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In-Depth: Crabtrees Vertrag analysiert

Begonnen von stig49, Sa, 10. Okt. ’09, 20:13

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stig49

Michael Crabtrees Holdout könnte ihm zusätzliche acht Millionen Dollar einbringen. Aber das geht einher mit einem erheblichen Risiko - falls Crabtree kein Superstar sondern ein Durchschnittsspieler wird, hängt er in einem Sechs-Jahres-Vertrag fest. Das ist das Fazit von zwei Experten, die sich den Vertrag angesehen haben.

Einer davon sagte: "Das ist riskanter als es gut ist für einen Spieler. Aber aus Crabtrees Sicht hat man angesichts der Umstände die Kurve anständig bekommen. Es ist für ihn kein grossartiger Vertrg, aber auch kein fürchterlicher".

Auf jeden Fall haben die 49ers einen Schutz vor weiteren Holdouts. Crabtree muss bei allen Offseason-Aktivitäten dabei sein und ebenso im Trainigscamp, sonst verliert er sein Geld teilweise. Auf der anderen Seite könnte er mehr Geld in den ersten vier bis fünf Jahren verdienen als zwei der vor ihm gedrafteten Spieler, nämlich Nummer 8 Eugen Monroe (Jaguars) und Nummer 9 B.J. Raji (Packers). Vorausgesetzt dass Crabtree seine Mindestspielzeit erfüllt, könnte er 19 Millionen Dollar in drei Jahren, 23 in vier und 28 in fünf Jahren verdienen.  Monroe kommt auf höchstens 25 Millionen in fünf Jahren und Raji auf 23 Millionen - wobei er sein Gehalt relativ leicht auf 28,5 Millionen erhöhen kann, wenn er nur 65 Prozent der Plays spielt.

So gesehen hat Crabtree zusätzlich was rausgeholt. Das Problem ist, dass Crabtree ein hohes Risiko mit seiner Mindestspielzeit geht, zumal er bereits vier Spiele verpasst hat. Um somit auf die 35 Prozent zu kommen, die ihm den Bonus sichern, müsste er den Rest der Saison bei fast jedem zweiten Down auf dem Feld sein. 2010 erhöht sich die Minimum-Spielzeit auf 45 Prozent. Dann könnte er schnell in Schwierigkeiten kommen, selbst wenn er der Starter sein sollte, sofern er sich verletzt. Falls Crabtree seinen Bonus 2011 oder 2012 erreicht, so würde sich die Höchstsumme, die er verdienen kann,  trotzdem progressiv veringern - im schlimmsten Fall auf 21.395 Millionen in fünf Jahren.

Das bedeutet, der Vertrag ist nur gut für Crabtree, wenn er der Star wird, den man in ihm sah. Zum Vergleich: Von den 19 Wide Receivers die zwischen 2002 und 2005 in der ersten Runde gedraftet wurden, haben sechs es in die Pro Bowl geschafft. Von diesen sechs hätten aber nur zwei die Bedingungen erreicht, mit denen Crabtree aus dem sechsten Vertragsjahr aussteigen könnte, nämlich Larry Fitzgerald und Andre Johnson.  Würde man noch ein paar Jahre dazunehmen, dann wäre Randy Moss der dritte Spieler, der die Kritierien erfüllt hätte.

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Unterdessen geben die 49ers Crabtree die nötige Zeit, zu lernen. Backup Quarterback Alex Smith ist beeindruckt von Crabtrees Bemühungen, so schnell wie möglich soviel wie möglich mitzubekommen. "Er kommt andauernd und fragt einen was", sagt Smith. "Er nützt seine Möglichkeiten wirklich und ergreift jede Chance, in unserer Nähe zu sein. Er will lernen, was nur immer geht".

Die 49ers haben nach dem Sonntagspiel gegen die Falcons eine Bye-Week. Somit hat Crabtree mehr Zeit, das Playbook zu studieren und dabei Nachhilfe zu bekommen. "Er ist gerade mal ein paar Tage hier und versucht wirklich aufzuholen", erzählt Smith. "Das ist für ihn des erste Mal seit langem, dass er mit einem Team trainiert. Er will möglichst wenig Fehler machen".

Quellen: Jason Cole, Yahoo Sports, Matt Barrows, Sac Bee, 9.10.

stig49

Nur 21 Millionen im schlimmsten Fall - HAMMER!  ;)
Ich finde aber trotzdem, man sollte ihm das Geld nicht neiden. Er ist nicht ohne Grund in den Top 10 gedraftet worden. Jetzt ist er ein 49er, hängt sich offensichtlich rein und drum wünsche ich ihm nur das allerbeste - wenn es so bleibt.

MoRe99

Zitat von: stig49 am Sa, 10. Okt. ’09, 20:13
Das bedeutet, der Vertrag ist nur gut für Crabtree, wenn er der Star wird, den man in ihm sah.
Wenn er das wird dann soll er das Geld auch haben, denn dann ist er es auch wert.
Zitat
Zum Vergleich: Von den 19 Wide Receivers die zwischen 2002 und 2005 in der ersten Runde gedraftet wurden, haben sechs es in die Pro Bowl geschafft. Von diesen sechs hätten aber nur zwei die Bedingungen erreicht, mit denen Crabtree aus dem sechsten Vertragsjahr aussteigen könnte, nämlich Larry Fitzgerald und Andre Johnson.  Würde man noch ein paar Jahre dazunehmen, dann wäre Randy Moss der dritte Spieler, der die Kritierien erfüllt hätte.
Das ist eine illustre Gesellschaft, in der sich Crabtree dann befinden würde. Wüsste nicht, was man dagegen einzuwenden haben könnte, sollte er es dahin schaffen.
Zitat von: stig49 am Sa, 10. Okt. ’09, 20:19
Er ist nicht ohne Grund in den Top 10 gedraftet worden.
Die Gründe liegen in seiner College-Karriere und in dem, was er dort geleistet hat. Ob man immer noch sagen kann, dass er mit gutem Grund in den Top 10 gedraftet wurde, wenn er mal ein paar Jahre in der NFL gespielt hat, bleibt allerdings noch abzuwarten.

stig49

Zitat von: MoRe99 am Sa, 10. Okt. ’09, 22:08
Die Gründe liegen in seiner College-Karriere und in dem, was er dort geleistet hat. Ob man immer noch sagen kann, dass er mit gutem Grund in den Top 10 gedraftet wurde, wenn er mal ein paar Jahre in der NFL gespielt hat, bleibt allerdings noch abzuwarten.
Na, aber das ist doch bei jedem Rookie so?

MoRe99

Zitat von: stig49 am Sa, 10. Okt. ’09, 22:24
Zitat von: MoRe99 am Sa, 10. Okt. ’09, 22:08
Die Gründe liegen in seiner College-Karriere und in dem, was er dort geleistet hat. Ob man immer noch sagen kann, dass er mit gutem Grund in den Top 10 gedraftet wurde, wenn er mal ein paar Jahre in der NFL gespielt hat, bleibt allerdings noch abzuwarten.
Na, aber das ist doch bei jedem Rookie so?
Hab' ich ja auch nicht bestritten, oder?  ;)  :cheers:

zugschef


stig49

 
Zitat von: MoRe99 am Sa, 10. Okt. ’09, 22:27
Zitat von: stig49 am Sa, 10. Okt. ’09, 22:24
Zitat von: MoRe99 am Sa, 10. Okt. ’09, 22:08
Die Gründe liegen in seiner College-Karriere und in dem, was er dort geleistet hat. Ob man immer noch sagen kann, dass er mit gutem Grund in den Top 10 gedraftet wurde, wenn er mal ein paar Jahre in der NFL gespielt hat, bleibt allerdings noch abzuwarten.
Na, aber das ist doch bei jedem Rookie so?
Hab' ich ja auch nicht bestritten, oder?  ;)  :cheers:
Hast Du nicht  :cheers:
Zu profootballtalk - da hat er sich ja dann wohl verparkert... :cool:

MoRe99

Zitat von: stig49 am Sa, 10. Okt. ’09, 23:50
... da hat er sich ja dann wohl verparkert... :cool:
"verparkert" ist gut!  ;D  :cool:  :thumbup:

TheBeast

Der PFT-Artikel ist recht interessant, vor allem die Sache mit der Geschichte, dass Crabtree den "Superstar"-Bonus wohl kaum erreichen kann, ohne gleichzeitig die Ausstiegsbedingungen für das sechste Jahr zu erreichen, womit es eben kein 40 Mio.-Vertrag mehr ist, sondern entweder ein 5-Jahres/28 Mio.- oder ein 6-Jahres/32 Mio.-Vertrag. Von der Seite hatte ich es einfach noch nicht betrachtet.

jeffgarcia

Fazit. Die 49ers haben einen guten Job gemacht und sich nicht über den Tisch ziehen lassen. Und da für eine funktionierende Mannschaft alle teile (auch das Management gut sein müssen) lässt das doch hoffen - ein weiterer Baustein.

sebastian082

Mike Florio von Profootballtalk hat noch mehr Infos zum Vertrag. Dannach sieht der Vertrag von Crabtree noch besser aus, als zunächst gedacht - für die 49ers.

Das es fast unmöglich wird, dass Crabtree 40 Mio verdient, war ja schon bekannt. Was mir aber richtig gut gefällt, ist folgende Vereinbarung:

Den Signing Bonus von 17 Mio erhält Crabtree nur dann komplett, wenn er im Team bleibt, oder aber wegen Verletzung entlassen wird/seine Karriere beendet. Sollten die 49ers ihn entlassen, weil er sich danebenbenimmt, oder aber kein Leistung zeigt, hat er auf knapp 6,4 der 17 Mio keinen Anspruch. Bedeutet im Umkehrschluss: wenn er ne Pfeife ist, haben die 49ers "nur" einen SB von knapp 10,6 Mio investiert.

Ich kann nur sagen: Gut gemacht, 49ers FO!!!
Clear Eyes!
Full Hearts!
Can't Lose!

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