Das würde ich grundsätzlich immer tun. Außer wenn mal ein hochinteransstes Projekt bis zur Mitte der zweiten Runde durchgerutscht ist. Höher draften is aus meiner Sicht nicht sehr effizient, da stimmt das Kosten-/Leistungsverhältnis selten, stimmen die Startbedingungen nicht, ist der Erwartungsdruck zu hoch etc. Das nötige Glück is mir zuviel Lotteriespiel.
Es macht da aus meiner Sicht für diese Position viel mehr Sinn regelmässig Jungs in Runde 3 zu draften (natürlich nur, wenn es das Angebot erlaubt) und die Jungs dann im Schatten eines soliden Starters aufzubauen.
Die derzeitigen (Woche 12) Starter teilen sich so auf:
Round 1: Boller, Campbell, Cutler, Flacco, Freeman, Leinart, E. Manning, P. Manning, McNabb, Palmer, Quinn, Rivers, Rodgers, Ryan, Smith, Sanchez, Stafford, Young
Round 2: Brees, Favre, Henne
Round 3: Schaub
Round 4: Garrard, Orton
Round 5: Dixon
Round 6: Brady, Gradkowski, Hasselbeck
Round 7: Cassel, Fitzpatrick
Undrafted: Delhomme, Romo
Sieht also nicht so aus, als käme man auch nur halbwegs oft zu einem überdurschnittlichen QB, wenn man erst ab der dritten Runde zugreift. Auch die Erfolgsquote bei den Erstrundern ist deutlich höher als bei später verpflichteten QBs: Von den QBs, die zwischen 2000 und 2006 verpflichtet wurden, waren 19 Erstrunder, davon sind 16 noch in der NFL. Von den restlichen 75 Herren sind noch ganze 27 in der Liga (alles vorbehaltlich Fehlern in der Recherche, aber die Größenordnung stimmt sicher).
Realistischerweise muss man also sagen, dass man sich in späteren Runden mit guter Wahrscheinlichkeit gute oder nicht so gute Backups holt, dort einen Starter zu erwischen hat mehr mit Glücksspiel als mit Fachverstand zu tun.