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In-Depth: Chilo Rachals Plan für die Saison: Leichter, schneller, besser

Begonnen von stig49, Sa, 27. Aug. ’11, 16:32

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stig49

Dass Chilo Rachal diese Offseason anders anging, bewies sein Einkaufszettel: Weg mit dem Fast-Food, her mit Fisch und Co.

Der Right Guard der Niners hat sich nicht nur von den Doppel-Whoppern verabschiedet, sondern auch von seinem Haus in der Bay Area. Er zog mit seiner Frau und den beiden Kindern nach Süd-Kalifornien und mietete dort ein Haus in Thousand Oaks, ganz in der Nähe der Elite Performance Factory. Das ist ein Gym, den viele NFL-Spieler besuchen, darunter auch Reggie Bush.

Das Ziel dabei: Dünner - und besser zu werden. Rachal war mit seiner Leistung 2010 unzufrieden, und die begann mit 343 Pfund auf der Waage zu Beginn des Trainingscamps.

Der 25jährige definierte seine Ziele, als er sich bei Elite Performance vorstellte. Mitbesitzer dort sind die Ex-NFL-Spieler Billy Miller und Marvel Smith, der als Offensive Tackle im Pro Bowl war. Scott Mitchell war sein Trainer; er führte Rachal in der Offseason durch einen auf ihn zugeschnittenen Trainingsplan, vier Tage die Woche. Er sagt, sein Kunde sei vom ersten Moment an voll dabei gewesen.

"Er kam und sagte als erstes, er habe sich im letzten Jahr nicht gemocht - zu schwer, zu langsam", erzählt Mitchell, "und er sagte, als er in der NFL begann, sei er etwas leichter und deutlich schneller gewesen, und habe sich damals grossartig gefühlt. Dort wolle er wieder hin. Er sagte: 'Ich will zum Pro Bowl. Punkt. Ich will einer von denen sein, die eine lange Karriere haben'".

Rachal hat eines seiner Ziele bereits erreicht: Mit 304 Pounds ist er deutlich leichter. 10 Pounds hatte er im Lauf der letzten Saison verloren, 30 weitere speckte er von April bis Juli bei den harten Trainingseinheiten ab. Und wegen einer Diät aus Fisch und gegrilltem Huhn. Um nicht beim Fastfood hängen zu bleiben, liess er sich das Essen täglich nach Hause liefern.

Rachal sagt, schon jetzt seien seine Gelenkschmerzen besser geworden. "Das ist ein Unterschied, Mann - ich bewege mich besser, ich bin schneller - ich fühle mich wie damals als Freshman. Ich habe keine Schmerzen mehr, und auch die Knie sind wieder ok".

Rachal war 2008 auf Nummer 39 gedraftet worden, aber trotz seiner 29 Starts seither war seine Leistung stark schwankend. Auch wegen ihm lagen die Niners in den letzten Spielzeiten bei den zugelassenen Sacks auf Rang 27 und 22. Die Fans nahmen ihn aufs Korn, aber nicht nur sie waren frustriert. Rachal selbst sagt, er habe sich letzte Saison gegen Ende hin deutlich verbessert, sei aber trotzdem unzufrieden gewesen.

"Ich hatte mehrere schlechte Spiele, und das ist unakzeptabel. Von mir muss man mehr erwarten können. Aber jetzt glaube ich, dass es läuft - ich bin ein anderer als letztes Jahr".

Niners-Coach Jim Harbaugh und Left Tackle Joe Staley haben denselben Eindruck. Harbaugh räumt ein, dass er über die Leistung seines Right Guards im Trainingscamp etwas verdutzt gewesen sei, nachdem er die Videos von ihm aus der letzten Saison gesehen hatte. "Chilo Rachal war gut, und ich sage mal, überraschend, denn eigentlich ist er ja ein Starter. Auf jeden Fall hat er ein unglaubliches Camp. Es ist ihm wirklich wichtig, dieses Jahr, diese Saison, dieses Team."

Staley hatte Rachal während des Lockouts zu den freiwilligen Niners-Minicamps eingeladen. Der antwortete, es würde ihm mehr bringen, sein Trainingsprogramm in Southern California ohne Unterbrechung zum Ende zu bringen. Heute sagt Staley, angesichts von Rachals Leistung im Camp sei das die richtige Entscheidung gewesen. "Er ist schlanker, aber trotzdem genauso stark. Seine Kraft und seine Expolsivität waren ja seine wichtigsten Waffen, und die hat er noch immer. Gleichzeitig ist er schneller, weil er schlanker ist. Man sieht den Unterschied auf den Filmen deutlich. Ich glaube, er wird eine gute Saison haben".

Schöne Worte, aber was zählt das in der Preseason? Nur Erfolg in der Regular Season hat was zu bedeuten. Aber Rachals Einzelgang lässt zumindest auf ein Happy-End hoffen. "Mir kam das so ein bisschen vor wie bei Rocky", sagt sein Trainer Mitchell. "Rocky wäre nach Sibirien gegangen, weit weg von allem üblichen. Und bei Chilo hatte das auch so ein Element. Er war total drauf fokussiert, sich zu verbessern".

Quelle: Eric Branch, SF Gate, 24.8.

Westcoast Offense

Hoffen wir mal, dass er nicht nur Fett und Wasser verloren hat, sondern auch noch etwas an Muskelmasse aufgebaut hat bzw. nicht verloren hat.
Hört sich aber zumindest schon sehr gut an von der Einstellung her. Aber naja....was zählt ist auf dem Platz! (*3 Euro ins Phrasenschwein wirft*)

Touchdownmaker

Besser spät als nie. Bei manchen dauert es eben ein wenig bevor sie begreifen, dass man als Profi auch eine gesunde Einstellung zum Sport mitbringen muss. Als selbstverständlich kann man so etwas ja heutzutage leider nicht mehr voraussetzen.

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