In-Depth: Tonaufnahme belegt: Saints-Spieler sollten die 49ers gezielt verletzen (5. Apr. 2012)
Der Dokumentarfilmer Sean Pamphilon hat ein Audioband veröffentlicht, das vernichtend ist für den mittlerweile wegen seines Bounty-Systems suspendierten Ex-Defensive-Cooridnator der New Orleans Saints, Gregg Williams. Vor dem Playoffspiel gegen die 49er instruierte er seine Spieler, die Schlüsselspieler der 49ers nach Möglichkeit zu verletzen. Die 49er siegten in diesem hochdramatischen Spiel am Ende mit 36-32.
Pamphilon veröffentlichte jetzt vier Minuten aus der ursprünglich 12 Minuten dauernden Ansprache vor dem Spiel. Er war anwesend, weil der eine Dokumentation für den Ex-Special-Teams-Spieler der Saints, Steve Gleason dreht, der unheilbar an Lou Gehrig's Disease (auf deutsch ALS) erkrankt ist
Laut Pamphilon zeigte sich Gregg Williams aufs Kinn und sagte seinen Spieler, Quarterback Alex Smith müsse "genau da" erwischt werden: "Denkt dran. Der erste wirds (macht dem Vernehmen nach das Dollarzeichen). Legt den Motherfucker flach".
Williams benützt einen von ihm häufig gehörten Spruch in seiner Rede: "Erledigt den Kopf und auch der Körper stirbt".
Über Gore: "Wir müssen alles in der Welt tun, um seinen Kopf zu killen. Wir wollen, dass er seitlich läuft. Wir wollen seinen Kopf auf der Seite sehen".
Über Fullback Kendall Hunter: "Die kleine 32, wir werden ihn zu Scheisse schlagen".
Über Smith: "Jeder von Euch, bevor ihr den Haufen verlasst, macht was mit seinem Kopf. So früh wie möglich. Macht einfach weiter, fasst ihn an, trefft seinen Kopf".
Über Kyle Williams: "Wir müssen in den ersten zwei Serien rausfinden, was noch übrig ist von der Gehirnerschütterung des kleinen Wide Receivers mit der 10. Wir müssen ihm sofort verdammt was mitgeben, damit er sich entscheiden muss. Wir müssen ihn verdammt noch mal zu einer Entscheidung zwingen".
Über Crabtree: "Wir werden zeigen, ob er eine falscharschige Primadonna sein möchte, oder ein harter Junge. Das müssen wir rausfinden. Er wird menschlich, sobald wir ihm das Scheiss-Kreuzband raustreten".
Über Vernon Davis: "Es geht drum, wie oft wir ihn umrammen und dabei seine Knöchel über den Haufen biegen können".
Die NFL wollte zu dem Band keine Stellung nehmen. Dem Vernehmen nach hatte sie die Saints vor den Playoffs aber gewarnt, dass man das Bounty-Programm untersuche und das es gestoppt werden müsse. Das ignorierte Williams aber offenbar. Filmamacher Pamphilon sagte jetzt, er habe sich zur Veröffentlichung entschlossen, weil ihn vor allem der Spruch über Kyle Williams Gehirnerschütterung verstört habe. Er habe sich damals gedacht: "Hat der das jetzt wirklich gesagt?.
Quellen: Yahoo Sports; ESPN, 5.4.
Pamphilon veröffentlichte jetzt vier Minuten aus der ursprünglich 12 Minuten dauernden Ansprache vor dem Spiel. Er war anwesend, weil der eine Dokumentation für den Ex-Special-Teams-Spieler der Saints, Steve Gleason dreht, der unheilbar an Lou Gehrig's Disease (auf deutsch ALS) erkrankt ist
Laut Pamphilon zeigte sich Gregg Williams aufs Kinn und sagte seinen Spieler, Quarterback Alex Smith müsse "genau da" erwischt werden: "Denkt dran. Der erste wirds (macht dem Vernehmen nach das Dollarzeichen). Legt den Motherfucker flach".
Williams benützt einen von ihm häufig gehörten Spruch in seiner Rede: "Erledigt den Kopf und auch der Körper stirbt".
Über Gore: "Wir müssen alles in der Welt tun, um seinen Kopf zu killen. Wir wollen, dass er seitlich läuft. Wir wollen seinen Kopf auf der Seite sehen".
Über Fullback Kendall Hunter: "Die kleine 32, wir werden ihn zu Scheisse schlagen".
Über Smith: "Jeder von Euch, bevor ihr den Haufen verlasst, macht was mit seinem Kopf. So früh wie möglich. Macht einfach weiter, fasst ihn an, trefft seinen Kopf".
Über Kyle Williams: "Wir müssen in den ersten zwei Serien rausfinden, was noch übrig ist von der Gehirnerschütterung des kleinen Wide Receivers mit der 10. Wir müssen ihm sofort verdammt was mitgeben, damit er sich entscheiden muss. Wir müssen ihn verdammt noch mal zu einer Entscheidung zwingen".
Über Crabtree: "Wir werden zeigen, ob er eine falscharschige Primadonna sein möchte, oder ein harter Junge. Das müssen wir rausfinden. Er wird menschlich, sobald wir ihm das Scheiss-Kreuzband raustreten".
Über Vernon Davis: "Es geht drum, wie oft wir ihn umrammen und dabei seine Knöchel über den Haufen biegen können".
Die NFL wollte zu dem Band keine Stellung nehmen. Dem Vernehmen nach hatte sie die Saints vor den Playoffs aber gewarnt, dass man das Bounty-Programm untersuche und das es gestoppt werden müsse. Das ignorierte Williams aber offenbar. Filmamacher Pamphilon sagte jetzt, er habe sich zur Veröffentlichung entschlossen, weil ihn vor allem der Spruch über Kyle Williams Gehirnerschütterung verstört habe. Er habe sich damals gedacht: "Hat der das jetzt wirklich gesagt?.
Quellen: Yahoo Sports; ESPN, 5.4.
Kommentare
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Cordovan (5. Apr. 2012)
Bei sowas fehlen einem die Worte!
Der gehört, meinen Erachtens, für den Rest seines Lebens von der NFL ausgeschlossen und mal psychologisch untersucht. Bei dem sind doch nicht alle Tassen dort wo sie sein sollen.
Schon ein bisschen paradox, dass es aber dann genau andersrum gekommen ist, wenn ich an den HIT von Donte Whitner nahe der Goal-Line im ersten Drive der Saints denke!!
Duke (5. Apr. 2012)
Cordovan (5. Apr. 2012)
Klar, dass dir das als Ersten auffällt!
DeRa (5. Apr. 2012)
Gut, das die Niners ihr Spiel gegen die Saints gewonnen haben, Denn das, was die Saints da gemacht haben, geht über die Grenzen hinaus....
Diabolo (5. Apr. 2012)
In Kombination mit den anderen Teilsätzen sieht das aber schon wieder ganz anders aus, vor allem die Aufforderung auf den Kopf zu gehen (speziell bei Williams mit dem Hinweis auf die Gehirnerschütterung) ist unterste Schublade und läuft dem "Player Safety"-Ansinnen der NFL komplett entgegen.
Sollten da noch weitere solche Details ans Licht kommen kann ich mir nicht vorstellen das wir Gregg Williams nochmal in der NFL sehen werden.
JimH (5. Apr. 2012)
Diabolo (5. Apr. 2012)
stig49 (5. Apr. 2012)
Darkside (5. Apr. 2012)
Chui (5. Apr. 2012)
DeRa (5. Apr. 2012)
...und dafür gab es keine Prämie
Moriarty (6. Apr. 2012)
Genauso sehe ich das auch! Dass im Locker Room schon einmal Härte gefordert bzw. dazu angestachelt wird, mag zwar mitunter schon als "grenzwertig" empfunden werden, ist wohl aber auch ein Stück weit "normal". Im Sport werden eben selten Friedensnobelpreise gewonnen
Cordovan (6. Apr. 2012)
Ich will da jetzt nicht unbedingt "Verschwörungstheorien" herbeirufen, ABER haben nicht Giantsspieler nach dem Championsship-Game gesagt, sie wären auch auf den Kopf von Kyle W. gegangen, weil er schon Gehirnerschütterungen gehabt hat!? Da ist doch was durch die Medien gegangen. Selbst wenn da keine "Bounty" in Aussicht gestellt wurde, läßt das jetzt diese Kommentare auch in ganz anderem Licht erscheinen - finde ich.
MoRe99 (6. Apr. 2012)
Wie lange die Strafe für Williams ist steht ja noch nicht endgültig fest. Er wurde ja zunächst für ein Jahr gesperrt, dann sollte neu entschieden werden. Dieses Tondokument dürfte seine Sperre sicher nicht verkürzen ...
T. Savini (6. Apr. 2012)
stig49 (6. Apr. 2012)
Die NFL kannte die Aufnahme schon, als die Williams suspendierte.
Gore21 (6. Apr. 2012)
MoRe99 (6. Apr. 2012)
Ich glaube nicht, dass jemand so blauäugig ist und meint, dass es ähnliche Systeme in anderen Teams nicht gäbe. Allerdings war es bei den Saints wohl wirklich extrem, und ich hoffe, dass die Strafen bei den anderen Teams einen Denkprozess einleiten, dass sowas überhaupt nichts im Football zu suchen hat. Es ist mMn eben ein großer Unterschied, ob man bei einem Tackle eine Verletzung des Gegners in Kauf nimmt oder ob man eben bewusst so tacklet, dass die Chance auf eine Verletzung möglichst groß ist. V.a. wenn eine solche absichtliche Verletzung des Gegners für mich noch finanzielle Vorteile hat. Juristisch mag das anders aussehen, aber für mich ist sowas vorsätzliche Körperverletzung.
Touchdownmaker (6. Apr. 2012)
wizard49er (8. Apr. 2012)
Mir ist es eben beim lesen auch sofort ins Auge gestochen