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In-Depth: Depressionen, Todesfälle - RB Xavier Omon hat viel durchgemacht

Begonnen von stig49, Sa, 27. Aug. ’11, 15:48

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stig49

Xavier Omons Schmerz kann man nicht in Zahlen fassen, aber es gibt Zahlen, die umschreiben ihn. Der Running Back der 49ers war in seiner Jugend auf fünf Beerdigungen.

Als er acht war, wurde sein damals 17jähriger Bruder Demetrius von einem betrunkenen Autofahrer getötet. Als er 14 war, entdeckte er als erster seinen Bruder Efflong, damals 18, der sich erhängt hatte. Zwischendrin wurde sein Onkel, der sein Ersatzbruder war, bei einem Autounfall getötet.

Das ist noch nicht alles. Omon kannte seinen Vater nie und hat ein gestörtes Verhältnis zu seiner Mutter. Das alles führte, wenig überraschend, zu Depressionen und Schwierigkeiten, zu vertrauen - und das wiederum machte ihm anfangs seine Collegekarriere schwierig - er schaffte es kaum, einen Kontakt zu seinen Coaches und seinen Teammates aufzubauen.

Dass ihm die körperlichen Schmerzen von Football wenig ausmachen, wundert da keinen.  Letzte Woche gegen die Raiders kam er als Backup-RB auf sieben Runs nacheinander  am Ende stand ein 5-Yard-Touchdown. Danach war er fertig. Aber er sagt, das ist nichts verglichen mit psychischem Schmerz.

"Was ich durchmachen musste, hat mich stärker gemacht", so Omon, der noch einen älteren Bruder und eine Schwester hat. "Mir wurde klar, dass nichts, was auf dem Feld passiert, an das Geschehene herankommt. Meine beiden ältesten Brüder sind tot, ich kann sie nicht vergessen. Was mir auf dem Feld passiert, ist nichts gegen das".

Omon war bei Northwest Missouri State der erste Divison II-Spieler jemals, der auf vier 1.500-Yards-Seasons kam. Keine Division I-Uni hatte ihm ein Angebot gemacht. Die Bills drafteten ihn in der sechsten Runde 2008 und waivten ihn ein Jahr später. Danach kamen die Seahawks, die Jets und die Practice Squad der 49ers. Nie gelang es ihm, seinen Platz in einem Team zu finden.

Auch diesmal wird es eng - in der Depth Chart stehen Frank Gore, Anthony Dixon und Rookie Kendall Hunter vor ihm. Aber Omon will es so schwer wie möglich machen, vielleicht schafft er es auf die PS, vielleicht fällt er einem anderen Team auf: "Hier oder anderswo - jemand wird mich sehen. Ich brauche nur eine Chance, und dann ziehe ich es durch".

Bei den Niners ist man nicht unzufrieden: "Xavier hat wirklich das Allerbeste aus seinen Chancen gemacht", sagt Offensive Coordinator Greg Roman, "wer weiter unten steht auf der Depth Chart bekommt nicht viele Chancen und die muss er unbedingt nützen. Ich finde, er hat uns gezeigt, dass er das System kennt und dann raus aufs Feld geht und das System umsetzt".

Quelle: SF Gate, 26.8.

Cordovan

Wenn jemand nach so einen Lebenslauf in Depressionen verfällt...das wundert mich nicht. Der Junge hat wirklich schon viel durchgemacht! :o
Erst wenn eine Mücke auf deinen Hoden landet, wirst du lernen Probleme ohne Gewalt zu lösen. - Konfuzius.

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