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Alex Boone: Harbaugh verspielte seine Sympathien

Begonnen von stig49, Mo, 20. Apr. ’15, 23:29

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stig49

Erstaunliche Kehrtwende von 49ers-Guard Alex Boone. Der Mann, der seinen Ex-Headcoach noch vor gar nicht so langer Zeit öffentlich als "grossartigen Kerl" verteidigt hatte, sprach jetzt ganz anders über Jim Harbaughs letzte Saison. "Er ist grossartig, um die in die Gänge zu bringen", sagte Boone im Rahmen eines Harbaugh-Portraits von HBO, das an diesem Dienstag ausgestrahlt wird und aus dem der Sender Vorabzitate verbreitete. "Aber nach einer Weile willst Du ihm nur noch in den Hintern treten. Er macht Druck und nochmal Druck auf Dich, und Du denkst nur noch 'Mann, wir sind doch schon in vollem Tempo. Hör auf! Lass nach'. So verspielte er so im Prinzip seine Sympathien".

Boone wurde gefragt, was er damit genau meine? "Ich denke, er drängte manche Spieler zu sehr", antwortete Boone. "Er wollte zu viel, verlangte zu viel, erwartete zu viel. Immer nur 'Wir müssen das und das schaffen. Wir müssen da draussen das tun. Wir müssen da draussen jenes tun'. Und Du denkst Dir 'Der Typ könnte ein klinischer Fall sein. Der spinnt doch'. .....  Ich meine, wenn Du da lange genug drin bist, dann sagt der eine oder andere irgendwann, 'Weisst Du, so kann ich nicht arbeiten'".

Boone legte ein weiteres Mal nach: Er glaube, dass Harbaugh ein besserer Coach in Michigan sei, als in der NFL, sagte er voraus. Denn bei College-Spielern sei die Lage anders, die könnten es sich den Satz nicht herausnehmen, "Hey Coach, Du gehst mir heute total auf die Nerven".

Boone bekam dafür schnell Gegenwind von einem Ex-Mitspieler. Cornerback Chris Culliver, jetzt in Washington, postete den Bericht über Boones Aussagen auf Instagram, und kommentierte dies so: "Interessant, wie Leute einen angreifen, wenn Du nicht mehr da bist, und sie sitzen Dir doch im Nacken. Drei von vier Jahren Championshipgame/Superbowl - dafür spielen wir doch!"

Jim Harbaugh selbst wurde in der HBO-Doku übrigens auf die Vorwürfe angesprochen, er treibe Spieler in die Verzweiflung, und antwortete Harbaugh-typisch etwas kryptisch, vermutlich meinte er es sarkastisch: "Das muss wahr sein, weil es heisst ja, dass ich ja meine Sympathien verspiele. Spieler wollen es nicht länger mit mir zu tun haben".

Quellen: Matt Barrows, Sac Bee Blog; ESPN; Pro Football Talk;  Instagram, 19.4.

stig49

Finde ich grenzwertig. Warum spielt er sich da in einer Doku auf und tritt nach? Wem bringt das was?

9ers4ever

trainer die einen fordern auch ueber die grenzen hinaus sind nunmal championship coaches/trainer.

ich versteh natuerlich das es nicht jedem schmeckt und auch persoenlich hab ich oft das gefuehl gehabt das Harbaugh zuviel wollte trotzdem bleib ich dabei: Trainer die dich treiben koennen dich als spieler nerven , aber sehr oft gibt ihnen der erfolg halt mal recht.

und die aussage: er wollte zuviel, verlangte zuviel und erwartete zuviel .... und dann zu sagen er (JH) hat nen psychisches problem find ich schon ne frechheit.

mag sein das es hier unterschiedliche meinungen gibt, aber ein coach MUSS viel fordern und halt mal noch mehr. die spieler sollen schon ueber ihre grenzen gehen.

ich kann JH locker sturheit und erfolgsgeilheit unterstellen, aber spieler die sich haengen lassen weil sie sich gefordert fuehlen haben in meinen augen nicht den unbaendigen willen.

Ahmad Brooks nach dem Spiel bei den Panthers.
"I mean it's the playoffs, that's what you got to expect in the playoffs. It's either go hard or go home. We go hard!"

stig49

Zitat von: 9ers4ever am Mo, 20. Apr. ’15, 23:54
trainer die einen fordern auch ueber die grenzen hinaus sind nunmal championship coaches/trainer.

ich versteh natuerlich das es nicht jedem schmeckt und auch persoenlich hab ich oft das gefuehl gehabt das Harbaugh zuviel wollte trotzdem bleib ich dabei: Trainer die dich treiben koennen dich als spieler nerven , aber sehr oft gibt ihnen der erfolg halt mal recht.

und die aussage: er wollte zuviel, verlangte zuviel und erwartete zuviel .... und dann zu sagen er (JH) hat nen psychisches problem find ich schon ne frechheit.

mag sein das es hier unterschiedliche meinungen gibt, aber ein coach MUSS viel fordern und halt mal noch mehr. die spieler sollen schon ueber ihre grenzen gehen.

ich kann JH locker sturheit und erfolgsgeilheit unterstellen, aber spieler die sich haengen lassen weil sie sich gefordert fuehlen haben in meinen augen nicht den unbaendigen willen.


Was bildet sich Boone eigentlich ein? Harbaugh wird schon ziemlich anstrengend sein. Aber ausgerechnet Boone glaubt, dass er anders als College-Spieler dem Coach sagen kann, er nerve ihn? Boone mit seinen Alkohol-Doofheiten hatte seine Karriere schon verspielt, als ihm die 49ers noch eine Chance gaben. Und als er sie ergriffen hatte, kam der Holdout. Der sollte zuallererst die Klappe halten.

Eddy

Ich find das ist nicht die feine Art ABER auch Randy Moss hatte ähnliches von sich gegeben schon ne Zeit her.. irgend was ist immer dran. Abnutzung ist immer da u von guten Seasons kann sich keiner was kaufen was zählt ist der ring am Schluss nix anderes..."Ich war in den Conference Finals u ein mal im Super Bowl" wenn interessiert das denn?!?
  :o

9ers4ever

#5
da kann ja auch gerne was dran sein.. was ist so verkehrt daran einen trainer zu haben der flippt ? ich kann mir schon vorstellen das JH mehr verlangt hat als viele von uns hier von den spielern verlang haette, aber dafuer war er auch da.

aber wenn ich so drueber nachdenke: wenn du spieler hast die nicht mehr bereit sind ueber ihre grenzen zu gehen hast du als coach verschissen. gleichgueltigkeit spiegelt sich dann in der leistung auf dem platz wieder.


@stig

genau was ich meine... jemand wie boon sagt sich dann anscheinend: " jo , lass den mal blubbern" und schon hast du nen problem. 
Ahmad Brooks nach dem Spiel bei den Panthers.
"I mean it's the playoffs, that's what you got to expect in the playoffs. It's either go hard or go home. We go hard!"

Fritzini

Wurde doch auch hier schon des öfteren mal spekuliert.
Das er es eben übertreibt und das es am College halt was anderes ist weil die Kids ihr Maul nicht auf machen/dürfen und auch in der Regel alle drei Jahre ersetz werden. Da fällt seine Art halt nicht so auf und funktioniert deshalb auch besser als bei den Pro's.
Er ist ja auch nicht der erste ncaa Coach der in der NFL gescheitert ist.
Ja ich sage gescheitert, angetreten um die VLT #6 zu holen ist er, für schön gespielt und dreimal im NFC Final kann man sich halt nix kaufen, basta.
"Sleep, Surf, Eat, Surf, Repeat"

Candlestick

#7
Zitat von: stig49 am Mo, 20. Apr. ’15, 23:33
Finde ich grenzwertig. Warum spielt er sich da in einer Doku auf und tritt nach? Wem bringt das was?

Och ähnliche Aussagen gegen York würden hier von manchen gefeiert, was ist also schlimm dran?

Ich denke was Boone meint wurde hier auch schon diskutiert. Harbaugh ist ein Trainer, der die Spieler so extrem antreibt, dass es irgendwann an die physische und psychische Substanz geht, bildlich presst er seine Spieler aus wie Zitronen.

Am Ende steht innere Ablehnung gegen die pausenlose Dauerpeitsche und eine lange Verletztenliste wie letzte Saison. Im Fussek ist an solchen Gründen gerade ein Herr Klopp hier in Dortmund gescheitert, woran man sieht, dass man solche Coaches zwar für absoluten Erfolg braucht, solche Coaches aber eben auch ihre Halbwertzeit haben. Denn: Irgendwann pressen sie einmal zu viel an der Zitrone!

Boone zeigt jedenfalls auf, dass letzte Saison nicht mehr alle Spieler von Harbaugh uneingeschränkt überzeugt waren, bis dahin waren sie für ihn durchs Feuer gegangen. Dieses Aufbrechen der Geschlossenheit hinter einem Trainer reicht denk ich locker aus um den Unterschied zu machen. Für mich daher ein weiteres Indiz, dass die Jahre mit Harbaugh geil waren, aber die letzte Saison auch kein Zufall war. Und wenn dem so ist, dann ist auch ne Trennung - wie ja passiert - nach ner unsachlichen Demontage besser, als nach ner sportlichen Demontage in dieser Saison

Sanfranolli

Boone sagt Harbaugh laugt die Spieler aus und dann kommst du an einen Punkt an dem die Maschinerie stockt.
Die Spieler können nicht mehr und der Coach erkennt das nicht.
Sehe kein Problem in Boones Aussage, ganz im Gegenteil klingt das ziemlich genauso wie John Harbaugh. Der spricht ähnlich über seinen Bruder.
Hätte Jim den Superbowl geholt wäre er mglw. entspannter geworden.
Im College hat er das Problem immerhin nicht mit den Spielern.
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

Mace

Das ist halt der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Trainer. Die Methode von Harbaugh scheint sich mit der Zeit abgenutzt zu haben. Wenn man als Spieler halt immer die gleiche Sprüche hört macht man irgendwann dicht. Es gab mal ein Spiel unter Bill Walsh, ich glaube es war dieses wahnsinnige Comeback gegen die Eagles, da hat er in der Halbzeit alle Schuld auf sich genommen und so die Mannschaft wieder aufgebaut. Ein großartiger Trainer beherrscht halt mehrere Facetten.

snoopy

Ich bin da voll bei Culliver.
Dankbarkeit und Respekt hat Boone wohl nicht im Repertoir...

Interessant, wie einige aus der Entfernung meinen, die tagtägliche Arbeit eines Coaches zu beurteilen.
Wäre die Meinung genauso, wenn die Spieler ein zwei Fehler weniger gemacht hätten und wir zweimal den SB gewonnen hätten?
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

TheBeast

Ich finde das, was Boone da von sich gibt eine ziemliche Frechheit. Und wer findet, dass Harbaugh zu viel verlangt habe, der möge sich doch einmal ein paar Insider-Berichte zu Bill Walsh durchlesen.

Wer sich nicht nach der Decke streckt, der wird diese auch nicht erreichen, und es ist ja nicht so, dass die Spieler dafür nicht fürstlich entschädigt würden. Aber Boone würde wohl lieber mit Aldon und McDonald Party machen und ein paar Bierli nehmen.

Cordovan

Ich finde an Boone's Aussagen nichts Verwerfliches. Manche Spieler haben geringere "Schwellen". Culliver vertritt hier halt eine andere Meinung. Boone's Aussage bestätigt meine Meinung über JH = ein einzigartiger HC, aber halt nur für max. 2-3 Jahre. Es haben hier ja schon andere geschrieben, dass sich JH's Art eventuell abgenutzt hat. Passt perfekt ins Bild.
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

TheBeast

Geh bitte. Vor der Saison ist das halbe Team verletzungsbedingt ausgefallen und ein Insider hat prächtig am Stuhl gesägt. Das sind zwei wesentlich bessere Gründe als "Mama, der verlangt aber schon viel, da muss ich mich richtig anstrengen".

snoopy

Soll Boone halt wieder saufen gehen, wenn ihm Profisport nicht zusagt.
Ist doch ein freier Mensch.
Aber man sieht schon, dass es auch hier verschiedene Ansichten gibt. Und das wegen ein paar Metern, die zum totalen Erfolg fehlten.

Wie auch immer: in Köln sagt man: nohkaate jeldet nit !
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Candlestick

Zitat von: snoopy am Di, 21. Apr. ’15, 10:54
Soll Boone halt wieder saufen gehen, wenn ihm Profisport nicht zusagt.
Ist doch ein freier Mensch.
Aber man sieht schon, dass es auch hier verschiedene Ansichten gibt. Und das wegen ein paar Metern, die zum totalen Erfolg fehlten.

Wie auch immer: in Köln sagt man: nohkaate jeldet nit !

Genau. Wenn einem ne Meinung heutzutage nicht passt, dann wird er gleich mal persönlich diffamiert und gebasht. Mach den Spruch mal im 1:1 mit Boone, mal gucken wer danach noch leistungsorientiert außer Wäsche guckt

Sanfranolli

Kommt Jungs die Einschätzung von JH kommt ja auch nicht ohne Grund. Vor allem wenns aus der eigenen Familie kommt.
Boone mag jetzt nicht unbedingt der Maßstab für eine solche Aussage sein, aber da ist schon durchaus was dran, dass sich ein Coach abnutzen kann.
Im Falle JH kamen da sicherlich noch viele äußere Umstände dazu, die nix mit ihm zu tun hatten, aber das ändert nix an seiner Besessenheit vom Erfolg. Da war Walsh wirklich Facettenreicher. Das lag aber mglw. auch daran, das er nicht sofort den großen Erfolg hatte. Walsh musste da deutlich mehr Hürden überwinde, da hinkt auch ein Vergleich. Man stelle sich nur vor er hätte im zweiten Jahr nach der 14:17 Pleite in Miami tatsächlich hingeschmissen. Dann würde man heute nicht über ihn reden.

@ Snoopy
Du coacht doch auch schon lange genug. Gibt es bei dir immer nur eine harte Hand?
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

Zacharry

auf der einen seite ist nachtreten immer etwas bitter, auf der anderen seite sagt boone halt aus seiner sicht die wahrheit. wieviel da persönliches mit reinspielt, wer weiss. aber mir ist es ehrlich und offen lieber, als das immer nur das selbe "er ist toll, alles war gut, wir vermissen ihn" blabla kommt. nur weil wir als fans immer legenden schaffen wollen und einen drang haben trainer und spieler zu helden zu machen, muss das ja nicht der wahrheit entsprechen.

wir haben harbaugh viel zu verdanken, er hat unheimlich viel erreicht und das in sehr kurzer zeit. aber im letzten jahr seiner laufbahn bei uns lief es eben nicht mehr. wenn es da spieler gibt die gründe dafür (für sich) erkennen und auch am trainer festmachen, ist es sicher nicht tragisch, wenn sie das auch sagen. ob es angebracht ist, darüber lässt sich sicher streiten.

snoopy

Zitat von: Sanfranolli am Di, 21. Apr. ’15, 12:24
@ Snoopy
Du coacht doch auch schon lange genug. Gibt es bei dir immer nur eine harte Hand?

Nee, aber es ist ja auch Amateursport.
Die Leute stehen in Deutschland nicht Schlange und zahlen auch noch drauf bei uns.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Sanfranolli

Zitat von: snoopy am Di, 21. Apr. ’15, 14:28
Zitat von: Sanfranolli am Di, 21. Apr. ’15, 12:24
@ Snoopy
Du coacht doch auch schon lange genug. Gibt es bei dir immer nur eine harte Hand?

Nee, aber es ist ja auch Amateursport.
Die Leute stehen in Deutschland nicht Schlange und zahlen auch noch drauf bei uns.

Ja ok. Aber trotzdem weißt du denke ich was ich meine.
Auch wenn die Welt zusammenbricht, verlier nie das Lächeln in deinem Gesicht!

London 2010 und 2013 - Ich war dabei!!!

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