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Commentary: The Fifth Down by Chris: Lasst uns zur Saisonmitte etwas träumen

Begonnen von IamNINER, Fr, 6. Nov. ’15, 12:47

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IamNINER

Die Entwicklung der 49ers in der Saison 2015 errinnert stark an den Alptraum von 2004. Damals gab es bekanntlich nur zwei Siege: jeweils in der Overtime gegen die Arizona Cardinals. Es folgte darauf eine lange Phase mit unruhigem Schlaf. So richtig ins Träumen kam man nicht mehr, bis Jim Harbaugh auftauchte. Die Berichte rund um seine Verpflichtung waren vielversprechend. Jed York als Owner liess Harbaugh und Baalke in seiner Villa bei Sandwiches über Football reden und so klappte die Verpflichtung - trotz des Versuches von Miami Dolphins Owner Stephen Ross ihn für die gemeinsame Alma Mater in Michigan zu gewinnnen oder zumindest nicht in San Francisco zu blockieren.

Die Umstände bei Harbaughs Amtsantritt waren mit dem Lockout alles andere als günstig und so war die Erwartungshaltung für die neue Saison eine Mischung aus hoffnungsvoll und skeptisch. Hoffnungsvoll wegen dem Ruf von Harbaugh als West Coast Offense Coach; skeptisch weil man halt nicht genau wissen konnte, ob Harbaugh mit der wenigen Vorbereitung und dem (angeblich) tiefen Talentlevel des Teams.

Es hätte sich wohl kaum einer zu träumen gewagt, dass die Saison einige wenige Aktionen vor einem Super Bowl entfernt enden würde. Dass sich der Inbegriff für die Phase des Mittelmasses zwischen Mariucci und Harbaugh - Alex Smith - zusammen mit Vernon Davis und The Catch III in die Candlestick Park Geschichtsbücher eintragen würde. Drei Jahrelang durfte man Träumen, bis sich erste dunkle Vorboten des neuerlichen Alptraums am Horizont zeigen würden.

Die Geschichte ist trotz ihrer Komplexität schnell erzählt. Das grosse Ego von Jim Harbaugh wurde entsorgt. Das von McCloughan aufgebaute Talentlevel durch sehr mässige Drafts nicht gehalten. Und trotz aller schönen Worte von Jed York, trennte man sich so ziemlich von Allem was mit Harbaugh positiv kam und ist in rasantem Tempo auf dem Weg zum ersten Pick der NFL Draft 2016 in Chicago.

Als Fan braucht man etwas Hoffnung für die Zukunft. Es kann doch unmöglich eine erneute Phase wie von 2003 bis 2010 geben. Daher hier die eine oder andere Träumerei:

Szenario 1: Vom TV zur VLT

In den TV Studios von NBC und CBS und in der Kommentatorenbox sitzen drei Coaching Kandidaten, bei denen das Träumen der Fans jedes Teams auf HC-Suche wohl sofort losgehen würde.

Bei CBS sitzt Bill Cowher im Studio, bei NBC ist es Tony Dungy und jeden Montagabend kommentiert bekanntlich Jonn Gruden die Spiele auf ESPN. Drei grosse Namen und alle bereits Super Bowl Gewinner. Sie alle würden den 49ers schlagartig wieder eine positive Reputation geben. Für alle könnte es die Chance sein sich unter Bill Parcells, Dan Reeves, Dick Vermeil, Don Shula und Mike Holmgren einzureihen als Coaches, die zwei verschiedene NFL-Teams in die Super Bowl führen. Würden sie die langersehnte sechste Vince Lombardi Trophy nach San Francisco holen, wären der siegreiche Coach, der erste, der mit zwei Franchises siegreich wäre.

Der traditionelle Weg zunächst den General Manager zu verpflichten und dann den Head Coach könnte man allerdings kaum gehen. Die grossen Vorteile der TV-Coaches wäre, dass sie sich weiterhin täglich mit der aktuellen NFL beschäftigen und dass sie ein Netzwerk haben, vermutlich hätte jeder einen Kandidaten für das Front Office, mit dem er zusammenarbeiten möchte und mit Sicherheit haben alle das Netzwerk um einen guten Coaching Staff zusammen zu stellen.

Diesen guten Coaching Staff wird man auch brauchen. Denn es ist anzunehmen, dass mit dem ersten Pick ein Quarterback geholt werden wird. Diesen zu entwickeln wird zentral sein, jedoch nicht wichtiger als aus dem restlichen Talent des Teams das Optimum 'rauszuholen.

Für Jed York dürfte dies allerdings bedeuten, dass am Ende des Jahres dann die eine oder andere Million weniger auf dem Konto auftauchen würde. Head Coach plus Staff dürfte teuer werden. Entscheidend dürfte auch sein, ob Jed York lernt, dass der Head Coach der Star des Teams ist. Da würden unter den drei Kandidaten wohl die Chancen von Tony Dungy am besten stehen, denn der gilt als eher ruhig und harmoniebedacht.

Szenario 2: Der klassische Weg
Am Black Monday entlassen die 49ers General Manager Trant Baalke sowie Head Coach Jim Tomsula (ausser Tom Rathman und evtl. Jason Tarver kann man wohl den kompletten Staff freistellen) und machen sich auf die Suche nach einem neuen General Manager.

Sinnvollerweise lässt sich Jed York von einem externen Berater bei der Suche unterstützen. Dies könnte zum Beispiel Ron Wolff sein, der die Raiders bei der Verpflichtung von Reggie McKenzie, die Chargers bei der Verpflichtung von Tom Telesco und die Jets bei der Verpflichtung von Mike Maccagnan unterstützte.

Im Szenario einen der jüngeren General Manager zu verpflichten, träumen viele Fans oft von Eric DeCosta - Ozzie Newsomes Nummer 2 und designierter Nachfolger in Baltimore. Bisher lehnte er noch alle Angebote ab. Ob er irgendwann nicht mehr in Baltimore warten will? Andere Namen könnten Omar Khan (Pittsburgh Steelers Director of Football Administration), Nick Caserio (New England Patriots Director of Player Personnel), Scott Fitterer (Seattle Seahawks Co-Director of Player Personnel) oder aber wenn es ganz jung sein soll, wäre Elliot Wolff (Green Bay Packers Director of Player Personnel) ein Kandidat.

Die Alternative könnte einer aus der Kategorie Tom Heckert oder Scott Pioli sein, die zwar schon einst gescheitert sind, aber vielleicht eine zweite Chance verdient hätten.

Nun sollte der neue starke Mann an der Spitze der Football Organisation die Suche nach einem neuen Head Coach frei von Einflüssen von Jed York in die Hand nehmen. Ideal wäre natürlich einer, der eine gewisse Erfahrung im Aufbau eines Quarterbacks hat. Hier nun Kandidaten aufzulisten wäre beinahe endlos. Für mich wäre natürlich ein Head Coach David Shaw die Traumlösung. Vielleicht auch noch mit Pep Hamilton als Offensive Coordinator.

Szenario 3: Die Variante John Elway
In Denver hat Owner Pat Bowlen die Geschicke des Teams in die Hände des Franchise-Helden John Elway gelegt. Klar ist, dass dies nicht mit jedem Helden der Geschichte eines Teams gehen wird.

John Elway führte zuvor die Colorado Crush in der Arena Football League. Daneben gehören ihm zwei Steakhouses in Denver und eine Autohändlerkette. In einer ersten Phase bei den Broncos wurde er zudem von Brian Xanders unterstützt.

Legt man dem Konzept die Anforderung zu Grunde, dass der neue Head of Football Operations eigene Businesserfahrungen gemacht haben sollte, wären aus der 49ers Vergangenheit Tight End Brent Jones (Silicon Valley Investor und ehemaliger Board Member der San Jose Sharks), Ronnie Lott (HRJ Capital zusammen mit Joe Montana und Harris Barton) oder Steve Young (HGGC und ESPN).

Wie sehr das Interesse der ehemaligen Spieler ist, lässt sich nicht beurteilen, aber träumen darf man ja. Ein Hinderniss könnte sein, dass bei den 49ers im Gegensatz zu den Broncos eine grundverschiedene Ownersituation besteht. Pat Bowlen ist leider an Alzheimer erkrankt und suchte jemanden, der die gesamte Leitung des Teams übernimmt. Bei den 49ers vertritt Jed York seine Mutter als Besitzerin.

Allen Traumszenarien ist natürlich gemeinsam, dass Jed York die aktuelle Entwicklung bei den 49ers auch als Problem erkennt. Und egal wie traumhaft das Szenario klingt: eine Garantie, dass die Realität sich dann gleich entwickelt wie man sich das erträumte, gibt es natürlich nicht.
2017 1st Rd get Myles Garrett, trade for Christian McCaffrey Sign Kyle and John and let them do their thing...

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goldbüchi

Danke für den Artikel und die schöne Träumerei. Aber wahrscheinlich werden die Niners Baalke nicht los, holen einen noch überforderten HC, der First Round Pick umgetauscht gegen 5 in der sechsten Runde, CK bekommt 1Miliarde für Kopfhörerwerbung, und so weiter und so weiter.

Fakt ist doch: Hätten york und Baalke hier im Forum einmal anständig gelesen oder 49er webradio gehört, hätten Case als HC geholt, Vanggio behalten als DC, vielleicht dieses Jahr als Aufbaujahr genutz und nächstes Jahr wieder voll angegriffen. Aber so ist es leider nicht und wir dürfen weiter von der guten alten Zeit träumen und The CatchIV von Bowman letzter TD im Candlestick.
Schönes Wochenende euch allen

LeonJoe

Danke fürs Träumen Chris...und danke für die Einblicke in das Haifischbecken NFL...

greetz Frank

Norton51

Wenn man bereit ist dem HC ein gewisses Ego und Starverhalten zu gestatten, hätte man sich vom letzten ja nicht trennen müssen.

Das sind alles super starke Personen, die hier genannt werden und ich würde die meisten ziemlich gut finden. Ein Upgrade wären sie eh alle zur jetzigen Situation.

Problem: der kleine York wird das eben leider niemals machen, weil er damit wieder in den Schatten gerät.

Mein Chef sagt gerne: A Leute stellen A Leute ein, B Leute stellen C Leute ein. So isses. 

kaiser524

John Gruden oder Tony Dungy würde ich sofort nehmen!

Dazu vielleicht eine Broncos Variante mit Steve Young und Brent Jones. Das wäre super - wohl nur ein Traum, aber träumen ist ja noch erlaubt.

Das Ego sollte ein Owner immer besser außen vor lassen und sich mit Personal umgeben, welches Ahnung von der Materie hat. Dann kann man sich vielleicht auf der Sonnenseite des Erfolges feiern 🎉 lassen. Man könnte mal bei den Kraft's nachfragen, wie das so geht (wirtschaftlich und sportlich erfolgreich).

Träumen kann so schön sein...!

reagan - The Left Hand

Also Lott würde ich holen um York in Schach zu halten (Ein böser Blick dürfte genügen) damit er Jon Gruden und Nick Caserio machen lässt!
"Geld spielt keine Rolle. Unser Ziel ist der Gewinn des Super Bowls" so York.

philsky

Ich hoffe einfach auf das große Ego von York und die Tatsache, dass er sein Franchise nicht länger zum Gespött der NFL machen will bzw machen lässt. Seine Erwartungen (zumindest die die er Öffentlich gemacht hat oder Öffentlich gemacht worden sind)  scheinen ja offenbar so weit davon entfernt zu sein, dass es schon grotesk ist. Dass das mit no-nam-coaches nix wird sollte er jetzt gemerkt haben. Und ich schätze ihn so ein, dass er es jetzt kommende Saison allen beweisen will, wie toll sein Franchise eigentlich ist und sich um Top-coaches/GMs bemüht. Ob die dann kommen, steht auf einem anderen Blatt

stig49

Zitat von: philsky am Fr,  6. Nov. ’15, 19:00
Ich hoffe einfach auf das große Ego von York und die Tatsache, dass er sein Franchise nicht länger zum Gespött der NFL machen will bzw machen lässt. Seine Erwartungen (zumindest die die er Öffentlich gemacht hat oder Öffentlich gemacht worden sind)  scheinen ja offenbar so weit davon entfernt zu sein, dass es schon grotesk ist. Dass das mit no-nam-coaches nix wird sollte er jetzt gemerkt haben. Und ich schätze ihn so ein, dass er es jetzt kommende Saison allen beweisen will, wie toll sein Franchise eigentlich ist und sich um Top-coaches/GMs bemüht. Ob die dann kommen, steht auf einem anderen Blatt
da bin ich dabei! Ich würde jed york mal nicht zu sehr unterschätzen wollen. Wenn ihm Siegen wichtig ist, wird er was tun, um zum Sieger zu werden. Anders ist es natürlich, falls es ihm ums Geldmachen geht. Bin da noch nicht sicher, wo er steht. Aber ich halte ihn grundsätzlich für Lernfähig. Auch beim Stadionbau hat er ja gelernt, wie es geht, und was nicht funktniert.

goldbüchi

Zitat von: kaiser524 am Fr,  6. Nov. ’15, 17:06
John Gruden oder Tony Dungy würde ich sofort nehmen!


Das hatte ich schon Anfang der Saison, gedacht einen der beiden zu holen.

frontmode

Zitat von: stig49 am Fr,  6. Nov. ’15, 20:47
Zitat von: philsky am Fr,  6. Nov. ’15, 19:00
Ich hoffe einfach auf das große Ego von York und die Tatsache, dass er sein Franchise nicht länger zum Gespött der NFL machen will bzw machen lässt. Seine Erwartungen (zumindest die die er Öffentlich gemacht hat oder Öffentlich gemacht worden sind)  scheinen ja offenbar so weit davon entfernt zu sein, dass es schon grotesk ist. Dass das mit no-nam-coaches nix wird sollte er jetzt gemerkt haben. Und ich schätze ihn so ein, dass er es jetzt kommende Saison allen beweisen will, wie toll sein Franchise eigentlich ist und sich um Top-coaches/GMs bemüht. Ob die dann kommen, steht auf einem anderen Blatt
da bin ich dabei! Ich würde jed york mal nicht zu sehr unterschätzen wollen. Wenn ihm Siegen wichtig ist, wird er was tun, um zum Sieger zu werden. Anders ist es natürlich, falls es ihm ums Geldmachen geht. Bin da noch nicht sicher, wo er steht. Aber ich halte ihn grundsätzlich für Lernfähig. Auch beim Stadionbau hat er ja gelernt, wie es geht, und was nicht funktniert.

Ich kann mir vorstellen, dass er vor allem nicht als totaler Trottel dastehen will. Er soll ja auf einem Owner Meeting davon gesprochen haben, zu glauben, ein 11-5 Coach und Team zu haben. Wenn er übergroßes Ego hat, nutzt er vielleicht die Profitabilität seines Teams, das Bild welches er gerade abgibt, zu korrigieren.
QuestFor32:
49ers, Cardinals, Rams, Seahawks, Buccaneers, Falcons, Panthers, Saints, Lions, Packers, Vikings, Cowboys, Giants, Broncos, Chargers, Chiefs, Raiders, Colts, Jaguars, Texans, Browns, Ravens, Dolphins, Jets, Patriots

frontmode

Zitat von: kaiser524 am Fr,  6. Nov. ’15, 17:06
John Gruden oder Tony Dungy würde ich sofort nehmen!

Dazu vielleicht eine Broncos Variante mit Steve Young und Brent Jones. Das wäre super - wohl nur ein Traum, aber träumen ist ja noch erlaubt.

Bei Gruden bin ich mir nicht sicher. Dungy ist glaube ich mit dem Thema durch.

Nicht jede sportliche Größe kann auch in eine FO Rolle schlüpfen, ist die Frage, ob ein Young, Rice, Montana, .... das genauso könnten.
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Mace

Wirklich toller Artikel, da kommt man echt ans träumen.
Ironiemodus an: Ich will Tony D´Amato von den Sharks als HC  :o ;D

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