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Noten für das Ravens-Spiel

Begonnen von stig49, Di, 3. Dez. ’19, 10:18

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stig49

Mit etwas Verspätung die Bewertung für das Spiel gegen die Baltimore Ravens, die heute von Matt Maiocco von CSN BayArea kommt:


Rushing Offense: A

Backup-RB Raheem Mostert hatte einen Karrieretag, als er 146 Yards und einen Touchdown bei 19 Runs holte. Mostert wurde zum Durchreisser für die Offensive der 49er, nachdem Starter Tevin Coleman nicht viel Platz fand.  Coleman wurde bei fünf Versuchen auf nur 6 Yatds gehalten. Die 49ers hatten einige sehr gute Blocks für Mostert.  Tight End George Kittle, FB Kyle Juszczyk und die Wide Receiver haben da abgeliefert. Juszczyk half Mostert, dabei, Löcher entschlossen zu nutzen und seine Elite-Geschwindigkeit auszuspielen.

Passing Offense:  C plus

Garoppolo machte 15 von 21 Passversuchen für 165 Yards mit einem Touchdown und ohne Int.  Sein Rating lag bei 110,2.  Er wurde zweimal für minus acht Yards gesackt, und einer dieser Sacks kam teuer zu stehen. Das Passspiel der 49ers lief jedoch bei Third Downs nicht besonders gut. Die 49ers verwandelten nur vier von zwölf Third-Down-Möglichkeiten und Garoppolos Forth-Down-Pass im vierten Quarter wurde an der LoS abgewehrt. Rookie Deebo Samuel glänzte beim ersten Drive,, als er die Ravens-Defender Brandon Carr und Marcus Peters bei seinem Touchdown von 33 Yards ausmanövrierte. Emmanuel Sanders hatte vier Catches und 41 Yards, Kendrick Bourne fügte drei über 42 Yards hinzu und Samuel hatte zwei Und 41 Yards. Kittle wurde bei zwei Catches und 17 Yards gehalten.


Rushing Defense: B

Dies hätte ein katastrophales Spiel für die Abwehr der 49er werden können. Aber nachdem die 49er ein Gefühl dafür bekommen hatten, was die Ravens zu tun versuchten, erging es ihnen viel besser als den meisten anderen Teams, die versucht haben, Lamar Jackson und Co. zu stoppen. Jackson hatte ein sehr gutes Spiel als Runner.  Er holte 101 Yards und einen Touchdown bei 16 Versuchen.  Sein 6,3-Yard-Durchschnitt lag jedoch fast einen ganzen Yard unter dem Durchschnitt seiner Saison. S Marcell Harris, der Jaquiski Tartt ersetzte, lieferte das Play des Spiels, als er den Ball am Ende eines Laufs von Jackson stripte, als der sein First Down bereits gehabt hätte. Die Defense der 49ers leistete solide Arbeit gegen Mark Ingram, der mit 15 Versuchen 59 Yards holte.  Gus Edwards hatte sechs Versuche für 15 Yards,  Warner war Bester mit 11 Tackles, während Dre Greenlaw acht Tackles verzeichnete.


Passing Defense: A minus

Jackson und Tight End Mark Andrews nutzten die eine Chance, als ihnen im ersten Viertel zwischen Warner und Cornerback Ahkello Witherspoon einen 20-Yard-Touchdown-Pass gelang.
Aber die 49er waren weiterhin sehr tough gegen den Pass. Jackson kam auf 14 von 23 Passversuchen für 105 Yards mit einem Touchdown und ohne Int. Die 49ers setzten nicht auf aggressiven Pass Rush gegen Jackson, weil er als Runner zu gefährlich ist. DeForest Buckner holte den einzigen Sack der 49ers. Warner wehrte zwei Pässe ab, während Jimmie Ward einen Pass verteidigte.


Special Teams: D

Robbie Gould kehrte am Sonntag nach drei verpassten Spielen mit einer Verletzung am rechten Quadrizeps zurück. Sein verpasster 51-Yard-Field-Goal-Versuch am Ende der ersten Halbzeit erwies sich als entscheidend. Marlon Humphrey schaffte es um Arik Armstead auf der linken Seite herum und brachte eine Hand an den Kick, der etwa in der Mitte der Endzone landete.  Es war schwierig für Armstead, der zwei Spieler blocken musste. Aber der verpasste Kick  geht auf Goulds Konto. In dieser Saison hat Gould 14 von 22 Kicks verwandelt, darunter keinen der vier aus 50 Metern Entfernung oder länger. Punter Mitch Wishnowsky erzielte mit seinen beiden Punts einen Durchschnitt von 36,9 Yards.

Insgesamt: B minus

Eines ist sicher: Die 49ers sind gegen jedes Team in der NFL im Spiel. Das haben sie in sämtlichen Wochen der Saison bewiesen. Aber: "Wir haben nicht gewonnen", sagte Warner.  "Das zählt.". Und das ist sehr wahr. Die 49ers kämpfen im Rennen um die NFC West mit den Seattle Seahawks.  Sie kämpfen ums Playoff-Seeding in der NFC. Die 49ers hatten in diesem Spiel viele Möglichkeiten, schafften es aber nicht im entscheidenden Moment. Das Game-Management von Trainer Kyle Shanahan am Ende der ersten Halbzeit ist diskutierbar. Aber, wie er erklärte, sei es das Letzte gewesen, was er wollte, den Ball vor dem Ende der Halbzeit an die Ravens nochmals zurückzugeben. Die 49ers standen vor einem First-and-20 und entschieden sich dafür, die Uhr laufen zu lassen. Zwei Plays später, als Mostert 16 Yards erlaufen hatte, wünschten sich die 49ers diese Zeit zurück.

Kein Team spielte schlecht.  Aber die Ravens spielten ein bisschen besser und machten die Plays, die am wichtigsten waren.

Quelle: Matt Maiocco

JULI

Eine Frage hätte ich da mal an die Experten. War der Kick von Gould zu flach oder hat Armstead den Fehler beim blocken gemacht?

stig49

Zitat von: JULI am Di,  3. Dez. ’19, 10:28
Eine Frage hätte ich da mal an die Experten. War der Kick von Gould zu flach oder hat Armstead den Fehler beim blocken gemacht?
Ich finde es schwer zu sagen, die Hand war kaum dran, glaube nicht dass das eine große Rolle spielte. Also eher Gould schuld. Aber 51 Yards und ein nasser Ball ist auch nicht so einfach.

Jimmy_G

Zitat von: JULI am Di,  3. Dez. ’19, 10:28
Eine Frage hätte ich da mal an die Experten. War der Kick von Gould zu flach oder hat Armstead den Fehler beim blocken gemacht?
Das ist eine gute Frage, aber da lässt sich vermutlich keine richtige Antwort für finden. Ich würde sagen, dass bei so einer Szene mehrere Faktoren zusammenkommen (Snap, Hold, Kick, Blocking). Da muss ja alles passen und eine Millisekunde kann entscheidend sein, ob jemand den Ball irgendwie berühren kann oder nicht.

snoopy

Schwer
Der Ball wurde berührt, also sollte man erst einmal davon ausgehen, dass er ansonsten reingegangen wäre.
Zu flach? Kann man natürlich argumentieren. Natürlich schießt man, je weiter das FG ist, auch etwas flacher, da eine "Bogenlampe" verkümmern könnte.

In diesem Spiel ist es wohl egal - man sollte das L nicht an einem einzigen Spielzug hängen.
Aber natürlich macht sich nun Richtung POs jeder so seine Gedanken..
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

Gore21

Die Laufverteidigung kommt mir mit einem B zu gut weg. Das sind immerhin fast 4,7yds per lauf. Der Fumble wiegt es nicht auf, haben ja auch einen Lauf-TD kassiert.

JOMONTANA

Ich bin der Meinung das uns das Clockmanagement am Ende der 1.HZ. das Spiel gekostet hat. 
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren

young 90

Das Clock Management der ersten Halbzeit war genau richtig. Kyle hat aus der Niederlage gegen die Seahawks gelernt und wollte bei Misserfolg den Ravens nicht viel Zeit lassen.
Entscheidend war der nicht erfolgreiche Vierte Versuch. Da im Vierten immer gepasst wurde, wäre in dem fall ein Lauf für mich die richtige Entscheidung gewesen.

vorschi

Zitat von: young 90 am Mi,  4. Dez. ’19, 06:47
Das Clock Management der ersten Halbzeit war genau richtig. Kyle hat aus der Niederlage gegen die Seahawks gelernt und wollte bei Misserfolg den Ravens nicht viel Zeit lassen.
Entscheidend war der nicht erfolgreiche Vierte Versuch. Da im Vierten immer gepasst wurde, wäre in dem fall ein Lauf für mich die richtige Entscheidung gewesen.
Also das Clock-Management als richtig zu bezeichnen ist auch mutig. Bei dem Kick hätten vielleicht ein paar Yards mehr den Unterschied ausgemacht, und am Ende fehlte dann die Zeit um diese zu erreichen.

Und ein wesentlicher Unterschied zu Seattle war das Wetter. Den Ball per Pass bewegen konnten die Ravens nur selten, und hauptsächlich mit Läufen wären sie in kurzer Zeit wohl kaum übers Feld marschiert. Da hätte man in meinen Augen durchaus mehr riskieren können bzw. müssen.

snoopy

Sehe ich auch so.
Zudem heßt "den Ravens noch Zeit geben" ja nicht zwingend 2-3 min., sondern ggf. z.B. 20-30 sec.
Da sieht das ja schon anders aus.
OwensOwensOwensOwensOwens!!!!CAUGHTIT!hecaughtithecaughtithecaughtit!!!

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