Autor Thema: 49ers Awards: Joe Staley der MVP, Spieler wählen Colin Kaepernick  (Gelesen 2652 mal)

Offline stig49

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LT Joe Staley hat dieses Jahr den wichtigsten von den 49ers-Coaches vergebenen Preis der 49ers gewonnen. Er bekam als erster Offensive Lineman überhaupt den Bill Walsh Award als der MVP des Teams. QB Colin Kaepernick bekam den anderen herausragenden Preis des Teams verliehen, den Len Eshmont Award. Ihn vergeben die Spieler an den Teammate, der Inspiration und Mut von Len Eshmont aus dem ersten 49ers-Team am meisten verkörpert. Die Wahl ist interessant vor dem Hintergrund von Kaepernicks teils scharf kritisiertem öffentlichen Protest gegen Ungleichheit in den USA.

Die anderen Preisträger:

Bobb McKittrick Award: G Zane Beadles
Der Preis geht an den Offensive Lineman mit der nach Meinung seiner Coaches besten Vorbildsfunktion.

Hazeltine Iron Man Award: S Antoine Bethea
Diesen Preis vergeben die Defensive Coaches an den Spieler der Defense mit der grössten Vorbildwirkung.

Thomas Herrion Memorial Award: DL DeForest Buckner
Dieser Preis geht an den stärksten Rookie; er wird von den Coaches vergeben.

Perry/Yonamine Unity Award: S Antoine Bethea
Ausgezeichnet wird der Spieler, der am meisten für den Zusammenhalt innerhalb des Teams und den des Teams mit seiner Community tut.

Walter Payton Man of the Year Nominee: WR Torrey Smith
Nominiert für diesen NFL-weit vergebenen Preis wird von jedem Team der Spieler, der am meisten für andere Menschen tut.

Ed Block Courage Award: DL Glenn Dorsey
Benannt nach dem langjährigen Athletik-Trainer der Baltimore Colts, der sich unter anderem für missbrauchte Kinder einsetzte. Der Preis ehrt den Spieler jedes Teams, der besonders vie Commitment und Einsatzwillen zeigt. Die Ed Block-Preisgewinner jedes Teams treffen sich zu einem Bankett, dessen Einnahmen missbrauchten Kindern zugute kommen.

Garry Niver Award: S Antoine Bethea
Wird von den Beatwritern der Region an den Spieler vergeben, der am professionellsten und kooperativsten mit den Medien umgeht.

Community Relations Service Awards
Mitglieder der 49er haben während der Saison mehr als 500 Stunden Community Service geleistet. Sämtliche Spieler nahmen an mindestens einer dieser Veranstaltungen Teil. Für den grössten Einsatz wurden von den Rookies  OL John Theus ausgezeichnet, von den Veteranen DT Quinton Dial, während TE Garrett Celek den 49ers NFL Salute to Service gewann. TE Vance McDonald bekam zusammen mit seiner Frau Kendi und seinem Sohn Coman den Family Award. Dennis Brown bekam zum sechsten Mal in Folge den Alumnus Award.

Quellen: CSN BayArea Blog, 49ers.com, 30.12.
« Letzte Änderung: 31. Dez. 16, 00:02 von stig49 »

Offline stig49

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Das beendet dann wohl die Spekulaitonen darüber, dass Kaepernick angeblich das Team spaltet und sich so isoliert.

Offline Diabolo

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Wenn 27 Spieler für ihn gestimmt haben und die anderen 25 (ausgehend vom 53er roster) gegen ihn dann ist dass immernoch eine ziemlich deutliche spaltung ;)

Interessant finde ich dass Staley den MVP bekommt aber nicht den Bobb McKittrick Award. Bethea hat auch gut abgeräumt was Preise angeht...
BREAKING NEWS: In Schenefeld fällt gerade eine Schaufel um.

Offline Norton51

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Kein Spieler, der in einem Lockerroom Probleme mit zahlreichen anderen Spielern hat, gewinnt so einen Award.

Das Thema kann man damit aber mal ganz entspannt zu den Akten legen. Es scheint mir eher genau das Gegenteil von Spaltung zu sein, was Kaepernick erzeugt.
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Offline vorschi

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Kein Spieler, der in einem Lockerroom Probleme mit zahlreichen anderen Spielern hat, gewinnt so einen Award.
Ein Beispiel:
Wenn 20 Spieler finden, dass Kaepernick den Preis wegen seinem Mut zu der Protestaktion verdient hat und ihm deshalb ihre Stimmen geben, der Rest aber mit ihm oder dem Protest Probleme hat, die Stimmen aber auf 3-4 Spieler verteilt, gewinnt Kap den Preis auch locker.
Ich halte so eine Situation sogar für sehr realistisch, denn es ist nun mal so dass nicht jeder hinter dem Protest steht bzw. die Aufmerksamkeit und Ablenkung gut findet. Das heißt aber nicht dass er deshalb keine Chance auf den Preis hat.

Offline stig49

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Kein Spieler, der in einem Lockerroom Probleme mit zahlreichen anderen Spielern hat, gewinnt so einen Award.
Ein Beispiel:
Wenn 20 Spieler finden, dass Kaepernick den Preis wegen seinem Mut zu der Protestaktion verdient hat und ihm deshalb ihre Stimmen geben, der Rest aber mit ihm oder dem Protest Probleme hat, die Stimmen aber auf 3-4 Spieler verteilt, gewinnt Kap den Preis auch locker.
Ich halte so eine Situation sogar für sehr realistisch, denn es ist nun mal so dass nicht jeder hinter dem Protest steht bzw. die Aufmerksamkeit und Ablenkung gut findet. Das heißt aber nicht dass er deshalb keine Chance auf den Preis hat.
Ich glaube, Spieler, gerade die Veteranen, sprechen sich vorher drüber ab, wer den Spieler-Preis verdient hat und wer nicht. Und wenn wichtige Meinungsträger gegen einen Mann sind, wird er auch nicht gewinnen. Da hat so ein Team eine feine Antenne dafür.

Insofern bin ich überzeugt, dass Kap den Rückhalt eines grossen Teils des Teams hat. Man hörte ja auch zuletzt nichts, was dagegen spräche.

Offline Norton51

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Kein Spieler, der in einem Lockerroom Probleme mit zahlreichen anderen Spielern hat, gewinnt so einen Award.
Ein Beispiel:
Wenn 20 Spieler finden, dass Kaepernick den Preis wegen seinem Mut zu der Protestaktion verdient hat und ihm deshalb ihre Stimmen geben, der Rest aber mit ihm oder dem Protest Probleme hat, die Stimmen aber auf 3-4 Spieler verteilt, gewinnt Kap den Preis auch locker.
Ich halte so eine Situation sogar für sehr realistisch, denn es ist nun mal so dass nicht jeder hinter dem Protest steht bzw. die Aufmerksamkeit und Ablenkung gut findet. Das heißt aber nicht dass er deshalb keine Chance auf den Preis hat.

So funktioniert aber nun mal kein Sportteam. Das ist ja keine geheime demokratische Abstimmung, sondern es wird nur einer gewinnen, den die Meinungsführer / Führungsspieler im Team stützen werden.

Sicher hat er nicht 100% des Lockerrooms hinter sich, aber wenn er ihn spalten würde, wie oft behauptet wurde, würden sie nicht zulassen, dass er den Preis bekommt. 
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Offline eisbaercb

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Hoffe mal das Kaep nun bei uns bleibt....
in der Draftklasse seh ich nix und auch alles was aufm freien Markt ist ist für mich nicht besser als Colin....
nu könnt Ihr mich wieder hinrichten....
go niners go Kaep
und allen ein gesundes neues Jahr

Online MoRe99

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in der Draftklasse seh ich nix und auch alles was aufm freien Markt ist ist für mich nicht besser als Colin....
nu könnt Ihr mich wieder hinrichten....

Hier wird niemand hingerichtet!  :nono:  Und warum auch?  :noidea:  Wenn Kaepernick der beste QB ist, den die Niners haben können, und wenn er weiterhin bei den Niners bleiben will, dann soll es mir recht sein. Die Frage ist nur, wer "auf dem freien Markt" ist bzw. was du darunter verstehst. Nur die Free Agents, oder auch Spieler, die per Trade verfügbar sind? Wenn es auch um QBs geht, die auch über einen Trade zu bekommen sind, dann könnte schon der eine oder andere verfügbar sein, den ich Kaepernick vorziehen würde.

In einem gebe ich dir aber uneingeschränkt recht: was ich bisher von QBs gesehen haben, die im Draft verfügbar sind, hat mich nicht sonderlich begeistert. Noch kein Urteil habe ich zu Mitch Trubisky. Muss ich mir mal anschauen (wenn er sich denn zum Draft stellt; weiß man das schon?), aber selbst wenn wäre es nicht verkehrt, wenn er ein, zwei Jahre lernen könnte. Ob dazu dann aber Kaepernick der richtige ist?  :noidea:
« Letzte Änderung: 31. Dez. 16, 14:50 von MoRe99 »
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FB Mock Draft 19: #2 DE N. Bosa, #36 S N. Adderley, #71 OL M. Deiter, #104 CB S. Bunting, #156 TE K. Smith, #176 P J. Bailey, #212 WR J. Meyers

Offline Gore21

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in der Draftklasse seh ich nix und auch alles was aufm freien Markt ist ist für mich nicht besser als Colin....
nu könnt Ihr mich wieder hinrichten....

Hier wird niemand hingerichtet!  :nono:  Und warum auch?  :noidea:  Wenn Kaepernick der beste QB ist, den die Niners haben können, und wenn er weiterhin bei den Niners bleiben will, dann soll es mir recht sein. Die Frage ist nur, wer "auf dem freien Markt" ist bzw. was du darunter verstehst. Nur die Free Agents, oder auch Spieler, die per Trade verfügbar sind? Wenn es auch um QBs geht, die auch über einen Trade zu bekommen sind, dann könnte schon der eine oder andere verfügbar sein, den ich Kaepernick vorziehen würde.

In einem gebe ich dir aber uneingeschränkt recht: was ich bisher von QBs gesehen haben, die im Draft verfügbar sind, hat mich nicht sonderlich begeistert. Noch kein Urteil habe ich zu Mitch Trubisky. Muss ich mir mal anschauen, aber selbst wenn wäre es nicht verkehrt, wenn er ein, zwei Jahre lernen könnte. Ob dazu dann aber Kaepernick der richtige ist?  :noidea:

ist denn wirklich der starting-qb derjenige, der den großen einfluss auf die rookie-qb´s hinsichtlich deren entwicklung hat?  :noidea:
viel mehr würde ich meinen/glauben das es eher der qb-coach ist, der die jungen startklar macht bzw machen sollte.
das es hilfreich ist einen erfahrenen qb am start zu haben, steht natürlich außer frage...

Online MoRe99

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ist denn wirklich der starting-qb derjenige, der den großen einfluss auf die rookie-qb´s hinsichtlich deren entwicklung hat?  :noidea:
viel mehr würde ich meinen/glauben das es eher der qb-coach ist, der die jungen startklar macht bzw machen sollte.
das es hilfreich ist einen erfahrenen qb am start zu haben, steht natürlich außer frage...

Sicher hat der QB-Coach einen sehr großen Einfluss. Dennoch bin ich der Meinung, dass es sehr hilfreich ist zu sehen, wie der Starting QB die Vorgaben umsetzt, wie er die Plays angeht, wann er wie und warum das Play verändert, wie er in verschiedenen Situationen reagiert. Brett Favre war z.B. kein QB-Mentor, der mit Aaron Rodgers gearbeitet und ihm alle kleinen Details anvertraut hat. Er wollte ja schließlich sienen Job als Starter behalten. Aber Rodgers hatte in den Meetings und an der Sideline bestimmt jede Menge Gelegenheit, zuzuschauen, was Favre wie macht, wie er an sich und seinem QB-Spiel arbeitet. Geschadet hat das nichts.
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Offline MaybeDavis

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Kein Spieler, der in einem Lockerroom Probleme mit zahlreichen anderen Spielern hat, gewinnt so einen Award.
Ein Beispiel:
Wenn 20 Spieler finden, dass Kaepernick den Preis wegen seinem Mut zu der Protestaktion verdient hat und ihm deshalb ihre Stimmen geben, der Rest aber mit ihm oder dem Protest Probleme hat, die Stimmen aber auf 3-4 Spieler verteilt, gewinnt Kap den Preis auch locker.
Ich halte so eine Situation sogar für sehr realistisch, denn es ist nun mal so dass nicht jeder hinter dem Protest steht bzw. die Aufmerksamkeit und Ablenkung gut findet. Das heißt aber nicht dass er deshalb keine Chance auf den Preis hat.
Ich denke eher das schon sehr viele hinter dem stehen was Kaep macht, viele aber sich nicht (öffentlich) dazu äußern, aus Angst vor den Konsequenzen.

Was sich meiner Meinung nach auch in dem Preis spiegelt, da sich öffentlich die meisten eher zurückgehalten haben, jetzt aber die Mehrheit für Kaep stimmt.

Ich freue mich jedenfalls darüber  :)
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Offline IamNINER

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Das wichtigste, was der Starter bieten kann, ist mMn Ruhe. Wenn ein junger QB nicht bei der ersten schwächeren Phase aufs Feld muss, dann ist das für die Entwicklung sehr positiv. Vielfach müssen die vielversprechenden Rookies bei Teams einfach auf das Feld, weil man ja viel in sie investiert hat.

Ist ein solider Starter da, gibt es nicht sofort die Forderung nach der grossen Hoffnung, welche man geholt hat.

Bsp. Rams: Ich traue Goff definitiv zu, dass er ein sehr guter QB werden wird. Aber jetzt schon als Starter liefern zu müssen, war wohl etwas zu früh. Wären Keenum oder Mannion etwas stabiler, hätte man ihn nicht bringen müssen. (Wobei man sich fragen muss, ob Fisher diesen letzten Strohhalm nicht trotzdem hätte ergreifen müssen).

Ideal ist natürlich die Situation von Rodgers: gutes Team, guter Coach, diskussionsloser Starter. Nur die findet man relativ selten für junge QBs.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

Offline Gore21

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trifft also ganz meine meinung. und favre/rodgers sind ein gutes beispiel.  :cheers:
das der qb wissbegierig ist, setzten wir mal vorraus. ich jedenfalls...