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In-Depth: Baalkes Videoanalysen - Mitteldrittel...

Begonnen von stig49, Fr, 13. Mai. ’11, 12:31

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stig49

Als es um den Third-Round-Pick, Cornerback Chris Culliver ging, war General Manager Trent Baalke irritiert über die Anmerkungen, hier habe man einen weiteren Spieler, der auf einer neuen Position spielen soll. "Er soll jetzt Corner spielen?", sagte Baalke trocken, als er den ersten Culliver-Clip zeigte, "oh komisch, hier spielt er ja bereits Corner". Allerdings hat Culliver nur sieben Starts als Corner, und 24 als Safety.

Warum also nicht einfach einen Cornerback draften, der immer Cornerback gespielt hat. "Culliver ist gross und läuft im unteren 4,4-Bereich", sagte Baalke, "so jemaden findet man nicht so leicht". Culliver sei schnell beim Mann und habe keine Angst vor Körperkontakt. "Wir finden es gut, dass er auch Safety gespielt hat - das ist ein Vorteil, kein Nachteil". Culliver spielte im College auch gegen die Top-Receiver A.J. Green und Julio Jones. Wie hielt er sich da? "Er hielt sich ok", findet Baalke. "Hat er sie ausgeschaltet? Nein, das sind Super-spieler. Aber hat LSU-Cornerback Patrick Peterson sie ausgeschaltet? Auch er nicht - das sind Super-Spieler".  Letzte Saison hatten allerdings weder Culliver noch Peterson je gegen Green gespielt.


Viertrundenpick Wide Receiver Kendall Hunter ist eher klein gewachsen und wirkt deshalb wie ein Third-Down-Back. Baalke aber findet, er sei ein Mann für alle drei Downs. "Für uns ist er kein Change-of-Pace-Back, sondern ein Four-Down-Back". Als Hunter gegen Washington State brillierte (257 Yards bei 21 Läufen, vier TDs), sah Baalke, zu was er in der Lage ist: Runs zwischen den Tackles, Runs am Rand, Passprotection, Kickreturn und Catches aus dem Backfield. Nun hat Hunter nur 63 Catches in 46 Spielen, aber Baalke meint, das liege an der Offense von Oklahoma State. In der Senior Bowl habe Hunter bewiesen, dass er fangen könne.


Guard Daniel Kilgore spielte Left Tackle im College, aber dafür ist er in der NFL zu klein. Der Sprung auf Guard erfordere es, dass Kilgore mehr Adjustments mache, meint Baalke - bei Blitzes oder Stunts zum Beispiel - aber dafür sei er schlau genug. Man sei bei Kilgore besonders von seiner Leistung gegen Florida beeindruckt gewesen: "Er ist ein harter Brocken, und er bleibt bei seinen Blocks". Was Baalke dabei nicht erwähnte: Kilgore spielte dabei gegen den Backup-DE der Gators, und der hatte zudem gegen Kilgore seinen einzigen Sack in der Saison.

Kilgore soll Guard und Center spielen, weil das seinen Wert erhöhe. Ein Backup-Guard allein sei Luxus auf einem 45-Mann-Roster - Adam Snyder zum Beispiel sei ein Backup mit hohem Wert, da er alle fünf Positionen in der Line spielen könne.


Bei WR Ronald Johnson sagte der GM das, was alle GMs sagen: Er sei überrascht gewesen, dass dieser Spieler in der sechsten Runde noch zu haben war - da habe man ihn nehmen müssen. Johnson war aber tatsächlich bereits als Mid-Round-Pick eingestuft. Bei den Niners soll er vor allem im Slot spielen und Baalke lobt sein "Wiring" - das steht für Begeisterung und natürliches Verständnis für das Spiel. Johnson ist nicht übermässig schnell, aber schnell genug. Er kann auch Punts returnen, ist damit allerdings äusserst ähnlich zu Kyle Williams, der letztes Jahr in der sechsten Runde gedraftet worden war. Baalke sagte, mit Johnson planten die 49ers für eine längere Zukunft - denn sowohl Ted Ginn als auch Josh Morgan könnten nach der 2011-Saison zu Free Agents werden. Deshalb sei es denkbar, dass die Niners alle drei Receiver, Johnson, Ginn und Williams behalten, sofern sie sich für eine Roster-Spot qualifizieren.

Quelle: Eric Branch, SRPD-Blog, 12.5.

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