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Snaps und noch mehr Snaps - warum die Defense am Ende einbricht

Begonnen von stig49, Di, 13. Dez. ’16, 11:11

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stig49

Je länger das Spiel gegen die New York Jets dauerte, desto mehr wirkten die Defender der Niners so, als ob sie ihre Tackle-Versuche gegen Sumo-Ringer auf der anderen Seite setzen würden. Ein Tackle nach dem anderen prallte ab, während die Offense der Jets rollte.

Der Grund dürfte eine müde Defense gewesen sein, wie die Zahlen über die Saison hinweg belegen: Die 49ers haben 914 Defensive Plays in den ersten 13 Saisonmatches gespielt, mehr als jede andere Franchise. Gegen die Jets waren es 84 Defensive-Snaps, während die Offense trotz der starken ersten Hälfte nur für 57 Plays auf dem Feld war. Im Schnitt ist der Unterschied allerdings nicht ganz so krass: Im Lauf der Saison hat die Defense 101 Plays mehr gespielt als die Offense und war pro Spiel sieben Minuten mehr im Einsatz.

Sechs der 49ers-Defender waren gegen die Jets bei sämtlichen Plays auf dem Feld, darunter Rookie DeForest Buckner, der sich zum Schwerstarbeiter des Teams entwickelt hat. Obwohl er ein Spiel aussetzen musste, hat Buckner die meisten Snaps aller Interior Linemen der NFL; nämlich 823. Miamis Ndamukong Suh liegt a zweiter mit 785 deutlich zurück. Buckner spielte zudem gegen die Jets bei acht Special-Team-Plays.

Headcoach Chip Kelly räumte ein, dass seine Defense müde war. Das sei auch der Grund gewesen, warum er bei der letztlich spielentscheidenden Fourth-and-two-Situation nicht punten liess, so Kelly. Er habe Skrupel gehabt, die Defense schon wieder aufs Feld zu bringen.

Quelle: Matt Maiocco, CSN BayArea Blog, 12.12.

stig49

Ist natürlich alles gewollt vom Mastermind. Unauffällig in der Offense ein Three-and-Out coachen, denn warten bis die D richtig müde wird, Verletzungen helfen auch, und dann hoch draften.  :champ:

Hyde 28

Da hat unser Mastermind aber übersehen, das Stand jetzt, ein gewisser T.Baalke draften wird.  :runaway:

Obi4Niners

Wenn unsere Defense nach so viel mehr Snaps als die Offense müde ist, wie fit müsste dann unsere Offense in der zweiten Habzeit sein?
Das ist doch alles Käse.
Mir wurden (Rundball) damals auch die Beine schwer, wenn es nicht mehr so gut lief, und wie sehr konnte ich laufen, wenn ich spürte, wir können das in den letzten Minuten noch rumreißen.
Da ist viel Kopfsache dabei und: wer weiß? Vielleicht denken inzwischen die Niners in der Kabine: "O... Mann... SCh.... jetzt kommt die 2. Halbzeit" und da ist dann keiner, der sie motivieren und "wecken" kann. Damit wären wir wieder beim Coach....

wolverine1970

Zitat von: Obi4Niners am Di, 13. Dez. ’16, 12:21
Da ist viel Kopfsache dabei und: wer weiß? Vielleicht denken inzwischen die Niners in der Kabine: "O... Mann... SCh.... jetzt kommt die 2. Halbzeit" und da ist dann keiner, der sie motivieren und "wecken" kann. Damit wären wir wieder beim Coach....

Und/oder bei Führungsspielern, von denen einer eigentlich der QB sein sollte, aber der ist inzwischen schon seit zwei Seasons mit anderen Dingen beschäftigt ...

snoopy

Nee, auch wenn einige ihm gerne die Schuld für alles geben. Der QB hat in der Halbzeit nichts mit der Defense zu tun. Die haben ihre eigenen Leader.

Wenn ein Offensespieler meint, die Defense in der Halbzeit motivieren zu müssen, läuft er höchstens Gefahr, eine an den Hals zu bekommen.

Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

reagan - The Left Hand

Aber war das nicht auch das Ziel von Kellys Hurry-Up-Offense?? Schnelle Offensespielzüge mit der Konsequenz, dass die Defense natürlich öfters auf dem Feld steht. Dann heißt das ja, dass das ganze Konstrukt in der NFL nicht funktioniert.  Und er hat es endlich eingesehen.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

Diabolo

Ja und nein.

Die Time of Possession sollte leiden und es sollte mehr Snaps insgesamt im Spiel geben, das ist also alles so wie erwartet.

Das Ziel ist es aber eigentlich nicht dass die Defense mehr snaps auf dem Feld steht als die Offense, das sollte schon ausgeglichen sein oder eigentlich eher umgekehrt - dazu muss die Offense aber in der Lage sein mehr als 3 Plays zu spielen und die Defense muss es schaffen auch mal Drives des Gegners schnell zu beenden.
BREAKING NEWS: In Schenefeld fällt gerade eine Schaufel um.

vorschi

Zitat von: reagan - The Left Hand am Di, 13. Dez. ’16, 14:52
Aber war das nicht auch das Ziel von Kellys Hurry-Up-Offense?? Schnelle Offensespielzüge mit der Konsequenz, dass die Defense natürlich öfters auf dem Feld steht. Dann heißt das ja, dass das ganze Konstrukt in der NFL nicht funktioniert.  Und er hat es endlich eingesehen.
Nur dass bei den Eagles das Tempo der Grund für die müde Defense war, bei uns sind es die regelmäßigen Einbrüche der Offense mit deutlich weniger Tempo.

reagan - The Left Hand

Dass dies bei uns nicht funktioniert ist jeden Sonntag ersichtlich. Aber wenn es funktionieren würde, wäre das Ergebnis für die Defense dasselbe.

Das heißt doch im Umkehrschluss, dass Kellys Idee nicht funktionieren kann.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

Diabolo

Nicht wirklich.

Die funktioniert wenn man sie kompetent ausführt und die passenden Spieler dafür hat.

Es wird bei eine Up-Tempo Offense (die wir nicht haben) immer so sein dass weniger Zeit von der Uhr genommen wird zwischen den Defense-Drives, man muss also dort die Spieler haben um eine gewisse Rotation spielen zu können ohne zuviel Leistungsverlust zu haben. Die Backups müssen also dazu in der Lage sein die Starter zumindest kurzfristig gleichwertig zu ersetzen.

Gleichzeitig muss die Offense dazu in der Lage sein auch Up-Tempo zu spielen um die Vorteile auszunutzen. Aktuell tun wir das aber nicht, wir spielen eine Low-Tempo Offense mit der Struktur einer Up-Tempo Offense wodurch der Vorteil den man sich durch das No-Huddle-Prinzip erhofft fast vollständig verpufft.
BREAKING NEWS: In Schenefeld fällt gerade eine Schaufel um.

vorschi

Zitat von: reagan - The Left Hand am Di, 13. Dez. ’16, 17:26
Dass dies bei uns nicht funktioniert ist jeden Sonntag ersichtlich. Aber wenn es funktionieren würde, wäre das Ergebnis für die Defense dasselbe.

Das heißt doch im Umkehrschluss, dass Kellys Idee nicht funktionieren kann.
Also die ersten beiden Jahre bei den Eagles hat es funktioniert, man hat jeweils mit einem Record von 10-6 abgeschlossen. Das war aber nur möglich weil die Offense so viele Punkte aufs Board gebracht hat dass man es sich leisten konnte wenn die Defense etwas nachgelassen hat. Kelly muss sich natürlich die Kritik gefallen lassen dass viele Statistiken seiner NFL-Offenses stetig schlechter werden. Das kann man deuten wie man will, es könnte jedoch darauf hindeuten dass er es nicht schafft die Schemes seiner Up-Tempo Offense soweit anzupassen dass es Defenses weiterhin vor große Probleme stellt.

Wie Diabolo schon schrieb braucht man aber generell die richtigen Spieler für eine solche Offense, und die haben wir derzeit einfach nicht. Das heißt aber nicht dass sein Konzept der Up-Tempo Offense nicht funktioniert, Fakt ist lediglich dass es mit dem Personal das wir haben nicht funktioniert, weshalb ich mir auch vorstellen kann dass Kelly deutlich langsamer spielen lässt. Bei noch schnelleren 3 and outs wären manche Spieler eventuell noch viel deutlicher ausgegangen.

Somila

Nur mal für die Statistik von Kelly bei den Eagles:
Im ersten Jahr in der ersten Halbzeit 9-8-0 bei 217 : 163 Punkten
                  in der zweiten Halbzeit 7-8-2 bei 249 : 255 Punkten
Im zweiten Jahr waren es 10-5-1 bei 247 : 213 und 8-6-2 mit 227 : 187 Punkten.
Also bei weiten kein so grosser Unterschied wie in diesem Jahr. Nur zur Erinnerung:
2-9-2 und 155 - 184 bzw. 3-9-1 und 106 : 209. Hoffe ich hab mich nicht verzählt.

reagan - The Left Hand

Also wir waren erfolgreicher, als wir lange Drives hingelegt haben. Ich denke nur an unseren 11 Minnutendrive unter JH. Vielleicht hat man in der NFL eben nicht die breite an jungen Spielern mit Pferdelungen und die Qualität der Offense ist in der NFL sicher auch größer und deshalb auch anstrengender für eine Defense. Mich überzeugt das nicht.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

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