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Commentary: Matt Barrows: 49ers-Offense droht langweilig und berechenbar zu werden

Begonnen von stig49, Fr, 2. Okt. ’09, 11:56

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stig49

Matt Barrows (Sac Bee) über die Zusammenarbeit von Mike Singletary und Jimmy Raye:

Mike Martz und Mike Singletary waren nicht die ideale Kombination, als sie plötzlich letzte Saison zusammenarbeiten mussten. Aber sie könnten gut füreinander gewesen sein.

Wenn der eine yingte, yangte der andere. Singletary wusste Martz zu stoppen, wenn er, der ja zum Typ Verrückter Wissenschaftler tendiert, sich verstieg. Martz wiederum zwang Singletary, seine Komfort-Zone zu verlassen. Sie waren wie ein Ehepaar nach dem Prinzip "Gegensätze ziehen sich an". Es gab Spannungen, aber am Ende ergänzten sich die beiden.

Aber es kam nicht zu einer langfristigen Zusammenarbeit. Singletary suchte was anderes, und nach jeder Menge Gesuche und mindestens einer Zurückweisung fand er jemanden, der ihm sehr ähnlich ist.  

Die Frage nach drei Spielen ist, ob genau diese Ähnlichkeit Singletary und Raye zu einem langweiligen und berechenbaren Paar machen.

Ein Beispiel: Die zwei abschliessenden Three-and-out-Drives gegen Minnesota. Da war die Chance da, das Spiel in trockene Tücher zu packen, und Raye entschied sich nur zu einem Pass bei sechs Versuchen. Und das war ein Short Dump zu Vernon Davis bei drei und siebzehn. Der letzte Run ging mit Schmackes in die Fänge der Vikings Defense, die genau wusste, was kommen würde.

Eins, zwei, drei, Punt. Für die Art Offense gibt es einen Namen, nämlich Marty-Ball. Und der ist kein Kompliment. Marty-Ball ist nach Marty Schottenheimer benannt, der übrigens Rayes Head Coach war, als Raye 1998 die Offense in Kansas City übernahm. Erwähnenswert ist, dass die 49ers Offense noch konventioneller spielt als damals bei Marty-Ball. Das sagt Raye selbst, der einen Vergleich gezogen hat zwischen seiner 49ers-Offense und der, die er vor einer Dekade in Kansas City spielen liess. Diese Chiefs konnte man sicherlich nicht begeisterte Passser nennen - aber sie lagen auf Rang Fünf bei der Passing Offense - was beweist, dass Raye es schon beherrscht, Passspiele anzusagen.

"Der Unterschied ist, dass in Kansas City die Offensive Line drei Pro Bowler hatte, und mit Marcus Allen gab es einen Hall-of-Fame-Running-Back und ebenso auf Tight End mit Tony Gonzalez", sagte Raye dazu. Da gibt es Ähnlichkeiten zu uns, aber die Entwicklungsstufe ist anders. Der Quarterback (Rich Gannon), war erfahrener und ist in weit mehr NFL-Spielen der Starter gewesen als unser Starting Quarterback jetzt".

Raye scheint damit sagen zu wollen, dass die 49ers nicht die Spieler haben, um öfter zu passen. Aber das stimmt nicht. Mit denselben Spielern kam Martz letztes Jahr auf Rang 13 bei der Passing Offense, nach Rang 32 im Vorjahr.  Shaun Hill brachte bislang im vierten Quarter fast 77 Prozent seiner Pässe an den Mann. Vernon Davis ist kein Gonzalez, aber er ist ein gutes Ziel. Die 49ers könnten den Ball schon öfter passen, wenn sie wollten. Aber Singletary und Raye wollen das nicht.

Raye benützte die Bezeichnung "Stick-to-itiveness" (Feshalt-igkeit) um damit seine Vorliebe zum Run zu erklären. Und tatsächlich, Sturheit und Festhalten am Plan spielen ein grosse Rolle hier. Das nämlich ist Singletarys grosse Stärke. Er kümmert sich nicht um das Wetter, die Zeitverschiebung oder wer gerade irgendwo Schmerzen hat. Singletary hat das Talent, Ablenkendes zu ignorieren und sein Team nach vorne zu pushen. Seine Konzentration ist beeindruckend.  Deshalb sind die 49ers bei 5-4, seit er sie übernommen hat.

Aber Sturheit kann einen auch in Schwierigkeiten bringen. Wenn dein Weg so wie im Vikings-Spiel, vor eine Wand führt - die Williams-Wand aus den DT's Pat und Kevin Williams - denn wäre es doch eigentlich schlauer, sie zu umgehen anstatt mit Vollgas dagegen zu laufen?

Die Ehe Singletary-Raye ist erst drei Spiele alt, und die Offense kann sich gut noch weiterentwickeln. Aber wenn das nicht geschieht, dürfte es einen neuen Namen für konservative, unkreative Offfenses geben: Mikey-Ball.

Quelle: Matt Barrows, Sacramento Bee, 1.10.

stig49

Da mag er ja punktuell recht haben, und die Ähnlichkeit der beiden finde ich auch bisweilen beunruhigend und die Offense etwas öde.  Und am Ende gegen die Vikings haben sie sich ganz klar vertan - weiss man hinterher natürlich auch besser.

Trotzdem kann ich Barrows Logik nicht so ganz folgen: Wenn Raye bei den Chiefs mit den Pässen auf Rang 5 lag, wo ist dann das Problem? Und Barrows ignoriert komplett, dass die Niners übers gesamte Spiel gesehen MEHR passen als laufen. Sie müssten meiner Ansicht nur mehr passen, wenn es drauf ankommt. Aber dann wäre Hills Completion Rate im vierten Quarter garantiert nicht so gut, wie sie jetzt ist.

HeyJoe

Wenn sie gegen die Vikings gewonnen hätten würde er sowieso was ganz anderes schreiben... ::)

Norton51

...und wenn sie die Rams am Sonntag schlagen und dann 3:1 sind, schreibt er es so schnell auch nicht wieder.

wizard49er

Aber was meint ihr was erst los ist, wenn wir verlieren sollten :o
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