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In-Depth: Mögliche Gründe warum die 49ers so viele Dbacks drafteten

Begonnen von zugschef, Mo, 12. Mai. ’14, 10:54

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zugschef

Viele Fans kritisieren die Entscheidung der 49ers aus ihren ursprünglichen elf Draftpicks zwölf zu machen und diese alle zu nutzen, noch dazu ganze vier für eine einzige Position. Doch es gibt durchaus nachvollziehbare Gründe für diese Entscheidung.

GM Trent Baalke hielt nicht sonderlich viel von den Cornerbacks der diesjährigen Klasse und entschied sich dazu die Position, auf der das Team vermutlich den größten Bedarf und die größte Baustelle hatte, mit Masse (statt Klasse) zu adressieren. Die 49ers drafteten drei Cornerbacks am dritten Tag der Draft und das nachdem sie zwei Tage zuvor mit ihrem Pick in der ersten Runde Safety Jimmy Ward holten. Von Ward wird erwartet, dass er seine Karriere als der neue Slot Cornerback -- die Position ist auf Grund Carlos Rogers Abgang zu den Oakland Raiders unbesetzt -- des Teams beginnen wird. Hinzu kommt, dass Antoine Bethea, der neue Strong Safety der 49ers, noch vor Beginn der neuen Saison 30 Jahre alt wird und keine langfristige Lösung für eine Position darstellen dürfte, die in der heutigen NFL immer mehr Athletik verlangt.

Seit 2011 waren vier verschiedene Cornerbacks der 49ers verhaftet worden. In Anbetracht dieser wenig ruhmreichen Statistik ist es gut, dass sie mit N.C. State Cornerback Dontae Johnson einen Vorzeigeathleten auf der Position gedraftet haben. Johnson war vor vier Jahren in Stanford und absolvierte das College mit zwei Majors -- Sports Management und Business Administration. Baalke sagte über ihn: "Sehr smarter Footballspieler und er hat einen A-Plus-Plus Charakter."

Keith Reaser vom Florida Atlantic College reiht sich in die immer länger werdende Liste der Spieler, die bei den 49ers ihre NFL-Karriere auf der Non-Football-Injury-Liste beginnen werden. Nach Tank Carradine und Marcus Lattimore kommen heuer T/G Brandon Thomas, FB Trey Millard und eben Reaser dazu. Der allgemeine Konsens unter den Experten ist, dass es die 49ers mit ihrem hochtalentierten Roster riskieren können, Draftpicks in verletzte Spieler zu investieren.

Kenneth Acker, der letzte Draftpick für das defensive Backfield der 49ers, soll sehr gute Hände und Return Skills haben. Nachdem es trotz wiederholtem Dementi seitens der 49ers kein Geheimnis ist, dass LaMichael James auf einem wackligen Stuhl sitzt, hat das Team mit Wide Receiver Bruce Ellington (dritte Runde) und Acker (sechste Runde) zwei mögliche Nachfolger für den Job des Returners gedraftet.

Quelle: Matt Barrows (Sacramento Bee, 11.05.2014)

frontmode

Eine durchaus gute Strategie, wenn man von den "besten" der Draftklasse nicht überzeugt ist und seine Picks beisammen gehalten hat.

Wie man letztes Jahr gesehen hat, findet man auch in den hinteren Runde Value - man muss den Spieler dann nur noch halten  ::).
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

Cordovan

Zitat von: frontmode am Mo, 12. Mai. ’14, 11:08
Wie man letztes Jahr gesehen hat, findet man auch in den hinteren Runde Value - man muss den Spieler dann nur noch halten  ::).

Sehr richtig! Das beherrschten vorallem (leider) die Hawks sehr gut! Bin gespannt ob das System "Risikostreuung" bei den 9ers aufgehen wird. Ein paar Spieler wird man versuchen in die Practice-Squad zu bekommen - aber naja. Die anderen Teams sind da mittlerweile sehr aufmerksam, wenn es um die Spieler der 9ers geht, welche es ins PS schaffen sollen.
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

zugschef

#3
Man hat Rogers und Brown, die beiden top Cornerbacks der letzten Saison verloren, und Culliver ist ein Kandidat für eine Suspendierung. Neben ihm hat man noch Wright, den neu hinzugekommenen Cook, Cox und Brock. Dahl und Spillman waren gute Special Teamer, aber big Play Garanten für den Gegner, d.h. dass man hinter Reid, der mit seiner Serie an Gehirnerschütterungen keine Bank ist, und einem alternden Bethea eine Absicherung brauchte. Rease ist ohnehin ein Redshirt Kandidat, also bleiben nach Ward nur mehr Johnson und Acker übrig, von denen der erste alle Positionen im Backfield spielen kann und der zweite zusätzliche Konkurrenz auf Returner bietet.

Unterm Strich sind das gar nicht so viele Dbacks, die um die Roster Spots kämpfen. Fällt Culliver mit einer Suspendierung aus bleiben Brock, Cook, Morris, Wright, Ward, Cox, Johnson und Acker übrig, um die Cornerback Position zu bekleiden. Acht Spieler, von denen vermutlich vier bis fünf ins Team kommen werden... Das ist nicht viel. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Cook, Wright, Cox und Culliver nur (mehr) ein Jahr Vertrag haben.