Week 1: Die Noten für das Rams-Spiel (11. Sep. 2026)
Die ersten Noten kommen von Grant Cohn von Sports Illustrated. Und zwar mit Grund: Cohn hatte vor Saisonbeginn starke Thesen verkündet: Die Chance sei da, dass Mike Evans eine der Enttäuschungen der Saison werde, schrieb er, und von der O-Line erwartete er sich primär Durcheinander.
Sieht Cohn das jetzt in seinen ersten Bewertungen anders? Spoiler: Ja!
QUARTERBACK: A
Brock Prudy war mit Abstand der beste Quarterback auf dem Feld. Er war weit besser als der aktuelle MVP Matthew Stafford, der alt, langsam und müde wirkte. Auf der anderen Seite wirkte Purdy besser denn je, als er drei TD-Pässe zu drei verschiedenen Receivern warf und 29 Yards selbst erlief. Er warf auch eine INT, aber diesen einen Fehler glich er mehr als aus. So spielt Purdy, wenn die 49ers ihn schützen können. Er wirkte das ganze Spiel über hochgradig selbstbewusst. Wenn er gesund bleibt, kann man mit ihm jeden schlagen.
RUNNING BACKS: A
Chrisitan McCaffrey und Kaelon Black erliefen jeweils mehr als 60 Yards. Black hatten den Ball vier mal mehr als McCaffrey (14 - 10). Das ist unglaublich, wenn man sich dran erinnert, dass McCaffrey in der Vergangenheit eigentlich nie so richtig vom Feld kam. Gegen Ende des Spiels gaben die 49ers McCaffrey noch einige Läufe, damit seine Stats besser aussehen. Sonst hätte ja noch wie ein Nr.2-RB hinter einem Rookie gewirkt. Das darf nicht sein.
WIDE RECEIER: A minus
De'Zhaun Stribling war früh draussen und es sah wie eine Achillessehnen-Verletzung aus. Die 49ers beharren, dass seine Achillessehne in Ordnung ist, und dass er am Knöchel verletzt sei, aber mehr geben sie nicht bekannt. Es stellt sich die Frage, wieviel Spiele er verpassen wird. Aber zumindest - in diesem Spiel brauchten die 49ers ihn nicht. Denn Mike Evans, Demarcus Robinson und Deebo Samuel schafften alle mindestens 48 Receiving Yard und einen TD. Insbesonders Evans war dominant beim Third Down und in der Red Zone. Robinson überraschte die Rams mit einem langen TD-Catch als alle drauf konzentriert waren, Evans zu stoppen. Und Samuel hatte ein tolles Rundum-Spiel als Receiver, Runner und Returner. Falls diese drei älteren Receiver sich nicht verletzen, wird es schwer werden, die 49ers zu stoppen. Ironischerweise verletzte sich ausgerechnet der Rookie Receiver.
TIGHT ENDS: C plus
George Kittle spielte, obwohl er noch nicht in Football-Form ist. Das hatte er auch selbst zugegeben. Die 49ers hörten bald auf, auf ihn zu werfen, und plötzlich kam die Offense in Schwung. Im Moment braucht man Kittle als den Spieler, der er bisher war, gar nicht. Man braucht ihn nur zum Blocken. Und Kittle war ein wichtiger Grund dafür, warum die 49ers erstaunliche 174 Yards erliefen. Schlecht für die 49ers ist, dass Jake Tonges sich am Kreuzband verletzt, als er im Fall Myles Garrett mit einem Leg-Whip zu stoppen versuchte. Das hätte ihm auch noch eine Strafe einbringen können. Kein schlaues Play.
OFFENSIVE LINEMEN: A
Sie liesen null Sacks zu und bahnten den Weg für 174 Yards Running (5,9 Yards pro Carry). Gut man stand einer Defense gegenüber, die komatös wirkte, aber dennoch: Die 49ers setzten sich gegen eine Defensive Line durch, die jedenfalls auf dem Papier dominant ist.
DEFENSIVE LINEMEN: C
Sie liessen 5,1 Yard pro Carry zu und schafften keinen Sack gegen Matthew Stafford. Wenn die Rams liefen, konnten die 49ers sie nicht stoppen. Zum Glück lagen die Rams dann zurück und gaben den Run auf. Und selbst dann gelang es nicht, Stafford so richtig unter Druck zu setzen. Aber man machte ihn nervös, und das hatte einen Auswirkung auf sein Spiel.
LINEBACKER: B plus
Fred Warner war genauso brilliant wie auch sonst immer. Er hatte 11 Tackles und ein erzwungenes Fumble. Dre Greenlaw war solide, sechs Tackles. Sehr viel mehr kann man von ihm in dieser Karrierephase wohl auch nicht erwarten.
DEFENSIVE BACKS: A
Renardo Green schaltet Davante Adams aus (nicht zum ersten Mal) und schnappte sich seine erst dritte INT seit seiner High School-Zeit. Sein Selbstvertrauen wächst. Und auch das von S Marques Sigle. Er gehört immer zu den ersten Defendern in Ballnähe. Heute holte er neun Tackles, und das ist beeindruckend. Diese Einheit liess ein Passer Rating von nur 61,2 zu, obwohl man hinter einem mittelguten Pass Rush spielte und hinter einer wackligen Run-Defense. Wer hätte das erwartet, dass die Secondary heute die beste Einheit der Defense sein würde?
SPECIAL TEAMS: B
Deebo Samuel schaffte einen 45-Yard-Kickreturn - er könnte einer der besten Returner der Liga sein. Leider verpasste Eddy Pineiro einen 52-Yarder, nachdem er einen 56-Yarder verwandelt hatte. Normalerweise trifft er automatisch. Schmeisst ihn doch einfach raus!
COACHES: A
Lasst uns zunächst Lob über DC Raheem Morris ausschütten. Er warf nicht alles rein, um das Running Game der Rams zu stoppen. Er liess 5,1 Yards pro Carry zu, was riskant wirkte, aber damit stellte er sicher, dass Matthew Stafford ihn nicht schlug. Tatsache ist, Morris hatte Stafford im Griff, genauso wie letzte Saison, als er als Falcons-Headcoach die Rams in Woche 17 schlug. Morris war mal der DC der Rams, also hat er Stafford wahnsinnig oft im Training erlebt und er durchblickt ihn. Was für eine gute Verpflichtung für die 49ers.
Jetzt ist Kyle Shanahan dran. Er traff all die richtigen Entscheidungen auf dieser Reise. Er hatte recht, die Spieler früh nach Australien fliegen zu lassen. Er hatte recht, nicht mehr auf Kittle werfen zu lassen, nachdem er ihm die Chance gegeben hatte, allen zu zeigen, dass er spielbereit ist. Er hatte recht, Evans ins Zentrum zu stellen. Er hatte recht, Morris zu holen. Und das Resultat war, dass die 49ers ein Team vernichteten, von dem viele glauben, dass sie den Super Bowl holen. Natürlich bedeutet diese eine Spiel nicht, dass das jetzt die 49ers tun werden. Letztes Jahr schlug man in Woche 1 die Seahawks und die hoben am Ende die VLT hoch. Aber der Sieg damals in Woche eins war glücklich und eng. Der jetzt war deutlich und peinlich für die Rams. Sie verdienten diese Demütigung in allen Facetten. Sie schwindelten sich durch die Vorbereitung auf dieses Spiel und zeigten weder Respekt für die 49ers, noch für Australien, als sie erst gestern auftauchten. Viel Spass auf dem langen Flug nach Hause! Die 49ers werden ihn sicher haben.
Quelle: Grant Cohn, Sports Illustrated
Sieht Cohn das jetzt in seinen ersten Bewertungen anders? Spoiler: Ja!
QUARTERBACK: A
Brock Prudy war mit Abstand der beste Quarterback auf dem Feld. Er war weit besser als der aktuelle MVP Matthew Stafford, der alt, langsam und müde wirkte. Auf der anderen Seite wirkte Purdy besser denn je, als er drei TD-Pässe zu drei verschiedenen Receivern warf und 29 Yards selbst erlief. Er warf auch eine INT, aber diesen einen Fehler glich er mehr als aus. So spielt Purdy, wenn die 49ers ihn schützen können. Er wirkte das ganze Spiel über hochgradig selbstbewusst. Wenn er gesund bleibt, kann man mit ihm jeden schlagen.
RUNNING BACKS: A
Chrisitan McCaffrey und Kaelon Black erliefen jeweils mehr als 60 Yards. Black hatten den Ball vier mal mehr als McCaffrey (14 - 10). Das ist unglaublich, wenn man sich dran erinnert, dass McCaffrey in der Vergangenheit eigentlich nie so richtig vom Feld kam. Gegen Ende des Spiels gaben die 49ers McCaffrey noch einige Läufe, damit seine Stats besser aussehen. Sonst hätte ja noch wie ein Nr.2-RB hinter einem Rookie gewirkt. Das darf nicht sein.
WIDE RECEIER: A minus
De'Zhaun Stribling war früh draussen und es sah wie eine Achillessehnen-Verletzung aus. Die 49ers beharren, dass seine Achillessehne in Ordnung ist, und dass er am Knöchel verletzt sei, aber mehr geben sie nicht bekannt. Es stellt sich die Frage, wieviel Spiele er verpassen wird. Aber zumindest - in diesem Spiel brauchten die 49ers ihn nicht. Denn Mike Evans, Demarcus Robinson und Deebo Samuel schafften alle mindestens 48 Receiving Yard und einen TD. Insbesonders Evans war dominant beim Third Down und in der Red Zone. Robinson überraschte die Rams mit einem langen TD-Catch als alle drauf konzentriert waren, Evans zu stoppen. Und Samuel hatte ein tolles Rundum-Spiel als Receiver, Runner und Returner. Falls diese drei älteren Receiver sich nicht verletzen, wird es schwer werden, die 49ers zu stoppen. Ironischerweise verletzte sich ausgerechnet der Rookie Receiver.
TIGHT ENDS: C plus
George Kittle spielte, obwohl er noch nicht in Football-Form ist. Das hatte er auch selbst zugegeben. Die 49ers hörten bald auf, auf ihn zu werfen, und plötzlich kam die Offense in Schwung. Im Moment braucht man Kittle als den Spieler, der er bisher war, gar nicht. Man braucht ihn nur zum Blocken. Und Kittle war ein wichtiger Grund dafür, warum die 49ers erstaunliche 174 Yards erliefen. Schlecht für die 49ers ist, dass Jake Tonges sich am Kreuzband verletzt, als er im Fall Myles Garrett mit einem Leg-Whip zu stoppen versuchte. Das hätte ihm auch noch eine Strafe einbringen können. Kein schlaues Play.
OFFENSIVE LINEMEN: A
Sie liesen null Sacks zu und bahnten den Weg für 174 Yards Running (5,9 Yards pro Carry). Gut man stand einer Defense gegenüber, die komatös wirkte, aber dennoch: Die 49ers setzten sich gegen eine Defensive Line durch, die jedenfalls auf dem Papier dominant ist.
DEFENSIVE LINEMEN: C
Sie liessen 5,1 Yard pro Carry zu und schafften keinen Sack gegen Matthew Stafford. Wenn die Rams liefen, konnten die 49ers sie nicht stoppen. Zum Glück lagen die Rams dann zurück und gaben den Run auf. Und selbst dann gelang es nicht, Stafford so richtig unter Druck zu setzen. Aber man machte ihn nervös, und das hatte einen Auswirkung auf sein Spiel.
LINEBACKER: B plus
Fred Warner war genauso brilliant wie auch sonst immer. Er hatte 11 Tackles und ein erzwungenes Fumble. Dre Greenlaw war solide, sechs Tackles. Sehr viel mehr kann man von ihm in dieser Karrierephase wohl auch nicht erwarten.
DEFENSIVE BACKS: A
Renardo Green schaltet Davante Adams aus (nicht zum ersten Mal) und schnappte sich seine erst dritte INT seit seiner High School-Zeit. Sein Selbstvertrauen wächst. Und auch das von S Marques Sigle. Er gehört immer zu den ersten Defendern in Ballnähe. Heute holte er neun Tackles, und das ist beeindruckend. Diese Einheit liess ein Passer Rating von nur 61,2 zu, obwohl man hinter einem mittelguten Pass Rush spielte und hinter einer wackligen Run-Defense. Wer hätte das erwartet, dass die Secondary heute die beste Einheit der Defense sein würde?
SPECIAL TEAMS: B
Deebo Samuel schaffte einen 45-Yard-Kickreturn - er könnte einer der besten Returner der Liga sein. Leider verpasste Eddy Pineiro einen 52-Yarder, nachdem er einen 56-Yarder verwandelt hatte. Normalerweise trifft er automatisch. Schmeisst ihn doch einfach raus!
COACHES: A
Lasst uns zunächst Lob über DC Raheem Morris ausschütten. Er warf nicht alles rein, um das Running Game der Rams zu stoppen. Er liess 5,1 Yards pro Carry zu, was riskant wirkte, aber damit stellte er sicher, dass Matthew Stafford ihn nicht schlug. Tatsache ist, Morris hatte Stafford im Griff, genauso wie letzte Saison, als er als Falcons-Headcoach die Rams in Woche 17 schlug. Morris war mal der DC der Rams, also hat er Stafford wahnsinnig oft im Training erlebt und er durchblickt ihn. Was für eine gute Verpflichtung für die 49ers.
Jetzt ist Kyle Shanahan dran. Er traff all die richtigen Entscheidungen auf dieser Reise. Er hatte recht, die Spieler früh nach Australien fliegen zu lassen. Er hatte recht, nicht mehr auf Kittle werfen zu lassen, nachdem er ihm die Chance gegeben hatte, allen zu zeigen, dass er spielbereit ist. Er hatte recht, Evans ins Zentrum zu stellen. Er hatte recht, Morris zu holen. Und das Resultat war, dass die 49ers ein Team vernichteten, von dem viele glauben, dass sie den Super Bowl holen. Natürlich bedeutet diese eine Spiel nicht, dass das jetzt die 49ers tun werden. Letztes Jahr schlug man in Woche 1 die Seahawks und die hoben am Ende die VLT hoch. Aber der Sieg damals in Woche eins war glücklich und eng. Der jetzt war deutlich und peinlich für die Rams. Sie verdienten diese Demütigung in allen Facetten. Sie schwindelten sich durch die Vorbereitung auf dieses Spiel und zeigten weder Respekt für die 49ers, noch für Australien, als sie erst gestern auftauchten. Viel Spass auf dem langen Flug nach Hause! Die 49ers werden ihn sicher haben.
Quelle: Grant Cohn, Sports Illustrated
Kommentare
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Fritzini (11. Sep. 2026)
wizard49er (11. Sep. 2026)
Bist du des Wahnsinns
snoopy (11. Sep. 2026)
Im großen und Ganzen gehe ich mit, auch wenn ich den Wert von Kittle höher sehe. Er gibt so viel Energie und setzt wichtige Blocks.
Egal, Jetzt hoffen wir mal, dass alle gesund bleiben und werde. Vor allem Stribling.
stig49 (11. Sep. 2026)
wizard49er (11. Sep. 2026)
Ach das war ein Scherz
reagan - The Left Hand (11. Sep. 2026)
Greg_Skittles (11. Sep. 2026)
Das ist für mich der einzige Fehler von Cohn.
Wäre Black 4 mal mehr als CMC gerlaufen, hätte er 40 Läufe gehabt.
Klugscheißermodus aus.
Funky (11. Sep. 2026)
Ein wenig Sorge habe ich, dass es von "die Niners sind zu verletzungsanfällig", "zu alt", "über ihren Zenit", "einige zu schlecht" nun ins nächste Extrem "alles außer VLT wäre eine Enttäuschung" überschwappt. Sicherlich hier von mir krass gezeichnet, aber hoffentlich wurde heute Nacht nicht eine Erwartungshaltung für die ganze Saison geweckt, die gar nicht erfüllt werden kann.
Aber lieber so mit dem W als andersherum.
Fritzini (11. Sep. 2026)
"Black actually carried the ball four more times than McCaffrey (14 carries to 10),"
stig49 (12. Sep. 2026)
Trotza (12. Sep. 2026)
TE & D-Line kann man ruhig so bewerten. Besser wie wenn irgendwo wieder nur ein A stehen würde.
Das mit Eddy war ganz klar ein Scherz, wenn man das Video ansieht wo er die Noten verteilt. Musste da sogar sehr lachen als ich es angeschaut hatte.