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Die Noten für das Falcons-Spiel

Begonnen von stig49, Di, 17. Dez. ’19, 20:11

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stig49

Diesmal die Meinung von Matt Maiocco von CSN BayArea:

RUSHING OFFENSE: D minus

Die 49ers profitierten von ihrem Running Game beim 21-Play, 88-Yards-Drive, der im zweiten Quarter zu einem TD führte. Aber es fehlte die Beständigkeit, um im gesamten Spiel die Chains vorwärtszubewegen. Raheem Mostert holte 54 Yards mit 14 Carries, Tevin Coleman 40 Yards mit vier Versuchen aber 37 davon bei einem einzigen Run. Matt Breida hatte mit 11 Yards bei vier Versuchen Probleme und leistete sich darüber hinaus einen folgenschweren Fumble im vierten Quarter, als die 49ers kurz davor waren, Punkte zu machen.

PASSING OFFENSE: D plus

Quarterback Jimmy Garoppolo brachte keine Top-Leistung, aber er war bestimmt nicht der Grund dafür, dass die 49ers dieses Spiel verloren. Er brachte 22 von 34 Pässen an den Mann, holte 200 Yards, einen TD und blieb INT-frei. Die Pass Protection war löchrig, obwohl Garoppolo nur einmal im Spiel gesackt wurde. Vic Beasley schlug da Left Tackle Joe Staley mit einem Insed-Passrush-Move.

George Kittle war herausragend mit 13 Catches für 134 Yards, aber er hatte auch einen Fumble ohne jede Bedrängnis gegen Ende bei einem Play, bei dem man dachte, die 49ers würden ein entscheidendes First Down holen und damit die Uhr runter laufen lassen. Die Wide Receiver waren unsichtbar. Deebo Samuel unterlief ein Drop. Seine einzige Reception erbrachte 29 Yards. Emmanuel Sanders kam auf zwei Catches und neun Yards, Kendrick Bourne auf eine Reception von 11 Yards, dazu kam ein Drop.

RUSHING DEFENSE: B

Die Rushing Defense der 49ers hielt sich gut gegen Devonta Freeman, den sie bei 39 Yards hielt. Die wichtigsten Plays für das Running Game der Falcons kamen von QB Matt Ryan, der sich bei fünf Versuchen 27 Yards erscrambelte. Linebacker Fred Warner führte das Team mit neun Tackles an, einen davon mit Raumverlust.
   
PASSING DEFFENSE: D minus

Als es drauf ankam, konnten die 49ers die Falcons nicht daran hindern, übers ganze Feld zu vorzustossen und die Punkte zum Sieg zu holen. Das war, was in diesem Spiel zählte. Der beste Spieler auf dem Feld war WR Julio Jones. Er fing 13 Pässe über 134 Yards und zwei TDs. Die 49ers wussten an der Goal Line keine Lösung für Jones. Am Ende war Jones gegen 49ers-Safety Jimmie Ward aufgestellt und Jones schaffte es gerade noch so, Ward abzuwehren und den Ball minimal in die Endzone zu schieben, was der Game-Winner war.

Sheldon Day und Nick Bosa holten Sacks, aber der 49ers Passrush konnte dieses Spiel nicht dominieren, so wie man es gegen Atlantas schlechtere OL eigentlich erwartet hätte. Es gab auch keine Takeaways beim Pass. Wenn man alle vier Quarter betrachtet, sind die 49ers nicht durchgefallen bei den Noten. Aber im vierten Quarter liessen sie erst einen 75-Yard TD-Drive zu, und dann einen 70-Yard-TD-Drive, also zum schlechtest möglichen Zeitpunkt. Und damit fällt man dann eben doch durch.

SPECIAL TEAMS:  B minus

Die 49ers machten eine Menge gut bei den Special Teams. Mitch Wishnowsky sorgte für gute Hang Times bei seinen Punts, und mit seinem 41,3-Yard-Schnitt lieferte er wieder, was er schon die gesamte Saison abgeliefert hat. Die 49ers holten zudem einen Takeaway, als Ross Dwelley Punt Returner Kenjon Barner den Ball aus der Hand schlug. Kyle Juszczyk holte ihn sich und zwei Plays später fing er einen 1-Yard-TD-Pass von Garoppolo. Und Mostert war ein weiteres Mal beeindruckend als Gunner der Punt Coverage. Aber Robbie Gould verschoss einen Extra-Punkt im vierten Quarter, den er hookte. Das schien so ein bisschen das Momentum zu drehen. Statt mit 10 Punkten lag man nur mit neun Punkten vorne.

GESAMTLEISTUNG: D minus

Man konnte unschwer sehen, warum die 49ers in diesem Spiel Schwierigkeiten bekamen. Aber sie mussten schon eine Menge falsch machen, um es tatsächlich noch zu verlieren. Ja, die Falcons sind nicht das Fallobst, als das sie ihr Tabellenstand wirken lässt. Sie spielten erfrischenden Football, energiegeladen und begeistert wirkten sie. Die 49ers dagegen haben die Falcons vielleicht nicht zu leicht genommen, aber sie brachten nicht die Energie auf das Feld, die den Showdown letzte Woche in New Orleans geprägt hatte. Das kann man auch nachvollziehen.

Aber den 49ers fehlte auch die zupackende Leistung, die gute Teams normalerweise hinbekommen, damit sie auch dann Spiele gewinnen, wenn die A-Leistung nicht abzurufen ist. Jetzt haben die 49ers null Spielraum, wenn sie die NFC West doch noch gewinnen wollen, um sich so den Home-Field-Advantage in den Playoffs zu sichern.

Quelle: Matt Maiocco, CSN BayArea

Fritzini

Bleibt zu hoffen das Mostert in den letzten beiden Spielen die Hauptlast trägt.
Breida ist eigentlich immer irgendwie angeschlagen und Coleman mit jeweils einem Highlight pro Spiel ist auch nicht wirklich die Lösung.
KS stellt sich immer hin und sagt wie grandios Raheem ist, dann soll er ihm auch die Hauptrolle anvertrauen und weniger durchwechseln.
"Sleep, Surf, Eat, Surf, Repeat"

BomberVach

Ich hab zwei Kleinigkeiten korrigiert bzw. ergänzt - nicht wundern  :)
Eins davon war ungewollt lustig  ;D

reagan - The Left Hand

Am stärksten waren wir, wenn wir die Last auf mehrere Schultern im Laufspiel gelegt haben. Wir leisten uns 4 starke RB mit jeweils individuellen Stärken. Warum z. B. Coleman durch die Mitte laufen soll und nicht Wilson Jr. verstehe ich nicht. Da sollte KS wieder flexibler werden.
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

stig49

Zitat von: BomberVach am Mi, 18. Dez. ’19, 00:41
Ich hab zwei Kleinigkeiten korrigiert bzw. ergänzt - nicht wundern  :)
Eins davon war ungewollt lustig  ;D
Klar doch, thx!

Jens

#5
Zitat von: Fritzini am Di, 17. Dez. ’19, 23:24
Bleibt zu hoffen das Mostert in den letzten beiden Spielen die Hauptlast trägt.
Breida ist eigentlich immer irgendwie angeschlagen und Coleman mit jeweils einem Highlight pro Spiel ist auch nicht wirklich die Lösung.
KS stellt sich immer hin und sagt wie grandios Raheem ist, dann soll er ihm auch die Hauptrolle anvertrauen und weniger durchwechseln.

Wenn man Mostert die Hauptlast gibt, muss man aber unbedingt einen anderen Gunner im Special Team finden. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass er dort momentan zu wertvoll ist.

49erflo

Erstmal: Danke für die Übersetzung! Ich stimme allerdings einigem, was Maiocco so schreibt, diesmal überhaupt nicht zu.

Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Quarterback Jimmy Garoppolo brachte keine Top-Leistung, aber er war bestimmt nicht der Grund dafür, dass die 49ers dieses Spiel verloren. Er brachte 22 von 34 Pässen an den Mann, holte 200 Yards, einen TD und blieb INT-frei.

Er hat genau sechs dieser Pässe für 6+ AirYards Downfield angebracht (s. Bild im Anhang). Das ist nicht gut. Und ja, die Falcons haben ihn bei 50% der Dropbacks unter Druck gesetzt. Das ist viel, aber er hatte immer noch 15-20 Mal eine saubere Pocket. Da muss mehr kommen, denn er kann deutlich mehr. Wenn wir offensiv solche Probleme haben, liegt das auch immer ein Stück weit am QB. Und diesmal ganz besonders.


Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Die Pass Protection war löchrig, obwohl Garoppolo nur einmal im Spiel gesackt wurde. Vic Beasley schlug da Left Tackle Joe Staley mit einem Insed-Passrush-Move.

Defensiv haben die Falcons in Grady Jarrett aktuell genau einen Unterschiedspieler und der hat Mike Person einfach gefressen. Dass man da nichts dagegen unternommen hat, ist fahrlässig und ein Stück weit eigene Dummheit. Das kreide ich ganz klar den eigenen Coaches an. Ich finde es gut, dass Jimmy wenig Sacks kassiert, aber es kann nicht die Antwort sein, Person/Garland/Tomlinson 1v1 gegen Jarrett spielen zu lassen und dafür einfach nur kurze Scheißerpässe zu spielen. Dann schick lieber in jedem verdammten Snap den RB zu dem Matchup und doppel Jarrett. So wie das gegnerische Offenses mittlerweile in nahezu jedem Snap gegen Bosa machen.


Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Sheldon Day und Nick Bosa holten Sacks, aber der 49ers Passrush konnte dieses Spiel nicht dominieren, so wie man es gegen Atlantas schlechtere OL eigentlich erwartet hätte.

Die Pressure Rate war sogar ziemlich hoch. Das war auch für mich überraschend, zeigt aber die begrenzte Wirkung dessen. Man könnte sich überlegen, die Safeties im weiteren Verlauf aggressiver einzusetzen. Das bringt den QB vielleicht dazu, weniger kurze Routen zu werfen. Ward mehr in die Box und dafür Greenlaw/Als Shaair als Blitzer bringen, das könnte ein Erfolgsrezept sein.


Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Es gab auch keine Takeaways beim Pass. Wenn man alle vier Quarter betrachtet, sind die 49ers nicht durchgefallen bei den Noten. Aber im vierten Quarter liessen sie erst einen 75-Yard TD-Drive zu, und dann einen 70-Yard-TD-Drive, also zum schlechtest möglichen Zeitpunkt. Und damit fällt man dann eben doch durch.

Ich mag es nicht, die letzten Drives höher zu gewichten als die davor. Man war nicht besonders gut, behielt Ryan aber auch einigermaßen unter Kontrolle. Es wäre genug gewesen, hätte die Offense ordentlich performt. Und man muss gar nicht mehr aufs Feld, wenn Shanny beim 4th&2 ein neues FD schafft.


Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Aber Robbie Gould verschoss einen Extra-Punkt im vierten Quarter, den er hookte.

Trotz dem neuen, alten Long Snapper. Es bleibt ein Rätsel, wie das nur passieren konnte.


Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Das schien so ein bisschen das Momentum zu drehen. Statt mit 10 Punkten lag man nur mit neun Punkten vorne.

Das habe ich gerade nicht wirklich gelesen, oder? ::)


Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Man konnte unschwer sehen, warum die 49ers in diesem Spiel Schwierigkeiten bekamen. Aber sie mussten schon eine Menge falsch machen, um es tatsächlich noch zu verlieren.

That's it. Die Falcons sind nämlich schon deutlich schlechter und mussten auswärts ran. Niemand hat das A-Game liefern und die Sterne vom Himmel holen müssen wie in NOLA. Aber man schaffte es nicht mal, das C-Game auf den Platz zu bringen.


Zitat von: stig49 am Di, 17. Dez. ’19, 20:11
Ja, die Falcons sind nicht das Fallobst, als das sie ihr Tabellenstand wirken lässt. Sie spielten erfrischenden Football, energiegeladen und begeistert wirkten sie.

Ich muss da ein anderes Spiel gesehen haben. Da waren die Falcons ein Team, das sich ständig durch Strafen die eigenen Drives killte. Außerdem spielten sie eigentlich nichts besonders Originelles. Sie haben einen Top 5 QB und den (zweit)besten WR der NFL in ihren Reihen. Defensiv s. Beitrag zur Bewertung der O-Line.
Establish the Pass.

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