Navigation überspringen

49ersFanZone.net: Unsere Werte +++ Wetten zu Gunsten der FanZone – ab sofort!

49ers Aktuell

Commentary: drummer (Niners Nation): Jed York - Zurück in die Zukunft? (10. Mär. 2010)

"Das ist das letzte Mal, dass unsere Saison im Dezember endet"

Man muss es Jed York lassen. Obwohl er technisch gesehen mit dieser Aussage richtig lag, waren es doch die Playoffs, die er gemeint hatte, und Jugend geht manchmal mit Draufgängertum und Naivität einher. Aber Kühnheit ist ein wichtiger Teil von Führungskompetenz, und wenn man in große Fußstapfen tritt, dann wird sich das Schicksal des Franchises daran entscheiden, ob die Abdrücke, die man hinterlässt, von Shaquille O'Neal stammen könnten, oder ob es die Abdrücke von Babys ersten Schuhen sind. Die mittlerweile berühmten Worte von Jed waren kein kleiner Schritt in die Zukunft, sondern ein Neil Armstrong'scher Schritt zurück zu den glorreichen Tagen, als es hieß "Super Bowl oder nichts!".

Jeds Leitsatz erinnerte uns an eine Zeit, als es noch jedes Jahr um den Titel ging, und es ließ uns die Jahre der Mittelmäßigkeit wenigstens für einen Moment vergessen. Head Coaches, Spieler und General Manager kommen und gehen. Während einige glauben, der Teameigner habe nicht wirklich einen Einfluss auf das Franchise, so machte es Jed York an dem Tag klar, dass dem sehr wohl so ist. Jetzt muss er seinen Worten allerdings auch Taten folgen lassen.

Obwohl Eddie DeBartolo Abgang in einer demütigenden Weise erfolgte ist er bei den Fans immer noch ausgesprochen beliebt. Das liegt zu einem guten Teil an seiner Leidenschaft für die 49ers, und die schlug sich auf die Coaches, die Spieler und die Fans nieder. DeBartolo war alles andere als perfekt. Er war arrogant, brüsk, emotional und manchmal brutal als Eigner. Obwohl George Seifert einer der erfolgreichsten Coaches der Teamgeschichte war, wurde er wenig prätenziös durch Steve Mariucci ersetzt. Mariucci kam ursprünglich als Offensive Coordinator, nachdem Marc Trestman im Jahr zuvor diese Position wenig effizient ausgefüllt hatte, aber Seifert erkannte die Zeichen der Zeit und ging in Pension. Was den 49ers Fans damals nicht bewusst war, war die Tatsache, dass der Abstieg des Teams bereits begonnen hatte - die Folge von schlechten Drafts, der Arroganz von Carmen Policy (damals General Manager), und schließlich der Salary Cap als letztem Sargnagel. Sie hatten sich auch von den Prinzipien abgewandt, die der legendäre Bill Walsh eingeführt hatte. DeBartolo musste schließlich die Kontrolle über das Franchise wegen eines Skandals, in den auch der ehemalige Gouverneur von Louisiana Edwin Edwards verwickelt war, abgeben. Er übergab die Kontrolle seiner Schwester, Denise DeBartolo-York, die gemeinsam mit ihrem Ehemann John York neue Eigentümerin wurde.

Als die Yorks die 49ers übernahmen stand das Unternehmen am Abgrund. Nachdem Policy sich zu den Cleveland Browns verabschiedet hatte blieb das Front Office der 49ers in kompletter Auflösung zurück. John York hat seither einige GMs (darunter Bill Walsh) und Head Coaches engagiert. Unter der Führung der Yorks kamen die Niners nur zweimal in die Playoffs, und in einer Hauruck Aktion wurde der damalige Head Coach Mariucci nach einer Playoffniederlage gefeuert. Die 49ers begaben sich aus einer langen Reihe von Gründen in einen Sturzflug (schlechte Entscheidungen des Front Office, der Kahlschlag aufgrund der Salary Cap), was schließlich zu einem Neuaufbau geführt hat. Während dieser ganzen Zeit wurde John York von Medien und Fans angegriffen. Ein Teil der Kritik war zutreffend, allerdings hatte York auch ein Chaos zu beseitigen, das zum Teil aus Entscheidungen entstanden war, die vor seinem Amtsantritt gefällt worden waren. Aber auch er traf schlechte Entscheidungen, und einst treue Fans trauten der Führung nicht mehr. Vorbei waren die Tage, in denen man auf die Playoffs hoffen durfte. Jetzt ist man in jenen Tagen, in denen man hofft, bei Siegen und Niederlagen ausgeglichen bilanzieren zu können. Das ist schon eher ein Abbild davon, wo die wahre Führerschaft liegt, und zwar bei den Eigentümern.

Jed York hat Glück: Nicht weil er einer der jüngsten Präsidenten eines NFL Franchises ist (wenn nicht der jüngste überhaupt). Sondern weil er damit aufgewachsen ist, aus der ersten Reihe zuzusehen, wo das Franchise erfolgreich war und wo es versagte. Es sollte ihm helfen, Erfolg zu haben, wenn er auf die Fehler der Vergangenheit schaut. Aber er weiß, dass der wahre Wert der Marke im Vertrauen in die Owner liegt. Während seine Eltern sich als Teameigner im Hintergrund hielten, stellt er sich in den Vordergrund. Er lässt alle wissen, dass die Eigentümer die Leidenschaft zu siegen haben, und dass sie erfolgreich sein wollen. Aber es braucht viel mehr als nur Worte. Ein erfolgreiches Unternehmen hat einen Plan und hält sich an diesen. Man könnte sagen, die 49ers hätten schon länger einem Plan und wären auch dabei, den umzusetzen, nur nicht mehr mit Mike Nolan in verantwortlicher Position. Ob er erfolgreich sein wird bleibt abzuwarten, jedenfalls hat es aber mehr Sinn, in der näheren Zukunft dabei zu bleiben, weil ein kompletter Neuaufbau über dem schon begonnenen weit mehr kaputt machen kann, wenn man es nicht richtig macht. Es ist recht klar, dass Jed York die Führung übernommen hat, und die Herausforderung für ihn ist, die Niners wieder zu einer respekteinflößenden Organisation zu machen. Seine Entscheidungen werden die Weichen für das nächste Jahrzehnt stellen, und er muss diese Entscheidungen sorgfältig treffen. Aber wie geht das? Ganz einfach. Einfach auf die Vergangenheit schauen.

Kommentare

Du musst dich registrieren um einen Kommentar schreiben zu können.

  1. Sanfranolli (10. Mär. 2010)

    In Jed we trust...  ::)
  2. stig49 (10. Mär. 2010)

    "Auf die Vergangenheit schauen" und dabei "den Worten Taten folgen lassen" - Super-Fazit, das passt so gut wie immer und bei jedem Thema.
    Mit vielen Worten nichts gesagt...
  3. Buvag (11. Mär. 2010)

    Ich fürchte ja auch, dass man aus dem Artikel für die Zukunft nur begrenzt Erkenntnisse ziehen kann... Stig49 hat schon Recht.
  4. MaybeDavis (11. Mär. 2010)

    Ja wie auch. Egal wie nah sie dran sind, in die Zukunft schauen kann ja keiner von uns allen (auch wenn manche etwas anderes behaupten  ;)).
  5. Buvag (12. Mär. 2010)

    Naja, ich hätte mir schon etwas konkreteres gewünscht als sinngemäß "in Zukunft gutes beibehalten und aus Fehlern der Vergangenheit lernen". Das ist dann doch sehr phrasenhaft und unbestimmt.
  6. TheBeast (12. Mär. 2010)

    Warum ich den Kommentar übersetzt habe ist, dass mich die durchaus kritische Sichtweise zu Eddies letzten Jahren ebenso gewundert hat, wie die differenzierte Sichtweise auf John und Denise. Die meisten heben ja Eddie geradezu in den Olymp, während die Yorks (mit Ausnahme von Jed) für alles verantwortlich sind, was jemals schief gelaufen ist. Vielleicht hat er ja unrecht, aber für einen Ami ist das wirkllich außergewöhnlich. Der Rest ist, - wie richtig angemerkt wurde - natürlich hauptsächlich heiße Luft.

49ersFanZone.net-Webradio

News

News

Letzter Gegner

Nächster Gegner

  • Los Angeles Rams Logo
  • @ Los Angeles Rams
  • 11.09.2026, 02:35
  • Week 1

Standings

NFC West
Team W L T Streak
49ers 0 0 0
Cardinals 0 0 0
Rams 0 0 0
Seahawks 0 0 0

Spielplan

Datum Gegner Erg
Regular Season
11.09. @ Rams
20.09. Dolphins
27.09. Cardinals
04.10. Broncos
11.10. @ Seahawks
20.10. Commanders
25.10. @ Falcons
08.11. Raiders
15.11. @ Cowboys
23.11. Vikings
29.11. Seahawks
06.12. @ Giants
13.12. Rams
18.12. @ Chargers
27.12. @ Chiefs
04.01. Eagles
TBD @ Cardinals

Draft Picks

Rd Pick Name Pos
2 33 De'Zhaun-Ryan D. Stribling WR
3 70 Romello Height DE
3 90 Kaelon Black RB
4 107 Gracen Halton DT
4 127 Carver Willis OT
4 139 Ephesians Prysock CB
5 154 Jaden Dugger LB
5 179 Enrique Cruz OT