Ist er nur eine Eintagsfliege, die nur einmal groß Kasse machen will? Wie viel Provokation ist im Sport legitim und wann muss der Verband eingreifen?
Naja, immerhin hat er im Cruisergewicht die Titel von WBA, WBC & WBO auf einmal gehalten, daher würde ich ihn nicht als Eintagsfliege bezeichnen.
Die Provokationen im Vorfeld finde ich generell eher lächerlich - wenn die sich so aufplustern wollen sollen sie doch bitte zum Wrestling gehen.
Ok. Du hast recht. Wenn überhaupt, dann ist er ne Eintagsfliege im Schwergewicht. Dass er boxen kann, hat er bewiesen. Außerdem ist er Schwergewichtsweltmeister in der WBA. Also doch keine Luftpumpe, oder? 
Die Klitschkos sind aber im Schwergewicht eine Klasse für sich und ich weiß nicht, ob Hayes Schnelligkeit allein ausreicht, um den Kampf zu gewinnen. Er hat jedenfalls noch keinen mit der Schlagkraft eines Klitschkos geboxt. Das wird er im Ring schneller erkennen als es ihm lieb ist.
Ich mag David Haye ja nicht mit Evander Holyfield auf eine Stufe stellen, der hat im CW (noch) und vor allem im HW deutlich mehr erreicht, aber der Engländer wurde bzw. wird nicht zu unrecht ein wenig vom Karriereverlauf mit ihm verglichen. Er muss noch sehr viel leisten, um auf Augenhöhe zu sein, keine Frage, aber der Ansatz dieses Vergleichs zeigt auch, dass er kein Gaukler ist bzw., wie es mittlerweile mitunter wirkt, hauptsächlich von seiner großen Inszenierung bzw. Klappe lebt. Haye ist vom Talent her einer der, wenn nicht sogar DER beste Boxer, den Wladimir bislang vor den Fäusten hatte. Er war nach Holyfield (lang ist es her) ein Cruisergewichtler, der ansatzweise in dieser eher matt wirkenden Klasse sich erstmals seitdem "Starappeal" erarbeitete und das nicht durch eine große Klappe. Haye boxte Mormeck, der ähnlich Favorit, wie Wladimir jetzt war, in dessen Heimat Frankreich und gewann, was damals kaum jemand erwartete. Ganz zu schweigen von spektakulären Siegen gegen WBO-Champ Maccarinelli oder jene Triumphe gegen als unangenehme Gegner geltende, wie Gurov bzw. Fragomeni. Haye scheute nie die Herausforderung und darüber hinaus auch eben keine Gegner mit starkem Punch. Ich lache mich schlapp, wenn ich lese, dass er die Klitschkos wegen Ängsten scheut. Klar will er das Beste rausholen an finanziellen Bedingungen (50-50) und das hat er nun erreicht mit dem WBA-Titel in der Tasche. Ob von Hayes Gegner jemals einer den Punch von Wladimir hatte, ich denke nicht, obwohl Mormeck, Gurov fast als Totschläger, allerdings im CW, galten. Andererseits sollte man auch einmal fragen, weshalb man die Schlaghärte so einseitig als Vorteil sieht. Sanders schlug sehr hart und schnell, Wladimir ging baden. Haye ist zweifelsohne schnell und brachte den damaligen WBA-Champ Valuev, der zwar aufgrund der gefühlten Größe eines Hochhauses nie leichtfüßig wirkte, aber seinen WBA-Titel dann doch nicht nur durch Fehlentscheidungen verteidigte, als erster Boxer, arg zum Wackeln, obwohl eben dessen Kinn zuvor stets in die Kategorie des Granits eingestuft wurde. Den als extrem unangenehm geltenden Ruiz, in erster Linie ein fast nie dagewesener, sich durchmogelnder Kampf-Zerstörer vor dem Herren, stellte und fällte Haye letztendlich dennoch frühzeitig. Mittlerweile muss man fast festhalten: Haye redet sicherlich viel und kurbelt den Hype bewusst überspitzt an, aber Wladimir ist gut beraten, wenn er das Gehabe nicht nur als heiße Luft wahrnimmt, was er "imo" nicht tut

. Die Emotionen sind jedenfalls schon am kochen

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http://www.youtube.com/watch?v=-lDZhnxAwS0