Noch ein gutes Zeichen nach dem abrupten Ende dieser wunderbaren Saison: Mehrere wichtige Free Agents der 49ers sagen zumindest, dass sie unbedingt bleiben wollen - und lehnen sich dabei weit aus dem Fenster. Überall im Team ist zu hören, dass dieses Team, inklusive der Coaches, etwas Besonders sei, für das sich zu bleiben lohne.
So sagte FA Cornerback Carlos Rogers: "Für dieses Team würde ich im Preis runtergehen - auf jeden Fall! Ich habe ihnen das gesagt. Vom Owner über den General Manager bis zu jedem anderen gefällt mir einfach alles hier. Ich mag wirklich alles an dieser Organisation - alle Spieler, die Trainer. Es liegt mir fern mich jetzt hinzustellen und zu sagen: "Ich bin frei, zeigt mir die Kohle". Ich hab dieses Team im Kopf und hier will ich sein."
Auch Quarterback Alex Smith betont, dass er nicht ans Weggehen denkt: "Ich habs jetzt nicht fürchterlich eilig mit einem neuen Vertrag, das muss nicht morgen sein", sagte er. "Wir nehmen uns Zeit, und der alte Vertrag geht ja noch bis 13. März. Aber ich würde gerne früher als später einig werden, das soll nicht zu lange dauern". Die Frage, ob er den Free Agent-Markt ausprobieren wolle, beantwortete Smith nicht. Er sagte aber: "Im Moment liebe ich es hier, was sich hier entwickelt, ich liebe das Team, die Coaches, alles. Keine Frage, ich würde gerne bleiben". Harbaugh hatte zuvor angedeutet, dass Smith der klarer Favorit für den QB-Posten auch in der kommenden Saison sei - aber auch für ihn gebe es keine Garantien - Colin Kaepernick habe seine Chance im Camp.
Die 49ers haben 15 Spieler, die Free Agents werden - neben Smith und Rogers auch Dashon Goldson, Ahmad Brooks, Adam Snyder, Ted Ginn Jr. und Joshua Morgan. Coach Jim Harbaugh betont, dass er das Team zusammenhalten wolle und vor allem um Stammspieler kämpfen werde - bis zu einem bestimmten Punkt: "Wenn ein Spieler anderswo viel mehr Geld bekommt als wir ihm zahlen können oder wollen, dann freue ich mich für ihn. Das Grass ist aber anderswo nicht grüner. Jeder muss die beste Entscheidung für sich uns eine Familie treffen".
Einzig Backup-Cornerback Shawntae Spencer äusserte Zweifel, ob er in der Bay Area bleiben werde, obwohl er noch bis 2012 unter Vertrag ist. Spencer hatte nach Verletzungen seinen Starter Job verloren und spielte im Lauf der Saison keine grosse Rolle mehr. In beiden Playoff-Spielen war er inactive. Nach neuen Jahren, so Spencer, könne es Zeit für einen Neuanfang sein: "Das ist, als ob man seit Schulzeiten mit demselben Mädchen geht. Und plötzlich hat sie einen anderen. Ich hab hier right Corner von Anfang an gespielt".
Quellen: Alle üblichen Verdächtigen, 23.10.