den Ball bekommt, habe ich mit einem Turnover on Downs gerechnet.)
woran aber liegt das? mit Gore und Hyde haben wir vom Typ her zwei klassische Powerbacks für die Routen zwischen den beiden Tackles. auf diesen sind beide extremst abhängig vom blocking der o-line. genau da liegt der hase im pfeffer. in 1 gegen 1 situation dominieren die 49ers-o-liner ihre gegner in dieser saison zu selten. lücken für die backs tun sich meisten nur auf, wenn die liner zu zweit blocken. spricht nicht unbedingt für die o-liner.
was short yardage angeht: da sieht man mal, wie begrenzt die einsatzmöglichkeiten von bruce miller als fullback sind/zu sein scheinen. das war in new york gut zu beobachten. 4 und 1, die giants schicken mit hynoski ihren klassischen fullback auf den platz, der ballert durch, first down. mit miller kann man sowas offensichtlich nicht spielen. 
Rattay is the only quarterback in NFL history to throw 3 consecutive passes all going for touchdowns (2007)

frontmode

Ich glaube, dass die Probleme im Running Game mehrere Gründe haben.

- Zum einen scheinen die Gegner oft gut zu ahnen, wann gelaufen wird. Die Box ist oft voll und die 49ers laufen trotzdem dagegen an. Wenn man mal 1-2 Spiele konsequent gegen 8-Mann-in-the-Box erfolgreich wirft, werden sich die Defenses auflockern

- Es fehlen die Variationen vor allem über außen. Die meisten Läufe gehen sind eher mittig und man hat in einigen Spielen gesehen, dass Off-Tackle Variationen erfolgreicher sind

- Vor allem Frank Gore ist nicht der beste Draw Läufer - was auch bedeutet, dass ihm Runs aus der Shot-Gun, Pistol,.... nicht so liegen. Read-Option geht bei ihm, aber die funktioniert kaum noch (nicht nur bei den 49ers)

- Die O-Line ist einfach sehr unkonstant

- Die 49ers sind unkreativer als früher beim Lauf
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coachh

#19
Ganz kurz vorab! Tauscht diesen Roman aus! Er ist OC! Ein OC hat Verantwortungen und Bereiche, in dem er Arbeitet und nicht der HC.
Man koennte nur langsam Fragen, warum unser HC oder sogar TB nicht eingreift!
Die Position Coaches haengen da mit am OC.
Es ist schwer zu analysieren, wer wo welche fehler bei den Positionen macht. Keiner steht aufn Practice Field der Niners.
Es gibt auch OCs, die schreiben den PC genau vor was sie zu trainieren haben.

Zitat von: snoopy am Di, 25. Nov. ’14, 11:45
Naja, der Stützpfeiler ist wohl z.Z. eher Boldin. Ansichtssache.

Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass komischerweise gerade ab Profibereich aber auch schon bei Juniors und Seniors im College immer weniger auf die Grundtechniken bei den skillpositions geachtet wird. Es wird viel körperlich gemacht und natürlich sehr viel Spielzüge etc.
KA, wie jetzt genau bei den 49ers trainiert wird, aber bei CK sieht man ja auch, dass ein wenig Basisarbeit mal besser getan hätte.



Grundtechniken am College werde in der Regel trainiert und auch regelmaessig. Sie finden nur oft im Pre Practice statt. Warum?! Weil die Regulaere Trainingszeit begrenzt ist und man oft Team Drills einbaut um Zeit zu sparen.
In den Indies vielleicht nochmal, wobei es dort meist einen einfachen every day drill gibt und situations.
Aber, Ausnahmen gibt es immer und auch andere Methoden Zeit genauer zu planen. So habe ich es nur in etwa bei vielen kennen gelernt.

Persoenlich halte ich die Basis und every days fuer sehr sehr wichtig und plane immer eine gute Pre Practice.

Im Running GAME, ist es eben ein Game. Da kommen viele Faktoren zusammen. Wenn deine Oline dicht ist oder der Gegner immer genau weiss, was du machst, dann kannst du auch der Beste RB Coach sein. Und unsere RBs machen schon viel aus ihren Situations. Andere waeren wahrscheinlich bei nur 30 Rushing Yards per Game bei dem OC.

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